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NDR-Medienmagazin ZAPP: Googles Geschäft mit den Daten - Keine Strategie - Keine PR-Kommunikation
Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 02. September 2010 um 16:26 Uhr Freitag, den 20. August 2010 um 23:03 Uhr
Sie gehen auf Pornoseiten, kochen gerne, sind auf der Suche nach einer neuen Digitalkamera und fahren am liebsten nach Norwegen. Das alles, sollte es denn zutreffen, weiß Google über Sie. Denn Google kennt Sie ganz genau, speichert all Ihre Daten. Dass der Internetgigant jetzt auch noch ein Foto Ihres Hauses will, ist für viele ein Problem. Dabei ist der eigentliche Skandal viel größer. "Zapp" über die Macht der Suchmaschine mit oder ohne Street View.
Eine neue Dimension, die Angst macht: Jedes Haus, jede Straße, ganze Städte - lückenlos erfasst von Google. Noch nie zuvor hat eine Anwendung im Internet die Menschen so aufgebracht. Lars Reppesgaard, Autor des Buches "Das Google-Imperium", meint: "Google Street View ist der Dienst, bei dem wir ganz handfest zu spüren bekommen, was es heißt, wenn wir und unser Alltag digitalisiert werden und unsere Umwelt. Da kommt eine Firma mit einem Auto, die macht ein Foto von unserem Haus und auf einmal sehen wir das im Internet wieder."
Den Inhalt der Zapp-Sendung vom 18. August hier online nachlesen und hier ansehen.
Unbedingt lesenswert zum Thema Google ist auch ein Kommentar ("Street View ist nicht das Problem") von Cartsen Knop am 17. August in "FAZ.Net" - hier online lesen.
Ein interessanter Auszug:
"Google erklärt nicht schlüssig, was es will. Das ist der Vorwurf, den sich Google gefallen lassen muss: Das Unternehmen erklärt nicht schlüssig, was es will und was nicht. Es hat kein Gespür dafür, wie man Ängsten begegnet oder wie man sie ausräumt. Vergleiche mit der Vorratsdatenspeicherung, der Video-Überwachung oder einer staatlichen Online-Durchsuchung sind unsachlich, aber Google entlarvt sie nicht als solche. Denn Street View ermöglicht keine Überwachung, es handelt sich um kein Echtzeit-Bild. Google fotografiert den öffentlichen Raum. Und in den Garten der Bürger kann man schon längst per Google Earth schauen, dem Dienst, der Satellitenbilder für jedermann zugänglich macht. Das betrifft nicht nur Google: Neben Google Earth zeigt zum Beispiel ein Dienst der Microsoft-Suchmaschine Bing Aufnahmen aus einer Vogelperspektive, die zum Teil eine deutlich höhere Auflösung haben als die Satelliten-Fotos von Google Earth."

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