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Medien compact (9) (30.KW-05)
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- Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 29. März 2012 10:18
- Veröffentlicht am Samstag, 23. Juli 2005 02:00
- Geschrieben von Gerhard A. Pfeffer, Siegburg
01: Der Medienkonzern Bertelsmann übernimmt von der WAZ-Gruppe ihre 7,5 Prozent an RTL. Der Kaufpreis liegt nach Angaben der Nachrichtenagentur dpa bei knapp 550 Millionen Euro. Damit hält Bertelsmann künftig 90,4 Prozent an dem internationalen TV-Konzern. 9,6 Prozent der Anteile sind in der Hand freier Aktionäre.
02: Trotz Verlusten hat der "Stern" unter den drei großen aktuellen Wochenmagazinen weiterhin die meisten Leser. Die Illustrierte erreicht 7,84 Millionen Menschen (minus 170.000) in Deutschland. Dahinter bleibt "Focus" mit 6,03 Millionen, das 160.000 Leser gewann. Mit nunmehr 5,96 Millionen Lesern (plus 270.000) legte "Der Spiegel" ebenfalls zu. Dies geht aus der am 20. Juli in Frankfurt am Main vorgelegten Media-Analyse hervor. Insgesamt ist in der Kategorie "Aktuelle Zeitschriften" weiter "Bild am Sonntag" mit 10,9 Millionen klar an der Spitze. Das Blatt verlor jedoch 320.000 Leser im Vergleich zur vorangegangenen MA vom Januar dieses Jahres.
03: Drei von vier Deutschen über 14 Jahren lesen täglich eine Zeitung. Dies ergab eine Auswertung der neuesten Daten der Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse (AG.MA), die der Zählservice der ZMG Zeitungs Marketing Gesellschaft für die Zeitungen in der AG.MA vorgenommen hat.
04: Die Wiederbelebungsversuche für den deutschen Hörfunkmarkt scheinen zu fruchten. Dies bestätigt nicht nur die Bruttowerbestatistik von Nielsen Media Research für das erste Halbjahr (Radio: plus 20,3 Prozent). Sondern auch die stabilen Ergebnisse der aktuellen Media-Analyse MA 2005 Radio II, die am 19. Juli präsentiert wurden. Insgesamt erreicht die ARD mit ihren rund 60 Sendern (Mo bis Fr) im Schnitt 35,446 Millionen Hörer (plus 14.000). Die Privatsender werden im Schnitt von 29,470 Millionen gehört, ein Minus von 192.000 Hörern. Bei den werbungführenden Programmen liegen allerdings die privaten Radiosender vorne. Sie erreichten pro durchschnittlicher Werbestunde 10,586 Millionen Hörer (ab 14 Jahren) bundesweit. Die werbungtragenden ARD-Programme hatten 10,097 Millionen Hörer. (Weitere Infos: http://www.mediaundmarketing.de/news/mediaticker/content/08234/news_ticker.php3 )
05: Die deutschen Privatsender drohen mit ihrer wichtigsten Forderung in Brüssel zu scheitern. Das berichtet das in München erscheinende Wochenmagazin werben & verkaufen "w&v" unter Berufung auf ein EU-Papier. Demnach dürfen TV-Anbieter
voraussichtlich auch während der Laufzeit der nächsten EU-Fernsehrichtlinie nicht mehr werben als heute. Denn die Brüsseler
Kommission befürwortet in dem Papier die Beibehaltung der Werbebeschränkung von zwölf Minuten pro Stunde.
06: Täglich werden in Deutschland lt. BDZV Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger mehr als 21,6 Millionen Tageszeitungen (überregionale, regionale, lokale und Boulevard-Zeitungen) verkauft. Dazu kommen noch einmal 3,8 Millionen Sonntagszeitungen und 1,9 Millionen Wochenzeitungen. Sie erreichen drei Viertel der Bevölkerung über 14 Jahre (74,8 Prozent). Das sind fast 49 Millionen Männer und Frauen.
07: Lt. AWA 2005 haben die 1.306 Anzeigenblätter in ihrer Reichweite bei der deutschen Bevölkerung um 260.000 auf 43,88 Millionen Leser pro Ausgabe zugelegt: 67,4 Prozent der Personen ab 14 Jahren lesen Anzeigenblätter. Die wöchentliche Auflage beträgt lt. BVDA Bundesverband Deutscher Anzeigenblätter insgesamt 85,6 Millionen Exemplare.
08: Auch für den Radiobereich gibt es neue MA-Daten: mit 206 Minuten durchschnittlicher täglicher "Hör-Zeit" sind es vier Minuten weniger als noch im März.
09: Das Jahrbuch "Fernsehen 2005" ist soeben erschienen (Herausgeber: Grimme-Institut, GEP + Funkkorrespondenz). Zu beziehen für 29 Euro im Buchhandel + beim Grimme-Institut in Marl.



