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Kerlikowskys Kommentar über... Energieversorgung, Truppenentsendung und deutsche Interessen
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- Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 29. März 2012 10:18
- Veröffentlicht am Freitag, 03. November 2006 00:30
- Geschrieben von Gerhard A. Pfeffer, Siegburg
Guten Tag! George W. Bush, der aus dem Ölstaat Texas stammt, wußte bei seinem Amtsantritt mit Sicherheit, daß die USA mehr Energie verbrauchen als sie selbst im Lande zu vertretbaren Preisen fördern können. So kam ihm der Sieg der Taliban in Afghanistan gerade recht, um den amerikanischen Einfluß rund um das Kaspische Meer, wo große Öl- und Gasvorkommen liegen, zu sichern. Und das Attentat auf das World Trade Center war ein willkommener Anlaß, wenn auch kein Grund, im Irak einzumarschieren. Beide Feldzüge stellen sich nun als Desaster heraus.
Deutschland wird, so Dr. Peter Struck als damaliger Verteidigungsminister, am Hindukusch verteidigt. Also sandten wir Soldaten auf Bitten der Amerikaner hin. Pech nur, wenn die Soldaten nicht siegen können, wie gerade der Isaf-Kommandeur in Afghanistan, der britische General David Richards, feststellte. Wir verlieren mit den Amerikanern den Krieg. Dabei haben wir selbst kein Kriegsziel.
Den regierenden Politikern dürfte jeder Auslandseinsatz deutscher Soldaten in gewisser Weise recht sein; denn das lenkt von den Problemen im Lande ab. Aber eigentlich haben wir Politiker gewählt, um deutsche Interessen im Ausland zu vertreten und nicht durch Truppenentsendung Sympathien und Einfluß in für die Energieversorgung wichtigen Regionen zu verspielen.
Wir brauchen wie die USA eine sichere Energieversorgung. Deutsche Unternehmen sollten sich Gas- und Ölvorkommen in verschiedenen Regionen sichern, in denen nicht deutsche Soldaten als Hilfstruppen anderer Mächte agieren müssen. Und wir sollten uns nicht immer mehr von dem russischen Präsidenten Wladimir Putin abhängig machen, der mit Energie-Preiserhöhungen für Georgien gerade wieder zeigt, wie er die Energieversorgung als Waffe nutzt. Wir brauchen eine Energiepolitik, die auch die Kernenergie als wichtigen Garanten einer Versorgung sieht. Die wird nicht gewagt, betrachten Politiker doch das als unpopulärer als das Entsenden von Soldaten. Daß es endlich ein Umdenken gibt, das wünscht uns allen Ihr
Dr. Horst Kerlikowsky
Berlin, den 03. November 2006
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P.S. Sie finden in dieser Ausgabe unter anderem folgende Themen:
Steuern: Die Erhöhung der Mehrwertsteuer ab 1. Januar und zusätzliche finanzielle Belastungen durch steigende Preise werden viele in die Schattenwirtschaft treiben
EU-Perspektiven: Mit der Aufnahme Rumäniens und Bulgariens sollte mit der EUErweiterung vorläufig Schluß sein. Mazedonien hat jedoch ein Angebot zur Aufnahme
Ostdeutschland: Viele mit Steuergeldern finanzierte Projekte endeten mit einer Pleite. Nun wird neues Geld für Subventionsruinen gegeben.
Börse: Gemessen an der Marktkapitalisierung sind deutsche Unternehmen Zwerge. Kein einziges ist in der Liste der ersten 20
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