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Interview Nr. 13: Eine Ich-Marke braucht eine Vision

"Das PR-Interview" wird realisiert von k1 gesellschaft für kommunikation

PR-Interview mit Patricia Riekel über die richtige Ich-Inszenierung in einer personalisierten Medienwelt 

PR-Journal: Welche persönlichen Voraussetzungen braucht eine Ich-Marke?

riekel buntePatricia Riekel: Eine Ich-Marke braucht eine starke Aussage: eine Idee, eine Vision oder eine Botschaft, die die Menschen bewegt und inspiriert. Die Botschaft muss eine innere Wahrheit enthalten, glaubwürdig sein. Außerdem muss eine Ich-Marke wie ein Leuchtturm funktionieren und Orientierung bieten.

PR-Journal: Wie schafft man als PR-Stratege ein glaubwürdiges Profil einer Person?

Patricia Riekel: Der PR-Stratege muss dafür sorgen, dass sein Schützling authentisch bleibt, dass er sich nicht verzettelt und dass er eine klare Botschaft vermittelt. Man sollte eine Ich-Marke nicht stromlinienförmig aufbauen sonst wird sie zu beliebig und schnell vergessen. Es geht darum, anzuecken, zu provozieren, für Gesprächsstoff zu sorgen und so in Erinnerung zu bleiben. Man könnte sagen, es geht immer um die innere Wahrheit einer Person.

PR-Journal: Welche Fehler machen Stars und solche, die es werden wollen?

Patricia Riekel: „Willst du etwas gelten, mach dich selten." Das ist eine Weisheit meiner Großmutter, aber sie trifft noch immer zu. Wer prominent werden oder bleiben will, darf nicht auf jeder Hochzeit tanzen, überall auftauchen und jedem gefallen wollen. Und noch ein Gemeinplatz: „Everybody's darling is everybody's Depp." Das hört sich uncharmant an, trifft es aber ganz genau. Das Publikum erinnert sich am ehesten an Persönlichkeiten, die den Mut haben auch einmal „Nein" zu sagen, die nicht den erwarteten Weg einschlagen und die durch unbequeme Entscheidungen für Staunen und Überraschungen sorgen.

Patricia Riekel ist Chefredakteurin der Zeitschrift "Bunte", München

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