Social Media

Entwicklung der Medienlandschaft: Interview mit Thomas Pleil

pleil thomasThomas Pleil lehrt Public Relations an der Hochschule Darmstadt in den Studiengängen Online-Journalismus und Wissenschaftsjournalismus. Der Autor von zahlreichen Büchern und Artikeln ist Spezialist für Online-Kommunikation, Online-PR sowie die Entwicklung der Medienlandschaft. Nadja Amireh (Agentur get noticed! und Ressortleiterin Social Media des PR-Journals) hat ihn zu den aktuellen Veränderungen der Medienlandschaft sowie den Herausforderungen, die sich dadurch für Unternehmen ergeben, befragt.

Nadja Amireh: Fast täglich gibt es neue Social Media Netzwerke und das Mediennutzungsverhalten ändert sich gravierend. Sind die PR- und Marketingverantwortlichen darauf ausreichend vorbereitet?

Thomas Pleil: Nach meiner Beobachtung gibt es in vielen Unternehmen, Agenturen und NGOs Leute, die hervorragend mit den aktuellen Herausforderungen durch den Medienwandel und speziell die Online-Kommunikation umgehen. Gleichzeitig sehe ich bei vielen Organisationen einen großen Informationsbedarf und fehlende Erfahrung. Klar ist, dass die Ausbildung der Marketing- und Kommunikationsleute eine wichtige Rolle spielt: Wer schon seit einigen Jahren im Beruf ist, hat die Herausforderung, die Veränderungen zu antizipieren und sich gegebenenfalls weiterzubilden. Gleichzeitig haben Hochschulen und andere Anbieter von Ausbildungen ihre Lehrpläne darauf einzustellen. In beiden Fällen gilt aber, dass grundsätzliche Mechanismen der Kommunikation sich nicht verändern, nur weil es laufend neue Tools gibt.

Nadja Amireh: Eine Forderung, die immer im Zusammenhang mit Medienwandel, Social Media und Online-Kommunikation genannt wird, ist die nach Dialog und Authentizität. Diese Begriffe sind stark strapaziert. Wie authentisch und dialogbereit dürfen oder müssen Unternehmen im Netz sein?

Thomas Pleil: Ja, das stimmt, diese Begriffe sind strapaziert. Und ob sie die wichtigsten sind, ist noch eine andere Frage. Aber konkreter sehe ich dazu verschiedene Aspekte. Auf der einen Seite ändern sich grundsätzlich die Anforderungen an den Kommunikationsstil, und das betrifft nicht nur das Netz. In der Online-Kommunikation werden diese Veränderungen wahrscheinlich aber am schnellsten sichtbar, weil hier ein großer Teil des Dialogs zu diesen Fragen stattfindet. Generell denke ich, hat sich der Erwartungsrahmen an öffentliche Kommunikation in der Gesellschaft verändert. Das gilt für Werbebotschaften genauso wie für die politische Kommunikation. Und wenn zum Beispiel Verhalten und Kommunikation oder Versprechen und Produkt nicht zusammenpassen, wird dies schnell öffentlich thematisiert. Die Menschen sind nicht so dumm, wie die Kommunikationsbranche sich lange vorgelogen hat. Und sie können einfacher denn je Versprechen überprüfen. Hieraus ergeben sich Anforderungen an die Glaubwürdigkeit und an die Authentizität. Hinzu kommt, dass es Situationen gibt, in denen Stakeholder Antworten bzw. einen Dialog erwarten. Dies können sie heute natürlich im Internet viel einfacher einfordern. Geschieht dies aktiv, sind Unternehmen meist gut beraten, dialogfähig zu sein. Auf der anderen Seite muss natürlich nicht jede Kommunikationsmaßnahme auf Dialog ausgerichtet sein. Besonders wichtig ist aber, was nach dem Dialog kommt: Findet er nur um seiner selbst Willen statt, oder sind die Beteiligten im Extremfall bereit, auch etwas zu tun?

Nadja Amireh: Neben Plattformen wie Facebook, die das sozialen Netzwerk eines Nutzers abbilden, gibt es auch Dienste für bestimmte Interessen wie Pinterest. Wie schätzen Sie die Relevanz von relativ neuen Diensten wie Google+ und Pinterest ein?

