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Redakteure schätzen andere PR-Insturmente als PR-Profis
Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 17. August 2005 um 23:21 Uhr Dienstag, den 09. August 2005 um 00:11 Uhr
Journalisten halten Redaktionsbesuche für wertvoll PR-Profis hatten diese in der Mummert Consulting/news aktuell-Studie als wenig effizient eingestuft
Die europäische Technologie-PR-Beratung Hotwire hat in einer Journalistenbefragung herausgefunden, dass Redaktionsbesuche als wertvolles Kommunikationsinstrument wahrgenommen werden. Diese Aussage widerspricht deutlich der von PR-Profis, die im aktuellsten "PR Trendmonitor" abgebildet wurde.
Im PR Trendmonitor vom Mai untersuchte das Beratungsunternehmen Mummert Consulting und der Newsdienst "news aktuell" unter anderem, wie PR-Profis gängige Kommunikationstechniken im Hinblick auf ihre Effektivität bewerten. In der Studie zeigte sich, dass PR-Profis Redaktionsbesuchen nur einen unterdurchschnittlichen Wert von 3,2 zumessen. Dieses Ergebnis veranlasste Hotwire dazu, seinerseits 50 Journalisten aus Technologie-Fach- und Wirtschaftsredaktionen zu befragen, wie diese verschiedene Kommunikationstools bewerten.
Persönliche Interviews vor Ort bewerteten Redakteure mit einem Durchschnittswert von 1,8 als exzellenten Weg, um an Informationen zu kommen. Redaktionstouren helfen, die ohnehin knapp bemessene Zeit effektiver zu nutzen, so die Redakteure. Sie eigenen sich ausgezeichnet, um ein Unternehmen kennen zu lernen.
"Die Ergebnisse des 'PR Trendmonitor' haben uns schon etwas erstaunt“, so Ute Richter, Regional Partner und Leiterin von Hotwire Deutschland. "Besonders dass Redaktionsbesuche so niedrig bewertet wurden, entspricht nicht unseren Erfahrungen. Die Einschätzung der Redakteure ist natürlich nur eine Momentaufnahme. Welche PR-Techniken gerade als besonders wertvoll eingestuft werden, hängt stark von den aktuellen Umständen und der jeweiligen Kultur in den Redaktionen ab“, erklärt Richter. "Die wichtigste Erkenntnis aus unserer Umfrage ist, dass PR-Profis ihre Kommunikation besser auf die Bedürfnisse von Journalisten abstimmen müssen.“
Die befragten Redakteure erklärten, dass persönliche Interviews vor Ort eine gute Möglichkeit seien, die Strategie oder die Produkte eines Unternehmens besser kennen zu lernen. Unklarheiten können direkt im Gespräch ausgeräumt werden. Sie schätzen die bei solchen Treffen meist sehr gut auf die eigene Leserschaft zugeschnittenen Informationen. Vor allem in Technologie- und IT-Redaktionen sind Produktdemonstrationen sehr beliebt, weil sich Redakteure mit den teils sehr komplexen Lösungen besser vertraut machen können. Aus diesem Grund sind in diesem Umfeld auch Sprecher gefragt, die versiert technische Fragen zu ihren Produkten beantworten können. Ein weiterer Vorteil für Unternehmen ist, dass Pressemitteilungen den Redakteuren nach einer persönlichen Vorstellung in der Masse der täglichen E-Mails besser auffallen.
Weitere interessante Aussagen trafen Redakteure in der Hotwire-Umfrage außerdem zu Pressemitteilungen und zu Informationen, die online angeboten werden. Pressemeldungen sind mit einer Bewertung von 1,9 immer noch eine der wichtigsten Informationsquellen. Durch die immer noch nicht unter Kontrolle gebrachte Flut an Spam-E-Mails, werden jedoch viele Mitteilungen gelöscht, ohne gelesen worden zu sein. Trotzdem sprachen sich vor allem Journalisten in Online-Redaktionen sehr für den Aussand per E-Mail aus, da sie so am schnellsten an aktuelle Informationen kommen.
Nach weiteren Informationsquellen gefragt, gab einer von vier Redakteuren an, bei Recherchen zuerst online nach Informationen zu suchen. Speziell die Websites der Unternehmen über die sie berichten wollen, sind eine der ersten Anlaufstellen. Whitepapers, archivierte Pressemeldungen und vor allem druckfähiges Bildmaterial stehen ganz oben auf der Wunschliste der Journalisten. Dabei zeigten sie sich relativ indifferent, ob diese Materialien in ausgewiesenen Pressebereichen auf der Unternehmenswebsite oder auf der Website der PR-Agentur angeboten werden. Bei Telefoninterviews schätzen Redakteure begleitende Online-Präsentationen als wertvolle Ergänzung. Vor allem technische Zusammenhänge würden so klarer.

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