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Werbebranche peilt 30 Milliarden Euro an

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Der deutsche Werbemarkt zieht in diesem Jahr weiter an. Nachdem 2005 die Investitionen in Werbung um 1,1 Prozent auf 29,55 Milliarden Euro gestiegen waren, erwartet die Werbebranche für 2006 ein Wachstum von zwei Prozent und damit den Sprung über die Grenze von 30 Milliarden Euro, sagte der Präsident des ZAW Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft, Hans-Henning Wiegmann, am 23. Mai in Berlin anläßlich der ZAW-Jahrestagung. 

Veränderte Zukunft der Medien als Werbeträger
Gegenwärtig bleiben den Medien in ihrer Funktion als Werbeträger von jedem in Werbung investierten Euro netto mehr als zwei Drittel. Der jetzt eingesetzte komprimierte Wandel, ausgelöst durch technische Innovationen, werde das deutsche Mediensystem, und damit auch das Werbeträgersystem, rasch weiterentwickeln, sagte Wiegmann voraus und nannte drei wesentliche Trends:

■ Die Digitaltechnik eröffne vielfältige und neuartige Formen der Marktkommunikation. Fernsehen, Internet, Telefonie und Handy-TV rückten näher zusammen und böten werbenden Unternehmen neue moderne Chancen für ihre Markt-Kommunikation.
■ Werbung in klassischen Medien bleibe als Basisstrategie erhalten, wachse aber immer stärker in die Vernetzung mit anderen Kommunikationsmitteln hinein, insbesondere in die individuelle Ansprache von Konsumenten.
■ Mittelfristig mache sich der Wandel der Bevölkerungsstruktur bemerkbar. Wachsende Anzahl Älterer und schwindende Menge der gesamten Einwohnerzahl stellten neue Anforderungen an Mediaplanung und kreative Werbegestaltung.

Vorhersehbarer Experten-Mangel
Sichere Arbeitsplätze, eine niedrige Arbeitslosenquote aber auch Nach-wuchssorgen prägten die gegenwärtige Lage am Arbeitsmarkt der Werbebranche, sagte Wiegmann. Die Beschäftigtenzahl des Wirtschaftszweiges in ihrem Kernbereich sei mit gegenwärtig 520.000 konstant. Im Jahr 2005 hätten die Stellenangebote aus dem Bereich der werbenden Firmen, Medien und Agenturen um sechs Prozent zugenommen bei gleichzeitig anhaltend niedriger Arbeitslosenquote von 4,9 Prozent. Der ZAW rechne indessen damit, dass der Wettbewerb um den Nachwuchs anziehen werde.

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12. Februar 2012 - 18:04

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