Thomas Pleil: Natürlich wird alle paar Monate eine andere Plattform gehypt. Das muss man sich sehr nüchtern anschauen. Wichtig erscheint mir, dass Unternehmen solche Dienste verstehen und überlegen, inwieweit diese Relevanz für das Erreichen der individuellen Kommunkationsziele im Social Web haben können. Das setzt natürlich voraus, dass solche Ziele formuliert sind und ich unter anderem analysiere, mit wem ich mich dort überhaupt vernetzen kann. Eine solche Analyse kann ergeben, dass Pinterest für das eine Unternehmen ganz neue Möglichkeiten in der Kommunikation erschließt, für ein anderes aber ganz und gar nicht. Klar ist auch, dass Vorhersagen oft schwierig sind, denn wie sich ein Dienst tatsächlich entwickelt, ist schwer abzusehen. Aber in der Tendenz würde ich Pinterest derzeit eher in speziellen Nischen sehen.

Nadja Amireh: Wie verändert sich z. B. das TV durch Social Media? Beispiele: Zum Superbowl oder Tatort wird getwittert, andererseits zitieren Sendungen aus Facebook und Twitter.

Thomas Pleil: Ja. Ob es die Fernsehmacher wollen oder nicht: Die Kanäle rücken enger zusammen. Der Rückkanal, den TV selbst nicht bietet, wird zunehmend durch Twitter und vor allem Facebook hergestellt. Meist hat man den Eindruck, die Fernsehsender nehmen das kaum wahr, gelegentlich wird versucht, das Ganze durch Apps zu befördern oder sogar Diskussionen aus dem Web live im TV aufzugreifen.

Diese Entwicklung kann natürlich auch weitreichende Folgen für Kommunikationsabteilungen haben: Denn es wird ja nicht nur getwittert, wer gerade ein Tor geschossen hat oder was Frau Lindholm anhat, sondern auch Magazinsendungen oder Nachrichten werden so begleitet. Gerade hier experimentieren ja einige Fernsehsender damit, während oder nach der Sendung die Zuschauer mit Hilfe des Internets einzubinden. Wird dort z. B. über ein Unternehmen berichtet, kann blitzschnell online eine muntere Diskussion entstehen - und zwar zu Zeiten, in denen die PR-Abteilung meist gar nicht besetzt ist und mit einer Intensität, die erschreckend sein kann. Der WWF hatte vor einigen Monaten diese Erfahrung gemacht, aber auch versucht, live zu reagieren.

Nadja Amireh: Journalisten, die bloggen oder Blogger, die hochwertige Artikel mit journalistischem Anspruch schreiben - die Grenzen verschwimmen. Das schafft neue Herausforderungen beim Medienkonsum: Wie kann der Nutzer die Relevanz und Vertrauenswürdigkeit einer Meldung und ihres Absenders einschätzen?

Thomas Pleil: Die Lektüre eines Beitrags wird hierzu allein oft nicht ausreichen. Allerdings kann man mit einigen Mausklicks zum Beispiel ganz gut nachvollziehen, wer in einem Weblog mitdiskutiert, welche anderen Seiten das Blog verlinken und damit referenzieren oder wie etabliert das Blog bzw. sein Betreiber ist. Bei vielen (Fach-)Themen ist es üblich, dass die Autoren mit ihrem Namen auftreten und andere Online-Profile wie Xing oder Facebook verlinken. Ein anderes Indiz könnte sein, welche Qualität die verwendeten (und hoffentlich verlinkten) Quellen haben.

Sehr viel schwieriger ist es natürlich, wenn Autoren pseudonym auftreten, etwa, weil sie Repressalien fürchten. Dennoch gibt es hier mit einfachen Mitteln die Möglichkeiten, zumindest einen Eindruck des Netzwerkes zu bekommen, in dem sich ein Autor bewegt, beispielsweise, indem man schaut, wer eine Meldung weiter trägt. Allerdings: Gegen einen gut gemachten Fake ist man kaum gefeit - meist aber kommen diese trotzdem ans Licht.

Nadja Amireh: Wo sehen Sie die Medientrends der Zukunft? Geben Sie uns einen Ausblick?

