pleil thomasThomas Pleil lehrt Public Relations an der Hochschule Darmstadt in den Studiengängen Online-Journalismus und Wissenschaftsjournalismus. Der Autor von zahlreichen Büchern und Artikeln ist Spezialist für Online-Kommunikation, Online-PR sowie die Entwicklung der Medienlandschaft. Nadja Amireh (Agentur get noticed! und Ressortleiterin Social Media des PR-Journals) hat ihn zu den aktuellen Veränderungen der Medienlandschaft sowie den Herausforderungen, die sich dadurch für Unternehmen ergeben, befragt.

Nadja Amireh: Fast täglich gibt es neue Social Media Netzwerke und das Mediennutzungsverhalten ändert sich gravierend. Sind die PR- und Marketingverantwortlichen darauf ausreichend vorbereitet?

Thomas Pleil: Nach meiner Beobachtung gibt es in vielen Unternehmen, Agenturen und NGOs Leute, die hervorragend mit den aktuellen Herausforderungen durch den Medienwandel und speziell die Online-Kommunikation umgehen. Gleichzeitig sehe ich bei vielen Organisationen einen großen Informationsbedarf und fehlende Erfahrung. Klar ist, dass die Ausbildung der Marketing- und Kommunikationsleute eine wichtige Rolle spielt: Wer schon seit einigen Jahren im Beruf ist, hat die Herausforderung, die Veränderungen zu antizipieren und sich gegebenenfalls weiterzubilden. Gleichzeitig haben Hochschulen und andere Anbieter von Ausbildungen ihre Lehrpläne darauf einzustellen. In beiden Fällen gilt aber, dass grundsätzliche Mechanismen der Kommunikation sich nicht verändern, nur weil es laufend neue Tools gibt.

Nadja Amireh: Eine Forderung, die immer im Zusammenhang mit Medienwandel, Social Media und Online-Kommunikation genannt wird, ist die nach Dialog und Authentizität. Diese Begriffe sind stark strapaziert. Wie authentisch und dialogbereit dürfen oder müssen Unternehmen im Netz sein?

Thomas Pleil: Ja, das stimmt, diese Begriffe sind strapaziert. Und ob sie die wichtigsten sind, ist noch eine andere Frage. Aber konkreter sehe ich dazu verschiedene Aspekte. Auf der einen Seite ändern sich grundsätzlich die Anforderungen an den Kommunikationsstil, und das betrifft nicht nur das Netz. In der Online-Kommunikation werden diese Veränderungen wahrscheinlich aber am schnellsten sichtbar, weil hier ein großer Teil des Dialogs zu diesen Fragen stattfindet. Generell denke ich, hat sich der Erwartungsrahmen an öffentliche Kommunikation in der Gesellschaft verändert. Das gilt für Werbebotschaften genauso wie für die politische Kommunikation. Und wenn zum Beispiel Verhalten und Kommunikation oder Versprechen und Produkt nicht zusammenpassen, wird dies schnell öffentlich thematisiert. Die Menschen sind nicht so dumm, wie die Kommunikationsbranche sich lange vorgelogen hat. Und sie können einfacher denn je Versprechen überprüfen. Hieraus ergeben sich Anforderungen an die Glaubwürdigkeit und an die Authentizität. Hinzu kommt, dass es Situationen gibt, in denen Stakeholder Antworten bzw. einen Dialog erwarten. Dies können sie heute natürlich im Internet viel einfacher einfordern. Geschieht dies aktiv, sind Unternehmen meist gut beraten, dialogfähig zu sein. Auf der anderen Seite muss natürlich nicht jede Kommunikationsmaßnahme auf Dialog ausgerichtet sein. Besonders wichtig ist aber, was nach dem Dialog kommt: Findet er nur um seiner selbst Willen statt, oder sind die Beteiligten im Extremfall bereit, auch etwas zu tun?

Nadja Amireh: Neben Plattformen wie Facebook, die das sozialen Netzwerk eines Nutzers abbilden, gibt es auch Dienste für bestimmte Interessen wie Pinterest. Wie schätzen Sie die Relevanz von relativ neuen Diensten wie Google+ und Pinterest ein?

