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Einflussnahme der Wirtschaft auf redaktionelle Inhalte

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Nachdem der Jahresbericht des Deutschen PR-Rats bereits Anfang Dezember zunehmende Grenzüberschreitungen zwischen Public Relations und denn Medien anklagte, hat die Universität Leipzig nun wissenschaftliche Belege für diesen Trend vorgelegt. Nach einer Studie zur Unabhängigkeit des Journalismus, die der Medienwissenschaftler Michael Haller am 7. Dezember in Berlin vorstellte, ist die Zahl der redaktionellen Beiträge in Tageszeitungen, die ein einzelnes Produkt oder eine Dienstleistung ohne weitere Recherche lobend darstellten, in den vergangenen vier Jahren um 62 Prozent gestiegen. So werde der Trennungsgrundsatz, nach dem der redaktionelle Teil frei von Werbebotschaften sein soll, auf vielfältige Weise aufgeweicht.

Haller listet Kopplungsgeschäfte mit Anzeigenkunden, redaktionell verbrämte PR-Texte, Veröffentlichung von Werbematerial ohne Kennzeichnung und redaktionelle Produktionen in finanzieller Kooperation mit Werbekunden auf. Für die Leser bedeute das einen Glaubwürdigkeitsschwund. Die Zunahme PR-gesteuerter Berichte im redaktionellen Teil gehe einher mit dem Schwund journalistischer Professionalität, beklagte Haller. Dies lasse sich am Rückgang der Recherche ablesen, für die immer weniger Zeit aufgewendet würde.

Quelle: w&v werben & verkaufen

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12. Februar 2012 - 20:18

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