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Entwicklung der Medienlandschaft: Interview mit Thomas Pleil

pleil thomasThomas Pleil lehrt Public Relations an der Hochschule Darmstadt in den Studiengängen Online-Journalismus und Wissenschaftsjournalismus. Der Autor von zahlreichen Büchern und Artikeln ist Spezialist für Online-Kommunikation, Online-PR sowie die Entwicklung der Medienlandschaft. Nadja Amireh (Agentur get noticed! und Ressortleiterin Social Media des PR-Journals) hat ihn zu den aktuellen Veränderungen der Medienlandschaft sowie den Herausforderungen, die sich dadurch für Unternehmen ergeben, befragt.

Nadja Amireh: Fast täglich gibt es neue Social Media Netzwerke und das Mediennutzungsverhalten ändert sich gravierend. Sind die PR- und Marketingverantwortlichen darauf ausreichend vorbereitet?

Thomas Pleil: Nach meiner Beobachtung gibt es in vielen Unternehmen, Agenturen und NGOs Leute, die hervorragend mit den aktuellen Herausforderungen durch den Medienwandel und speziell die Online-Kommunikation umgehen. Gleichzeitig sehe ich bei vielen Organisationen einen großen Informationsbedarf und fehlende Erfahrung. Klar ist, dass die Ausbildung der Marketing- und Kommunikationsleute eine wichtige Rolle spielt: Wer schon seit einigen Jahren im Beruf ist, hat die Herausforderung, die Veränderungen zu antizipieren und sich gegebenenfalls weiterzubilden. Gleichzeitig haben Hochschulen und andere Anbieter von Ausbildungen ihre Lehrpläne darauf einzustellen. In beiden Fällen gilt aber, dass grundsätzliche Mechanismen der Kommunikation sich nicht verändern, nur weil es laufend neue Tools gibt.

Nadja Amireh: Eine Forderung, die immer im Zusammenhang mit Medienwandel, Social Media und Online-Kommunikation genannt wird, ist die nach Dialog und Authentizität. Diese Begriffe sind stark strapaziert. Wie authentisch und dialogbereit dürfen oder müssen Unternehmen im Netz sein?

Thomas Pleil: Ja, das stimmt, diese Begriffe sind strapaziert. Und ob sie die wichtigsten sind, ist noch eine andere Frage. Aber konkreter sehe ich dazu verschiedene Aspekte. Auf der einen Seite ändern sich grundsätzlich die Anforderungen an den Kommunikationsstil, und das betrifft nicht nur das Netz. In der Online-Kommunikation werden diese Veränderungen wahrscheinlich aber am schnellsten sichtbar, weil hier ein großer Teil des Dialogs zu diesen Fragen stattfindet. Generell denke ich, hat sich der Erwartungsrahmen an öffentliche Kommunikation in der Gesellschaft verändert. Das gilt für Werbebotschaften genauso wie für die politische Kommunikation. Und wenn zum Beispiel Verhalten und Kommunikation oder Versprechen und Produkt nicht zusammenpassen, wird dies schnell öffentlich thematisiert. Die Menschen sind nicht so dumm, wie die Kommunikationsbranche sich lange vorgelogen hat. Und sie können einfacher denn je Versprechen überprüfen. Hieraus ergeben sich Anforderungen an die Glaubwürdigkeit und an die Authentizität. Hinzu kommt, dass es Situationen gibt, in denen Stakeholder Antworten bzw. einen Dialog erwarten. Dies können sie heute natürlich im Internet viel einfacher einfordern. Geschieht dies aktiv, sind Unternehmen meist gut beraten, dialogfähig zu sein. Auf der anderen Seite muss natürlich nicht jede Kommunikationsmaßnahme auf Dialog ausgerichtet sein. Besonders wichtig ist aber, was nach dem Dialog kommt: Findet er nur um seiner selbst Willen statt, oder sind die Beteiligten im Extremfall bereit, auch etwas zu tun?

Nadja Amireh: Neben Plattformen wie Facebook, die das sozialen Netzwerk eines Nutzers abbilden, gibt es auch Dienste für bestimmte Interessen wie Pinterest. Wie schätzen Sie die Relevanz von relativ neuen Diensten wie Google+ und Pinterest ein?

