Branche
PR-SuperGAU der sog.Wirtschafts-Bosse: AKW-Streit - Die Putschisten
Zuletzt aktualisiert am Montag, den 23. August 2010 um 22:11 Uhr Montag, den 23. August 2010 um 13:10 Uhr
Konzernchefs rücken der Kanzlerin auf den Leib, um sie auf Linie zu zwingen. Man liest und staunt: Ist Deutschland in Gefahr? Geht es um Menschenrechte? Nein. Nur um die Brennelementesteuer. Es passiert selten, dass Journalisten, die lange im Job sind, sich noch richtig aufregen. Meist hat man doch alles schon mal gehört, schon mal erlebt, schon mal geschrieben. Und wenn Emotionen ins Spiel kommen, so sind die meist dem Zynismus näher als der echten Empörung.
Den Leitartikel von Brigitte Fehrle vom 20. August in fr-online hier weiterlesen.
Ich sage sowas selten: aber diesen Leitartikel von Brigitte Fehrle (sie ist Chefredakteurin der DuMont-Redaktionsgemeinschaft, die Artikel für die Frankfurter Rundschau, die Berliner Zeitung, den Kölner Stadt-Anzeiger und die Mitteldeutsche Zeitung produziert.) muss man gelesen haben. Besser kann man es nicht ausdrücken.
Ich frage mich: wer regiert eigentlich unser Land? Die Politiker? Wohl kaum - eher die Mächtigen der Wirtschaft, die nur vorgeben, an Deutschland zu denken, sondern gierig an den eigenen Profit und den ihrer Unternehmen. Milliarden Gewinne (Überrschuß!) aus abgeschriebenen Atomkraftwerken, Millionen für eine einseitige Werbekampagne - aber keine Beteiligung an den Kosten der Aufarbeitung und Beseitigung der AKW-Folgen. Da sind 2,5 Milliarden Euro Brennelementesteuer noch zu wenig. Aber - die Politik wird wohl wieder klein beigeben. Ich frage mich nur noch: warum hat diesen Aufruf eigentlich keine Frau unterschrieben (sind die wieder mal klüger?). Und interessant wäre es auch zu restrieren, wer den "Brief" nicht unterschrieben hat. -fff-
Ein lesenswerter Beitrag von Nils-Viktor Sorge steht auch in "manager-magazin.de": "Ein Brief spaltet die Wirtschaft". Hier online lesen.
Störfall Facebook: Die Atom-Initiative im Social Web
Er hat einen der härtesten Jobs im Social Web: Stefan Balazs. Der RWE-Kommunikator ist Facebook-Fan der umstrittenen Promi-Initiative "Energiezukunft-für-Deutschland". Im Internet tut sich das prominente Aktionsbündnis aber noch schwer. Die Website energiezukunft-fuer-deutschland.info ist zwar freigeschaltet, dort können auch Unterstützerunterschriften abgegeben werden. Bis Montagnachmittag sind allerdings erst rund 2600 zusammengekommen. Betreut wird der Auftritt vom Kommunikationsteam des Energie-Konzerns RWE in Essen. (aus einem Artikel vom 23. August bei "Werben & Verkaufen")

| < Zurück | Weiter > |
|---|