Thomas Pleil: Ich denke, wir bekommen es im Alltag immer selbstverständlicher mit Medienanwendungen zu tun, die uns umhüllen und zum Beispiel auf uns reagieren, ein Stichwort: Ambient Intelligence. An unserer Hochschule haben zum Beispiel Studenten im letzten Semester einen Fahrstuhl konzipiert, in dem Musik und Beleuchtung sich automatisch an die Stimmung der Fahrgäste anpassen. Andere Erwartungen: Die digitalen Nachrichten- und Unterhaltungsangebote werden sich sicher noch stärker an die mobile Internetnutzung anpassen und es wird zwischen Plattformen und Kanälen noch mehr Verbindungen geben. Und natürlich werden wir die zunehmende Bandbreite nutzen, beispielsweise durch noch mehr Videos. Klar ist wohl auch, dass wir noch mehr Alltags- und Arbeitsprozesse im Netz abwickeln werden. Und die "alten Medien" werden vermutlich weiterhin an Nutzern bzw. Abonnenten verlieren, einige werden aber sich aber neu positionieren, so dass auch nach 2035 noch Druckerpressen laufen werden. Ob sie jeden Tag eine Zeitung ausspucken, muss man mal sehen.

Zum Blog Das Textdepot von Thomas Pleil, zur Vita von Thomas Pleil

 

 

 

 

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Personalien

Klopsch löst Buchtien als Geschäftsführer bei Havas PR in Hamburg ab

Im Management des Hamburger Standortes der Havas PR vollzieht sich noch in diesem Monat ein Wechsel: Joachim Klopsch löst Patrik Buchtien als Geschäftsführer an der Seite von Ulrike Hanky-Mehner ab. Buchtien, der seit mehr als 16 Jahren Geschäftsführer war, verlässt das Unternehmen. Buchtien und Hanky-Mehner übernahmen Mitte der 1990er-Jahre als geschäftsführende Gesellschafter die Verantwortung und positionierten den Hamburger Standort als inhabergeführte Netzwerkagentur. Seitdem gelang es dem Hamburger Team erfolgreich zu wirtschaften. So gehört die Gesellschaft nach Angaben von Havas seit vielen Jahren zu den 20 weltweit erfolgreichsten Agenturen im Netzwerk. Weiter heißt es, das gelte vor allem hinsichtlich der Profitabilität und des Wachstums. Wesentliche Anteile daran hätten auch Joachim Klopsch und Martina Kafka, die ebenfalls Mitglied der Geschäftsleitung sind.

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Etats

Familienministerium entscheidet sich für „neues handeln“ und „where is the beef“

Die Agentur „neues handeln“ mit Sitz in Köln und Berlin ist in Kooperation mit ihrem Partner für Werbung, der Agentur „where ist the beef“ aus Hamburg, neue Rahmenvertragsagentur des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ). Das Ministerium setzt während der nächsten drei Jahre auf die auf politische Kommunikation spezialisierte Agentur. Sie wird ab sofort für alle Bereiche der Öffentlichkeitsarbeit des Hauses zuständig sein. „neues handeln“ konnte sich in einem europaweiten, mehrstufigen Pitch durchsetzen. Die Agentur kooperiert im Bereich Kreation/Werbung mit Henk Slagman und seinem Team von „where is the beef“. Gemeinsam haben die beiden Agenturen bereits die erfolgreiche Einführungskampagne zum Bundesfreiwilligendienst für das Familienministerium umgesetzt.

Branche

Umsatzvolumen der Werbewirtschaft sinkt in 2012 unter 30 Milliarden Euro

Die Werbewirtschaft schrumpft. Das ist das Ergebnis der am 23. Mai vom Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft ZAW vorgelegten Studie „Werbung in Deutschland“. Der Gesamtaufwand für mediale Werbung im Jahr 2012 ist nach 30,01 Milliarden Euro im Jahr 2011 auf 29,74 Milliarden Euro gesunken. Das entspricht einem Rückgang um 0,9 Prozent.