Thomas Pleil: Natürlich wird alle paar Monate eine andere Plattform gehypt. Das muss man sich sehr nüchtern anschauen. Wichtig erscheint mir, dass Unternehmen solche Dienste verstehen und überlegen, inwieweit diese Relevanz für das Erreichen der individuellen Kommunkationsziele im Social Web haben können. Das setzt natürlich voraus, dass solche Ziele formuliert sind und ich unter anderem analysiere, mit wem ich mich dort überhaupt vernetzen kann. Eine solche Analyse kann ergeben, dass Pinterest für das eine Unternehmen ganz neue Möglichkeiten in der Kommunikation erschließt, für ein anderes aber ganz und gar nicht. Klar ist auch, dass Vorhersagen oft schwierig sind, denn wie sich ein Dienst tatsächlich entwickelt, ist schwer abzusehen. Aber in der Tendenz würde ich Pinterest derzeit eher in speziellen Nischen sehen.

Nadja Amireh: Wie verändert sich z. B. das TV durch Social Media? Beispiele: Zum Superbowl oder Tatort wird getwittert, andererseits zitieren Sendungen aus Facebook und Twitter.

Thomas Pleil: Ja. Ob es die Fernsehmacher wollen oder nicht: Die Kanäle rücken enger zusammen. Der Rückkanal, den TV selbst nicht bietet, wird zunehmend durch Twitter und vor allem Facebook hergestellt. Meist hat man den Eindruck, die Fernsehsender nehmen das kaum wahr, gelegentlich wird versucht, das Ganze durch Apps zu befördern oder sogar Diskussionen aus dem Web live im TV aufzugreifen.

Diese Entwicklung kann natürlich auch weitreichende Folgen für Kommunikationsabteilungen haben: Denn es wird ja nicht nur getwittert, wer gerade ein Tor geschossen hat oder was Frau Lindholm anhat, sondern auch Magazinsendungen oder Nachrichten werden so begleitet. Gerade hier experimentieren ja einige Fernsehsender damit, während oder nach der Sendung die Zuschauer mit Hilfe des Internets einzubinden. Wird dort z. B. über ein Unternehmen berichtet, kann blitzschnell online eine muntere Diskussion entstehen - und zwar zu Zeiten, in denen die PR-Abteilung meist gar nicht besetzt ist und mit einer Intensität, die erschreckend sein kann. Der WWF hatte vor einigen Monaten diese Erfahrung gemacht, aber auch versucht, live zu reagieren.

Nadja Amireh: Journalisten, die bloggen oder Blogger, die hochwertige Artikel mit journalistischem Anspruch schreiben - die Grenzen verschwimmen. Das schafft neue Herausforderungen beim Medienkonsum: Wie kann der Nutzer die Relevanz und Vertrauenswürdigkeit einer Meldung und ihres Absenders einschätzen?

Thomas Pleil: Die Lektüre eines Beitrags wird hierzu allein oft nicht ausreichen. Allerdings kann man mit einigen Mausklicks zum Beispiel ganz gut nachvollziehen, wer in einem Weblog mitdiskutiert, welche anderen Seiten das Blog verlinken und damit referenzieren oder wie etabliert das Blog bzw. sein Betreiber ist. Bei vielen (Fach-)Themen ist es üblich, dass die Autoren mit ihrem Namen auftreten und andere Online-Profile wie Xing oder Facebook verlinken. Ein anderes Indiz könnte sein, welche Qualität die verwendeten (und hoffentlich verlinkten) Quellen haben.

Sehr viel schwieriger ist es natürlich, wenn Autoren pseudonym auftreten, etwa, weil sie Repressalien fürchten. Dennoch gibt es hier mit einfachen Mitteln die Möglichkeiten, zumindest einen Eindruck des Netzwerkes zu bekommen, in dem sich ein Autor bewegt, beispielsweise, indem man schaut, wer eine Meldung weiter trägt. Allerdings: Gegen einen gut gemachten Fake ist man kaum gefeit - meist aber kommen diese trotzdem ans Licht.

Nadja Amireh: Wo sehen Sie die Medientrends der Zukunft? Geben Sie uns einen Ausblick?

Thomas Pleil: Ich denke, wir bekommen es im Alltag immer selbstverständlicher mit Medienanwendungen zu tun, die uns umhüllen und zum Beispiel auf uns reagieren, ein Stichwort: Ambient Intelligence. An unserer Hochschule haben zum Beispiel Studenten im letzten Semester einen Fahrstuhl konzipiert, in dem Musik und Beleuchtung sich automatisch an die Stimmung der Fahrgäste anpassen. Andere Erwartungen: Die digitalen Nachrichten- und Unterhaltungsangebote werden sich sicher noch stärker an die mobile Internetnutzung anpassen und es wird zwischen Plattformen und Kanälen noch mehr Verbindungen geben. Und natürlich werden wir die zunehmende Bandbreite nutzen, beispielsweise durch noch mehr Videos. Klar ist wohl auch, dass wir noch mehr Alltags- und Arbeitsprozesse im Netz abwickeln werden. Und die "alten Medien" werden vermutlich weiterhin an Nutzern bzw. Abonnenten verlieren, einige werden aber sich aber neu positionieren, so dass auch nach 2035 noch Druckerpressen laufen werden. Ob sie jeden Tag eine Zeitung ausspucken, muss man mal sehen.