Thomas Pleil: Natürlich wird alle paar Monate eine andere Plattform gehypt. Das muss man sich sehr nüchtern anschauen. Wichtig erscheint mir, dass Unternehmen solche Dienste verstehen und überlegen, inwieweit diese Relevanz für das Erreichen der individuellen Kommunkationsziele im Social Web haben können. Das setzt natürlich voraus, dass solche Ziele formuliert sind und ich unter anderem analysiere, mit wem ich mich dort überhaupt vernetzen kann. Eine solche Analyse kann ergeben, dass Pinterest für das eine Unternehmen ganz neue Möglichkeiten in der Kommunikation erschließt, für ein anderes aber ganz und gar nicht. Klar ist auch, dass Vorhersagen oft schwierig sind, denn wie sich ein Dienst tatsächlich entwickelt, ist schwer abzusehen. Aber in der Tendenz würde ich Pinterest derzeit eher in speziellen Nischen sehen.

Nadja Amireh: Wie verändert sich z. B. das TV durch Social Media? Beispiele: Zum Superbowl oder Tatort wird getwittert, andererseits zitieren Sendungen aus Facebook und Twitter.

Thomas Pleil: Ja. Ob es die Fernsehmacher wollen oder nicht: Die Kanäle rücken enger zusammen. Der Rückkanal, den TV selbst nicht bietet, wird zunehmend durch Twitter und vor allem Facebook hergestellt. Meist hat man den Eindruck, die Fernsehsender nehmen das kaum wahr, gelegentlich wird versucht, das Ganze durch Apps zu befördern oder sogar Diskussionen aus dem Web live im TV aufzugreifen.

Diese Entwicklung kann natürlich auch weitreichende Folgen für Kommunikationsabteilungen haben: Denn es wird ja nicht nur getwittert, wer gerade ein Tor geschossen hat oder was Frau Lindholm anhat, sondern auch Magazinsendungen oder Nachrichten werden so begleitet. Gerade hier experimentieren ja einige Fernsehsender damit, während oder nach der Sendung die Zuschauer mit Hilfe des Internets einzubinden. Wird dort z. B. über ein Unternehmen berichtet, kann blitzschnell online eine muntere Diskussion entstehen - und zwar zu Zeiten, in denen die PR-Abteilung meist gar nicht besetzt ist und mit einer Intensität, die erschreckend sein kann. Der WWF hatte vor einigen Monaten diese Erfahrung gemacht, aber auch versucht, live zu reagieren.

Nadja Amireh: Journalisten, die bloggen oder Blogger, die hochwertige Artikel mit journalistischem Anspruch schreiben - die Grenzen verschwimmen. Das schafft neue Herausforderungen beim Medienkonsum: Wie kann der Nutzer die Relevanz und Vertrauenswürdigkeit einer Meldung und ihres Absenders einschätzen?

Thomas Pleil: Die Lektüre eines Beitrags wird hierzu allein oft nicht ausreichen. Allerdings kann man mit einigen Mausklicks zum Beispiel ganz gut nachvollziehen, wer in einem Weblog mitdiskutiert, welche anderen Seiten das Blog verlinken und damit referenzieren oder wie etabliert das Blog bzw. sein Betreiber ist. Bei vielen (Fach-)Themen ist es üblich, dass die Autoren mit ihrem Namen auftreten und andere Online-Profile wie Xing oder Facebook verlinken. Ein anderes Indiz könnte sein, welche Qualität die verwendeten (und hoffentlich verlinkten) Quellen haben.

Sehr viel schwieriger ist es natürlich, wenn Autoren pseudonym auftreten, etwa, weil sie Repressalien fürchten. Dennoch gibt es hier mit einfachen Mitteln die Möglichkeiten, zumindest einen Eindruck des Netzwerkes zu bekommen, in dem sich ein Autor bewegt, beispielsweise, indem man schaut, wer eine Meldung weiter trägt. Allerdings: Gegen einen gut gemachten Fake ist man kaum gefeit - meist aber kommen diese trotzdem ans Licht.

Nadja Amireh: Wo sehen Sie die Medientrends der Zukunft? Geben Sie uns einen Ausblick?