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Medien

Neuer Vorstandsvorsitzender von DuMont Schauberg kommt aus der Schweiz

Christoph Bauer (42) wird am 1. Januar 2014 neuer Vorstandsvorsitzender der Kölner Mediengruppe M. DuMont Schauberg. Bis Ende 2012 war er CEO der AZ Medien AG in Aarau (Schweiz). Bauer wurde am 23. Mai vom Aufsichtsrat mit Beginn vom 1. Oktober in den Vorstand der Gruppe berufen. Christian DuMont Schütte (56), noch Vorstandsmitglied der Mediengruppe M. DuMont Schauberg, verlässt im Januar 2014 den Vorstand und wird als stellvertretender Vorsitzender in den Aufsichtsrat des Kölner Medienhauses wechseln. Vorsitzender dort bleibt Alfred Neven DuMont (86). Seine Tochter Isabella Neven DuMont (45) bleibt im Vorstand.

Social Media

Social Media Trendmonitor 2013 - "Kommunikationsprofis, Journalisten und das Web": Journalisten bei Meinung zu Twitter gespalten

Nicht allein Journalisten stehen beim Versand von Pressemitteilungen im Fokus der Unternehmen, sondern zunehmend auch Kunden, Marketing und die Öffentlichkeit. Bilder, Videos oder Dokumente verbessern die Resonanz auf PR-Meldungen. Außerdem müssen Pressemitteilungen auch mobil optimal gelesen werden können, um ein bestmögliches Echo hervorzurufen. Das ergab der neue Social Media Trendmonitor "Kommunikationsprofis, Journalisten und das Web" von der dpa-Tochter news aktuell und Faktenkontor. Knapp 1.500 Unternehmenssprecher, Agenturmitarbeiter und Medienvertreter haben an der Umfrage teilgenommen.
Neun von zehn Pressesprechern richten ihre Mitteilungen nicht mehr allein an Journalisten. Sie sagen, dass Kunden, Marketing, Wettbewerber und die Öffentlichkeit mittlerweile ebenfalls relevante Zielgruppen sind (90 Prozent). Ähnlich sehen das die Fachleute aus den PR-Agenturen (81 Prozent). Außerdem beobachten die Kommunikatoren, dass die Resonanz auf Pressemitteilungen besser ist, wenn begleitendes Material wie Fotos, Videoclips oder PDF-Dokumente bereitgestellt wird. (Pressestellen 81 Prozent, PR-Agenturen 87 Prozent). Ein weiterer Erfolgsfaktor für die Resonanz auf Pressemitteilungen ist die optimale mobile Bereitstellung. Knapp zwei Drittel aller Befragten halten die Bereitstellung auf dem Smartphone per Mail, Browser oder App für "wichtig" (Pressestellen 61 Prozent, PR-Agenturen 62 Prozent).

Reputation Management

foodwatch vergibt Windbeutel an Capri-Sonne

Die Wahl zum „Goldenen Wildbeutel“ ist entschieden: Den „Ehrenpreis“ des Verbraucherschutzvereins foodwatch e.V. für das dreisteste Kindermarketing erhielt in diesem Jahr die Eppelheimer Wild-Gruppe, Deutsche SiSi-Werke, mit dem Getränk Capri-Sonne. Knapp 120.000 Verbraucher hatten in den vergangenen vier Wochen online die Wahl zwischen fünf Kandidaten. Eindeutiger „Sieger“ wurde mit mehr als 50.000 Stimmen Capri-Sonne. Die folgenden Plätze belegten der Pudding Paula von Dr. Oetker mit 26.231 Stimmen, die süßen Flocken Kosmostars von Nestlé mit 24.710 Stimmen, der Zucker-Joghurt Monsterbacke Knister von Ehrmann mit 11.580 Stimmen und die Pom-Bär-Chips von funny-frisch (Intersnack) mit 6.260 Stimmen.

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CSR Unternehmensverantwortung

Nachhaltigkeitsberichterstattung: GRI 4 vorgestellt

Im Rahmen der Global Conference on Sustainability and Reporting wurde am 22. Mai in Amsterdam die neuen Leitlinien zur Nachhaltigkeits- und CSR-Berichterstattung der Global Reporting Initiative (GRI) vorgestellt. Die so genannte G4-Version stellt eine umfassende Überarbeitung des weltweiten de-facto Standards zur Erstellung von Nachhaltigkeitsberichten dar.
Ziel der Revision war es aktuelle und zukünftige Trends der Berichterstattungspraxis zu ökologischen, sozialen und ökonomischen Fragen aufzugreifen. Der Veröffentlichung ging ein zweijähriger Dialog und Konsultationsprozess mit verschiedenen Stakeholdern voraus.