Zum Blog Das Textdepot von Thomas Pleil, zur Vita von Thomas Pleil

 

 

 

 

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Personalien

Stühlerücken in der Unternehmenskommunikation von Bosch

Ziegler-Rene LeiterMedia BoschFronek-Christian StellvLeiterUkom BoschIn der Presse- und PR-Abteilung bei der Bosch GmbH gibt es ein geschäftiges Stühlerücken. Die wichtigste Meldung ist, dass René Ziegler (Foto l.) zum 17. November die Leitung der Media und Public Relations des Stuttgarter Unternehmens übernimmt. Der 34-jährige hat bislang in der Bosch-Presseabteilung die Wirtschafts- und Unternehmensthemen sowie die elektronischen und digitalen Medien betreut. Künftig wird der Politikwissen- und Volkswirtschaftler für alle Themen des internationalen Technologie- und Dienstleistungsunternehmens verantwortlich sein. Er berichtet in dieser Funktion an seinen Vorgänger, den jetzigen Leiter der Unternehmenskommunikation, Christoph Zemelka. Darüber hinaus gibt es weitere personelle Veränderungen. So gibt es neue Sprecher für Mobilitäts-, Wirtschafts- und Finanzthemen sowie für Internationales. Zudem ist Christian Fronek (Foto) neuer stellvertretender Leiter der Unternehmenskommunikation.

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Werbung

Etats

Orca Affairs mit vier neuen Kunden und der neuen Unit Orca Motion

Boijc-Aka OrcaMotionOrcaAffairsOrca legt weiter zu. Nachdem Orca van Loon am 11. November über verschiedene Etatgewinne berichtet hat, meldet sich jetzt Orca Affairs zu Wort. Orca Affiars, der Berliner Teil der Orca Gruppe, freut sich ebenfalls über Kundenzuwachs. Außerdem gründete die Berliner Agentur mit Orca Motion unter der Leitung von Luka Umek und Aka Bojic (Foto) eine neue Unit für Kreativleistungen. Die neuen Kunden sind die Staatskanzlei des Landes Rheinland-Pfalz, die Schweizer Düring AG, das Institut für Verkehrssicherheit Brandenburg und auf internationale Ebene Finlayson & Tom of Finland.

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Agenturen

Medienfabrik Gütersloh stellt sich neu auf

Postler-Stefan Gf-MedienfabrikHesse-Gero Gf-MedienfabrikDie Gütersloher Medienfabrik GmbH vermeldet zweistellige Wachstumszahlen für das Geschäftsjahr 2014. Auf Basis dieses Erfolgs wolle die Kommunikations- und Marketingagentur mit ihren fast 500 Mitarbeitern jetzt ihre Strukturen überarbeiten und sich personell weiter verstärken, heißt es in einer Mitteilung auf der Website. Ab sofort teilen sich die Mitarbeiter auf die drei Bereiche „empower“, „engage“ und „embrace“ auf, die als Submarken positioniert werden sollen. Außerdem wurde neben Stefan Postler (Foto l.) mit Gero Hesse (Foto r.) ein zweiter Geschäftsführer für die Medienfabrik ernannt. So wolle man weiterhin schlagkräftig auf Trends in der Kommunikation oder in der Technologie mit überzeugenden und innovativen Lösungen reagieren, erklärte Postler. Es soll deutlich, dass die Medienfabrik eher strategischer Wertschöpfungspartner als nur ein Dienstleister sei.

