Für 75 Prozent der deutschen Verbraucher ist das Internet der wichtigste mediale Einflussfaktor für Kaufentscheidungen. Das zeigt der von Fleishman-Hillard und Harris Interactive vorgelegte Digital Influence Index 2012. Die globale Studie unter rund 4.600 Internetnutzern aus China, USA, Japan, Indien, Kanada, Deutschland, Frankreich und Großbritannien erfasst zentrale Aspekte der Internetnutzung und untersucht den Einfluss verschiedener Medien auf die Entscheidungsfindung der Verbraucher.

Das Internet ist weiterhin das beliebteste Medium der Deutschen: Knapp 40 Prozent der Befragten verbringen wöchentlich mehr als zehn Stunden online. Der Fernseher hingegen läuft in nur 33 Prozent der Haushalte länger als zehn Stunden pro Woche (Daten beziehen sich ausschließlich auf die private Nutzung). Seit dem letzten Jahr ist die Internetnutzung in Deutschland sogar um 1,5 Stunden auf 13,7 Stunden gestiegen und wird nur von den chinesischen Nutzern übertroffen, die sogar 15,1 Stunden pro Woche online sind. Es ist daher kaum verwunderlich, dass das Internet  weltweit die wichtigste Entscheidungshilfe (66%) für geplante Einkäufe ist. In Deutschland dagegen landet das Medium nach den Ratschlägen von Freunden und Familie (85%) mit 75% auf dem zweiten Platz. Im Gegensatz zu Verbrauchern aus den USA (25%) und Großbritannien (27%) verlassen sich immer noch 60 Prozent der Deutschen auf Informationen aus der Print-Presse.

Erste Anlaufstelle für die Informationssuche im World Wide Web sind in Deutschland Online-Suchmaschinen (91%) wie Google oder Bing. 45 Prozent der Deutschen Onliner gaben sogar an, dass sie diese Plattformen 2011 häufiger genutzt haben als im Vorjahr. Unternehmenswebseiten (54%), Preisvergleichsportale (50%), Foren (11%), Newsportale (10%) oder Facebook-Seiten (5%) nehmen im Vergleich weniger Einfluss auf die Kaufentscheidungen der deutschen Konsumenten. Die wichtigste Rolle spielen Suchmaschinen unter anderem bei Entscheidungen zu Elektronikartikeln (67%), Reisen (61%) oder Freizeitangeboten (56%). Für die Wahl des richtigen Arztes hingegen verlassen sich 62 Prozent der Verbraucher auf Erfahrungen von Freunden und Familie und nur 22 Prozent auf das Internet. Auf Vergleichsportalen informieren sich die deutschen Verbraucher beispielsweise über Autos (64%), freiverkäufliche Medikamente (55%) oder über die günstigsten Reiseangebote (45%). Am häufigsten wurden die Vergleichsseiten 2011 für Flugbuchungen (73%) zu Rate gezogen. Als besonders hilfreich bewerteten 98 Prozent der Käufer außerdem die Online-Vergleichsmöglichkeiten für TV-Anbieter, Zusatzversicherungen (94%), Hotelreservierungen (92%) oder Smartphones (90%).

Neben Suchmaschinen und Preisvergleichen steigt auch die Bedeutung von Social Media-Angeboten weiter an. 60 Prozent aller Befragten weltweit sind bereits auf Facebook oder anderen Sozialen Netzwerken aktiv. Deutsche Nutzer liegen hier mit 45 Prozent allerdings weit hinter den USA (61%) oder Indien (84%) zurück, obwohl die Anzahl der aktiven deutschen Nutzer seit 2010 um 8 Prozent und die Zahl der registrierten Nutzer sogar um 163 Prozent gestiegen ist. Diese Entwicklung ist auch für Unternehmen interessant, da die meisten Nutzer nicht nur mit Freunden und Kollegen interagieren, sondern auch zunehmend den Kontakt zu Marken oder Firmen suchen. Zwar ist die Bedeutung von Facebook (5%) für die Kaufentscheidungen der Deutschen vergleichsweise gering, aber immerhin ein Viertel der Befragten plant hier im nächsten Jahr noch aktiver zu werden. Dieser Trend bietet jede Menge Potential für den Kundendialog von Unternehmen.

