Schebens Karriererat
Evas vermeintliches Weltbild oder wenn Quotengeilheit Gutes tut
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- Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 29. März 2012 10:18
- Veröffentlicht am Samstag, 13. Oktober 2007 03:10
- Geschrieben von Gerhard A. Pfeffer, Siegburg
Man mag sich schon gar nicht mehr befassen mit dem, was diese Eva Hermann in Gang gesetzt hat. Ganze Schulklassen müssen nun - unter ihres einschlägig unbedarften Lehrers Aufsicht - in „Mein Kampf“ nachlesen, was Hitler mit den deutschen Familien und ihren Kindern Tolles vorhatte. Sie kommen dann auch darauf, dass den Familien jede Menge Söhne nach dem Überfall auf Polen, im Krieg wie im KZ, verloren gingen. Investigative Journalisten schwärmen mutig aus und recherchieren, dass in den speziellen Stätten nazideutscher Familienpolitik auch Töchter, Väter, Mütter und Großeltern zu Tode kamen.
Sie erschrecken ob der Zahlen und suchen Überlebende um sie zu fragen, wie sie denn Evas vermeintliches Weltbild finden. Stammtische setzen sich zusammen und erklären einander den Zusammenhang zwischen der Intelligenz einer ehemaligen Fernsehansagerin und dem kriegsorientierten Autobahnbau vor 45. Sie konkludieren, dass grinsende Blondinen von heute vielleicht rechts, aber nicht recht gut passen in das perverse Bild vom missbrauchten blonden Flakhelfer als letztes Aufgebot einer verlorenen Verbrecherschlacht. Wem das alles zu unwichtig erscheint, der befasst sich mit der Frage, ob Herr Kerner „es“ der Quote wegen mit ihr getrieben hat. Da hätte Quotengeilheit doch auch mal was Gutes.
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, PR-Berater, Andernach