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Organisationen

Deutscher Rat für Public Relations: Bentele wieder zum Vorsitzenden gewählt

bentele guenter drprDer Deutsche Rat für Public Relations (DRPR) hat am 14. November in Berlin getagt und seine Arbeit wieder aufgenommen. Der bisherige Vorsitzende Günter Bentele (Foto), emeritierter Professor für Öffentlichkeitsarbeit/Public Relations am Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft der Universität Leipzig, wurde ebenso wie sein Stellvertreter Matthias Rosenthal, Geschäftsführer und Hauptgesellschafter von KOOB® Agentur für Public Relations GmbH in Mülheim an der Ruhr, für drei Jahre wiedergewählt. Darüber hinaus wurden einige Beschlüsse zu Ratsfällen abgestimmt. Nachdem der Trägerverein die Ratsmitglieder auf seiner Sitzung am 12. September neu gewählt hatte, aber auch der Vorsitzende, Günter Bentele, und der stellvertretende Vorsitzende, Matthias Rosenthal, von ihm nominiert worden waren, konnten diese auf der Sitzung in Berlin vom Ratsplenum gewählt werden. Damit ist der DRPR nach längerer, erzwungener Arbeitspause, die auf einen Konflikt im Trägerverein zurückging, wieder arbeitsfähig und hat seine inhaltliche Arbeit neu aufgenommen. Günter Bentele und Matthias Rosenthal wurden jeweils einstimmig gewählt.

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Medien

Állensbach: Entscheider-Elite glaubt an die Zukunft der Zeitung

Gedruckte Zeitungen sind für Deutschlands Top-Entscheider nach wie vor die wichtigste Informationsquelle zum aktuellen Geschehen. Wie das Institut für Demoskopie Allensbach im Auftrag des Wirtschaftsmagazins „Capital“ (Ausgabe 12/2014) bei 496 Top-Entscheidern aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung ermittelte, bevorzugen gut zwei Drittel der Befragten dieses klassische Medium. Dabei nutzen 43 Prozent der Spitzenkräfte aus dem „Capital“-Elite-Panel die Printausgabe, weitere fast 25 Prozent auch die Online-Version. Gut jeder Sechste setzt auf andere Online-Angebote.

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CSR + Reputation

Fokus Wesentlichkeitsanalyse: KPMG Leitfaden Materialität

KPMG hat einen neuen Leitfaden zur Erstellung einer Wesentlichkeits-Analyse für die Nachhaltigkeits- und CSR-Berichterstattung veröffentlicht. Die Publikation unterstützt bei der verlässlichen und praktischen Identifikation der Sozial-, Umwelt- und Governance-Themen, die für ein Unternehmen und seine Stakeholder am bedeutendsten sind.
Darüber hinaus hilft der Leitfaden bei der Verknüpfung der Wesentlichkeits-Analyse mit umfassenderen Risikomanagement-Prozessen im Unternehmen und kann so auch als Instrument für die Strategieentwicklung eingesetzt werden.

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Social Media

Social-Media-Frust: Pressestellen beklagen zu wenig Interaktion im Social Web

Die hohen Erwartungen vieler Pressestellen an soziale Netzwerke werden oft enttäuscht. Hauptursache ist die schwach ausgeprägte Interaktion der Unternehmen mit den eigenen Fans und Followern. Zu diesem Ergebnis kommt eine Online-Befragung der dpa-Tochter news aktuell und Faktenkontor, beide Hamburg, an der im April 2014 536 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Pressestellen teilgenommen haben. Das größte Problem der PR-Schaffenden im Zusammenhang mit Social Media ist die Social-Media-Probleme fakKon-namangelnde Interaktion mit ihren Zielgruppen. 52 Prozent sehen darin den Frust-Faktor Nummer eins. 45 Prozent der Umfrageteilnehmer vermissen zudem eine ausreichende interne Unterstützung für ihre Social-Web-Aktivitäten. Dritthäufigstes Problem sind zu wenig Fans und Follower (36 Prozent). Grafik: Zu wenig Interaktion, das ist eines der Probleme, das sich in Pressestellen als „Social Media-Frust“ breitmachen soll. © news aktuell GmbH

Nachtrag: Lesen Sie zu den Ergebnissen der hier vorgestellten Online-Befragung auch die kritische Replik des früheren Medienjournalisten und heutigen Inhabers der Digital-Agentur Cocodibu, Christian Faltin, auf die wir unter Lesehinweis hingewiesen haben.

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Kommentare

Welcher Fachkräftemangel? Viele Chefs würden sich gerne von Mitarbeitern trennen

weinberghelgeWenn ein Unternehmen das eigene Führungskonzept nicht wohlwollend-kritisch auf den Prüfstand stellt, wenn es seine Mitarbeiter für untauglich hält – und die Führungskräfte im Umkehrschluss für sehr tauglich, dann kann Employer Branding für dieses Unternehmen nicht funktionieren.
Vorgesetzte sehen sich als Vorbild: Warum ich das schreibe? Weil sich laut einer Pressemitteilung der Unternehmensberatung Baumann rund 60 Prozent der Vorgesetzten in deutschen Unternehmen gerne von einem Teil ihrer Mitarbeiter trennen würden. Nicht einmal die Hälfte der Manager glaubt, über die richtigen Mitarbeiter zu verfügen, um ihre Zielvorgaben zu erreichen. Ein Großteil der Führungskräfte neigt zu einem sehr positiven Selbstbild. Acht von zehn Vorgesetzten sehen sich als Vorbild für ihre Mitarbeiter. Soweit die Aussagen von Baumann.