Thomas Pleil: Ich denke, wir bekommen es im Alltag immer selbstverständlicher mit Medienanwendungen zu tun, die uns umhüllen und zum Beispiel auf uns reagieren, ein Stichwort: Ambient Intelligence. An unserer Hochschule haben zum Beispiel Studenten im letzten Semester einen Fahrstuhl konzipiert, in dem Musik und Beleuchtung sich automatisch an die Stimmung der Fahrgäste anpassen. Andere Erwartungen: Die digitalen Nachrichten- und Unterhaltungsangebote werden sich sicher noch stärker an die mobile Internetnutzung anpassen und es wird zwischen Plattformen und Kanälen noch mehr Verbindungen geben. Und natürlich werden wir die zunehmende Bandbreite nutzen, beispielsweise durch noch mehr Videos. Klar ist wohl auch, dass wir noch mehr Alltags- und Arbeitsprozesse im Netz abwickeln werden. Und die "alten Medien" werden vermutlich weiterhin an Nutzern bzw. Abonnenten verlieren, einige werden aber sich aber neu positionieren, so dass auch nach 2035 noch Druckerpressen laufen werden. Ob sie jeden Tag eine Zeitung ausspucken, muss man mal sehen.

Zum Blog Das Textdepot von Thomas Pleil, zur Vita von Thomas Pleil

 

 

 

 

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Personalien

Bei Nestlé eine „Institution“, in der PR-Branche ein Wegweiser: Albrecht Koch wird 80

Koch AlbrechtEr war 31 Jahre bei ein und demselben Unternehmen. Dort wirkte er als Pressesprecher und Chef der Unternehmenskommunikation. Er wurde bei seinem langjährigen Arbeitgeber Nestlé zur „Institution“. Der professionellen Öffentlichkeitsarbeit galt sein ganzes Interesse. Die erworbenen Fähigkeiten setzte er später für die Franckeschen Stiftungen ein. 1990 wurde er mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt. Der Landesgruppe Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland der Deutschen Public Relations Gesellschaft (DPRG) stand er in den 70-er Jahren vor. Alles in allem ein bewegtes (PR-)Leben. Am 27. Mai wird er 80 Jahre alt. Die Rede ist von Albrecht Koch (Foto). Das „PR-Journal“ würdigt ihn mit einem Beitrag von Manfred Piwinger, einem langjährigen Wegbegleiter Kochs.

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Etats

Storymaker unterstützte erfolgreichen China-Launch von car2go

Car to Go StorymakerSeit dem 15. April 2016 können die Einwohner von Chongqing, einer 29 Millionen Einwohner großen Metropole im Südwesten Chinas, free-floating Carsharing von car2go nutzen. Die Tübinger Agentur Storymaker hat die Daimler-Tochter car2go China von Anfang an, seit Januar 2015, bei der Launch-PR unterstützt. Storymaker Public Relations (Beijing) Ltd. hatte den Etat im Rahmen eines Pitches Ende 2014 gewonnen. Das deutsch-chinesische Team von Storymaker China begleitete von Peking aus die über ein Jahr währende Launch-Kommunikation für car2go China mit mehreren Presse-Events und einer Social Media-Kampagne auf Weibo, dem westlichen „Twitter“ ähnlich.

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Agenturen

komm.passion-Dossier 03/2016 über Blogger: Content for Sale?

Koch Eike komm passionViele Online-Medien wie Facebook, YouTube & Co. sind längst „buchbar“ für die Kommunikationsbranche und haben ihren festen Bestandteil in der Kampagnenplanung von Unternehmen. Auch Blogger, Instagramer und neuerdings Snapchater werden immer häufiger eingebunden. Für viele Agenturen und Unternehmen liegt daher die Gleichung Blogger = buchbares Medium auf der Hand. Ein Trugschluss. Eike Koch (Foto l.), komm.passion, und Lorena Steigertahl, Leipziger  PR-Studenten (LPRS), haben Blogger befragt, warum sie tun, was sie tun. Im komm.passion-Dossier 3/2016 geben sie spannende Einblicke in die Köpfe hinter den Blogs. Ein Ergebnis vorab: Blogger unterstützen Marken, da sie ihren Lesern, zu denen sie oft jahrelang eine Vertrauensbasis aufgebaut haben, ein bestimmtes Produkt vorstellen. Sie nehmen damit zu einem gewissen Grad eine Testimonial-Funktion ein. Lesen Sie hier bei komm.passion das neue Dossier.

