Studien

Weber Shandwick: Krisenmanagement gehört ins Portfolio erfolgreicher CCOs

Erfahrungen im Krisenmanagement gehören heute zu den Grundvoraussetzungen eines erfolgreichen Unternehmens. Das sagen laut aktueller Umfrage knapp zwei Drittel der Chief Communications Officers (CCOs) weltweilt. Noch vor fünf Jahren war nur ein Drittel der Befragten dieser Meinung. Die Ergebnisse stammen aus der alljährlichen Studie The Rising CCO, die in diesem Jahr zum vierten Mal von Spencer Stuart und Weber Shandwick durchgeführt wurde.

Unternehmen, die Krisen zu bewältigen haben, zahlen einen hohen Preis –  in 74 Prozent der Unternehmen ist der CEO aktiv in den Krisenkommunikationsprozess eingebunden und es dauert im Durchschnitt etwa 15 Monate, um Krisenfolgen vollständig zu überwinden. Hinzu kommen weitere Herausforderungen, wie etwa erhöhte Aufmerksamkeit der Medien (60 Prozent), genauere Prüfungen seitens der Regierung (51 Prozent) und eine geschwächte Mitarbeitermoral (42 Prozent).

"Die Ereignisse der letzten Jahre haben in aller Deutlichkeit demonstriert, dass Schäden an der Unternehmensreputation hohe Kosten mit sich bringen," sagt George Jamison, Head of Corporate Communications bei Spencer Stuart. "Wie unsere aktuelle Studie zeigt, können Krisen einige Zeit andauern und CEOs tun gut daran, ihre besten Mitarbeiter um sich zu scharen, solange sie sich im medialen und politischen Kreuzfeuer wiederfinden."

Social Media kann bei der Krisenbewältigung helfen
Social Media gilt als das am schnellsten wachsende Kommunikations-Tool für CCOs – egal wo auf der Welt. 40 Prozent der Befragten geben an, sie seien auf Angriffe aus dem Social Web vorbereitet.  2010 waren das nur 33 Prozent. Allerdings ist Social Media nicht der Ursprung allen Übels: Knapp die Hälfte (46 Prozent) der CCOs, deren Unternehmen in den vergangenen zwei Jahren einer Krise gegenüber stand, gaben an, Social Media habe dabei keine Rolle gespielt. In nur sieben Prozent der Fälle wurde die Krise dort ausgelöst. Vielmehr ermöglicht Social Media, Krisensituation zu lösen (34 Prozent) statt sie zu verschlimmern (22 Prozent).

"The Rising CCO IV lässt erwarten, dass die Bedeutung von Social Media weiterhin wachsen und in Zukunft einen enormen Einfluss auf Corporate Communications Budgets haben wird", sagt Leslie Gaines-Ross, Chief Reputation Strategist bei Weber Shandwick. "Es ist ermutigend zu sehen, dass CCOs weltweit diese Kanäle als Chance wahrnehmen, eine Krise zu mildern und drohenden Reputationsverlust abzufangen."

Corporate Social Responsibility bietet zunehmend Rückhalt für die Reputation
Knapp acht von zehn CCOs (76 Prozent) glauben, Corporate Social Responsibility (CSR) sei entscheidend für die Stabilität der Reputation und etwa die Hälfte (52 Prozent) der Befragten geben an, dass der Bedarf an CSR-Kommunikationsexperten wächst. Unternehmen, die sich in den vergangenen zwei Jahren einer Krise gegenüber sahen, sprechen CSR-Fachwissen im Alltagsgeschäft eine höhere Bedeutung zu als Unternehmen, die bisher krisenfrei geblieben sind (82 gegenüber 63 Prozent).

Regionale Besonderheiten der globalen Studie
Die Prioritäten des Senior Managements für Kommunikationsverantwortliche fallen von Region zu Region sehr unterschiedlich aus: Während in Nordamerika von CCOs erwartet wird, die sozialen Medien unter Kontrolle zu haben, steht in Europa der Ruf des Unternehmens und in APAC eine solide Medienresonanz ganz oben auf der Agenda.

Global wird die Effektivität von Kommunikation vor allem an Media Coverage und dem Engagement der Mitarbeiter gemessen. Aber es gibt auch Unterschiede: In Europa spielen die öffentliche  Aufmerksamkeit und Einstellung zum Unternehmen eine wichtige Rolle. In Nordamerika wird dagegen der Meinung des eigenen CEOs große Bedeutung beigemessen, während die APAC-Staaten verstärkt Wert auf Awards und Auszeichnungen legen.

Über die Studie
Die Studie The Rising CCO, nun in ihrem vierten Jahr, untersucht die Positionen, Verantwortlichkeiten und Meinungen von CCOs in den weltweit größten Unternehmen. Die 142 Teilnehmer stammen aus Unternehmen in den USA, Europa und Asien und Lateinamerika. Die Mehrheit der Befragten arbeitet in Firmen, die in den Fortune Global 500 gelistet sind. Die Studie wurde online im Zeitraum Januar bis März 2012 durchgeführt.

(Quelle: Presemitteilung der Agentur Weber Shandwick in Berlin vom 27. Juni 2012 → webershandwick.de  → webershandwick.com )

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