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Deutscher PR-Rat: Jahresbericht 2007
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- Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 29. März 2012 10:18
- Veröffentlicht am Freitag, 29. Februar 2008 18:49
- Geschrieben von Gerhard A. Pfeffer, Siegburg
Der Deutsche Rat für Public Relations (DRPR), Berlin war 2007 mit rund 30 Vorfällen befasst. Davon führten 15 Fälle zu Ratsverfahren, von denen im Berichtsjahr 12 Verfahren mit z. T. mehreren Beteiligten abgeschlossenen werden konnten. Ausgesprochen wurden zehn Rügen, zwei Mahnungen und fünf Freisprüche.
Dabei überwogen Vorgänge, die auf politische Felder ausgriffen und daher von der politischen Presse verfolgt wurden: die PR-Aufträge zweier Bundesministerien, die Gestellung von "Leihbeamten" an Behörden, der Einsatz von "Mietdemonstranten", die Vortäuschung von Protestpotential durch einen Lobbyisten und die Schleichwerbung einer Bundesagentur.
Bei der Erörterung des Falles Flaskamp und dreier weiterer Vorfälle, darunter eine Beschwerde gegen manipulierte wissenschaftliche Erhebungen, waren die Betroffenen persönlich vor dem Rat erschienen. Damit kam es zum zweiten Mal nach 2002 zu ausführlichen mündlichen Verhandlungen. Ratsvorsitzender Horst Avenarius: "Solche Verhandlungen stehen jeder Standesgerichtsbarkeit gut an."
Zur Zeit verfolgt der PR-Rat acht mutmaßliche Fälle von Schleichwerbung durch Chemieunternehmen in den 2002 bis 2004 ausgestrahlten Folgen der ARD-Serie "In aller Freundschaft". Diese Firmen konnten durch eine erst im Herbst letzten Jahres bekannt gewordene interne Notiz der Münchner PR-Agentur K+W eindeutig identifiziert werden.
Den Jahresbericht und die dokumentierten Ratssprüche gibt es (demnächst) hier im Internet: www.drpr-online.de (leider noch nicht online).