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Das PR-Interview

PR-Interview Nr. 123 – Alexander Dressel: Küchenparty mit Obama und Putin wäre reizvoll

„Das PR-Interview im PRJ“ wird realisiert von k1 gesellschaft für kommunikation, Köln.
Dressel-Alexander Praesi-Vereinigung-Jeunes-Restaurateurs
Interview mit Alexander Dressel zur Bedeutung der Michelin-Sterne für die Kommunikation der Spitzengastronomie. Alexander Dressel ist Präsident der Jeunes Restaurateurs, einer Vereinigung von jungen deutschen Spitzenköchen, und zudem Gastgeber im Potsdamer Sterne-Restaurant „Friedrich Wilhelm“.
PR-Journal: Jedes Jahr Anfang November erwarten Spitzengastronomen gebannt die Bekanntgabe der Michelin-Sterne – eine der höchsten Auszeichnungen für gute bis hervorragende Küche. Welche Bedeutung hat diese Ehrung heute noch für einen Spitzenkoch?
Alexander Dressel: Ein Stern ist nach wie vor der Ritterschlag in unserem Beruf. Ebenso wie alle anderen Auszeichnungen ist er eine besondere Anerkennung nicht nur für den Koch, sondern für das ganze Team. Ich kenne keinen Kollegen, der nicht unendlich stolz ist, wenn er einen Stern zuerkannt bekommt. Die besondere Wertschätzung beschränkt sich aber nicht auf die Auszeichnung mit Sternen oder Hauben. Die Führer wie „Guide Michelin“ oder „Gault Millaut“ gehen deshalb neue Wege: Auch junge, unkonventionelle Küche wird vorgestellt und ausgezeichnet beispielsweise durch eine Erwähnung beim Bib Gourmant.

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Norbert: Gerüchte+Gerichte

Gericht - unser Weihnachtsmenü: Marinierte Sardinen mit Anchoviskuchen

schulz-bruhdoel norbert-58(nsb) In den Tiefkühlgeräten des Handels liegen sie jetzt wieder – die dicken, polnischen Hafermastgänse. Von den Geflügelhöfen dringt das laute Kollern der Puten, aus den Teichen wird das schlammige Wasser gepumpt, es wird abgefischt und die Karpfen kommen zum Klären in Becken mit sauberem Wasser. In einigen Wochen werden fette Vögel und Fische zentraler Bestandteil des traditionellen Weihnachtsessens sein – die Deutschen lieben es deftig an den Festtagen.
Die schöne Sitte, an den großen Festtagen im großen Familienkreis ein opulentes Essen zu genießen – sie lebe hoch! Aber fett und reich an Kalorien muss die Speisenfolge nicht sein.

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Termine

Neuauflage der European Communications Convention im Mai 2015

ECC-Logo-15-kleinDie European Communications Convention (ECC) findet im kommenden Jahr eine Fortsetzung. Im kommenden Jahr tagt die Konferenz vom 7. bis 9. Mai 2015 am östlichen Bodensee in Lindau und im österreichischen Bregenz. Der Haupt-Kongresstag am 8. Mai ist im Würth-Haus im Schweizer Rorschach geplant. Zentrales Thema ist Innovation. Dabei geht es um PR für Innovationen, aber auch um innovative PR. Internationale Referenten werden Beispiele innovativer PR-Ansätze im Kunst- und Kulturbereich, im Gesundheitswesen sowie im Feld der CSR präsentieren. Medienpartner sind auch 2015 wieder das „PR Journal“ und die Online-Distributionsplattform „TheNewsMarket“.

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Bildung

Online-Videomacher als neue Studienrichtung

In Zusammenarbeit mit Mediakraft Networks legt die Hochschule Macromedia ab dem kommenden Wintersemester 2015/2016 erstmalig in Deutschland eine Studienrichtung auf, die explizit auf eine berufliche Zukunft als Online-Videomacher vorbereitet. Das siebensemestrige Bachelorstudium vermittelt Absolventen die nötigen Kenntnisse, um Online-Videos professionell konzipieren, realisieren und vermarkten zu können. Auch wenn die Produktion eigener Inhalte eine wichtige Rolle spielt, sind die Absolventen nicht auf eine Tätigkeit vor der Kamera festgelegt. Es eröffnen sich berufliche Perspektiven in Produktion, Programmentwicklung, Videoplattform-Management, Künstlerbetreuung, Marketing, PR und vielem mehr. Darüber hinaus wird es ab Frühjahr 2015 ein insgesamt sechsmonatiges Weiterbildungsprogramm geben, das die Macromedia Akademie Köln anbietet.

