Schebens Karriererat
Schwerer Abschied vom Gas-Monopol
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- Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 29. März 2012 10:18
- Veröffentlicht am Montag, 22. Februar 2010 15:08
- Geschrieben von Gerhard A. Pfeffer, Siegburg
Manchmal benimmt sich Eon Ruhrgas noch wie ein Monopolist. Statt vernünftige Öffentlichkeitsarbeit zu machen, pflegt das Unternehmen gern die Geheimniskrämerei. Die Senkung der Beschaffungskosten, die es nun in Verhandlungen mit dem russischen Lieferanten Gazprom erreicht hat, wird es kaum an seine Kunden weiterreichen, sondern vor allem zur Verbesserung seiner Gewinn-Margen nutzen wollen. Doch es ist nur eine Frage der Zeit, bis auch auf dem Gasmarkt mehr Wettbewerb herrscht und das Essener Unternehmen sein Diva-Verhalten ablegt.
Längst schon jagen Wingas und andere Anbieter der Ruhrgas Marktanteile ab. Die Kunden – Stadtwerke und Industriebetriebe – werden immer selbstbewusster, zumal das Kartellamt Ruhrgas allzu lange Lieferverträge untersagt hat. Die EU hat erst jüngst eine 500-Millionen-Strafe gegen Ruhrgas wegen Kartellabsprachen verhängt.
Zugleich dürfte die Aufweichung der Ölpreis-Bindung der Anfang vom Ende derselben sein. Die Gasreserven halten länger als die Ölreserven. Auf Dauer muss sich das auch in unterschiedlichen Gas- und Ölpreisen widerspiegeln.
Den Kommentar von Antje Höning am 20. Februar in RP.Online der "Rheinischen Post" hier online nachlesen (+ ggf. kommentieren).



