Schebens Karriererat
"Knut" und "Knete", oder wie man mit Wahrheiten umgeht
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- Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 29. März 2012 10:18
- Veröffentlicht am Montag, 21. Januar 2008 19:07
- Geschrieben von Gerhard A. Pfeffer, Siegburg
Roland Koch bricht Tabus, und das aufgeschreckte Publikum lauert gebannt, ob er wieder übers Ziel hinausplaudert. Dabei sollte er mal kundtun, ob ihm seine Richter einfach zu langsam arbeiten. Die stehen derweil zuweilen im Ruf, sich mehr um die Täter zu sorgen als um die wahren Opfer dieser Gesellschaft. Warum muss Mann oder Frau denn auch im Dunkeln (oder tagsüber) auf die Straße gehen oder nachts (oder am Tag) Bahn fahren?
Wird eine Frau „aus dem Trinkermilieu“ von einem 18jährigen erschlagen, findet das nicht einmal Eingang in die Abendnachrichten. (Die senden doch sonst alles!) OK, könnte als Wahlhilfe für Koch ausgelegt werden. Clement hat seine eigene Meinung zur Energiepolitik, das mag seine(?) SPD nicht ganz so gerne, könnte als Wahlhilfe für Koch verstanden werden.
Ob flächendeckende Mindestlöhne Arbeitsplätze vernichten oder den Staat entlasten, oder beides oder nichts dergleichen, darüber streiten sich ehrenvoll die Wissenschaftler. Politiker halten dazu ihre simplen Phrasen wohlfeil, Wahrheiten sind zu kompliziert für Parolen.
Die Zooleute hätten „Flocke“ lieber „Knete“ nennen sollen. Das hätte sprachlich besser zu „Knut“ gepasst, wäre das Marketing betreffend ehrlicher gewesen, und man hätte im Alter „Flokati“ vermieden. Sie sehen, wahrhaftige Kommunikation zahlt sich langfristig aus! Das Auszahlen freilich kann sich länger dahinziehen als der Termin des Auszählens am nächsten Wahlabend.
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, Kommunikationsberater, Andernach