Unternehmen

Studie der Universität Hohenheim: CEOs drücken sich verständlicher aus als in den Vorjahren

Terium Peter CEO RWEKlartext statt Kauderwelsch: Deutschlands Spitzen-Manager bemühen sich zunehmend, verständliche Reden auf ihren Hauptversammlungen zu halten. Dies ergab eine Zwischenbilanz der Universität Hohenheim, die noch bis zum 30. Juni 2016 die CEO-Reden aller DAX-30-Unternehmen auf formale Verständlichkeit untersucht: Auf einer Skala von 0 (Minimalwert) bis 20 (Maximalwert) lag der Wert zur Halbzeitbilanz 2016 bei 14,2 Punkten. Vor vier Jahren hatte er noch bei 9,8 gelegen. Zur Halbzeit führt RWE-Chef Peter Terium (Foto) das Ranking an – mit 18,2 Punkten auf dem Hohenheimer Verständlichkeits-Index. Auf Platz 2 folgt der damalige Vorstandsvorsitzende von Bayer (seit 1. Mai: Unilever), Dr. Marijn Dekkers, mit 17,9 Punkten. Beide haben sich damit wesentlich verbessert (+3,3 Punkte bzw. +4,3 Punkte). Auf dem dritten Platz liegt zur Halbzeit Dieter Zetsche (Daimler) mit 16,9 Punkten (+1,5 Punkte). Insgesamt haben sich die meisten Redner der ersten Halbzeit im Vergleich zum Vorjahr verbessert.

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Organisationen

11. LPRS-Forum stand im Zeichen der Start-up-Kommunikation

LPRS Forum Header IIDie Leipziger PR-Studenten luden zu ihrem 11. Forum und mehr als 100 Gäste kamen. Unter dem Motto „Willkommen im Start-up-Universum“ sollte die Veranstaltung am 20. Mai die Frage beantworten, ob es in der Start-up-Landschaft neue Regeln für Kommunikatoren gebe? Die überraschende Antwort: Es geht klassischer zu, als der Hype um neue Arbeitsformen und andersartige Strukturen in neu gegründeten Unternehmen es vermuten lassen. Doch der Reihe nach: das 11. LPRS-Forum bot vom Karrieretreffen mit Förderern und Aktiven über die Diskussion über Start-up-Kommunikation bis hin zum Alumnitreffen am Samstag samt Workshops und abschließender Party ein vollgepacktes Programm. Wie in den vergangenen Jahren wurde es komplett vom LPRS und seinen Mitgliedern konzipiert und umgesetzt.

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Branche

Gehälter für PR-Berufseinsteiger: Je größer das Unternehmen, desto höher die Bezahlung

Trainee Gehaelter PR CompensationPartner2016Die in Hamburg ansässige COP CompensationPartner GmbH, die unter anderem auch die Vergütungsdatenbank „gehalt.de“ betreibt, hat für das „PR-Journal“ auf Basis von 148 Datensätzen eine aktuelle Auswertung von Gehältern von PR-Trainees und Volontären vorgenommen. Das Fazit: Je größer das Unternehmen, desto höher auch die Gehälter von PR-Trainees und Volontären. Dabei handelt es sich um branchenübergreifende Gehälter aus Agenturen und Unternehmen, also beispielsweise auch aus der Automobilindustrie. Dort, siehe dazu die letzte Zeile der Tabelle, verdient der Branchennachwuchs deutlich mehr, weil es sich um Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern handelt.

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Medien

Wechsel an der Redaktionsspitze von „prisma“: Florian Blaschke übernimmt für Detlef Hartlap

Hartlap Detlef Chefredakteur prismaBlaschke Florian Chefredakteur prismaEnde August erhält die „prisma“-Chefredaktion nach 24 Jahren einen neuen Vordenker: Detlef Hartlap (Foto l.), der mit 66 Jahren aus der Redaktion ausscheidet, übergibt das Ruder an Florian Blaschke (36, r.). Hartlap wird sich dann voll und ganz seiner Familie und seiner Leidenschaft fürs Schreiben widmen. Blaschke studierte Kunstgeschichte und Germanistik in Bonn und begann seine journalistische Karriere im Feuilleton des „Bonner General-Anzeigers“. Er volontierte bei der „Leipziger Volkszeitung“ und trieb beim Nachrichtenportal „news.de“ in Leipzig den Auf- und Ausbau voran, unter anderem als Ressortleiter Medien und Chef vom Dienst. Später steuerte er die Social Media-Aktivitäten und baute die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bei der Kölner result GmbH / 3C Dialog auf, bis März 2013 war er Pressesprecher des LehmbruckMuseums in Duisburg. Zu „prisma“ wechselt er von „t3n“, einem Magazin für die Digitalbranche in Hannover, wo er seit dreieinhalb Jahren die Onlineredaktion leitet.

