Schebens Karriererat
Pfeffer: "Kommunikations-GAU's in Serie: RWE, e.on, Gammelfleisch.."
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- Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 29. März 2012 10:18
- Veröffentlicht am Montag, 05. Dezember 2005 01:00
- Geschrieben von Gerhard A. Pfeffer, Siegburg
Politik, Regierung - vor allem Merkel, Platzek, Müntefering und Schäuble - arbeiten sich aus dem Meinungstief auf bisher unbekannte Pluswerte. Einige Wirtschaftsbereiche scheinen dagegen alles Undenkbare zu tun, um im Imagechaos zu versinken.
Beim Gammelfleisch fragt sich der besorgte Verbraucher: gibt es diese kriminellen Methoden erst jetzt. Unsere politgeförderte Bürokratie kontrolliert doch sonst jeden Mist(haufen). Fehlt es nur an Geld und Personal, stellt die Profitgier bei den Verkäufern jegliche Skrupel hintan?
HanseGas (gehört zum e.on-Konzern) veröffentlicht Berechnungen, die kein Mensch versteht und die wohl eher verschleiern als aufklären sollen. Peinlich scheinen den Energiekrösussen nicht die Milliardenprofite und überhöhte Preise zu sein - sondern eher die kritischen Nachfragen der Verbraucher.
Dasselbe kann auch für die Mineralölkonzerne gelten, die die Preise sofort bei jedem Orkan in der Karibik erhöhen - obwohl das dort noch nicht geförderte Öl noch gar nicht auf dem Markt ist und man ja aktuell billig erworbenes Öl raffiniert somit teuer verkaufen kann.
RWE belügt die Öffentlichkeit über brüchige Strommasten, verdient Milliarden und ist nicht in der Lage, genügend Generatoren als Ersatz-Stromerzeuger ins Münsterland zu schaffen. Völlig absurd scheint die Idee, als Konzernvorstand mal dort selbst "vorbeizuschauen" und zu helfen - geschweige denn die Betroffenen (und die Öffentlichkeit) mit modernsten Kommunikationsmitteln (z.B. dem Internet) zu informieren.
Auch Bahnchef Mehdorn produziert in üblicher Sturheit wieder einen Kommunikations-Fehltritt: der (Teil-)Umzug mag zwar managementmäßig richtig sein - verständlich kommuniziert wurde er aber nicht. Genauso wenig wie die unendliche Demontage der gelben Postbriefkästen und -Filialen - sind vielleicht auch nicht mehr so wichtig, da angeblich ja immer mehr alte Menschen sowieso das Internet nutzen.
Den Wunsch nach konsequentem Verhalten, z.B. Rücktritt von Vorständen und Kommunikationsmanagern, will ich mir hier verkneifen. Es würde ja weitere Millionen an Abfindungen zu Lasten der Verbraucher kosten.
Gerhard A. Pfeffer, Siegburg



