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Aus der USA-PR-Szene: PR förderlich für Unternehmensreputation

foto: reineke-urselvon Ursel Reineke, Heidelberg

Erhebung eines Meinungsbildes für 2006. In einer Umfrage der PRSA (Public Relations Society of America) und Bacon’s Information meinten die meisten, ihr Top-Management sei davon überzeugt, daß PR einen Beitrag zur Verbesserung der Reputation ihres Unternehmens leiste.

Die für das Jahr 2006 durchgeführte Umfrage zum Stand der PR-Profession in den USA gibt interessante Einblicke in die Meinungen der Mitglieder und der an PR interessierten Kreise. 15,000 Öffentlichkeitsarbeiter erhielten den Fragebogen. Ausgewertet wurden 1.493 Rückläufe.

Auf die Frage, ob ihre Vorstände bzw. obersten Chefs daran glauben, daß Public Relations für die Organisation in Bezug auf ihre Reputation, Marktanteil und wirtschaftlichen Erfolg/Umsatz förderlich sind, ergab sich auf einer Skala von 1 bis 5 ein Punktergebnis von 4,51 für die Förderung der Reputation des Unternehmens. Bei den Perzeptionen zum wirtschaftlichen Erfolg waren es 3,94 und bei Marktanteil 3,9 Punkte.

Zur Frage der Bedeutung spezifischer Themen für die Branche und ihre Praxis der PR rangierten Antworten zur Ethik an oberster Stelle: Datenschutz/Schutz der Privatsphäre und Integrität der Organisation.

Die Verbreitung neuer Kommunikationskanäle wie SMS und MySpace standen an oberster Stelle bei der Beantwortung der Frage zu den wichtigsten Trends für die Branche und die Praxis der PR - mit einem durchschnittlichen Ergebnis von 4,51 auf einer 5-Punkte-Skala.  Antwortende aus kleineren Unternehmen (bis zu 50 Mitarbeiter) beurteilten diesen Trend als signifikant wichtiger als ihre Kollegen in größeren Organisationen. Auch Antwortende mit hoher Führungsverantwortung beurteilten diesen Trend als signifikant wichtiger als solche auf niedrigerer Führungsebene. Außerdem wurden diese Trends als äußerst wichtig im Rahmen der Integrierten Marketingkommunikation (4,24) und der Globalisierung der PR (4,14) bewertet.

Die größte Herausforderung für die PR-Profession sei es, ihre Glaubwürdigkeit zu bewahren in einem Umfeld, in dem die Grenzen zwischen PR, Werbung und Journalismus mehr und mehr verwischen (41 Prozent). Erst danach (39 %) kam die Forderung, eine klare Fähigkeit zur Demonstration einer Rendite auf die Investition in PR darzulegen, um den Wert der PR zu erhöhen.

Außerdem veranstaltete die PRSA am 1. Februar eine ausführliche Podiumsdiskussion zu den Ergebnissen ihrer Erhebung in Form eines „Webinars“, in dem es noch einmal spezifisch um die Perzeptionen, Themen, Trends und Herausforderungen für die Öffentlichkeitsarbeit ging. Es war ein einstündiges Radioseminar im Web mit sechs Podiumsteilnehmern für eine weltweite Zuhörerschaft.

Eine Zusammenfassung: PR sei weithin sichtbar und genieße hohes Ansehen in den Organisationen. Durch die PRSA-Umfrage wurde  belegt, daß PR aufgrund ihrer hohen Sichtbarkeit einen hohen Stellenwert genießt. Immer mehr Unternehmensführer sehen in PR und ihrer Kommunikation einen alles durchdringenden Aspekt des Geschäftslebens und der Gewinnerzielung.
Daß ethisches Verhalten höchste Priorität genieße, liege wohl daran, daß die PR von der Kommunikationsperspektive her die Führungsrolle übernehmen müsse, weil es die Öffentlichkeitsarbeiter seien, die im Umgang mit den Medien, den Verbrauchern und den Öffentlichkeiten an vorderster Stelle stehen. 
Zum uralten Dilemma der Erfolgsmessung in der PR meinte Constantin Basturea, Direktor Neue Medien bei Converseon (Agentur für innovative Strategien zum Internet-Marketing) und Autor des Blogs „PR meets the WWW“, PR-Menschen sollten ihre Rolle weiter fassen als bisher:  „Wenn wir die Auslagen für Public Relations betrachten, müssen wir auf mehr achten als nur auf die Umsätze. Wir müssen daran denken, daß wir in einem personalisierteren Medienumfeld tätig sind, in einem Umfeld vom „Ich-zu-Dir“. Die Stärke der PR liegt darin, daß sie sich darauf fokussiert, Beziehungen zu schaffen, zu erhalten, zu verbessern und zu reparieren. Also  müssen wir messen, wie sich diese Beziehungen zu wichtigen Öffentlichkeiten wie Analysten, einflußreichen Bloggern, zu Verbrauchern usw. mit der Zeit verändern. Es geht also nicht nur um Umsatz und Rendite auf das eingesetzte Kapital in Geld, sondern um die Rendite auf Beziehungen“.

2006 State of the PR Profession Opinion Survey
http://www.prsa.org/resources/documents/2006%20State%20of%20the%20PR%20Profession%20Opinion%20Survey.pdf

Webinar: PRSA Special, WebmasterRadio.FM, http://www.webmasterradio.fm/episodes/index.php?showId=49

Die PRSA (Public Relations Society of America (www.prsa.org) mit Sitz in New York ist mit über 35.000 ordentlichen und studentischen Mitgliedern die weltgrößte Berufsorganisation für Öffentlichkeitsarbeiter.
Bacon’s Information ist eine Tochtergesellschaft der Observer AB

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