Im Fall des möglichen Promotionsbetrugs an der Universität Hamburg weist die Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Hochschule, Christiane Kuhrt, jede Verantwortung der Universität zurück. Auf die Frage des „PR-Journal“ wie es sein könne, dass ein als Rigorosum dargestelltes Treffen in den Räumlichkeiten der Universität zum wiederholten Male unentdeckt mit einem „unechten“ Prof. Timmermann habe stattfinden können, antwortet sie: „Grundsätzlich ist es nicht auszuschließen, dass solche Treffen in den Räumen der Universität Hamburg stattgefunden haben, da die Universität eine öffentlich zugängliche Einrichtung ist.“ Auch sei die Wiederholung eines solchen Sachverhaltes grundsätzlich nicht ausschließbar, da es nicht im Einflussbereich der Universität Hamburg liege, wer sich in betrügerischer Absicht als eine fremde Person ausgebe. 

Eine weitere dezidierte Stellungnahme bleibt aus. Weder distanziert man sich an der Universität klar vom Geschehen noch wird in irgendeiner Weise Bedauern zum Ausdruck gebracht. Kuhrt bestätigt lediglich, dass der Fall von Antje Lüssenhop bekannt sei. Man dürfe jedoch, so Kuhrt weiter, dazu keine Auskunft geben. Die Pressereferentin bestätigte allerdings, dass der Anwalt Lüssenhops Kontakt mit der Universität aufgenommen habe und interne Ermittlungen liefen.
Am 7. Oktober berichtete das „PR-Journal“ ausführlich über den möglichen Promotionsbetrug in dessen Folge die Leiterin PR & Interne Kommunikation im Deutsche Bahn-Konzern, Antje Lüssenhop, ihren Doktortitel zunächst nicht mehr führt.

Kommentare

 
#3 Berger 2013-11-26 21:24
http://meedia.de/print/ein-tweet-den-der-bildde-chef-lieber-loeschte/2013/11/01.html
 
 
#2 Dirk Hold 2013-10-30 15:53
Der Universität Hamburg kann kein Vorwurf gemacht werden. Es gibt nun mal keine Einlasskontroll en und ein Seminarraum ist am Freitagnachmitt ag schnell mal eben okkupiert. Es stellt sich hier eindeutig die Frage nach der Glaubwürdigkeit von Frau Lüssenhop. Schade, dass sie kein Exemplar ihrer eingerichten Doktorarbeit mehr hat oder Kontakt zu ihrem damaligem Promotionsberat er herstellen kann. Viele Zweifel könnten damit ausgeräumt werden. Natürlich muss ein "in dubio pro reo" im Zweifel für den Angeklagten gelten, aber so bleibt ein dunkler Schatten übrig.
 
 
#1 Eberhard Wühle 2013-10-15 11:10
Ja, ja, TOYOTA ist überall - nichts ist unmöglich! Abgesehen von dem allzu dürftig anmutenden Schulterzucken der Uni Hamburg fehlt jetzt nur noch, dass man Universitäten künftig erst nach Personenkontrol le und Durchleutung betreten darf. - Vielleicht ist es ersatzweise sinnvoller, dass alle Promovierten sich mal nach ihrem Doktorvater/ihr er Doktormutter genauer erkundigen, wo und womit diese sich seit dem Rigorosum in der Wissenschaftswe lt herumtreiben. Auch fände ich es eine gute Praxis, wenn jeder Promovierte in seinem Lebenslauf Universität, Titel UND die beiden Referenten der Dissertation angeben würde - das bisschen Transparenz würde nicht schaden, spätere Selbstanzeigen von Betroffenen nicht ausgeschlossen.
 

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