EHI-Studie-PRimHandel2014 CoverKunden werden zunehmend kritischer und stellen immer höhere Ansprüche an sozial und ökologisch verantwortliches Handeln sowie Transparenz von Unternehmen. Außerdem nutzen sie ein individuelles, aber breites Spektrum an Informationskanälen und erwarten eine weitgehende Transparenz der Unternehmen. Darauf müssen sich PR-Verantwortliche einstellen. Sie haben immer komplexere Aufgaben zu bewältigen, berichten über 80 Prozent der befragten PR-Profis in der aktuellen EHI-Studie ‚PR im Handel 2014‘. Das EHI Retail Institute mit Sitz in Köln ist ein Forschungs-, Bildungs- und Beratungsinstitut für den Handel. An der Untersuchung haben sich die PR-Vertreter von 85 Handelsunternehmen beteiligt, darunter knapp die Hälfte der Top 20 des deutschen Einzelhandels.

Budgets der Öffentlichkeitsarbeit
Um die vielfältigeren Aufgaben zu bewältigen, steht vielen PR-Verantwortlichen mehr Geld zur Verfügung. Im Jahr 2013 sind die Budgets bei 41 Prozent der befragten Unternehmen gestiegen, teilweise sogar kräftig. 22 Prozent mussten allerdings mit weniger Geld auskommen. Bei den übrigen Teilnehmern (37 Prozent) blieben die Budgets unverändert.

Reputation als Wettbewerbsfaktor
Die Reputation des Handels ist nach Meinung der befragten PR-Profis immer noch verbesserungsbedürftig: 63 Prozent (Vorjahr 81 Prozent) von ihnen glauben, dass der Ruf des Handels schlechter ist als seine tatsächlichen Leistungen. Mit dieser Einschätzung stehen die Kommunikationsverantwortlichen nicht alleine da, auch die in der Ergänzungsstudie befragten Geschäftsführer sind zum großen Teil dieser Ansicht (69 Prozent; Vorjahr 71 Prozent). Allerdings zeigt sich eine leichte Tendenz zu einer positiveren Einschätzung der Lage im Vergleich zum Vorjahr. An der ergänzenden Kurzbefragung des Top-Managements haben sich 123 Geschäftsführer deutscher Handelsunternehmen beteiligt
Einig sind sich die meisten PR-Verantwortlichen und Geschäftsführer (jeweils 82 Prozent) darin, dass sich der Einfluss von Reputation auf den wirtschaftlichen Erfolg in den letzten Jahren gesteigert hat. Als Gründe für diesen Bedeutungszuwachs wurden auch hier vor allem die kritischen Kunden und deren gestiegene Ansprüche (35 Prozent) sowie die zunehmende Transparenz (26 Prozent) genannt. Vertrauen – als eine der wichtigsten Voraussetzungen für einen guten Ruf – bietet Orientierungshilfe, besonders bei dem vorherrschenden Überangebot von Waren (18 Prozent).

Medienvielfalt nimmt zu
Es gibt eine immer breitere Palette an Kommunikationskanälen, um mit den Zielgruppen zu kommunizieren. Die Firmen sind dabei häufiger bei den Klassikern der Social Media-Plattformen wie Facebook (84 Prozent), You Tube (59 Prozent) oder Twitter (47Prozent) vertreten. Sie streuen ihre Präsenzen und Aktivitäten aber auch immer breiter, z.B. auf Netzwerke wie Blogs, Google+ oder auch eine firmeneigene Community. Der Anteil von Social Media innerhalb der gesamten Kommunikation liegt bei knapp der Hälfte der Unternehmen bei 30 Prozent. Bei weiteren rund 15 Prozent der Unternehmen liegt dieser schon bei 50 Prozent und mehr.
83 Prozent gaben an, über zusätzliche Mittel für Social Media zu verfügen, größtenteils in Form von Personal. Schon ein Drittel der Unternehmen hat eine eigene Social Media-Abteilung. Im Ranking der bedeutendsten Kommunikationskanäle liegen Printmedien für PR-Profis aber immer noch vorn, allerdings dicht gefolgt von Onlinemedien und Social Media.

Mobile PR und Augmented Reality
Mobile PR wird ebenfalls immer beliebter und ist heute bei 35 Prozent (Vorjahr 21 Prozent) der Unternehmen bereits fester Bestandteil ihrer Kommunikation, im Vorjahr sagten dies nur 21 Prozent. Weitere 45 Prozent (Vorjahr 61 Prozent) rechnen mit einem zukünftigen Bedeutungszuwachs. Der Bereich Augmented Reality hingegen steckt noch in den Kinderschuhen und spielt in kaum einem Unternehmen schon eine Rolle für die Kommunikation.

Mitglieder des EHI erhalten die Studie ‚PR im Handel 2014‘ kostenlos im Downloadbereich der EHI-Website. Nicht-Mitglieder können die Studie zum Preis von 495 Euro kaufen. Bestellungen sind ebenfalls über die EHI-Website möglich oder direkt bei der EHI-Mitarbeiterin Claudia Husseck per Telefon unter der Rufnummer 0221-57993-64 oder per E-Mail. Der Studienband hat die ISBN-Nummer 978-3-87257-420-6.

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