Medien

Journalismus in Deutschland vor gewaltigen Umbruch

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In Berlin kämpft die Belegschaft der "Berliner Zeitung" und der "Netzeitung" ums Überleben, während die Investoren die Daumenschrauben anziehen. Wer glaubt, dass dies ein Einzelfall ist, der sollte schnell aufwachen. Der Journalismus in Deutschland steht vor einem gewaltigen Umbruch. In den letzten zehn Jahren ging es den Zeitungen, bis auf ein paar kleine Konjunkturdellen, eigentlich nicht schlecht. Auch heute weisen die meisten Verlage Gewinne aus. Man kann viel darüber diskutieren, ob man die Gewinne nur halten konnte, weil man die Redaktionen verkleinert und Redakteure in Hundertschaften auf die Strasse gestellt hat, oder weil man neue Vermarktungswege gefunden hat.

Man mag mit dem ausgestreckten Finger auf David Montgomery, den neuen Inhaber der "Berliner Zeitung" und der "Netzeitung", zeigen. Man mag ihn einen "Haifisch" nennen, oder eine "Heuschrecke". Der Mann macht letztlich nur das, was der Finanzmarkt von ihm verlangt: Geld verdienen und zwar jedes Jahr etwas mehr, damit die Aktieninhaber und beteiligten Fonds seine Firma nicht abstrafen. Die Kollegen der "Berliner Zeitung" leiden unter dem steigenden Sparkurs, die Leser finden es auch nicht so toll. Aber die "Berliner Zeitung" ist nur ein Beispiel unter vielen.
Den Artikel im Blog von Don Dahlmann hier online weiterlesen.

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12. Februar 2012 - 19:37

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