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DJV + RoG: negative Olympia-Bilanz

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Ein negatives Fazit haben der Deutsche Journalisten-Verband (DJV), Berlin und die Initiative Reporter ohne Grenzen (RoG), Berlin zum Abschluss der Olympischen Spiele 2008 in China gezogen. „Das waren Olympische Spiele der Presseunfreiheit und Zensur“, urteilte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken. Trotz der Garantie freier Berichterstattung durch die chinesische Staatsführung seien die Arbeitsmöglichkeiten der rund 25.000 internationalen Journalistinnen und Journalisten immer wieder eingeschränkt worden.

„Kritische, freie und ungehinderte Berichterstattung war in China nicht möglich“, kritisierte Konken. Schuld daran habe auch das Internationale Olympische Komitee, für das die Pressefreiheit und die Berufsausübung der Journalisten offenbar nur eine Marginalie gewesen seien. „Es war erschreckend zu sehen, mit welcher Gleichgültigkeit die IOC-Verantwortlichen über die Kritik der Weltöffentlichkeit an den Zensurversuchen der chinesischen Behörden hinweggegangen sind.“ Die Olympia-Veranstalter hätten die Menschenrechte zur unbequemen Randerscheinung degradiert und die Spiele so zum Medaillenspektakel abgewertet. „Die Pekinger Spiele gehen als die Olympiade der Unfreiheit in die Annalen des internationalen Sports ein.“

„Wir hatten es befürchtet. Die Olympischen Spiele in Peking waren überschattet von Festnahmen, Verurteilungen, Zensur, Überwachung und Schikanen. Über 100 Journalisten, Blogger und Dissidenten waren davon betroffen“, sagte Robert Ménard, Generalsekretär von Reporter ohne Grenzen, am 22. August bei einer Pressekonferenz in Paris. „An diese Unterdrückung wird man sich erinnern, wenn man an die Olympischen Spiele in Peking denkt. Und für dieses Versagen muss auch das Internationale Olympische Komitee (IOC) Verantwortung übernehmen. Die Mitglieder des IOC müssen die richtigen Schlüsse aus diesen Erfahrungen ziehen und sie umsetzen, wenn sie im nächsten Jahr den Nachfolger von Jaques Rogge wählen.“
Die interessante Pressemeldung und Unterdrückungs-Dokumentation von RoG hier online weiterlesen.
PRJ: Olympia 2008 in Peking wird als Olympische Spiele der Propaganda, Zensur, Funktionärsfeigheit, von Boykott, Politik-Schönrednern und Doping in Erinnerung bleiben - schade um die Sportlerinnen und Sportler.

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05. Februar 2012 - 15:37

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