Medien
Michael Ringier: Journalismus kostet Geld
Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 15. Oktober 2006 um 02:59 Uhr Samstag, den 30. September 2006 um 20:48 Uhr
Michael Ringier, Verleger und Inhaber des Ringer-Verlages, Zürich/Schweiz, sieht die fortschreitenden finanziellen und personellen Einschränkungen bei Zeitungsredaktionen kritisch: „Wissen und Denken gibt es nicht umsonst, Schreiben und Senden auch nicht. Guter Journalismus kostet Geld“, sagte er am 29. September in seiner Keynote beim 3. Kommunikationskongress in Berlin.
Kritisch äußerte sich Ringier über die Informationsqualität des Internets: „Es zeigt uns nur Häppchen. Es ist voll fragwürdiger Informationen aus unsicheren Quellen.“ Hierin sieht der Schweizer Verleger eine Chance für die Print-Medien: „Zeitungen können ihren Platz nur halten, wenn sie das tun, was die anderen nicht können – Hintergründe erklären, Sachverhalte einordnen und Zusammenhänge darstellen.“
Ringier unterstrich in seiner Rede auch die Bedeutung der Print-Medien für die Gesellschaft: „Ich bin der festen Überzeugung, dass die Demokratie ohne das gedruckte Wort einen gefährlichen Weg geht.“

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