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DJV und andere graben sich ihr eigenes Grab
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- Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 29. März 2012 10:18
- Veröffentlicht am Montag, 14. Januar 2008 23:28
- Geschrieben von Gerhard A. Pfeffer, Siegburg
Diesmal sollen vor allem andere sprechen: "Ein Patt bei dieser Diskussion zwischen Bloggern und Journalisten – das war zu erwarten. Dass allerdings nicht einmal über die Ausgangssituation Einigkeit erzielt werden konnte, dass Weghören zur Königsdisziplin wurde, das war weniger zu erwarten. Herrgott, sie stehen mitten in einer Medienrevolution - und sie merken es nicht! Die Diskussion zum Journalismus im Web 2.0, veranstaltet vom DJV am 10. Januar, ließ mich einigermaßen ratlos zurück (Aufzeichnung bei www.djv.de/livestream). Ratlos deshalb, weil ich mir das Unwissen gewisser Mitglieder der journalistischen Zunft nicht so groß vorgestellt hätte. Vielleicht aber waren es auch nur besonders vorsintflutliche Exemplare, die jetzt den guten, alten Presserat, der schon bei den Holzmedien nicht funktionierte, als Qualitätsinstrument ins Netz transferieren möchten."
So beginnt Klaus Jarchow vom Blogwerk-Blog "Medienlese" (www.medienlese.com) seinen Beitrag "Sieben Thesen zum Journalismus". Es ist eine nachlesenswerte, interessante Blogdiskussion. Über dieselbe Veranstaltung schreibt, ebenfalls lesenswert, auch Handelsblatt-Redakteur und Blogger Thomas Knüwer: "Mühlsteintreffen unter den Linden".
Die Veranstaltung war eine (DJV-organisierte) Alibi-Pseudo-Diskussion, die Zeit und Aufwand nicht wert waren. Wenn man nicht einige nette Menschen getroffen bzw. kennengelernt hätte. Nochmal: Online-Kommunikation wird eine Revolution für Medienschaffende (Lieferanten und Verarbeitende) bewirken, wie seit Gutenberg, Radio- und Fernseh-Erfindung nicht mehr. Journalisten als Gatekeeper - kannste vergessen. Die Menschen informieren sich selbst online und andere - sind direkte Internet-Konsumenten und -Produzenten. Public Relations wird schwieriger, Lügen haben noch kürzere Beine. Und die PR- und Journalisten-Verbände haben's nicht begriffen. Und auch viele PR-Schaffende und Manager noch immer nicht.
Unter dem Titel "Regeln oder Anarchie - Journalismus im www" diskutierten am 10. Januar übrigens: Hans -Ulrich Jörges vom Stern, Thomas Knüwer von Indiskretion Ehrensache, Michaela May von N24, Don Alphonso bekannt von der Blogbar und den Rebellen ohne Markt, DJV-Vorsitzender Michael Konken, Wolfgang Donsbach von der Technischen Universität Dresden und Björn Sievers von Focus Online.
Gerhard A. Pfeffer, Siegburg



