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Besser als Netzwerk: Inhabergeführt und eigenfinanziert

Wie Agenturen der Finanzkrise trotzen. Die schlechten Nachrichten der letzten Wochen zeigen eindeutig - die Wirtschaftskrise hat nach den Finanzmärkten nun auch die Realwirtschaft erreicht. Ängste vor einer längeren Rezession prägen derzeit die Stimmung an den Börsen und in den Unternehmen, die zunehmend ihre Planungen für 2009 nach unten korrigieren. Dies trifft sehr direkt auch die Kommunikations- und Werbeagenturen, die damit vor großen Herausforderungen stehen. Während der Gesamtverband Kommunikationsagenturen (GWA) nur noch mit einem geringen Wachstum zwischen zwei und drei Prozent kalkuliert, rechnen einzelne Agenturen inzwischen sogar mit einem deutlichen Geschäftsrückgang. Das kommende Jahr wird zeigen, welche Unternehmen über das bessere Reaktions- und Anpassungspotenzial verfügen.

Für die Agenturen zeichnet sich ab: Kunden werden Marketingbudgets noch enger als bisher kalkulieren und für ihr Geld mehr Leistung einfordern. Damit werden effizienter Einsatz und bessere Allokation der verfügbaren Mittel zum Schlüssel für die Wettbewerbsfähigkeit. Insbesondere die großen Netzwerkagenturen, die sich in den letzten Jahren durch zahlreiche Akquisitionen zu schwerfälligen Giganten mit unübersichtlichen Strukturen entwickelt haben, werden sich schwer tun.

Ihre vermeintliche Stärke, zu einem börsennotierten internationalen Netzwerk zu gehören, kann sich in diesen Zeiten als Schwäche erweisen. Denn die Listung am Aktienmarkt macht sie zunehmend abhängig von den vielfach überzogenen Rendite- und Wachstumserwartungen ihrer Geldgeber. Die Folge ist häufig, dass der Kunde nur die Leistung erhält, die er nachfragt und nicht die für seine Marke effizienteste und beste Beratung.

Anders die inhabergeführten Agenturen. Sie haben den Vorteil, häufig ohne Fremdkapital wie Beteiligungen oder Krediten zu arbeiten. Damit sind sie weitgehend unabhängig von der Stimmung an den Finanzmärkten und könnten auf diese Weise zu den Gewinnern der Krise werden. In der Regel trägt der Inhaber das unternehmerische Risiko allein und achtet schon deshalb auf einen optimalen Einsatz seiner finanziellen Mittel. Michael Maasmeier, geschäftsführender Gesellschafter der Agenturgruppe Counterpart in Köln, sieht darin keinen Nachteil: „Wir arbeiten ohne Fremdkapital und wachsen dennoch seit Jahren kontinuierlich.“
Den kompletten Artikel aus dem Hause Counterpart, Köln hier als PDF herunterladen.

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