Im Gegensatz zur allgemeinen Annahme, dass sie sich Nutzer von Social Media-Plattformen ausschließlich Rabatte und Gutscheine erhoffen, zeigt die Studie etwas anderes: Die Mehrheit der Deutschen (66%) will sich in erster Linie informieren, sucht nach exklusiven Informationen (60%) oder möchte sogar positives Feedback geben (54%). Die Schnäppchenjäger (50%) landen dahinter nur auf Rang vier. Ein weiterer Grund einem Unternehmen zu folgen, ist beispielsweise der Wunsch, neue Ideen zu kommunizieren (30%). Negative Kommentare anbringen, möchten hingegen nur 21 Prozent der deutschen Onliner.

Die Studie zeigt außerdem, dass mehr als 40 Prozent der Deutschen Rabatt-Dienste wie Groupon kennen. Im Vergleich zu Verbrauchern aus UK (58%) oder den USA (62%) haben Portale wie diese den großen Durchbruch in allerdings Deutschland noch nicht geschafft.

(Quelle: Pressemtteilung von Fleishman-Hillard Germany in Frankfurt am Main vom 20. März 20102 → fleishman.de )

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Personalien

Althaus von BMW zu Credit Suisse

Althaus Steven BMW MarketingchefSteven Althaus (48, Foto) wird neuer Marketing- und Kommunikationschef beim schweizerischen Finanzdienstleistungskonzern Credit Suisse in Zürich. Das berichtete „Horizont.net“ am 27. Juni. Die Personalie gehört in eine ganze Reihe von Wechseln, die bei Credit Suisse in Folge des CEO-Wechsels von Brady Dougan zu Tidjane Thiam im Sommer des vergangenen Jahres eingeleitet wurden. Betroffen davon waren zahlreiche Positionen im Unternehmen, darunter auch die Kommunikationsabteilung. Die frühere Kommunikationschefin Clarissa Haller, inzwischen in gleicher Funktion bei der Siemens AG, war im November 2015 abgelöst worden. Steven Althaus, bis Ende April noch als Markenchef im Dienste von BMW, soll nun als Marketing- und Kommunikationschef einen deutlich erweiterten Aufgabenbereich übernehmen. Er wird seinen neuen Job am 1. Juli antreten. Als mögliche Nachfolgerin von Althaus bei BMW gilt Hildegard Wortmann (49), die das BMW-Produktmanagement leitet.

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Etats

Kampagne „eFlotte – elektromobil unterwegs“ nach Sachsen-Anhalt ausgedehnt

E Flotte LogoDie laufende Kampagne „eFlotte – elektromobil unterwegs“ wird nach dem Start in Hessen und Mecklenburg-Vorpommern nun auch nach Sachsen-Anhalt ausgedehnt. Das Ministerium für Landesentwicklung hat die Agentur PP:Agenda beauftragt, die Aktionen für mehr Elektromobilität nun auch in Sachsen-Anhalt zu starten. Die Kampagne „eFlotte– elektromobil unterwegs“ ist in Sachsen-Anhalt unter anderem auch in das Projekt „Grüne Mobilitätskette“ eingebettet. Die Kampagne macht Elektromobilität branchenübergreifend auch für kleine und mittelständische Unternehmen in Sachsen-Anhalt (SAH) erlebbar. Denn Unternehmen, Selbständige und öffentliche Verwaltungen dürfen vom 27. September bis 7. Oktober 2016 kostenfrei und umfassend ein Elektroauto im Arbeitsalltag testen.