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Das PR-Interview

PR-Interview Nr. 91. Carsten Lange: Ein Patentrezept gibt es nicht

„Das PR-Interview“ wird realisiert von k1 gesellschaft für kommunikation, Köln

Lange-carsten-aikaInterview mit Carsten Lange (Foto), AIKA, zur Frage, wie die Agentur der Zukunft aufgestellt sein muss. 

PR-Journal: Die von dem Zukunftsforscher Jörg Jelden durchgeführte Studie „Agenturen der Zukunft“ kommt zu dem Ergebnis, dass aufgrund immer komplexerer Anforderungen und Themen Agenturen zukünftig immer weniger in der Lage sein werden, ihre Aufträge alleine umzusetzen. Was bedeutet das für die bisherige klassische Aufteilung in Werbe-, PR-, Event- oder Internetagenturen?

Carsten Lange: Diese Einteilung wird komplett neu zusammengestellt. Insbesondere die allgemeinen Cluster wie Werbe- oder PR-Agentur werden in dieser Form zum Auslaufmodell bzw. zum übergeordneten Namen einer Art "Holding". Die Aufgaben werden komplexer, die Agenturen spezialisierter und die Partnerschaften nehmen zu. Wir haben bei LANGEundPFLANZ beispielsweise Kooperationen fest in unser Produktportfolio aufgenommen.

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Kommentare

HuffPost: Warum dem „Anti-Modell des Journalismus“ die Zukunft gehört

bechtel michaelEin Kommentar von Michael Bechtel (Foto), Text- und Training Redaktionsbüro, Bad Honnef
Nun ist das endlich geklärt - die HuffPost kommt. Von erbitterten Anfeindungen über demonstrative Gelassenheit bis zu euphorischen Erwartungen reicht die Reaktionen. Ein Gratis-Angebot, das ausschließlich auf Werbung setzt – insoweit nichts Neues. Das „Anti-Geschäftsmodell für Journalismus“, giftet Axel-Springer-Chef Mathias Döpfner. Damit hat er natürlich Recht.
Schließlich füllt die Huffington Post ihre Spalten neben den fast täglichen Kolumnen von Huffington selbst und einem Kernteam von Mitarbeitern mit unbezahlten Texten. Da gibt es einen kleinen Anteil Beiträge von Prominenten aus Politik, Journalismus, Wirtschaft und Unterhaltung, die diesen effizienten Weg an die Öffentlichkeit gerne nutzen. Und da ist die Masse der für die HuffPost geschriebenen Texte von Bloggern und anderen Freizeitpublizisten. Die leben mangels anderer Quellen natürlich großenteils von Informationen aus den Nachrichten und Berichten anderer Medien. Hier geschieht das, was sich ohnehin unablässig im Netz abspielt: Blogger bereiten Informationen für eine Leserschaft auf, die an holzschnittartiger Faktendarstellung und meinungsstarken Storys interessiert ist und kaum an schwer verständlichen Hintergründen.

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Autoren-Beiträge

Nachhaltigkeit im Change Management: Wie begeistert man Mitarbeiter und Stakeholder für den Wandel?

griepentrog-wolfgangDrei Aspekte für erfolgreiche Kommunikation in Veränderungsprozessen. In der deutschen Wirtschaft bleibt kein Stein auf dem anderen. Tiefgreifende Veränderungen beherrschen die großen börsennotierten Konzerne ebenso wie mittelständische Unternehmen. Ressourcen werden neu verteilt und personelle Kapazitäten abgebaut, Geschäftsmodelle werden als Antwort auf veränderte Marktbedingungen und Kundenerwartungen überprüft und neu ausgerichtet. Manche Unternehmen bemühen sich um einen Kulturwandel. Jede große Veränderung führt zu enormen Belastungen für Führungskräfte und Mitarbeiter. Oft ist sie auch mit einem signifikanten Wandel der Unternehmensidentität verbunden. Das sorgt für jede Menge Schlagzeilen in den Medien und für Unruhe auf Unternehmensseite. 
Wie also können Unternehmen Change und Kommunikation gestalten, ohne aus der Bahn zu geraten und Mitarbeiter sowie Stakeholder auf dem steinigen Weg zu verlieren? Und warum gelingt dies in vielen prominenten Change-Prozessen nicht? Veränderungen zu meistern, ist heute eine Dauerherausforderung für Unternehmen, auf die sie vorbereitet sein müssen. Dabei spielen drei Aspekte eine besondere Rolle. Sie beeinflussen maßgeblich die Glaubwürdigkeit der Unternehmen in Veränderungsprozessen:

  •  die richtige Haltung, mit der Top-Manager und Führungskräfte den Veränderungsprozess betreiben,    
  • die richtigen Maßnahmen der prozessbegleitenden Kommunikation,    
  • unerlässliche Grundbedingungen für die Nachhaltigkeit von Change & Kommunikation.

Den Artikel von Wolfgang Griepentrog am 21. Mai in seinem Blog "Glaubwürdig kommunizieren" hier online weiterlesen.

Norbert: Gerüchte+Gerichte

Gericht: Gelobt sei die Pfanne - Tagliata di manzo con asparagi

(nsb) Braten, Schmoren, Rösten, Dünsten – die Pfanne ist vielleicht das universale Küchengeschirr. Im antiken Griechenland war die aus Bronze gemachte „πατανέ“ nur zum Verbrennen von Räucherwerk üblich. Die Römer schmiedeten die „patina“ aus Eisen und nutzen sie in der Küche – zum Beispiel um wilden Spargel mit Eiern und Honig darin zu braten, in Katalonien ein heute noch gängiges Frühjahrsessen.
Tatsächlich hat die Pfanne gerade auf Gemüse eine herrliche Wirkung – die Chinesen bereiten nicht ohne Grund viele Speisen im „Wok“ zu. Im Grunde ist das eine Pfanne mit durchgehend gewölbtem Boden, die über einem starken Feuer große Hitze aufnimmt. Dadurch bilden sich an der Oberfläche des Bratguts Röststoffe, und Zucker verwandelt sich in Karamell, einen hochwirksamen Geschmacksverstärker. Deshalb ist der Umgang mit Glutamat gar nicht nötig, wenn jemand mit Wok oder Pfanne richtig umzugehen weiß.

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Lesehinweise

Ruhe in Frieden, klassisches Marketing? Wie SEO, Social Media und Content Marketing die Regeln verändern

Über den Wandel des Marketing, vermeintlich neue Methoden und Herangehensweisen: In seiner t3n-Kolumne schreibt Björn Tantau über alte Strategien im neuen Gewand des Social Web und wirft einen Blick in die Zukunft. Früher war alles besser, früher war alles gut. Wirklich? Viele Menschen glauben das, dabei ist das meistens rein subjektiv. Ganz objektiv betrachtet haben alle Menschen eine eigene Sicht der Dinge.
Dennoch gibt es Bereiche, die speziellen Trends unterliegen und sich mehr oder weniger schnell verändern. Das klassische Marketing, wie man es kannte, bevor das Internet zum Massenmedium wurde, ist auf jeden Fall ein solcher Bereich. Und der Wandel, vor allem in den letzten Jahren, ist durchaus als dramatisch zu bezeichnen. Was aber genau macht diesen extremen Wandel aus? Und kann das klassische Marketing wirklich schon abgeschrieben werden?

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Bildung

Erste Berater-Prüfung unter der Dachmarke Initiative Kommunikation Heidelberg

Alle 23 Prüflinge der berufsbegleitenden Ausbildung PR dual und des Fernstudiums PR plus bestanden in Heidelberg vom 21. bis 23. Mai die PR-Beraterprüfung der Donau-Universität Krems. Prü-fungsvorsitzende war Rosemarie Nowak vom Zentrum für Journa-lismus und Kommunikationsmanagement an der Donau-Universität Krems, mit der IK Heidelberg seit 2004 in der berufsbegleitenden Ausbildung des PR-Nachwuchses kooperiert. Ihr zur Seite standen die beiden Co-Prüfer Cyrus Vogel, Inhaber der gleichnamigen Kommunikationsberatung, und Heike Sinkel, Inhaberin der PrintText Finanzkommunikation. Die Prüfungskommission bescheinigte den Studierenden durchweg „gute“ und „sehr gute“ konzeptionelle und praxistaugliche Leistungen.