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Studien

GPRA-Präsident zur Mitarbeiterzufriedenheit: „Kununu ist nicht der einzige Gradmesser“

Kohrs-Uwe-A GPRA-PraesidentEine Untersuchung der für die GPRA-Mitgliedsagenturen beim Mitarbeiterbewertungsportal Kununu (siehe Bericht an anderer Stelle im „PR-Journal“) vorliegenden Zufriedenheitswerte hat für die GPRA als Verband kein zufriedenstellendes Bild erbracht. Zehn von 36 GPRA-Agenturen sind gar nicht aufgeführt, nur elf Mitglieder erfüllen die Kununu-Kriterien, um als „Top Company“ geführt zu werden und lediglich die vier Agenturen consense, Ketchum Pleon, Weber Shandwick und Convensis liegen mit ihren Bewertungen über dem Branchendurchschnitt von 3,63. Das „PR-Journal“ sprach mit GPRA-Präsident Uwe A. Kohrs (Foto) über die Ergebnisse.

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Lesehinweise

Christian Faltin: „Das steckt hinter dem Social Media-Frust“

Der frühere Medienjournalist und heutige Inhaber der Digital-Agentur Cocodibu Christian Faltin hat sich auf „lead-digital.de“ mit der Online-Befragung der dpa-Tochter news aktuell und Faktenkontor auseinandergesetzt, die bei Pressestellen „Social Media Frust“ zutage gebracht hat – auch wir berichteten darüber. Faltin kommt zu dem Schluss, dass Grundlage der Enttäuschung eine viel zu hohe Erwartungshaltung sei. Seine Empfehlung lautet: „Die Erwartungshaltung lieber an das Machbare anpassen.“ Lesen Sie seine Replik auf den Trendmonitor bei „lead-digital.de“.

Tipps

Jahresplaner 2015: Termine und Recherchehilfe für Journalisten und PR-Profis

Jahresplaner2015 CoverWussten Sie, dass der Start der Arbeitsmarktreform „Hartz IV“ am 1. Januar schon zehn Jahre zurückliegt? Hatten Sie in Erinnerung, dass es am selben Tag genau 40 Jahre her ist, dass die Volljährigkeit von 21 auf 18 Jahre gesenkt wurde? Oder andersherum: Haben Sie für Ihre Recherchen und Berichterstattung alle wichtigen Termin für das kommende Jahr „auf dem Schirm“? Falls nicht, bietet der Journalist Dieter Diesler Hilfestellung. Er hat die Gedenktage des Jahres 2015 für seine Kollegen aufbereitet und in seinem „Jahresplaner 2015“ zusammengestellt. Die Recherchehilfe bietet eine 300-seitige Terminvorschau mit mehr als 2.500 Terminen, Jahrestagen, Geburtstagen und gut 4.000 Recherchelinks für die tägliche Arbeit. Journalisten und Redakteure sowie Pressesprechern und PR-Fachleuten können in dem eBook viele Anregungen und Anknüpfungspunkte für ihre Themen finden.

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PR Lern-Prozesse

Wie Berater und ihre Klienten Streit vermeiden können (6)

schebenmathias-2010Gelegentlich enden Meinungsverschiedenheiten zwischen Auftraggeber und externen PR-Schaffenden vor Gericht. Von diesen Gerichten wird unser Autor seit 15 Jahren als Sachverständiger und Gutachter hinzugezogen. In „PR-Journal“ skizziert er interessante Fälle aus der Praxis. Aus den dabei gemachten Erfahrungen folgern Hinweise, wie sich dergleichen Streit vermeiden lässt.
Streitgegenstand: Konzeption und Umsetzung einer Wanderausstellung
Eine große Bonner Agentur gewinnt den Pitch eines in Berlin ansässigen öffentlichen Auftraggebers zur Konzeption und Umsetzung einer Wanderausstellung. Einen Monat nach der Ausschreibung schickt sie diesem ein Konzept, und macht nach erstem Feedback vier Monate später - nach zähen Preisverhandlungen - ein konkretes Angebot über einen hohen sechsstelligen Betrag, das angenommen wird. Wiederum zwei Monate später liefert die Agentur ein Feinkonzept auf der Basis der zuvor vertraglich vereinbarten inhaltlichen, formalen und finanziellen Vorgaben.