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Agenturen

Ketchum beruft internationales Führungsteam – ohne Popp, mit Wagner

Wagner Victoria Geschftsfhrende Gesellschafterin BrandzeichenPopp Dirk CEO KetchumPleonKetchum, eine der weltweit führenden PR- und Kommunikationsagenturen, hat ein neues, internationales Führungsteam zusammengestellt. 20 Manager wurden Mitglied im neuen Global Leadership Council (GLC), das das internationale Netzwerk operativ mit verbessertem Kundenservice und strategisch mit neuen Wachstumsimpulsen voranbringen soll. Das neue Gremium setzt sich zusammen aus den Köpfen der wichtigsten Regionen, Units, Etats, Corporate Funktionen sowie aus anderen Bereichen mit strategischer Bedeutung. Es ersetzt und erweitert das bisher maßgebliche Executive Committee. Aus Deutschland wurde überraschenderweise Victoria Wagner (Foto l.) berufen, CEO der Düsseldorfer Agentur Brandzeichen. Dirk Popp (r.), CEO von Ketchum Pleon, gehört dem GLC nicht an. Und das, obwohl Ketchum Pleon als Nr. 2 der Agenturen in Deutschland für das internationale Ketchum Netzwerk eine deutlich gewichtigere Rolle spielt als die Agentur Brandzeichen, die 2013 von Ketchum Pleon gekauft wurde. Prompt führte das zu Spekulationen. Nicht nur für „PR Report“-Chefredakteur Daniel Neuen mutet es merkwürdig an, dass Wagner und nicht Popp dem Gremium angehört. Popp wiederum reagierte gelassen.

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Unternehmen

Dell und BVMW starten Kampagne für „Mission: Mitarbeiter“

Mission Mitarbeiter Dell u BVMWIm Zeitalter der Digitalisierung benötigt auch der Mittelstand ein neues Verhältnis zu Mitarbeitern. Gemeinsam mit dem Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW), Berlin, und Business-Neudenker Edgar K. Geffroy setzt die Dell GmbH, Frankfurt am Main, die „Mission: Mitarbeiter“ auf die Agenda. Um die internationale Stellung des deutschen Mittelstands in der Ära der Digitalen Transformation zu festigen, ist weiterhin viel Innovationskraft notwendig. Dafür sind kompetente und engagierte Mitarbeiter unerlässlich. Qualifizierte Mitarbeiter sind ein klarer Wettbewerbsvorteil. Doch die besten Köpfe werden mehr und mehr zu einem knappen Gut. Die demografische Entwicklung, aber auch Versäumnisse in der Bildungspolitik, setzen Unternehmen unter Druck: Sie müssen um jeden einzelnen Mitarbeiter kämpfen. Damit verschieben sich die Machtverhältnisse in den Firmen – haben sich bisher Mitarbeiter bei Unternehmen beworben, so müssen sich jetzt die Unternehmen bei qualifizierten Mitarbeitern bewerben. Der Kampf um die besten Köpfe wird zu einer entscheidenden Voraussetzung für die Digitalisierung.

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Organisationen

ABDA plant neue Öffentlichkeitsarbeit ab 2017: Eigener Newsroom soll kommen

Kern Reiner Pressesprecher ABDAEine neue Vollzeitstelle, der Ausbau der Online-Präsenz und ein „Newsroom“, der tagesaktuell über die Arbeit der Organisation berichtet: Die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) will ihre Öffentlichkeitsarbeit deutlich verstärken. Das geht aus dem Entwurf für den ABDA-Haushalt 2017 hervor. Unter der Leitung von Reiner Kern (Foto) hat die Stabsstelle Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit der ABDA aktuell acht hauptamtliche Vollzeitstellen, verteilt auf zehn Personen. Die Aufgaben der Stabsstelle umfassen die klassische Pressearbeit, also beispielsweise den Kontakt mit Journalisten. Es geht aber auch um Öffentlichkeitsarbeit: Dazu gehören etwa die Koordination von PR-Aktionen und Kampagnen mit externen Agenturen. Alleine bestimmen kann die ABDA die Leitlinien der Öffentlichkeitsarbeit allerdings nicht. Seit einigen Jahren gibt es einen PR-Ausschuss, in dem alle Presse- und Öffentlichkeitsbeauftragte der 34 Mitgliedsorganisationen zusammenkommen.

