Pfeffer & Salz & Senf (Kolumne)

PC-Rundfunkgebühr: Die technischen Voraussetzungen sind vorhanden

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Landauf, landab regt sich Protest über die geplante GEZ-Gebühr für internetfähige Computer - zu Recht. Es ist ein Plan der Rundfunkintendanten-Abkassierer und der Berliner Politikvermurkser aus der Online-Steinzeit. Auch wenn man berücksichtigt, dass der Gebührenanspruch schon länger besteht - aber sicher nicht ohne Grund von den Landesregierungen noch nicht zum Vollzug freigegeben wurde. Und wenn jetzt statt der 17,03 Euro Rundfunkgebühr (für TV + Radio) nur die Hörfunkgebühr von 5,52 Euro verlangt wird, soll sich niemand freuen. Denn auf die höhere Gebühr wird nur verzichtet, weil der TV-Empfang übers Internet noch nicht so richtig flächendeckend funktioniert. Aber das wird ja irgendwann mal der Fall sein, und dann?! Noch ein Hinweis: Auch Handys sind ja bald fernsehtauglich...

Die eh überflüssige und sich serviceunfreundlich gebende GEZ (Gebühreneinzugszentrale) wird noch mehr überdimensionierten Verwaltungsaufwand produzieren - und nicht viel einnehmen. Denn welcher Freiberufler (auf die zielt man), hat denn nicht sowieso schon beruflich Radio, Fernseher und/oder Autoradio angemeldet? Deshalb sind auch manche berufsständischen Proteste ein wichtigtuerischer Popanz. Das ganze ist trotzdem ein Anachronismus und fördert nicht die Verbreitung und Nutzung des technischen Fortschritts. In diesem unserem Lande wird mal wieder unsinnig überreguliert. Freie Marktwirtschaft? Eine Schimäre!

Am besten gefiel mir dazu ein Leserbrief - ich glaube im "stern" (sinngemäß): Die Politiker wollen uns eine PC-Rundfunkgebühr verordnen, weil die technischen Voraussetzungen per Computer gegeben sind - eine Nutzung müsse nicht vorliegen. Dann beantrage ich jetzt schon mal Kindergeld. Ich habe zwar (noch) keine, aber die technischen Möglichkeiten sind vorhanden.

Gerhard A. Pfeffer, Siegburg

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12. Februar 2012 - 22:15

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