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Frauen verdienen 22 Prozent weniger als Männer
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- Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 29. März 2012 10:18
- Veröffentlicht am Montag, 16. April 2007 17:05
- Geschrieben von Gerhard A. Pfeffer, Siegburg
Noch immer verdienen Frauen weniger als Männer. Ihr durchschnittliches Monatseinkommen liegt rund 22 Prozent unter dem der Männer. Dies ergibt eine Online-Befragung des WSI-Tarifarchivs, an der sich inzwischen rund 68.000 Beschäftigte in Deutschland beteiligt haben. Ihre Auskünfte liefern auch die Daten für den FrauenLohnSpiegel. Die Daten sind vor allem für die Kommunikationsbranche besonders peinlich: wie die Bild-Zeitung am 11. April berichtete, weist der Vergleich Pressereferent zu Presserefenetin die höchste prozentuale Differenz in der Bezahlung aus: 39,2 Prozent! (3.231 Euro zu 1.964 Euro). Bei den Redakteuren ist die Differenz bei 17,8 Prozent - also auch noch ziemlich hoch.
Die Gründe für diese Unterschiede sind vielfältig: Zum Teil sind sie zu erklären mit häufigerer Berufsunterbrechung, kürzerer Berufserfahrung, weniger Führungspositionen und partiell geringerer Qualifikation von Frauen. "Zahlreiche Studien zeigen jedoch: Es gibt immer noch eine Lohndiskriminierung. Nach wie vor bekommen Frauen für die gleiche Arbeit weniger Geld als Männer." So der Leiter des WSI-Tarifarchivs, Reinhard Bispinck.
Die Daten des WSI-Frauenlohnspiegels sollen dazu beitragen, mehr Transparenz bei Löhnen und Gehältern zu schaffen und speziell die Gehaltsunterschiede zwischen Frauen und Männern zu beleuchten. Jede Frau (und jeder Mann) kann im Internet überprüfen, welche Löhne und Gehälter in einzelnen Berufen tatsächlich gezahlt werden und ob die Frauen dasselbe Einkommen wie ihre männlichen Kollegen erhalten. (www.frauenlohnspiegel.de und www.lohnspiegel.de)



