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PR-Prüfung: professionelle Organisation sieht anders aus
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- Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 29. März 2012 10:18
- Veröffentlicht am Montag, 19. November 2007 23:56
- Geschrieben von Gerhard A. Pfeffer, Siegburg
Wir berichteten und kommentierten über die Bemühungen, eine gemeinsame nichtuniversitäre PR-Prüfung in Deutschland zu organisieren. Inzwischen gab es viele Gespräche, Beschwichtigungen und Versprechungen. Die Lösungs-Suche der DPRG, des PR-Berufsverbandes, und seiner beteiligten Vertreter (Peter Steinke und Ulrich Nies) und ihrer Hintermänner und -frauen wurde dabei immer konfuser. Auch heute wissen die Öffentlichkeit und vor allem die Menschen, die sich in der PR aus- und weiterbilden wollen, nicht, wie es weitergehen soll - ab dem 1. Januar 2008.
Also: professionelle Organisation sieht anders aus. Auf dem ehrenamtlichen Geschäftsführer der PZOK (so die Abkürzung des Wortungetüms Prüfungs- und Zertifizierungsorganisation der deutschen Kommunikationswirtschaft - schauen Sie doch mal nach unter www.pzok.de), Karl-Martin Obermeier wurden all die Versäumnisse und Fehler der beteiligten PR-Fachverbände BdP, DPRG und GPRA "abgeladen". Obermeier, er ist hauptberuflich Professor für Journalismus und Öffentlichkeitsarbeit an der FH Gelsenkirchen, hatte von dem irrsinnigen Treiben vor allem der DPRG genug und bot seinen Rücktritt an.
"Dann würde der Gaul vollends zusammenbrechen", sagte da einer. Lahm und fehlernährt war er ja schon. Also doch kein Rücktritt? Die beteiligten Prüfungsorganisationen erhielten am 19. November endlich ein schon vor sechs Wochen von Obermeier entworfenes Informationsschreiben der Verbandspräsidenten. BdP und GPRA stimmten damals sofort zu, die DPRG taktierte und schlummerte weiter. Viel Erhellendes steht in dem Schreiben nicht drin - aber immerhin, man hat wenigstens kommuniziert.
Neuestes Ondit: DPRG-Präsident Ulrich Nies wird selbst die erste Prüfung im Januar bei der depak in Berlin abnehmen. Ob man die Prüflinge dazu beglückwünschen soll, mag dahin gestellt bleiben. Immerhin eins können sie von Nies lernen: geschmeidig bleiben, anpassen tut ja nicht weh.
Nötig wäre aber endlich eine klare, professionelle Lösung des Problems. Oder müssen wir wieder sechs Jahre warten, bis die DPRG ihren Zick-Zack-Kurs beenden könnte? Die gute, alte DAPR mit ihren bald 4.400 geprüften PR-Menschen war vielleicht doch nicht so schlecht, wie sie in Heidelberg, Münster und andernorts gemacht wurde. -fff-



