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BonnSoir: Chance PR wird zu wenig genutzt!
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- Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 29. März 2012 10:18
- Veröffentlicht am Montag, 18. September 2006 18:48
- Geschrieben von Gerhard A. Pfeffer, Siegburg
BonnSoir – Das Mittelstandsnetzwerk Bonn-Rhein-Sieg, präsentierte am 13. September das Thema „Public Relations – das Tor zum Markt“ den mittelständischen Unternehmern in der Bonner Villa Hammerschmidt. Denn professionell betriebene Öffentlichkeitsarbeit gewinnt für Mittelständler zunehmend an Bedeutung. Der dringende Appell von Udo Seidel, muehlhaus & moers kommunikation, Köln und stellvertretender NRW-Landesgruppenvorsitzender der Deutschen Public Relations Gesellschaft (DPRG) an die Anwesenden, sich an die Berufs- und Werteethik der Public Relations zu halten, brachte den Einstieg in eine lebhafte Diskussion der Talkrunde mit den Gästen.
Die Öffentlichkeitsarbeit eines Unternehmens müsse wie ein guter Unternehmer sein. wahrhaftig, redlich, verschwiegen. „Keine Vorteilsnahme, kein Product Placement“, so Seidel. Der Medienmarkt mache zurzeit viele Angebote, die dem widersprechen. Vom Product Placement bis hin zum so genannten „Druckkostenzuschuss“, der beim Abdruck einer Pressemitteilung berechnet wird, werden viele Wege beschritten, die bedenklich sind und die die journalistische Qualität beeinflussen. Lässt man sich als Unternehmen darauf ein, stehe die eigene Glaubwürdigkeit auf dem Spiel. Die Grenzen seien mit der strikten Trennung von Redaktion und Anzeigenabteilung ganz klar gesetzt, erklärte dazu Markus Wohler, Senior Manager PR Communications bei TNT Express, Troisdorf.
Uwe Braehmer, Fachhochschule Bonn Rhein-Sieg in Sankt Augustin, wies auf die vielfältigen Felder der PR-Arbeit außerhalb der klassischen Pressearbeit hin, die von der Direktkommunikation über Weblogs bis hin zur Nachbarschaftszeitung reichen könnten. Ein Unternehmen sollte sich also bestimmte Auswahlkriterien bei der Suche nach einer geeigneten PR-Beratung setzen. Ob dies ein freier Berater oder eine Agentur sei, spielt laut Seidel hierbei nicht die Hauptrolle. Wichtiger sei es, beim PR-Berater auf Qualifikation, Ausbildung und Zertifikate zu achten. Und sich auf eine langfristige Beratungsbeziehung einzulassen „Im Dschungel der Kommunikation braucht man eben einen Lotsen, der hilft“, meinte Seidel abschließend.