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Preise und Awards

Politikaward in Berlin zum zwölften Mal verliehen

Tauber-Peter CDU-GeneralsekretrKommunikative Leistungen sind auch im Politikumfeld preiswürdig. So verlieh das Fachmagazin „politik&kommunikation“, das im Helios Media Verlag erscheint, am 24. November die diesjährigen Politikawards. Ausgezeichnet wurden Projekte der politischen Kommunikation in fünf Kategorien. Darüber hinaus wurden sowohl Persönlichkeiten der Politik als auch politische Strategen und Kampagnenmacher gewürdigt. Der Preis in der Kategorie „Lebenswerk“ ging an Bernhard und Hans-Jochen Vogel. Den Award in der Kategorie „Aufsteiger des Jahres“ nahm CDU-Generalsekretär Peter Tauber (Foto, © CDU / Tobias Koch) entgegen. Als „Politiker des Jahres“ wurden Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) und sein Stellvertreter Tarek Al-Wazir (Grüne) geehrt.

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STAMM Medien-News

Stamm Medien-Newsletter November 2014

Der Stamm-Verlag in Essen dokumentiert seit 1947 als einziger deutscher Verlag komplett alle Medien (ca. 24.000) in Deutschland (Print / Zeitungen + Zeitschriften, Rundfunk / Radio + Fernsehen, Online (seit 2003)). Im Oktober 2014 wurden 7.302 Medien aktualisiert, im letzten Quartal waren es insgesamt 10.990 Medien. Der monatliche „Stamm Medien-Newsletter“ informiert über aktuelle Änderungen in der deutschsprachigen Medienlandschaft (Deutschland, Österreich, Schweiz). Mit freundlicher Genehmigung folgen hier einige Meldungen:

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Internes - aus der Redaktion

PR-Journal: 34.082 Besucher im Oktober, 43 neue Jobangebote, 16,5 Prozent nutzen Mobilversion

Unsere diversen Statistiken bilanzieren für das "PR-Journal" im Oktober 2014 insgesamt 34.082 Besucher lt. Zählung der IVW Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern, Berlin. Somit errechnet sich insgesamt ein Tagesdurchschnitt von 1.099 Visits. Jeder Besucher schaute sich 2,5 Seiten an - daraus errechnen sich 84.984 PageImpressions für das PR-Medium Nr. 1 im Internet. Ergänzend wurde durch GoogleAnalytics im Oktober festgestellt; 63,6 Prozent waren neue Besucher. 54,1 Prozent der Besucher sind männlich, 45,9 Prozent weiblich; 61 Prozent sind bis 34 Jahre alt. 16,4 Prozent der Besucher rufen die PRJ-Seiten über mobile Geräte (Smartphones und Tablets) auf.

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Kontakt

Herausgeber:
Gerhard A. Pfeffer (seit 2004/1996)
Lendersbergstrasse 86
53721 Siegburg
Telefon: +49 (0)2241 201.30.60
Telefax: +49 (0)2241 201.30.61
Mobilfon: +49 (0)160 94.63.57.77
E-Mail: redaktion[at]pr-journal.de

Verlag:
Epikeros PR-Portal Ltd., Siegburg

Monats-Statistik

April/Mai 2014:
(jeweils in Klammern kumuliert seit Januar 2014)
(i.d.R. für alle Seiten - PR-Journal, Jobbörse, Datenbanken etc.)

66.650 Visits (165.840)

1.025 Tagesdurchschnitt Besucher

62,6 % neue Besucher

54,2 % Besucher sind männlich / 45,8 sind weiblich

61% sind bis 34 Jahre alt / 15,5 % bis 44 Jahre / 23,5 % älter als 45 Jahre

85 % rufen das PRJ am Desktop auf / 15 % über mobile Geräte

162.088 PageImpressions (392.974)

07:37 Minuten Besuchszeit

2,4 Seitenaufrufe je Besucher

23 Kommentare (54)

Artikel-Klickstatistik hier.


