Schebens Karriererat
Salz: Kohle statt Kinder – Geld oder Leben
- Details
- Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 29. März 2012 10:18
- Veröffentlicht am Donnerstag, 16. Februar 2012 16:38
- Geschrieben von Gerhard A. Pfeffer, Siegburg
Warum Menschen ohne Kostenaufwand für eigene Kinder nicht anderweitig draufzahlen sollen, ist nicht einzusehen. Endlich ist der Anfang gemacht für die soziale Umdenke, den jungen Wilden der CDU sei Dank. Wer alt wird, ohne kostspielige Gören aufs Einzahlen in die Sozialversicherung hin hochzupäppeln, der sollte in der Tat anderweitig zur Kasse gezwungen werden. Irgendwie muss das Recht auf Rente ja bedient werden. Also her mit der Knete, ihr Paare und Eheleute ohne Kinderwunsch, ihr Singles und gleichgeschlechtlichen Partnerschaften, ihr Erbgeschädigten, Zeugungsunfähigen, Zeugungsunwilligen und Unfruchtbaren. Es gab bei uns Zeiten, da hat man ganz andere Sachen mit euch gemacht! Wenn ihr schon kein Kindergeld bekommt, dann sollt ihr wenigstens Keinkindergeld bezahlen! Nun dürft ihr beim Sozialausgleich aber nicht alleine bleiben, ihr beneideten Sozialschmarotzer:
Wer sich als Autofahrer zu wenig blitzen lässt, weil ihm die schlechten Fotos aus dem Starenkasten zu teuer sind, der zahlt künftig halt mehr Steuern für seine lahme Ente. Lahme Enten, die im Beruf nicht spuren und sich nicht um ihre Karriere kümmern, entziehen dem Staat überproportionale Lohnsteuern, schaden unerträglich dem Gemeinwohl und müssen zum Ausgleich ihre Post Tag für Tag mit Wohlfahrtsbriefmarken frankieren. Arbeitslose, die gar keine Steuern zahlen, werden schon längst mit Ein-Euro-Jobs bestraft. Wer nicht Auto fährt und auch keins hat, zahlt weder Kfz- noch Mineralölsteuer, das ist ein Ding der Unmöglichkeit. Er hat zur Strafe die Bahn zu nehmen und muss künftig die Asozial-Bahncard kaufen, 25 oder 50 Prozent Aufschlag aufs Ticket bezahlen und darf dann ausschließlich die unpünktlichen Züge nehmen, also jeden. Weg auch mit dem Ehegattensplitting, das hat dem Nachwuchsmangel eh nicht abgeholfen. Apropos Nachwuchsmangel: Die CDU muss sich in diesem Falle keine Sorgen machen. Die Altvorderen ziehen halt oft diejenigen hinter sich her, die gleichen Formats und Schlages sind.
Dipl. oec. Mathias Scheben, Kommunikationsberater, Rengsdorf, www.scheben-kom.de



