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Rankinghausen III: Merten versus Hackforth + GPRA

Wie bereits in diesem Medium berichtet, gibt es für 2005/2006 zwei konkurrierende PR-Qualitätsrankings: Bis letztes Jahr gab es nur das von Klaus Merten, emeritierter Kommunikationsprofessor der Uni Münster, das im Auftrag des Magazins der Kommunikationsbranche "prmagazin" erstellt und dortselbst veröffentlicht wurde. Merten hat 2006 nun sein eigenes Qualitätsranking abgefragt und im Maiheft des Fachmagazins "pressesprecher" veröffentlicht. Und das "prmagazin" hat diesmal Josef Hackforth, Professor für Sport, Medien und Kommunikation an der TU München erstmals beauftragt, ein Qualitätsranking zu erheben und zu analysieren. Unterstützt wurde die Aktion vom PR-Wirtschaftsverband GPRA. Die Ergebnisse sind nun sehr unterschiedlich ausgefallen.

Merten, der Erfahrenere, hat nun beide Rankings verglichen. Seine Auswertung ist höchst interessant, was die Validität des Hackforth-Rankings  und die Rolle des PR-Wirtschaftsverbandes GPRA betrifft. Dabei schreibt Merten in einer Fußnote selbstkritisch: "Es gibt die am Wettbewerbsrecht ausgerichtete Regel, dass man die Arbeit von Konkurrenten nicht schlecht machen darf. Aber es gibt die viel weiter reichende wissenschaftliche Norm, dass wissenschaftliche Ergebnisse oder Behauptungen nur dann und auch nur „bis auf weiteres“ akzeptiert werden dürfen, wenn sie einem Falsifikationsversuch ausgesetzt werden und sie diesen unbeschädigt überstehen."

Hier und heute ist nicht die Zeit und der Platz, den Vergleich neutral zu würdigen. Wir dokumentieren deshalb den Vorgang, den Merten in einem Offenen Brief an GPRA-Präsident Dieter Schulze van Loon am 9. Mai und auf seiner Homepage (s.u.) dokumentiert hat.

Als Resümee seiner bewertenden Vergleichsstudie der beiden Qualitätsrankings stellt Klaus Merten fest: "Die hier nur sehr gedrängt vorgetragene Analyse des GPRA-Rankings entzieht dessen Ergebnissen jegliche Validität: Das ist keine wissenschaftliche Untersuchung, sondern ein Ragout aus dilettierender Methodik, verbandseigener Hilflosigkeit und publizistischer Tünche, ein Ärgernis also. Damit hat der Verband den Verband beschädigt und gezeigt, dass er nicht auf der Höhe der Zeit agiert, dass im 21. Jahrhundert ein wissenschaftlicher Artefakt ein wissenschaftlicher Artefakt ist und auch nicht durch honigsüße Worte zu heilen ist."

Den Offenen Brief von Klaus Merten und seine Analyse "Konstruktion wünschenswerter Wirklichkeiten. Oder: Von der Kunst, Qualität herbeizureden." können Sie hier herunterladen.

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