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Studien

Facebook und Twitter bringen keinen politischen Dialog in Gang

Einen nachhaltigen politischen Dialog haben Facebook und Twitter bislang nicht nach Deutschland gebracht. Das ist die ernüchternde Erkenntnis einer Untersuchung von Journalistikprofessor Andreas Elter. Im Rahmen eines Forschungsprojektes der Münchener MHMK, Macromedia Hochschule für Kommunikation, hat sein Team die Social-Media-Kommunikation der sechs bundesweit aktiven Parteien während der Landtagswahlkämpfe des Jahres 2011 statistisch ausgewertet. Obwohl alle Parteien Facebook und Twitter zur direkten Wählermobilisierung nutzten, gelang es keinem Landesverband, ihre User und Follower über den Wahltermin hinaus in einen regelmäßigen Dialog zu verwickeln.

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Literatur

Neues Fachbuch zur Werte-Orientierung

Unternehmens-Werte und persönliche Wertvorstellungen stehen im Mittelpunkt des alljährlichen Trend-Events „Werte 2.0“. Wirtschafts- und Branchenexperten machen dabei transparent, wie sich die moderne Wertewelt entwickelt, welche Faktoren moderner Kommunikation und welche ökologischen sowie ökonomischen Aspekte dabei eine Rolle spielen. Das Jahres-Event der „Werte 2.0“-Veranstaltungsreihe geht am 16. Juli im Hotel Schloss Montabaur in die vierte Runde. Die Beiträge der letztjährigen „Werte 2.0“-Referenten sind jetzt in einem Fachbuch zusammengefasst. Die Veranstaltungsagentur Intergerma hat in Kooperation mit Stefan Luppold, Professor an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Ravensburg, das Fachbuch „Werte 2.0“ herausgebracht. Auf 152 Seiten sind 15 Fachbeiträge der Referenten zusammengefasst. Das Buch aus der Verlagsreihe „Messe-, Kongress- und Eventmanagement“ kann zum Preis von 28 Euro unter www.verlagwp.de bestellt werden.

Termine

PR Report Awards versus Leipziger Public Relations Studenten

100 Prozent Public Relations: Die letzten Tage war ich ausschließlich in Sachen PR unterwegs. Die Mission: Gewinnen neuer Erkenntnisse, Austausch mit anderen PR-Experten, Kennenlernen interessanter Menschen und Auffrischen alter Kontakte. In der „Szene“ hatte ich mich einige Zeit rar gemacht. Schon länger gilt der Personalkommunikation mein Interesse und so konnte man mich in letzter Zeit eher auf der „Zukunft Personal“ antreffen als auf einem PR-Kongress. Zudem hatte ich viele Jahre in der Welt der Nonprofits und Internationalen Organisationen gearbeitet und mich in erster Linie in einem politischen Umfeld bewegt.
Jetzt gab es PR im Doppelpack. Zusammen mit Gerhard Pfeffer und Thomas Dillmann vom "PR-Journal" besuchte ich letzten Donnerstag die Verleihung der PR Report Awards 2013 in Berlin und am Freitag das 8. LPRS>>Forum der Leipziger Public Relations Studenten (LPRS). Dieses stand unter bewusst kontroversen Motto „PR versus HR: Wer hat die Lizenz zur Personalkommunikation?“ Darüber hatte ich bereits gebloggt.
Meine Eindrücke in Stichworten hier in meinem Blogbeitrag vom 19. Mai.

STAMM Medien-News

Stamm Medien-Newsletter Mai 2013

Der Stamm-Verlag in Essen dokumentiert seit 1947 als einziger deutscher Verlag komplett alle Medien (ca. 24.000) in Deutschland (Print/zeitungen+Zeitschriftzen, Rundfunk/Radio+Fernsehen, Online (seit 2003)). Im März 2013 wurden 3.357Medien aktualisiert, im letzten Quartal waren es insgesamt 13.931 Medien. Der monatliche "Stamm Medien-Newsletter" informiert über aktuelle Änderungen in der deutschsprachigen Medienlandschaft (Deutschland, Österreich, Schweiz). Mit freundlicher Genehmigung folgen hier einige Änderungen/Meldungen:

