Das PR-Interview
Interview Nr. 19: Zum Stellenwert von Personality-PR für die Markenentwicklung
Zuletzt aktualisiert am Montag, den 02. November 2009 um 16:48 Uhr Montag, den 26. Oktober 2009 um 18:50 Uhr
"Das PR-Interview" wird realisiert von k1 gesellschaft für kommunikation
Interview mit Dr. Hermann Bühlbecker, Lambertz-Gruppe, Aachen zum Thema Personality-PR
PR-Journal: Sie sind oft in den Medien vertreten. Ist Hermann Bühlbecker mittlerweile nicht nur Multiplikator, sondern eine eigene Marke?
Hermann Bühlbecker: Ich trete bei öffentlichen Anlässen als reiner Markenbotschafter für mein Unternehmen auf. Ich sehe es als große Chance, wenn man eine über dreihundert Jahre alte Konsumgütermarke personifizierbar und noch bekannter machen kann.
PR-Journal: Steckt eine Strategie hinter den öffentlichen Auftritten?
Hermann Bühlbecker: Meine öffentlichen Auftritte sind sorgfältig ausgewählt und haben immer einen karitativen oder wirtschaftlichen Hintergrund. Lambertz hat es als einer der wenigen deutschen Markenhersteller geschafft, ganz ohne klassische Werbung groß zu werden. Wir legen unser Hauptaugenmerk eher auf den Bereich der sozialen Verantwortung oder auf Sponsoring. Nach meinem Verständnis von Öffentlichkeitsarbeit halte ich es als Vertreter der Wirtschaft und einer der ältesten Marken Deutschlands für erforderlich, das Privatleben in der Berichterstattung außen vorzulassen.
PR-Journal: Welchen Anteil am Markenimage von Lambertz schreiben Sie Ihren Auftritten zu?
Hermann Bühlbecker: Das lässt sich schwer abschätzen, aber die Öffentlichkeitsarbeit an sich kommt unserem Unternehmen mit Sicherheit zugute. Wir müssen unsere Marke ja auch bei den jüngeren Verbrauchern bekannt halten. Mit dieser Strategie fahren wir schon seit Jahren sehr gut. Immerhin hat es Lambertz auch so geschafft, einen hohen Bekanntheitsgrad zu haben und zu einem der größten deutschen Gebäckhersteller und zum Weltmarktführer für Saisongebäck aufzusteigen.
PR-Journal: Lässt sich Ihr Konzept auf andere Unternehmen übertragen?
Hermann Bühlbecker: Im Prinzip ja, besonders wenn ein Unternehmen inhabergeführt ist. Allerdings sind nicht alle Unternehmer bereit, in die Öffentlichkeit zu treten, um ihre Marke bekannter zu machen. Auf der anderen Seite würde es ja auch keinen Sinn machen, wenn man keine Produkte für den Endverbraucher herstellt.
Dr. Hermann Bühlbecker ist Alleininhaber der Aachener Printen- und Schokoladenfabrik Henry Lambertz GmbH & Co.KG und besitzt mit „Lambertz" den ältesten deutschen Markenartikel. Die Lambertz-Gruppe zählt zu den größten Gebäckherstellern und ist weltweit führender Anbieter für Lebkuchen, Printen- und Saisongebäck.

| < Zurück | Weiter > |
|---|