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Social Media

PR-Journal ab sofort mit eigener Präsenz auf Instagram

Bergk SlomianAuf Instagram werden derzeit über 80 Millionen Fotos und Videos hochgeladen - und das täglich und zunehmend auch von Unternehmen und Marken. Diesen Schritt will das "PR-Journal" nun mitgehen und hat Annett Bergk (Foto, l.) und Paula Slomian (Foto, r.) aus Hamburg für die Betreuung in die PRJ-Redaktion berufen.

Instagram ist ein kostenloser Online-Dienst zum Teilen von Fotos und Videos. 2016 nutzen in Deutschland bereits neun Millionen Menschen aktiv diese Plattform. Große Herausforderung für das Marketing: Über Instagram werden zwar Inhalte verteilt, jedoch keine Links. Und der Content selbst kann nur bedingt geteilt werden.

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Autoren-Beiträge

Neugeschäft: So wählt Microsoft seine Agenturen aus

Mickeleit Thomas KomChef MicrosoftSchaut man sich das Thema New Business von Agenturen an, so ist der Pitchprozess ein wichtiger Teil davon. Man hat es schließlich geschafft, in einen Auswahlprozess zu gelangen, wo ein potenzieller Kunde einen konkreten Bedarf äußert. Über diesen Prozess und wie man ihn am besten führt, habe ich mit Thomas Mickeleit (Foto) gesprochen, der bei Microsoft Deutschland in München als Director of Communications arbeitet. Im ersten Schritt werden an eine lange Liste von infrage kommenden Agenturen möglichst eindeutige, zuvor definierte Kriterien angelegt, die zu einer Reduzierung führen. Demnach sollte der zukünftige Partner vor allem nicht für einen Wettbewerber arbeiten. Zudem sollte die auszuwählende Agentur „unabhängig“ sein. Das heißt, dass sie soll nicht mehr als 50 Prozent des künftigen Umsatzes mit Microsoft erzielen. Mickeleit erläutert das: „Wir wollen keine Agenturbeziehung eingehen, wo die Agentur nach unserem Weggang massive Probleme bekommt. Deswegen ist dieses Kriterium für uns so wichtig.“

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Rezensionen

Rezension: Design Thinking – ein Buch für Menschen, die über Grenzen hinaus denken

Design Thinking BuchcoverTitel: Design Thinking – Das Handbuch; Autoren: Uebernickel, Brenner, Pukall, Naef, Schindlholzer; Verlag: Frankfurter Allgemeine Buch 2015, 240 Seiten; 29,90 Euro; ISBN-13: 978-3956010651
Hätte mich vor kurzem jemand gefragt, was genau wohl Design Thinking sei, hätte ich mit hoher Wahrscheinlichkeit bei völliger Ahnungslosigkeit eine für Laien durchaus plausible Erklärung gefunden. Meine Argumentationskette hätte sich wahrscheinlich hingezogen von dem Gefühl für exzellentes Design über das Verstehen der jeweiligen Projekt-Ansprüche hin zur professionellen Umsetzung aufgrund von Theorie und Praxis ... So weit so falsch.
„Design Thinking“ führt vielmehr zu innovativen Lösungen in Unternehmen und Organisationen, wie das entsprechende Handbuch erklärt, das Falk Uebernickel, Walter Brenner, Britta Pukall, Therese Naef und Bernhard Schindholzer jüngst herausgebracht haben. Dabei gehen die Autoren auf die einzelnen Phasen des Projektes ein und beleuchten detailliert und durchaus originell, welche Anforderungen an die Ausstattung eines modernen Arbeitsplatzes gestellt werden müssen.