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Branche

Interview mit PR-Jurymitglied H. Kempe: „Wer sich mit den Besten messen will, muss nach Cannes“

CannesFestival LogoKempe Henning GfFleishmanHillardDie diesjährige Bilanz zum Kreativitätsfestival in Cannes fällt aus deutscher Sicht mager aus (Siehe dazu den Bericht anderer Stelle im „PR-Journal“). Statt 74 Löwen im Vorjahr gewannen deutsche Teilnehmer 2016 über alle Disziplinen hinweg nur 64 Awards. Speziell in der PR-Kategorie gelangten nur acht deutsche Einreichungen auf die Shortlist, davon wurden zwei von der Jury mit einem bronzenen Löwen bedacht. Mit entschieden hat Hanning Kempe, CEO von FleishmanHillard in Deutschland. Zum ersten Mal war er in Cannes dabei. Im Interview mit dem „PR-Journal“ erklärt er, warum PR-Agenturen insgesamt mäßig abgeschnitten haben und warum es sich dennoch lohnt in Cannes dabei zu sein.

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Medien

LAE 2016: Entscheider nutzen Printmarken - Spiegel, Focus, Stern auf Platz 1 bis 3

lae logoDie LAE 2016 Leseranalyse Entscheidungsträger in Wirtschaft und Verwaltung zeigt einmal im Jahr mit einer Umfrage bei drei Millionen Entscheidern unter Einbeziehung von 22 (Print)Titeln, welche Print- und Onlinemedien die Entscheider lesen. Printmedien sind nach wie vor wichtig. Nahezu zwei von drei (59 %) lesen längere Texte lieber auf Papier anstatt online. Während Online- und vor allem Crossmedia-Angebote wachsen, muss ein Großteil der Printmedien Reichweitenrückgänge verkraften - nur "FAZ" und "Zeit" haben zugelegt. Trotzdem gilt generell: wer etwas zu sagen hat in Wirtschaft und Verwaltung, nutzt in  Deutschland weiterhin vor allem die Printmedien. Alle Ergebnisse gibt es auf der LAE-Homepage.

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CSR + Reputation

Studie: Soziales Engagement zahlt sich für Unternehmen aus

Infografik CSR Monitor 2016Kaufen auch Sie lieber Produkte von Unternehmen, die soziales Engagement für Umwelt und Gesellschaft nicht nur versprechen, sondern vorleben? Einer aktuellen repräsentativen Umfrage zufolge ändern die Deutschen bewusst ihr Konsumverhalten, um verantwortungsvolles Handeln von Unternehmen zu würdigen. Das Hamburger Marktforschungsinstitut Dr. Grieger & Cie. hat im April 2016 im Rahmen einer repräsentativen Umfrage 1.017 Verbraucher zwischen 18 und 69 Jahren zu verantwortungsvollem Unternehmertum und Corporate Social Responsibility (CSR) online befragt. Dabei wurden unterschiedliche Aspekte wie Erwartungen von Verbrauchern an CSR-Aktivitäten von Unternehmen sowie die Auswirkungen solcher Maßnahmen auf das Kaufverhalten untersucht. Die Studie identifiziert unterschiedliche Konsumententypen, denen Unternehmen mit einem passenden CSR-Portfolio begegnen müssen, um Glaubwürdigkeit und Unternehmenserfolg beeinflussen zu können. Die Grafik von Dr. Grieger & Cie. zeigt, dass 76 Prozent der Studienteilnehmer bereit sind, für ein identisches Produkt einen höheren Preis zu zahlen, sofern es von einem sozial engagierten Unternehmen hergestellt wurde.

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Social Media

Online-Studie zu Social Media- und Community-Management

Ellermann Ben BVCMWagner David GGSSocial Media- und Community-Manager gehören zu einer Berufsgruppe, die erst seit einigen Jahren existiert und noch kaum erforscht ist. Wie das Arbeits- und Organisationsumfeld dort aussieht und welche Aufgaben ein Social Media- und Community-Professional zu bewältigen hat, untersucht die Studie „Status von Social Media- und Community Management in D-A-CH 2016“. Außerdem erhebt das Forscherteam um Ben Ellermann (Foto), Vorstandsvorsitzender des Bundesverbands Community Management (BVCM), und David Wagner, German Graduate School of Management and Law (GGS), beide Heilbronn, die Wirkung von Community-Management auf den Erfolg von Organisationen. Die Online-Studie findet nach 2015 zum zweiten Mal statt. „Durch das dynamische Social Media-Umfeld und den fortschreitenden digitalen Wandel versprechen wir uns dieses Jahr zahlreiche neue Erkenntnisse“, sagt Wagner, der die Studie leitet.