Social Media-Kontakte (gesamt: 15.264):

8.276 Twitter-Follower (3.667 Tweets)

3.822 Facebook-Freunde

1.298 Personen-Kontakte über Google+

692 Follower bei Pinterest (3 Boards, 488 Pins)

565 LinkedIn-Kontakte

611 Xing-Direktkontakte


Newsletter-Statistik

10.528 NL-Empfänger / 15.345 im Verteiler (lt. Bounce-Management von CleverReach, Oldenburg)

26 % Newsletter geöffnet
38 % Klicks auf Meldungen im NL

669 Einzelmeldungen (1.629)
16,7 Meldungen je Arbeitstag

8 Newsletter-Ausgaben (20 / seit Nov.2004: 428 NL)

Anmerkung: Die Zugriffsstatistik zählen wir mit IVW + GoogleAnalytics.


Datenbanken-Statistik:

1.693 Einträge PR-Agenturen und PR-Berater
65 Einträge mit Linkadresse
99 Einträge mit großem Datenbank-Eintrag
19 Einträge mit Agentur-Porträt
309 Einträge Agenturen, die ausbilden
82 Einträge Agenturen, die ausbilden + nach DJV-Regeln bezahlen
149 Teilnehmer am PR-Umsatz-Ranking 2013
169 Einträge Agenturen im SoMe-Ranking "Facebook"
171 Einträge Agenturen im SoMe-Ranking "Twitter"
266 Einträge PR-WebsiteCheck 2013/2014
422 Einträge Dienstleister im PR-Bereich
124 Einträge Ausbilder im PR-Bereich

weitere Infos auf der eigenen Startseite

Jobbörsen-Statistik:

80 Stellenangebote (190)
8 Stellengesuche (25)

21 Angebote „Ausbildungsjobs“
59 Angebote alle anderen Jobs

weitere Infos auf der eigenen Startseite

Jahres-Statistik

Januar - Dezember 2013:

(i.d.R. für alle Seiten - PR-Journal, Jobbörse, Datenbanken, agenturcafe etc.)
357.592 Visits 2013
1.089 Tagesdurchschnitt
979.978 PageImpressions
2.685 Tagesdurchschnitt
08:54 Min. Besuchszeit
2,5 Seitenaufrufe je Besucher
552 Kommentare
Rang 221.334 bei alexa.com weltweit
Rang 16.927 bei alexa.com in Deutschland
369 Seiten verlinken lt. alexa.com auf pr-journal.de 

Social-Media-Kontakte gesamt: 14.541
7.611 Follower auf den 3 PRJ-Twitter-Seiten
3.397 Tweets auf den 3 Twitter-Seiten
3.664 Freunde auf den 3 PRJ-Facebook-Seiten
1.527 Kontakte auf den 3 PRJ-Seiten von Google+
657  Follower auf den 3 Boards von Pinterest (420 Pins)
476 Xing-Direktkontakte (G.Pfeffer)
606 LinkedIn-Kontakte (G. Pfeffer)

Menupunkt-Aufrufe seit Dezember 2004:

132.028 Impressum
103.120 Werbung + Medien-Infos

Newsletter-Statistik 

Jan.-Dez. 2013:
10.658 NL-Empfänger (Stand: 31.12.2013)
14.844 Empfänger im NL-Verteiler
25% Newsletter werden geöffnet (Ø)
35% Klicks auf Einzelbeiträge (Ø)
4.154 Einzelmeldungen 01.-12.2013
16,7 Meldungen je Arbeitstag (Ø)
seit Dezember 2004:
408 Newsletter-Ausgaben (110 Monate)
36.120 Einzel-Meldungen
38.468 Aufrufe Newsletter-Archiv

Anmerkung: Die Zugriffsstatistik zählen wir mit IVW + GoogleAnalytics.

Datenbanken-Statistik:

1.676 Einträge Datenbank Agenturen (per 30.12.2013)
90 Einträge mit ausführlichem Datenbankeintrag
68 Einträge mit verlinkter Adresse
17 Einträge mit Porträts
302 Einträge Agenturen, die ausbilden (Volontäre/Trainees)
83 Einträge Agenturen, die ausbilden und nach DJV-Regeln bezahlen
159 Teilnehmer Pfeffers PR-Umsatz-Ranking 2012
156 Einträge Agenturen im SoMe-Ranking "Facebook"
164 Einträge Agenturen im SoMe-Ranking "Twitter"
1.349 Einträge alter Website-Check (2010/2011)
202 Einträge neuer Website-Check (2013/2014)
422 Einträge Datenbank Dienstleister im PR-Bereich (per 30.12.2013)
124 Einträge Datenbank Ausbilder im PR-Bereich (per 30.12.2013)
weitere Daten auf der eigenen Startseite

Jobbörsen-Statistik:

562 Stellen-Anzeigen in 2013
470 Stellenangebote
92 Stellengesuche
weitere Daten auf der eigenen Startseite