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Termine

DPRG-Zukunftsforum 2016: Ein Blick hinter die Kulissen der Vorbereitung

Zukunftsforum 2016 Projektteam GelsenkirchenNoch 16 Tage bis zum zweiten DPRG-Zukunftsforum am 9. und 10. Juni in Gelsenkirchen. Schon Monate im Voraus haben die Vorbereitungen begonnen. Wie im vergangenen Jahr, bekam das Organisatoren-Team der Deutschen Public Relations Gesellschaft (DPRG) Unterstützung durch einige Studenten aus Gelsenkirchen. Drei Master- und vier Bachelorstudentinnen arbeiten eng zusammen mit Mitgliedern der DPRG und des Oberauer-Verlags. Thema des Forums in diesem Jahr: „Die Kommunikation im Zeitalter der Digitalisierung“. Anders als beim Zukunftsforum 2015 kommen die PR-Leute dieses Mal für zwei Tage zusammen. Aktuell werden rund 150 Teilnehmer erwartet. Im letzten Jahr waren es rund 120.

Das Foto zeigt die beteiligten Studentinnen. Oben v.l.n.r.: Tamina Reiff, Anna Lea Kopatschek, Miriam Kors, Violetta Stahurski, unten v.l.n.r.: Lea Wittor, Celine Brockers, Alicia Theisen.

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Seminare

Seminare compact (1) (21. KW-2016)

  1. Zertifikatskurs „Social Media Manager“:
    Die Akademie der Deutschen Medien gGmbH bietet vom 5. bis zum 7. September in Berlin einen Zertifikatskurs „Social Media Manager“ an. Im Programm: Entwickeln einer Social Media-Strategie, für das Unternehmen relevante Plattformen identifizieren, Kampagnen zielgruppengerecht planen, effizient umsetzen und monitoren, rechtssicher vorgehen. Die Teilnahme kostet 1.090,00 Euro. Nähere Informationen und Anmeldemöglichkeit sind hier zu finden.

Studien

Studie zur Kommunikation von Energiethemen: Informationen nach „Schema F“ sind nicht gefragt

Energieprojekte oeffentlicher Diskurs Mast StehleDie Pläne zu neuen Energieprojekten interessieren die Bürger vor Ort sehr – aber die Kommunikation darüber muss recht unterschiedlichen Erwartungen gerecht werden. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie des Fachgebiets für Kommunikationswissenschaft und Journalistik an der Universität Hohenheim. Sie haben Bürger in Baden-Württemberg zu ihren diesbezüglichen Vorstellungen befragt und vier verschiedene Erwartungstypen identifiziert: den anspruchsvollen Informationstyp, den aktiven Dialogtyp, den nutzenorientierten Gesprächstyp und den verschlossenen heimatverbundenen Typ. Die Gesamtergebnisse der Studie sind soeben als Buch erschienen. Für ihre Studie haben die Forscher in einem ersten Schritt zunächst 227 Bürger in ganz Baden-Württemberg nach ihren Erwartungen an die Kommunikation zu Energieprojekten befragt. „Die Teilnehmer wünschen sich eine neutrale, transparente und verständliche Kommunikation“, fasst Projektkoordinatorin Helena Stehle zusammen, „doch darüber hinaus klaffen die Erwartungen an das ‚Wie‘ der Kommunikation weit auseinander.“

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Lesehinweise

Lesehinweis: Sommer Symposium 2016: #ThePitch goes Berlin

Becke Kristin„Am Samstag, den 21. Mai, machte sich der PRSH auf den Weg in die Bundeshauptstadt. Sowohl in Vorfreude auf das Sommer Symposium des PR Career Centers als auch in Vorfreude auf die bereits fünfte Version des Erfolgsformats #ThePitch. Das Motto: Pitchen, talken, campen – so geht Karriere heute.“ So beginnt der Beitrag von Kristin Becke (Foto) im Blog des PRSH – Public Relations Studierende Hannover e.V. über den „Karrierekongress der Kommunikationsbranche“.

Der Höhepunkt des Tages war für sie #ThePitch. Aber auch die anderen Highlights des Programms kommen in ihrem Bericht nicht zu kurz. Etwa wie die Berufseinsteiger in der Kommunikationsbranche "derzeit ticken". Demnach setzt der Nachwuchs im Job auf Sicherheit, kann sich jedoch einen Wechsel in mehr als der Hälfte der Fälle innerhalb der nächsten zwei Jahre vorstellen. Lesenswert!

