Eine Sache, die geklärt werden muss: Zwanziger vs. Weinreich
Zuletzt aktualisiert am Montag, 16. März 2009 um 14:16 Uhr Erstellt am Freitag, 27. Februar 2009 um 14:34 Uhr
Am 25. Februar schrieb Thomas Knuewer in seinem Handelsblatt-Blog "Indiskretion Ehrensache": "Seit gestern Abend grübele ich, ob das das folgende bloggen soll. Denn ich beziehe zwar gern Position, wenn ich eine Meinung habe. Doch für jemand derart Partei zu ergreifen, dass ich beispielsweise um Spenden bitte - das widerstrebt mir. Eigentlich.
Doch im Fall von Jens Weinreich, dem aus meiner Sicht investigativsten deutschen Sportjournalisten, scheint es mir nötig zu sein.
Weinreich steht unter juristischem Beschuss des DFB. Oder sollte ich sagen "jouristisch"? Schließlich wurden schon per Pressemitteilung Unwahrheiten über ihn verbreitet. Hintergrund: Weinreich hat DFB-Präsident Theo Zwanziger als "Demagogen" bezeichnet. Ich hätte das Wort nicht gewählt, weil ich es ein wenig unelegant finde. Aber: Ich meine, dass im Sinne einer freien Presse erlaubt sein muss, jemand Demagogen zu nennen.
Der DFB läuft nun seit geraumer Zeit Sturm. Zwanziger hatte zwischendurch gedroht, zurückzutreten, wenn ihn die Gerichte nicht bestätigen würden. Davon ist er inzwischen abgerückt, man könnte das auch feige nennen. Oder amtsversessen. Oli Kahn hätte wohl "Eier" gefordert.
Der DFB versucht nun, Weinreich mit Prozessen abzuschießen. Denn die kosten Geld und das ist eine endliche Ressource für einen Journalisten. Weshalb Weinreich nun um Spenden bittet. Weshalb ich Sie, liebe Leser, bitte, sich ein Viertelstündchen mit dem Thema auseinanderzusetzen, in Weinreichs Blog (www.jensweinreich.de) gibt es noch einmal eine Zusammenfassung.
Und dann fragen Sie sich bitte, ob es nicht Auseinandersetzungen gibt, die ausgefochten gehören zum Wohle eines höheren Ganzen. Und ob es nicht wert ist diesen Kampf zu unterstützen mit einer Spende. Ich für mich bin zu der Überzeugung gekommen, dass dem so ist."
Wir haben ausnahmsweise den gesamten Text übernommen (und nicht verlinkt), weil man es nicht besser sagen kann. Und natürlich hat der PRJ-Chefredakteur gespendet.
Wenn Sie auch spenden wollen: Kontoname: Spenden DFB ./. Weinreich; Kontonummer: 1005801897; BLZ: 12030000; Deutsche Kreditbank.
Wichtiger für uns als PR-Menschen ist jedoch, was der PR-Rat draus macht: Der Vorsitzende des Deutschen PR-Rates Richard Gaul hat mir am 26. Februar versichert, dass die “Befassung” läuft (wurde am 3. Dezember 2008 beschlossen, nachdem ich Mitte November die Sache angeregt hatte). Es seien Einladungen zur Anhörung an die Betroffenen versandt, nach den Anhörungen gibt es dann einen Beschluss + ggf. eine Veröffentlichung. Warum das so langsam gehen muss, weiß ich auch nicht. Gerechtigkeitsmühlen mahlen halt langsam (hoffentlich auch gründlich und gerecht). - Gerhard A. Pfeffer -

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