HR-Communication rückt für die HR-Verantwortlichen immer stärker in den Fokus. Der Grund: Zunehmender Fachkräftemangel und enger werdender Personalmarkt erhöht die Notwendigkeit, sich extern, aber vor allem auch intern als attraktiver Arbeitgeber zu profilieren. Die Kommunikationsagentur Lux [+] GmbH führte mit Dr. Geke & Associates GmbH eine Studie zum Thema „Aktueller Stand und Trends in der HR-Communication“ durch. Mehr als 80 Personalverantwortliche aus Dax 30 und MDax Unternehmen haben an der Studie teilgenommen und für interessante Insights gesorgt.

Mehr Budget für HR-Communication
88 Prozent der Studienteilnehmer sehen  strategisch geplante HR-Communication im Unternehmen als wichtig bis sehr wichtig und bei über 60 Prozent ist das Budget dafür in den letzten drei Jahren sogar deutlich angestiegen. HR-Communication gewinnt zunehmend an Bedeutung, um Mitarbeiter zu motivieren und im Unternehmen zu halten (32 Prozent), um die Position als Arbeitgeber zu behaupten (28 Prozent) und um Rekruitingprozesse zu steuern (23 Prozent).

Längst ist HR-Communication nicht nur eine sporadische Angelegenheit neben vielen anderen Themen. 41 Prozent der Befragten nutzen HR-Communication aktions- oder themeninitiert. Knapp ein Drittel der Teilnehmer setzen HR-Communication kontinuierlich auf Basis eines Jahresplans ein. Vor allem die Themen Change- bzw. Geschäftsprozesse, Mitarbeitergewinnung und Mitarbeiterbindung sowie Identifikation, Motivation und Akzeptanz stehen ganz oben auf der Agenda.

Dreh- und Angelpunkt: Die Strategie
HR kommuniziert mit internen und externen Zielgruppen und kann einen maßgeblichen Einfluss auf eine positive Wahrnehmung des Unternehmens erzeugen. Umso wichtiger ist es, HR-Communication strategisch zu verankern. Auch wenn die Akzeptanz der HR-Communication im eigenen Unternehmen weiterhin steigt, orientiert sich HR-Communication bisher nicht immer an einer festgelegten Strategie. Weniger als die Hälfte (44 Prozent) der Befragten gaben an, HR-Communication strategisch zu planen und verfehlen so die Chance, sich letztendlich einen Vorteil gegenüber den Wettbewerbern erarbeiten zu können.

Positionierung des HR-Bereichs
Damit die HR-Verantwortlichen auch strategisch vorgehen können ist eine enge Zusammenarbeit mit dem Management notwendig. Voraussetzung hierfür ist die Positionierung des HR-Bereichs im Unternehmen. Laut der Studie ist das für die HR-Verantwortlichen jedoch aktuell weniger wichtig. Dies zeigt sich deutlich bei der Frage nach den Zielen von HR-Communication. Für 40 Prozent der Teilnehmer steht ein frühzeitiger Informationstransfer an erster Stelle. 27 Prozent streben mit ihrer HR-Communication die Weiterentwicklung der Arbeitgebermarke an. Lediglich 3 Prozent verfolgen das Ziel, die Wahrnehmung des HR-Bereichs als Schnittstelle zu verbessern. Möglichweise ist das der Grund, warum HR-Communication im Unternehmen zwar ankommt, aber nicht ausreichend strategisch umgesetzt wird.

Optimierungspotenzial
Die wachsende Themenvielfalt im HR-Bereich macht es den Verantwortlichen besonders schwer eine transparente und emotionale HR-Communication einzusetzen. 67 Prozent der Befragten betrachten den Optimierungsbedarf in der HR-Communication als hoch bis sehr hoch ein. Vermutlich greifen deshalb auch mehr als die Hälfte (56 Prozent) auf einen Support von außen zurück und arbeiten projektweise mit externen Agenturen zusammen, überwiegend mit spezialisierten Agenturen. Als Alternative dazu sind jedoch knapp die Hälfte der Unternehmen bereit, ihre Mitarbeiter im Bereich HR-Communication zukünftig weiter fortzubilden und ihnen Schulungen anzubieten.

Interessenten können die Studie hier kostenlos anfordern: Sandra Dropmann, sd@luxplus.de.

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