Preise und Awards

Gewinner des Deutschen Investor Relations Preises 2016 gekürt

Deutscher Investor Relatioins PeisExtel, die „WirtschaftsWoche“ und der DIRK - Deutscher Investor Relations Verband haben am 24. Mai im Rahmen der 19. DIRK-Konferenz in Frankfurt am Main die Preisträger des „Deutschen Investor Relations Preises 2016“ gekürt. Gewonnen haben in den Kategorien DAX 30: Deutsche Telekom AG; IR-Manager DAX 30: Hannes Wittig (Deutsche Telekom AG); MDAX: GEA Group AG; IR-Manager MDAX: Oliver Stratmann (LANXESS AG); SDAX: VTG AG; IR-Manager SDAX: Christoph Marx (VTG AG); TecDAX: Telefónica Deutschland Holding AG; IR-Manager TecDAX: Veronika Bunk-Sanderson (Telefónica Deutschland Holding AG). Der Preis zeichnet jährlich herausragende Investor Relations-Arbeit in Deutschland aus. Er wurde dieses Jahr zum 16. Mal vergeben.

STAMM Medien-News

Stamm Medien-Newsletter Mai 2016

Der Stamm-Verlag in Essen dokumentiert seit 1947 als einziger deutscher Verlag komplett alle Medien (ca. 24.000) in Deutschland (Print / Zeitungen + Zeitschriften, Rundfunk / Radio + Fernsehen, Online (seit 2003)). Im April 2016 wurden 11.047 Medien aktualisiert, im letzten Quartal waren es insgesamt 19.942 Medien. Der monatliche „Stamm Medien-Newsletter“ informiert über aktuelle Änderungen in der deutschsprachigen Medienlandschaft (Deutschland, Österreich, Schweiz). Mit freundlicher Genehmigung folgen hier einige Meldungen:

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GPRA im Dialog

Weber Shandwick-CEO Christiane Schulz plädiert für Traineeship: Mehrwert nur durch Erfahrung

Schulz Christiane CEO WeberShandwickFür die Gesellschaft PR-Agenturen (GPRA) sind Nachwuchsförderung und die gezielte Verbesserung des Images von Kommunikationsagenturen gegenüber Studierenden wichtige Ziele der Verbandsarbeit. Mehrfach hat der Verband betont, dass Agenturen ihre Attraktivität als Arbeitgeber steigern und künftig stärker im Sinne eines Employer Brandings am Markt agieren wollen. Eine konkrete Maßnahme setzt die GPRA in 2016 in Kooperation mit dem „PR-Journal“ um. Monatlich stellt sich ein Agenturchef der GPRA den Fragen von Studierenden, die sich in den Initiativen in Hannover (PRSH), Leipzig (LPRS), Mainz (kommoguntia) und Münster (campus relations) engagieren. Die haben damit die Gelegenheit, alle Fragen über das Agenturgeschäft zu stellen, die sie für relevant halten. In der fünften Folge stellte sich Christiane Schulz (Foto l.), CEO von Weber Shandwick, den Fragen von Inga-Marit Nölle (Foto unten in der Mitte) und Wulf Schiemann (r.), beide kommoguntia e.V.

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Internes - aus der Redaktion

PR-Journal: 33.142 Besucher im April 2016; 44 neue Jobangebote; 22,3% nutzen Mobilgeräte

Unsere diversen Statistiken bilanzieren für das "PR-Journal" im April 2016 insgesamt 33.142 Besucher lt. Zählung der IVW Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern, Berlin. Somit errechnet sich insgesamt ein Tagesdurchschnitt von 1.105 Visits. Jede/r Besucher/in schaute sich 2,3 Seiten an - daraus errechnen sich 76.124 PageImpressions für das PR-Medium Nr. 1 im Internet. Ergänzend wurde durch GoogleAnalytics im April festgestellt: 68,6 Prozent waren neue Besucher; die durchschnittliche Verweildauer betzrug 02:48 Minuten; 54,2 Prozent der Besucher sind männlich, 45,8 Prozent weiblich; 61 Prozent sind bis 34 Jahre alt. 22,3 Prozent der Besucher rufen die PRJ-Seiten über mobile Geräte (Smartphones und Tablets) auf.

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