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Internes - aus der Redaktion

PR-Journal: 41.557 Besucher im April 2013, 191 Jobangebote seit Januar

Die IVW Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern, Berlin bilanzierte für das "PR-Journal" im April 2013 insgesamt 41.557 Besucher. Knapp 50 Prozent der Besucher starten ihre PR-Journal-Durchsicht auf den Seiten der PRJ-Jobbörse. IVW errechnete insgesamt einen Tagesdurchschnitt von 1.385 Visits. Jeder Besucher schaute sich 2,6 Seiten an - daraus errechnen sich 106.987 PageImpressions für das PR-Medium Nr. 1 im Internet.

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Kontakt

Herausgeber:
Gerhard A. Pfeffer (seit 2004/1996)
Lendersbergstrasse 86
53721 Siegburg
Telefon: +49 (0)2241 201.30.60
Telefax: +49 (0)2241 201.30.61
Mobilfon: +49 (0)160 94.63.57.77
E-Mail: redaktion[at]pr-journal.de

Verlag:
Epikeros PR-Portal Ltd., Siegburg

Monats-Statistik

April 2013:

(jeweils in Klammern kumuliert seit Januar 2013)

(i.d.R. für alle Seiten - PR-Journal, Jobbörse, Datenbanken etc.)

41.557 Visits (157.158)
1.385 Tagesdurchschnitt Besucher
106.987 PageImpressions (401.804)
10:16 Minuten Besuchszeit
2,6 Seitenaufrufe je Besucher
9 Kommentare (37)
Artikel-Klickstatistik hier.

Social Media-Kontakte (gesamt: 12.570):

6.850 Twitter-Follower
3.233 Facebook-Freunde
1.298 Personen-Kontakte über Google+
774 Follower bei Pinterest (5 Boards, 284 Pins)
415 Xing-Direktkontakte

Newsletter-Statistik 

11.096 NL-Empfänger im Verteiler (lt. Bounce-Management von CleverReach, Oldenburg) 
25%  Newsletter geöffnet
42%  Klicks auf Meldungen im NL
410 Einzelmeldungen (1.494)
19,5 Meldungen je Arbeitstag
4 Newsletter-Ausgaben (16 / seit Nov.2004: 379 NL)

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Datenbanken-Statistik:

1.639 Einträge PR-Agenturen und -Berater
417 Einträge Dienstleister im PR-Bereich
125 Ausbilder im PR-Bereich
159 Teilnehmer am PR-Ranking 2012
1.340 Einträge PR-WebsiteCheck

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Jobbörsen-Statistik:

38 Stellenangebote (191)
11 Stellengesuche (35)

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Jahres-Statistik

Januar - Dezember 2012:

(i.d.R. für alle Seiten - PR-Journal, Jobbörse, Datenbanken, agenturcafe etc.)
438.497 Visits
1.198 Tagesdurchschnitt
1.177.889 PageImpressions
3.218 Tagesdurchschnitt
08:38 Min. Besuchszeit
2,69 Seitenaufrufe je Besucher
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Rang 258.265 bei alexa.com weltweit
Rang 15.372 bei alexa.com in Deutschland
434 Seiten verlinken lt. alexa.com auf pr-journal.de 
6.236 Follower auf den 3 PRJ-Twitter-Seiten
2.788 Tweets auf den 3 Twitter-Seiten
2.808 Freunde auf den 3 PRJ-Facebook-Seiten
1.312 Personen haben die 3 PRJ-Seiten in ihren Kreisen von Google+
632  Follower auf den 5 Boards von Pinterest (214 Pins)
375 Xing-Direktkontakte (G.Pfeffer)

Menupunkt-Aufrufe seit Dezember 2004:

105.621 Impressum
94.141 Werbung + Medien-Infos

Newsletter-Statistik 

Jan.-Dez.2012:
10.903 NL-Empfänger (Stand: 31.12.2012)
4.329 Einzelmeldungen 01.-12.2012
17,25 Meldungen je Arbeitstag
seit Dezember 2004:
363 Newsletter-Ausgaben (98 Monate)
31.966 Einzel-Meldungen
34.093 Aufrufe Newsletter-Archiv

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Datenbanken-Statistik:

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Jobbörsen-Statistik:

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