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PR der Zukunft muss sich radikal ändern: Zuhören statt reden

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Trendbüro und Ketchum fordern mit dem „Manifest Identitätsmanagement“ einen radikalen Wandel von Marketing, Kommunikation und PR. Die moderne Netzwerkgesellschaft fordert heute von Unternehmen und Marken ein professionelles sowie klares Identitätsmanagement. Massenmediale Konzepte, die in der Vergangenheit erfolgreich waren, versagen zu Beginn des 21. Jahrhunderts. Die Trendforscher des Trendbüros und das internationale PR-Netzwerk Ketchum präsentieren aktuell ein Manifest, das Marketingverantwortliche, Kommunikatoren und PR-Spezialisten auffordert, endlich die Erfordernisse der Netzwerk-Gesellschaft anzuerkennen. Besonders für die PR bedeutet dies ein radikales Umdenken. PR der Zukunft muss vor allem eines: Zuhören können. Doch der Public Relations fehlen die Instrumente für diese essentielle Komponente des Beziehungs- und Relationsmanagements.

Unter der Anleitung des Trendbüros und Ketchum erarbeiteten 50 Marketingspezialisten in einem ThinkTank als Folge zum Trendtag 2008 neue Arbeitsweisen für die Bereiche „Branding“, „PR“ und „Werbung“. Marketing, Kommunikation und PR erhalten eine neue Aufgabe: die eigene Identität und die Beziehungen zum Umfeld zu definieren. Sowie die Kommunikation dieser Identität und deren Beziehungsmanagement vor dem Hintergrund einer sich wandelnden Medienlandschaft sowie der damit verbundenen veränderten Aufmerksamkeit zu managen.

Manifest Identitätsmanagement fordert Umdenken: PR steht vor radikalem Wandel. Während sich Werber schon seit geraumer Zeit mit dem „Ende der Ökonomie der Aufmerksamkeit“ auseinander setzen, bleibt es in der PR gleichsam still. „Derzeit ringen PR-Profis um adäquate Instrumente, die den neuen Möglichkeiten im Netz gerecht werden. So ist die Hypediskussion um Social Media Press Releases (SMPR) zu verstehen. Doch von einem klaren Umdenken spricht niemand. Dabei steht die PR vor einem dramatischen Wandel,“ so Petra Sammer, Managing & Creative Director Ketchum Deutschland.

Weitere Informationen: Unter www.ketchum.de oder www.trendtag.de. Hier stehen das „Manifest Identitätsmanagement“ sowie die Reden der Referenten des 13. Trendtags als Video- oder Audio-Files zum Download zur Verfügung.

Kommentare (4)Add Comment
Toll, was die Agentur-Fuzzis so erfinden!
geschrieben von Albert Oeckl , September 19, 2008
"PR der Zukunft muss vor allem eines: Zuhören können." - Wenn die Ketchum-Leute erst jetzt damit anfangen, was haben sie dann die letzten Jahrzehnte gemacht? Die Standpunkte, Meinungen und Botschaften ihrer Kunden einseitig in die Öffentlichkeit geblasen?
Es scheint zu dauern ...
geschrieben von Anne Stach , September 23, 2008
... bis manche Entwicklungen bei Trendforscher und im Management internationaler PR-Netzwerke ankommt. Nur gut, dass es überhaupt bemerkt wird. Aber, soll nicht auch gerade das sogenannte Manifest gerade das eine: Aufmerksamkeit!?
What else is new?
geschrieben von M .Keulen , September 23, 2008
Das Cluetrain-Manifesto habe ich schon fasziniert gelesen, als ich in meiner PR-Ausbildung steckte - ist also schon ein Weilchen her... Das mit dem Zuhören können ist also nicht so richtig neu. Tatsächlich auch Praxis. Als Pressesprecherin und PR- und Marketing Communications-Verantwortliche eines Unternehmens höre ich schon lange verschiedenen Dialogpartnern zu. Für alle, die es erst noch ausprobieren müssen: Es lohnt sich! Zum Beispiel beim Einsatz solcher altbewährten Tools wie Redaktionsgesprächen, Dialogmarketing etc. ... ;-)

Was die "radikale Änderung" angeht: Na, da geht es wohl um radikales Heischen um Aufmerksamkeit. Wenn PRler nichts mehr zu sagen haben, können sie einpacken. Dass das, was sie zu sagen haben, mehr Gehalt hat, wenn sie vorher zugehört haben, erklärt sich durch gesunden Menschenverstand.

Und das Manifest selbst? Die vielen bunten Bildchen mal abgezogen, bleibt inhaltlich auch nichts, was nicht schon gesagt wurde. Wem haben die Workshopteilnehmer wohl zugehört? Der imaginierten Yuppie-Klasse der westlichen Metropolen oder globalen Märkten? Und wenn für Bauknecht dann der zukünftige Slogan "Bauknecht weiß, was Frauen leisten" heraus kommt, sage ich nur: Dann gute Nacht....
D-Day
geschrieben von U. Werths , September 25, 2008
"Marketing, Kommunikation und PR erhalten eine neue Aufgabe: die eigene Identität und die Beziehungen zum Umfeld zu definieren. Sowie die Kommunikation dieser Identität und deren Beziehungsmanagement vor dem Hintergrund einer sich wandelnden Medienlandschaft sowie der damit verbundenen veränderten Aufmerksamkeit zu managen."

Wäre doch spannend, wenn Frau Sammer mal berichten würde, was PUBLIC RELATIONS dann früher waren? Also vor dem historischen Tag, an dem dieses wegweisende Manifest aus der Taufe gehoben wurde?!

Wie soll man es da manchen Kritikern verübeln, wenn sie PR-Leute als schwadronierende Dummschwätzer über den Kamm scheren. Manifest, herrje...

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