Schebens Karriererat
Ein Konzert zum Frühstück
- Details
- Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 29. März 2012 10:18
- Veröffentlicht am Montag, 14. September 2009 20:10
- Geschrieben von Gerhard A. Pfeffer, Siegburg
Mit Pauken und Trompeten ist heute Morgen (11. September) der Kommunikationskongress in den zweiten Tag gestartet – perfekt zum wach werden nach der langen Speakers Night.
Freitagmorgen in Berlin. Müde Auge, hoher Kaffeekonsum. Der Abend gestern war lang. Und trotzdem hat die erste Veranstaltung alle vom Hocker gerissen – und zwar wörtlich. Über stehende Ovationen freuten sich Dirigent Gernot Schulz und Kommunikationsmanager Manfred Harnischfeger am Ende des Programms. Diese Ehre wurde zu Recht erteilt. Denn die Vorführung war wirklich ein Höhepunkt des Kommunikationskongresses.
„Konzept zur Führungspositionierung“ lautet der Veranstaltungstitel, oder anderes gesagt: dirigieren und führen. Dirigent Prof. Schulz zeigte auf beeindruckende Weise, wie er ein Orchester leitet. Rund 80 Musiker aus dem Berliner Ensemble hatten dazu im Kuppelsaal Platz genommen. Ihr Spiel: wirklich beeindruckend – sogar mit leichten Kopfschmerzen nach dem Galaabend.
Das Orchester verglich Profesor Schulz mit einem Team, den Dirigentenjob mit der Position eines Kommunikationsmanagers. „Das harte Üben eines Musikers ist für die Katz, wenn die Interaktion innerhalb des Orchesters nicht gelingt“, sagte der Dirigent und führte vor, wie es klingt, wenn die Musiker mal unter seiner Anleitung, mal ohne Vorgaben spielen. Es sei wichtig, als Führungsperson, Impulse zu geben und die Fähigkeiten der einzelnen Gruppen wie Bläser und Streicher richtig einzuschätzen, um ihnen die richtigen Anweisungen geben zu können. „Man darf nicht zu viel führen, sondern werden die Musiker nicht gefordert“, erklärt Professor Schulz.
„Dafür ist Inspiration wichtig und eine Strategie, die jeder Musiker erkennen kann.“ Denn die Notenschrift ist sehr ungenau. Als Dirigent müsse man daher interpretieren, wie der Komponist das Stück gemeint habe und beispielsweise Geschwindigkeit und Lautstärke vorgeben. Die Spielweise, die in seiner Zeit üblich gewesen war, haben Komponisten nicht in Noten verpackt, denn für sie war diese ja selbstverständlich. Es war wirklich erstaunlich, wie viel man von der Arbeit eines Dirigenten lernen kann.
Übernommen aus dem Blog der PR-Agentur Profilwerkstatt, Darmstadt (www.profilwerkstatt.de)



