Kommentare
PR-Prüfung: professionelle Organisation sieht anders aus
Zuletzt aktualisiert am Montag, den 03. Dezember 2007 um 20:00 Uhr Montag, den 19. November 2007 um 23:58 Uhr
Wir berichteten und kommentierten über die Bemühungen, eine gemeinsame nichtuniversitäre PR-Prüfung in Deutschland zu organisieren. Inzwischen gab es viele Gespräche, Beschwichtigungen und Versprechungen. Die Lösungs-Suche der DPRG, des PR-Berufsverbandes, und seiner beteiligten Vertreter (Peter Steinke und Ulrich Nies) und ihrer Hintermänner und -frauen wurde dabei immer konfuser. Auch heute wissen die Öffentlichkeit und vor allem die Menschen, die sich in der PR aus- und weiterbilden wollen, nicht, wie es weitergehen soll - ab dem 1. Januar 2008.
Also: professionelle Organisation sieht anders aus. Auf dem ehrenamtlichen Geschäftsführer der PZOK (so die Abkürzung des Wortungetüms Prüfungs- und Zertifizierungsorganisation der deutschen Kommunikationswirtschaft - schauen Sie doch mal nach unter www.pzok.de), Karl-Martin Obermeier wurden all die Versäumnisse und Fehler der beteiligten PR-Fachverbände BdP, DPRG und GPRA "abgeladen". Obermeier, er ist hauptberuflich Professor für Journalismus und Öffentlichkeitsarbeit an der FH Gelsenkirchen, hatte von dem irrsinnigen Treiben vor allem der DPRG genug und bot seinen Rücktritt an.
"Dann würde der Gaul vollends zusammenbrechen", sagte da einer. Lahm und fehlernährt war er ja schon. Also doch kein Rücktritt? Die beteiligten Prüfungsorganisationen erhielten am 19. November endlich ein schon vor sechs Wochen von Obermeier entworfenes Informationsschreiben der Verbandspräsidenten. BdP und GPRA stimmten damals sofort zu, die DPRG taktierte und schlummerte weiter. Viel Erhellendes steht in dem Schreiben nicht drin - aber immerhin, man hat wenigstens kommuniziert.
Neuestes Ondit: DPRG-Präsident Ulrich Nies wird selbst die erste Prüfung im Januar bei der depak in Berlin abnehmen. Ob man die Prüflinge dazu beglückwünschen soll, mag dahin gestellt bleiben. Immerhin eins können sie von Nies lernen: geschmeidig bleiben, anpassen tut ja nicht weh.
Nötig wäre aber endlich eine klare, professionelle Lösung des Problems. Oder müssen wir wieder sechs Jahre warten, bis die DPRG ihren Zick-Zack-Kurs beenden könnte? Die gute, alte DAPR mit ihren bald 4.400 geprüften PR-Menschen war vielleicht doch nicht so schlecht, wie sie in Heidelberg, Münster und andernorts gemacht wurde. -fff-

geschrieben von René Rothmund , November 20, 2007
geschrieben von Clemens Tillmann und Mike Roller , November 23, 2007
Mit Verwunderung und einem gewissen Unverständnis haben wir als Absolventen der DAPR die aktuelle Diskussion um die Gründung einer neuen Prüfungs- und Zertifizierungsorganisation der Deutschen Kommunikationswirtschaft (PZOK) verfolgt und sind in erster Linie überrascht über die Art und Weise, wie mit bewährten Organisationen und vor allem Mitarbeitern, die sich in den vergangenen Jahren durch Kompetenz und erfolgreiche Arbeit ausgezeichnet haben, umgegangen wird.
Ein wesentliches Kriterium für einen Teilnehmer, der sich für eine PR-Prüfung entscheidet, ist die breite Akzeptanz innerhalb und außerhalb der PR-Branche, die Qualität der zugrunde liegenden Ausbildung und die Verlässlichkeit hinsichtlich der Prüfungsregularien in Bezug auf die Vergleichbarkeit von entsprechenden Bildungsabschlüssen.
Der für uns durchaus nachvollziehbare Rückzug von Frau Sohl, die Unsicherheit der bisherigen Prüfungspartner wie burcom und die bislang eher nebulöse Öffentlichkeitsarbeit der Verantwortlichen der PZOK lassen bei uns Zweifel aufkommen an einer weiterhin qualitativ hochwertigen Prüfungsorganisation, wie es die DAPR aus unserer Sicht und unserem persönlichen Erleben war.
Wir werden mit Interesse die weiteren Entwicklungen verfolgen und hoffen, dass es auch in Zukunft die Möglichkeit geben wird, einen in der PR-Branche allgemein anerkannten Abschluss zu erlangen. Es wäre unverzeihlich, wenn aufgrund persönlicher Befindlichkeiten und Profilierungsinteressen hochwertige und anerkannte PR-Ausbildungen in Verbindung mit deutschlandweit einheitlichen und transparenten PR-Prüfungen auf der Strecke bleiben würden.
geschrieben von Ingo Müller , November 26, 2007
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