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FAZ-Institut zieht umstrittenes Kopplungsangebot zurück
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- Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 29. März 2012 10:18
- Veröffentlicht am Montag, 20. November 2006 12:26
- Geschrieben von Gerhard A. Pfeffer, Siegburg
Mitgliederrundschreiben der DPRG Deutsche Public Relations Gesellschaft, Bonn vom 17. November 2006:
Liebe Mitglieder der DPRG, am vergangenen Wochenende hat sich eine Tageszeitung mit einem Marketingpapier für das Branchenmagazin „kommunikationsmanager“ befasst. Darin waren ausgewählten Agenturen strategische Partnerschaften angeboten worden. In dem Zeitungsartikel wurde eine Kopplung von Anzeigen und redaktionellem Teil sowie der mögliche Ausschluss von Wettbewerbern der Partner moniert.
Für die DPRG ist der „kommunikationsmanager“ ein wichtiges Medium der Branchen- und Verbandskommunikation. In meiner Funktion als Beiratsvorsitzender der Redaktion habe ich die Herausgeber daher um eine Stellungnahme zu diesen Vorwürfen gebeten. Schließlich sind hier wichtige Fragen unserer in Kodizes festgeschriebenen Grundsätze berührt. Der DPRG-Vorstand hat deutlich gemacht, dass wir den Abschluss einer Partnerschaftsvereinbarung auf Grundlage des Marketingpapiers als einen Verstoß gegen unsere Kodizes gewertet hätten.
Die Herausgeber haben gegenüber dem Vorstand im einzelnen Stellung bezogen. Sie bedauern, dass ihr Angebot so formuliert war, dass es als Verstoß gegen PR-Kodizes verstanden werden konnte. Der Verlag hat klargestellt, dass es nicht in seiner Absicht lag, ein Koppelgeschäft vorzuschlagen oder Marktteilnehmer von einem Zugang zum redaktionellen Teil des Magazins auszuschließen.
Um zu einer eindeutigen Lösung zu kommen, haben wir vereinbart, dass der Verlag das kritisierte Angebot an ausgewählte Agenturen nicht aufrechterhält. Es gibt auch bislang keine entsprechenden Verträge oder vorbereitenden Gespräche.
Die PR-Kodizes der DPRG werden selbstverständlich weiterhin die Grundlage des Handelns von Verlag und Redaktion des „kommunikationsmanager“ sein. Dafür werde ich als Vorsitzender des Redaktionsbeirates gemeinsam mit Verlag und Redaktion Sorge tragen.
Mit freundlichen Grüßen
Ulrich Nies, DPRG-Präsident.