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Autoren-Beiträge

Autorenbeitrag zum Thema Kulturwandel: Warum Kommunikationsmanager auf VW schauen

Griepentrog Wolfgang Foto„Culture eats strategy for breakfast“. Vielleicht haben dem Vorstandschef von Volkswagen Matthias Müller letzte Woche bei der Verkündung seiner neuen Konzernstrategie (siehe dazu den Beitrag „Neue Struktur und Verantwortlichkeiten in der Volkswagen Konzernkommunikation“ im „PR-Journal“) diese berühmten Worte im Ohr geklungen, die dem Management-Guru Peter Drucker zugeschrieben werden. Fest steht jedenfalls, dass der Kulturwandel eines der Top-Themen in allen großen Konzernen ist. „Der Kulturwandel ist zum Leitbegriff einer sicher verändernden Unternehmenswelt geworden“, meint auch „PR-Journal-Autor“ Wolfgang Griepentrog (Foto) in einem aktuellen Beitrag. Seiner Meinung nach setzt sich zunehmend die Erkenntnis durch, dass eine strategische Neuausrichtung von Unternehmen den Kulturwandel nicht nach sich zieht, sondern voraussetzt. Griepentrog beschreibt, warum sich vor allem größere Konzern mit dem Kulturwandel schwer tun.

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Kommentare

Kommentar zum DPRG ZukunftsForum 2016: Die DPRG erneuert sich

Dillmann Thomas FotoDie Deutsche Gesellschaft für Public Relations (DPRG) modernisiert sich. Wer die Berichterstattung zum DPRG-Zukunftsforum in Gelsenkirchen liest, der stößt auf positive Resonanz zur Veranstaltung und zum Bemühen des Verbandes, neue Akzente zu setzen. Mit dem Thema „Digitalisierung“ hat die DPRG einen Nerv getroffen. „Digitalisierung“ brennt vielen Kommunikationsmanagern unter den Nägeln, die Unsicherheit in der Herangehensweise wird allerorten geteilt. Da tut es gut, sich im Kreise von Kollegen, die vor den selben Herausforderungen stehen, einen offenen Austausch zu pflegen. Die vielen positiven Tweets bei Twitter (#ZukuFo) schon während der Veranstaltung am 9. und 10. Juni zeugen davon. Berichte von Studierenden aus Münster (campus relations) und Hannover (PRSH) im „DPRG-Journal“ zeigen zudem, dass sich die jüngere Generation vom Angebot des ältesten Kommunikationsverbandes angesprochen fühlt. Natürlich zieht auch DPRG-Vorstandsmitglied Thomas Zimmerling in eigener Sache eine positive Bilanz („DPRG-Journal“), geschenkt!

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Termine

Save the date: PR- und Kommunikationstermine 2016

Nachfolgend eine Liste der bisher bekannten Termine für interessante, überregionale Veranstaltungen im PR- und Kommunikationsbereich für 2016.

