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USA: 94 Prozent der Journalisten verwenden PR-Material für ihre Arbeit
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- Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 29. März 2012 10:18
- Veröffentlicht am Mittwoch, 11. März 2009 13:39
- Geschrieben von Gerhard A. Pfeffer, Siegburg
Von November bis Dezember 2008 führte Cision in Zusammenarbeit mit der George Washington University’s Graduate School of Political Management (GSPM) eine nationale Umfrage unter Journalisten zu ihrem Rechercheverhalten durch. Diese gaben an, dass sie am häufigsten Informationen von Webseiten, PR-Experten und aus Pressemitteilungen für ihre Beiträge nutzen. Dahinter folgen als wichtigste Quellen Pressekonferenzen oder anderweitige Veranstaltungen, branchenspezifische Agenturmeldungen, Fachmagazine, Blogs und Social Networking Sites sowie Podcasts. 100 Prozent der Befragten gaben an, regelmäßig auf Webseiten für die Produktion von Beiträgen zurückzugreifen, 94 Prozent nutzen die Angaben von PR-Profis und 87 Prozent beziehen ihre Informationen aus Pressemitteilungen.
Don Bates, Gründer und Direktor des Graduiertenprogramms für Strategische Öffentlichkeitsarbeit an der George Washington Universität und Leiter der Umfrage, sagt: „Ich war überrascht, dass die Befragten bei ihrer Recherche so stark auf die Informationen der PR-Fachleute und die von ihnen angebotenen PR-Produkte angewiesen sind. Die Umfrageergebnisse zeigen deutlicher als je zuvor, dass Journalisten und PR-Experten in ihrer Arbeit stark voneinander abhängig sind.“ Dazu Stefan Frohnhoff, Geschäftsführer von Cision Deutschland: „Die Resultate aus den USA sind auch hierzulande ein wichtiger Gradmesser für die Kommunikationsbranche. Ich bin mir sicher, dass sich die meisten Punkte auf Deutschland übertragen lassen. Es unterstreicht die hohe Anerkennung, die PR-Arbeit mittlerweile unter Journalisten genießt und die Notwendigkeit, Informationen aktuell, fachgerecht und für unterschiedlichste Kanäle aufzubereiten.“
Zusammenfassung der wichtigsten Studienergebnisse :
- Die „permanente Nutzung“ von Webseiten für die Berichterstattung ist bei der Altersgruppe 30 bis 49 Jahre (94 Prozent) am höchsten, gefolgt von der Altersgruppe 50 und älter (92 Prozent) und am niedrigsten bei den bis 29-jährigen Journalisten (91 Prozent) ausgeprägt.
- Journalisten setzen Social Networking Sites and Podcasts verglichen mit anderen Informationsquellen am wenigsten für die Recherche ein. Dabei sind die Nutzer solcher Quellen zumeist jung und besitzen wenig Berufserfahrung. Redakteure greifen generell auf Blogs genau so oft wie auf Wirtschaftsmagazine für die Berichterstattung zurück.
- Von den neun untersuchten Informationsquellen nutzen mehr als 94 Prozent der Redakteure oder Journalisten Informationen, die von PR-Fachleuten stammen.
- Um Storys zu finden und zu entwickeln, sind Webseiten die wichtigsten Quellen für Journalisten, gefolgt von Informationen, die von den PR-Experten stammen. Als unwichtig stufen die Befragten Social Network Sites und Podcasts ein. Webseiten und Blogs sind besonders dann von Bedeutung, wenn sie unmittelbar auf Berichterstattung reagieren. Wenig Beachtung finden dagegen Informationen aus folgenden Quellen: Pressekonferenzen, Fachmagazine, branchenspezifische Agenturmeldungen, Social Networking Sites sowie Podcasts.
- Die Journalisten stimmten sieben von acht Verbesserungsvorschlägen für die Fachkommunikation der PR-Profis via E-Mail zu. Davon waren die wichtigsten: Kommunikationsfachkräfte sollten Informationen gezielt auf den Interessens- und Fachbereich der Journalisten abstimmen. Zudem sollten diese Informationen so wenig werblich wie möglich sein. Mehr als die Hälfte der Befragten wünscht zudem, ohne Zustimmung zugesandte E-Mails als reinen Text von PR-Experten zu erhalten.
Weiterführende Links:
Ausführliche Umfrage (auf englisch) zum Download: http://us.cision.com/journalist_survey/ + im Pressecenter von Cision:
http://de.cision.com/presse/pressemitteilung.php?id=290



