Norbert: Gerüchte+Gerichte
Gericht: Gazpacho andaluz
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- Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 29. März 2012 10:18
- Veröffentlicht am Montag, 05. Juli 2010 15:55
- Geschrieben von Gerhard A. Pfeffer, Siegburg
Ein ganz altes Reste-Essen. Wenn sich ein Rezept nachweislich über 2.000 Jahre hält, dann darf es wohl als bewährt und bekömmlich gelten. Vom lateinischen „caspa“ für Rest, Überbleibsel leitet sich der Name des Gazpacho ab, der früher den Bauern und Hirten, heute Millionen Touristen in Spanien und Portugal gefällt. An heißen Sommertagen gibt es wenig, was besser schmeckt. Ursprünglich waren nur altbackenes Brot, Knoblauch, Öl und Essig darin. Nachdem die Spanier Tomaten und Paprika aus dem frisch entdeckten Amerika mitgebracht hatten, wurde die Speise reichhaltiger.
Gazpacho andaluz
½ Baguette vom Vortag, 600 g sehr reife, aromatische Tomaten (im Zweifel sind Dosenfrüchte besser als wässrige Treibhausware), 1 Salatgurke, 1 rote und 1 grüne Paprika, 1 mittelgroße Gemüsezwiebel, 3 – 4 Knoblauchzehen, 150 ccm natives Olivenöl, 10 ccm Rotwein- oder Sherryessig, Salz, 1 TL Zucker, schwarzer Pfeffer, Tabasco, Wasser
Das alte Brot in Stückchen brechen, mit einigen Esslöffeln Wasser einweichen. Die Tomaten häuten, Gurke schälen, ebenso wie die Zwiebel und Paprikaschoten in kleine Würfel schneiden. Von den Paprika rund ein Drittel beiseite stellen. Sonst alle Gemüse mit dem Brot, dem Knoblauch und dem Öl im Mixer pürieren. Mit dem Essig, Salz, Zucker und Pfeffer pikant abschmecken. Wenn das Gemüsepüree zu dicklich erscheint, mit etwas Wasser verdünnen. Wer es gerne ein wenig scharf mag, fügt ein paar Tropfen Tabascosauce zu. Mindestens zwei Stunden kalt stellen und ziehen lassen.
Den Gazpacho serviert man recht kalt, streut die beiseite gestellten Paprikawürfel darüber und garniert mit Weißbrotwürfeln, die in Olivenöl knusprig bräunen durften. Dazu passt ein trockener Sherry (Fino), ein spritziger Vinho Verde Alvarinho aus Portugal, oder auch ein gut gekühlter Rosé aus der Provence.