  • 30. Juni: Jubiläums-Veranstaltung 25 Jahre DAPR
    Deutsche Akademie für Public Relations, Düsseldorf
  • 09. September: Großer Golfcup der PR-Branche
    news aktuell und Deutscher Golf Verband, Pulheim-Stommeln, Gut Lärchenhof
  • 22./23. September: 13. Kommunikationskongress
    Bundesverband deutscher Pressesprecher und Magazin "pressesprecher", Berlin, Berliner Congress Centrum und Admiralspalast
  • 26./27. September: Zeitungskongress 2016
    BDZV Bundesverband Deutscher Zeitungs-Verleger, Berlin
  • 03. November: GWA Effie Kongress und GWA Effie Gala mit Verleihung der GWA Effie Awards
    Gesamtverband Kommunikationsagenturen GWA, Frankfurt am Main, Gesellschaftshaus Palmengarten
  • 7./8. November: Publishers' Summit 2016
    VDZ Verband Deutscher Zeiktschriften-Verleger, Berlin, bcc Berliner Kongrss-Zentrum am Alexanderplatz
  • 22. November: PR-Gala "PR Report Awards"
    PR Report/Oberauer-Verlag, Berlin, "Komet"
  • 23. November: PR-Gala 2016 mit Verleihung Östereichischer Staatspreis für PR und KommunikatorIn des Jahres
    Public Relations Verband Austria PRVA, Wien, Studio 44 der Österreichischen Lotterien
  • 24. November: 43. Deutscher Marketingtag, Thema: "Marketing goes Agile" incl. Verleihung des Deutschen Marketing Preises 2016
    Deutscher Marketing Verband DMV, Leipzig, Messe
  • 19. Mai 2017: 12. LPRS-Forum
    Leipziger PR-Studenten, Leipzig

Die Liste wird laufend ergänzt. Neue Termine sind halbfett gesetzt.

Bildung

Gründung der Akademie für Interne Kommunikation GmbH in Hamburg

Akademie fuer interne KommunikationIm Rahmen der frisch gegründeten Akademie für Interne Kommunikation GmbH bietet Montua & Partner seit Juni internen Kommunikatoren und Kollegen aus dem Personalbereich praxisnahe Weiterbildungsmöglichkeiten zu den Themenfeldern Interne Kommunikation (IK) und Change Management. Ziel der Akademie-Gründer ist es, die Kollegen in Unternehmen dabei zu unterstützen, ihre vielfältigen Rollen im Arbeitsalltag selbstbewusst und thematisch fundiert auszufüllen und als Moderatoren, Impulsgeber und Seismographen operativ wie strategisch zum Einsatz zu bringen. Die notwendige Balance aus Theorie und Praxis decken Referenten und Moderatoren aus Wissenschaft und Wirtschaft ab.

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Studien

Wien: Studie des PR-Ethik-Rats zeigt ethische Risiken und mögliche Glaubwürdigkeitsverluste – Moral für Kommunikationsbranche nicht mehr leistbar?

PRVA PR Ethik Rat Faber Wiener Einwiller Mhlbauer 300x200Die Kommunikationsbranche steht vor immensen unternehmensethischen Herausforderungen. Ökonomisierung, Wettbewerbs- und Erfolgsdruck und immer kurzfristigeres Denken führen immer öfter zu Grenzüberschreitungen. Hinzu kommen Entwicklungen der Kommunikation, die diese Abkehr verstärken: Abbau des objektiven Journalismus zugunsten von Content Marketing und vor allem die noch großteils rechtlich ungeregelten Mechanismen und Anwendungsbereiche der digitalen Medien stellen Kommunikatoren in Unternehmen wie auch Agenturen vor große Herausforderungen.
Dies sind nur einige Ergebnisse einer qualitativen Befragung und Analyse des österreichischen PR-Ethik-Rats (Foto: v.l.n.r.: Gabriele Faber-Wiener, Sabine Einwiller, Brigitte Mühlbauer). Ziel war und ist es, einen Überblick über die größten ethischen Herausforderungen, Dilemmata und Probleme zu erhalten, um einerseits einen öffentlichen Diskurs anzuregen, den es so in Österreich derzeit nicht gibt, und andererseits geeignete Hilfestellungen für einen besseren Umgang zu geben.

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Lesehinweise

ARD und ZDF: Professionelle PR geht nur mit Vertrauen und nicht mit Vertraulichkeit

