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Meine erste Abmahnung nach 44 Jahren PR-Arbeit

Am 1. April 1964 - also vor 44 Jahren - habe ich als Pressesprecher und PR-Referent des Deutschen Bundesjugendrings in Bonn meine hauptberufliche Tätigkeit in der Öffentlichkeitsarbeit begonnen. Seit fünf Jahren mache im wesentlichen "nur" noch in Journalismus, bin jetzt Herausgeber und Chefredakteur des PR-Journals - das sich zum erfolgreichen, aktuellsten PR-Medium im Internet mit den meisten Besuchern (täglich über 6.000) entwickelt hat. Darauf bin ich stolz und es macht großen Spaß.

Gar keinen Spaß macht es jedoch derzeit mit einigen Vertretern der PR-Branche. Nach 44 Jahren in der PR habe ich meine erste Abmahnung durch die PZOK Prüfungs- und Zertifizierungsorganisation der deutschen Kommunikationswirtschaft, verbunden mit einer Unterlassungserklärung, kassiert. Als ich in der letzten Ausgabe des PRJ-Newsletters über die Finanzsituation und die Finanzplanungen der PZOK schrieb. Ich habe dazu in zwei Punkten eine falsche Tatsachenbehauptung aufgestellt, für die ich mich entschuldige und die ich widerufe (siehe Meldung "Widerruf").

Mich erstaunt aber, dass und wie angebliche PR-Profis mit Kanonen auf Spatzen schießen. Ein Anruf hätte genügt und ich hätte die falschen Angaben korrigiert. So steht es übrigens auch in allen PR-Lehrmaterialien: man ruft an, schreibt einen Leserbrief oder eine Gegendarstellung - juristische Schritte wie Abmahnung oder Klage seien stets die Ultima ratio.

Gerhard Pfeffer (64 Jahre, 203 cm, 142 kg) bleibt kantig und unbequem und das "PR-Journal" das Salz in der Branchensuppe - wir schreiben nicht, um zu gefallen. In der Redaktion gibt es noch genügend (auch schriftliche) Informationen, die der Nachfrage und Aufkläung bedürfen. Man sieht sich immer (zumindest) zwei Mal. Versprochen! gez.: Gerhard A. Pfeffer, Siegburg, den 8. April, 23:55 Uhr.

Kommentare (5)Add Comment
Entlarvend
geschrieben von Thomas Dreesen , April 08, 2008
Professionelle Krisenkommunikation sieht anders aus. Wenn die Herren immer so mit kritischen Journalisten umgehen, sollten sie vielleicht nocheinmal das kleine PR-1x1 lernen, bevor sie die PR-Branche repräsentieren wollen. Überflüssig, überzogen und ärgerlich.

Thomas Dreesen
Vorstand
Deutscher Fachjournalisten-Verband
Abmahnungen
geschrieben von Manfred Schreiber , April 08, 2008
Ungeachtet der vorliegenden Tatsachen ist prinzipiell einmal nachzufragen, warum Abmahnungen (ohne vorher andere Mittel zu nutzen) überhaupt nötig sind. Offensichtlich leben wir ja in einem Land der "Neider" und "Prozesshansel".
Schlimmer noch ist die Tatsache, dass sich Juristen (Vertreter des (Volks?)Rechts dazu hergeben, dies juristisch zu unterstützen.
Gutes Lehrbeispiel für Seminare
geschrieben von Erich Dederichs , April 09, 2008
Viele von uns suchen doch für Seminare und/oder Vorträge immer schlechte Beispiele für Krisenkommunikation. Von daher gilt ein besonderer Dank der PZOK für dieses Musterbeispiel "professioneller" Krisenkommunikation. Ich hoffe allerdings für die PZOK, dass sich hier nicht der Satz bewahrheitet "Der getroffene Hund bellt!".
Abmahnungen
geschrieben von Wolfgang Langeneck , April 10, 2008
Lassen Sie sich von ein paar halbmafioesen Abzockmahnern nicht den Spass an der Arbeit verderben.
"For the bad that needs resistence ... "
Wolfgang Langeneck
Dipl.-Journ, Dipl.-Ing.
Australien
Noch nichts geleistet außer einem Anruf beim Anwalt
geschrieben von T. Büschenauer , April 10, 2008
Wenn das die erste wahrnehmbare Aktion ist, mit welcher die PZOK in Erscheinung tritt, beglückwünsche ich diese hiermit herzlich zum versemmelten ersten Eindruck.

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