Klaus Merten: Public Relations - Die Lizenz zu Täuschen?
Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 26. August 2008 um 14:28 Uhr Erstellt am Sonntag, 03. August 2008 um 01:56 Uhr
Zu den Grundsätzen professionellen Journalismus gehört eine möglichst umfassende Recherche - bevor man sich zu einem Thema äußert. Gleiches gilt sicher auch für Öffentlichkeitsarbeiter - und somit auch für die Mitglieder eines PR-Ethikrates. Da dieser Grundsatz anscheinend bei einigen in Vergessenheit geraten ist, dokumentieren wir hier den redaktionell überarbeiteten Vortrag von Klaus Merten ("Public Relations – die Lizenz zu Täuschen?") am 19. Juni beim 4. PR-Careers-Day in Münster. Lesen und urteilen Sie selbst, was der Kommunikationsprofessor und Gesellschafter des Bildungsinstituts com+plus damals als Wissenschaftler gesagt hat. (
Hier als PDF herunterladen 55.97 Kb) Wie es inzwischen interpretiert wurde, konnten wir ja schon berichten.
Der Vorgang wird sicher noch einige Zeit beanspruchen. Einige Fragen könnten aber schon heute geklärt werden. Zum Beispiel ist es unverständlich, dass Merten und com+plus erst durch die Pressemitteilung des neuen Vorsitzenden des DRPR Deutscher Rat für Public Relations, Richard Gaul, Petzow vom 18. Juli von dessen Vorwürfen und Forderungen erfahren haben. Hat es also keine vorherige Befragung gegeben? Welches PR-Ratsmitglied war beim Vortrag in Münster als Ohrenzeuge dabei? Oder hat man nur aufgrund von Mitteilungen anderer (also nach sog. Hörensagen) entschieden? Das wäre allerdings zusätzlich nicht nur rechtlich problematisch. Seltsam auch, dass bis heute niemand das Manuskipt angefordert hat, um sich sachkundig zu machen.
Gaul schreibt zurecht: "Unser Berufsethos verbietet Täuschung ausdrücklich." Gut gebrüllt. Nur sollte man acht geben, dass man sich nicht selbst in einem Glashaus befindet. Wer täuscht hier wen? Da gäbe es sicher bei den PR-Verbänden (den DRPR-Trägern) noch einige Kandidaten und Vorgänge. Oder könnte auch hinter dieser Causa die berühmte SvL-Methode stecken: "Erst schießen, dann fragen - und bloß nicht drüber nachdenken."? - Gerhard A. Pfeffer -

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Meinungsfreiheit hin oder her, mit journalistischem Kommentar hat dieser Beitrag von Ihnen m.E. wenig zu tun. Anzudeuten, dass sich bei den PR-Verbänden viele "Täuscher" befinden, ohne Ross und Reiter zu nenenn oder nachvollziehbare Beispiele zu beschreiben, ist ebenso unseriös wie irgendwelche, für normale Leser unerklärliche "SvL-Methoden" zu erfinden. Als Journalist, auf diese Bezeichnung legen Sie ja oft Wert, sollten Sie auch alle Seiten einbeziehen bzw. registrieren, dass Merten sein Manuskrift nicht verteilt hat und sein Fragezeichen in der Überschrift auch nicht mitgesprochen haben dürfte - sonst hätte es ja wohl auch nicht zu den entsprechenden Berichten im Handelsblatt kommen können...