Von Gagen bis Sportrechten - die Dauer-Dementierer: ARD/ZDF und das liebe Geld. Die ARD sieht sich in Sachen Transparenz in finanziellen Dingen ganz weit vorn, wie auch die ARD-Vorsitzende Karola Wille in der "FAZ" gerade wieder betonte. Konkrete Zahlen gibt's häufig trotzdem nicht, weshalb man aus dem Dementieren gar nicht raus kommt. Dazu hat Uwe Mantel im Medienmagazin DWDL einen lesenswerten Beitrag geschrieben.
Es geht uns nicht darum, wer nun bei den Honoraren etc. recht hat. Es geht darum, dass die Öffentlich-Rechtlichen endlich lernen, professionelle Pressearbeit und PR zu machen. Und Vertrauen in der Öffentlichkeit gewinnt man nicht durch falsch vorgeschobene Vertraulichkeit sondern durch Offenheit. Oder hat es sich bis zu den ARD-/ZDF-Verantwortlichen noch nicht rumgesprochen, dass in den heutigen Internetzeiten irgendwann doch alles rauskommt? Haben beitragsfinanzierte Sender etwa Sonderrechte? Dürfen Beitragszahler nicht wissen, was z.B. die Bundesligarechte kosten? Der Privatsender Sky nennt offen alle Zahlen - die peinliche ARD-Volker-Herres-Begründung: Sonderrechte als Aktiengesellschaft. Geht's bitte etwas intelligenter?! -fff-
Hier geht's zum DWDL-Artikel.

Preise und Awards

eco Gala: Vordenker der Internetbranche mit eco Internet Awards geehrt

Eco Internet Award 2016 Preistraeger u NominierteAm 23. Juni ehrte eco – Verband der Internetwirtschaft e. V. zum 16. Mal Unternehmen der Internetbranche für außergewöhnliche Leistungen. In sechs Kategorien zeichnete die Fachjury in Köln innovative Lösungen aus, die künftig in Bereichen wie Mobility, Entertainment, Sicherheit und Infrastruktur unerlässlich sind. Unter den Preisträgern des eco Internet Award finden sich namhafte Unternehmen wie die DPD Dynamic Parcel Distribution, aber auch junge Unternehmen wie das deutsch-amerikanische Start-up Hashplay. Den Sonderpreis des Landes NRW für die Digitale Wirtschaft erhielt auxmoney.

Das Foto (© „eco“) zeigt Preisträger und Nominierte des eco Internet Award 2016.

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STAMM Medien-News

Stamm Medien-Newsletter Juni 2016

Der Stamm-Verlag in Essen dokumentiert seit 1947 als einziger deutscher Verlag komplett alle Medien (ca. 24.000) in Deutschland (Print / Zeitungen + Zeitschriften, Rundfunk / Radio + Fernsehen, Online (seit 2003)). Im Mai 2016 wurden 3.567 Medien aktualisiert, im letzten Quartal waren es insgesamt 19.942 Medien. Der monatliche „Stamm Medien-Newsletter“ informiert über aktuelle Änderungen in der deutschsprachigen Medienlandschaft (Deutschland, Österreich, Schweiz). Mit freundlicher Genehmigung folgen hier einige Meldungen:

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GPRA im Dialog

Bei consense communications zählt Haltung – Agenturchefin Birgit Krüger erklärt, warum das wichtig ist

Krueger Birgit Consense Com Interview LPRS IIIFür die Gesellschaft PR-Agenturen (GPRA) sind Nachwuchsförderung und die gezielte Verbesserung des Images von Kommunikationsagenturen gegenüber Studierenden wichtige Ziele der Verbandsarbeit. Mehrfach hat der Verband betont, dass Agenturen ihre Attraktivität als Arbeitgeber steigern und künftig stärker im Sinne eines Employer Brandings am Markt agieren wollen. Eine konkrete Maßnahme setzt die GPRA in 2016 in Kooperation mit dem „PR-Journal“ um. Monatlich stellt sich ein Agenturchef der GPRA den Fragen von Studierenden, die sich in den Initiativen in Hannover (PRSH), Leipzig (LPRS), Mainz (kommoguntia) und Münster (campus relations) engagieren. Die haben damit die Gelegenheit, alle Fragen über das Agenturgeschäft zu stellen, die sie für relevant halten. In der sechsten Folge stellte sich Birgit Krüger (Foto r.), Inhaberin und Geschäftsführerin von consense communications in München, den Fragen von Jasmin Weber (M.) und Sebastian Weber (l.), beide Studenten des Masterstudiengangs Communication Management in Leipzig, und im LPRS e.V. engagiert.

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