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Corporate Social Responsibility: Das NANO-Netzwerk

Erlebnisse sprechen stärker als Aula-Sonntagsreden. Der 2003 in Bonn gegründete gemeinnützige Verein „Nanotechnologie und Schule e.V.“ fördert mit einem interdisziplinären Ansatz die naturwissenschaftlich-technische Schulbildung. In Zusammenarbeit mit Wirtschaft, Industrie, Forschung und außerschulischen Bildungsinstitutionen werden Aus- und Fortbildung von Lehrkräften unterstützt und organisiert sowie Lernmaterialien, Experimentier- und Lernstationen zur Gestaltung und Fortentwicklung naturwissenschaftlich-technischen Unterrichts gefördert und entwickelt.

Beim 1. Rhöndorfer Gespräch am 14. Dezember 2006 zu den bisherigen zahlreichen erfolgreichen Aktivitäten des Vereins kam es zu einem kritisch-positiven Diskurs von Experten bei der Fragestellung nach dem Risiko der Konzentration auf die seit einem Jahrzehnt beschleunigte Wissensvermittlung in der Öffentlichkeit.

Teilnehmer der Podiumsdiskussion waren: Dr. Gerd Bachmann, Zukünftige Technologien Consulting der VDI TZ GmbH, Düsseldorf; Nils Boeing, Journalist, Hamburg; Wolfgang Gollub, Arbeitgeberverband Gesamtmetall, Berlin; Prof. Dr. A. Grunwald, Leiter des Instistus: Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS), Karlsruhe; Prof. Dr. Axel Lorke, Fachbereich Physik, Forschungsschwerpunkte: Selbstorganisierte Nanostrukturen, Nanopartikel, Nanomanipulation, Universität Duisburg-Essen.

Das Ergebnis der offen geführten Diskussion mit den Projektleitern und kritischen Beobachtern kann in einigen Punkten zusammengefaßt werden:

1. Die Nanotechnologien sind wegen ihrer bedeutsamen Einflüsse und Auswirkungen auf die wirtschaftlich-technologische und damit sozialpolitische und kulturelle Entwicklung unserer Gesellschaft ein wichtiges Element naturwissenschaftlicher Bildung.
2. Experten sprechen der Nanowissenschaft bereits jetzt epochale Bedeutung zu. Ihre interdisziplinäre Vorgehensweise und die daraus resultierende breite Produktpalette bieten Lösungen für viele High-Tech-Bereiche. Von der Energie- über die Umwelt- und Informationstechnik bis hin zur Medizin reichen die Anwendungsgebiete.
3. Die große Bedeutung darf sich nicht in sensationellen Schlagzeilen über sogenannte revolutionäre Schritte in der Darstellung von Endnutzen für die Menschen erschöpfen. Kampagnen wären fehl am Platz.
4. Konstruktives Mißtrauen und langfristige Begleitung der Entwicklung auf der Basis fundierter Informationen müssen bereits der Jugend die evolutionären Prozesse deutlich machen.
5. Die Nanotechnologien sind kein neues Phänomen in der Technikgeschichte, sondern sind in ihrer in den letzten Jahren begonnenen Umsetzung in der Praxis ein Phänomen in der Wahrnehmung durch die Öffentlichkeiten, z.B. bei Schülern, Lehrern, Eltern, Politikern und Technikbeobachtern allgemein.
6. Nach dem Informieren der Öffentlichkeiten über die Nanotechnologien und ihre Umsetzung in Projekten und Modellen ist der nächste Schritt das Erweitern des Gesprächs mit Informationen über tatsächliche, gefühlte und fälschlich vermutete Risiken.
7. Ein rationaler Diskurs ist erfolgversprechender als eine reine Risikodebatte. Das bereits jetzt erfolgreich arbeitende Netzwerk von Nanowissenschaft und -technik kann den Dialog mit der Jugend auch erfolgreich in der Qualifikation und Motivierung des Nachwuchses für die deutsche Industrie beweisen.
8. Adressen für weitere Informationen: Detlef B. Werner, Nanotechnologie und Schule e.V., c/o Berliner Str. 33, 53604 Bad Honnef, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! .

Wolfgang Reineke, Heidelberg

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