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Künstlersozialkasse muss erhalten bleiben

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Der Bundesrat will die Künstlersozialversicherung (KSV) abschaffen: Am 19. September soll ein entsprechender Gesetzesentwurf über den „Abbau bürokratischer Hemmnisse“ der Bundesländer Baden-Württemberg, Brandenburg, Bremen, Hessen, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Sachsen-Anhalt auf den Weg gebracht werden. Die Abgeordneten im Bundestag sind dagegen parteiübergreifend anderer Meinung:

„Die Künstlersozialkasse muss bleiben, weil sie der unsteten Verdienstkurve einer Künstlerkarriere gerecht wird", erklärt etwa der Grünen-Politiker Omid Nouripour gegenüber "Meedia". Auch der DJV Deutscher Journalisten-Verband sagt: Die Künstlersozialkasse muss erhalten bleiben. Sie ist unverzichtbarer Bestandteil der sozialen Absicherung von freien Journalistinnen und Journalisten (sowie selbstständigen PR-Beratern (Red.)). Mit diesen Worten reagierte der Deutsche Journalisten-Verband am 9. September auf die Initiative mehrerer Bundesländer im Bundesrat, die Künstlerversicherung abzuschaffen.

Kommentare (1)Add Comment
Nicht abschaffen, sondern reformieren
geschrieben von Holger Baum , September 16, 2008
Die gesetzlich verankerte soziale Absicherung für freiberuflich tätige "Kreative" über eine Einrichtung wie die KSK ist weiterhin erforderlich. Ohne sie würden viele "Freie" - aus unterschiedlichsten Gründen - ohne Versicherungsschutz dastehen. Aber reformbedürftig ist die KSK gleichwohl. Vor allem muss künftig sichergestellt werden, dass nur für solche Personen KSK-Abgaben zu zahlen sind, die auch Mitglied der KSK sind bzw. sein dürfen - wie dies bei anderen gesetzlichen Sozialversicherungen auch der Fall ist. Konkret: Die Regelung, dass auf Honorare für nicht in Deutschland ansässige Künstler/Journalisten/Übersetzer etc. sowie auf die Einkünfte ohnehin meist privatversicherter Agenturgeschäftsführer/innen KSK-Abgaben zu zahlen sind, ist gesetzlich bestimmte Abzocke. Diese Personengruppe kommt nämlich nie in den Genuss irgendeiner Leistung der KSK. Die Abgaben sind damit so etwas wie eine Strafsteuer für Kreative.

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12. Februar 2012 - 18:51

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