Seite 1

Entwicklung der Medienlandschaft: Interview mit Thomas Pleil

pleil thomasThomas Pleil lehrt Public Relations an der Hochschule Darmstadt in den Studiengängen Online-Journalismus und Wissenschaftsjournalismus. Der Autor von zahlreichen Büchern und Artikeln ist Spezialist für Online-Kommunikation, Online-PR sowie die Entwicklung der Medienlandschaft. Nadja Amireh (Agentur get noticed! und Ressortleiterin Social Media des PR-Journals) hat ihn zu den aktuellen Veränderungen der Medienlandschaft sowie den Herausforderungen, die sich dadurch für Unternehmen ergeben, befragt.

Nadja Amireh: Fast täglich gibt es neue Social Media Netzwerke und das Mediennutzungsverhalten ändert sich gravierend. Sind die PR- und Marketingverantwortlichen darauf ausreichend vorbereitet?

Thomas Pleil: Nach meiner Beobachtung gibt es in vielen Unternehmen, Agenturen und NGOs Leute, die hervorragend mit den aktuellen Herausforderungen durch den Medienwandel und speziell die Online-Kommunikation umgehen. Gleichzeitig sehe ich bei vielen Organisationen einen großen Informationsbedarf und fehlende Erfahrung. Klar ist, dass die Ausbildung der Marketing- und Kommunikationsleute eine wichtige Rolle spielt: Wer schon seit einigen Jahren im Beruf ist, hat die Herausforderung, die Veränderungen zu antizipieren und sich gegebenenfalls weiterzubilden. Gleichzeitig haben Hochschulen und andere Anbieter von Ausbildungen ihre Lehrpläne darauf einzustellen. In beiden Fällen gilt aber, dass grundsätzliche Mechanismen der Kommunikation sich nicht verändern, nur weil es laufend neue Tools gibt.

Nadja Amireh: Eine Forderung, die immer im Zusammenhang mit Medienwandel, Social Media und Online-Kommunikation genannt wird, ist die nach Dialog und Authentizität. Diese Begriffe sind stark strapaziert. Wie authentisch und dialogbereit dürfen oder müssen Unternehmen im Netz sein?

Thomas Pleil: Ja, das stimmt, diese Begriffe sind strapaziert. Und ob sie die wichtigsten sind, ist noch eine andere Frage. Aber konkreter sehe ich dazu verschiedene Aspekte. Auf der einen Seite ändern sich grundsätzlich die Anforderungen an den Kommunikationsstil, und das betrifft nicht nur das Netz. In der Online-Kommunikation werden diese Veränderungen wahrscheinlich aber am schnellsten sichtbar, weil hier ein großer Teil des Dialogs zu diesen Fragen stattfindet. Generell denke ich, hat sich der Erwartungsrahmen an öffentliche Kommunikation in der Gesellschaft verändert. Das gilt für Werbebotschaften genauso wie für die politische Kommunikation. Und wenn zum Beispiel Verhalten und Kommunikation oder Versprechen und Produkt nicht zusammenpassen, wird dies schnell öffentlich thematisiert. Die Menschen sind nicht so dumm, wie die Kommunikationsbranche sich lange vorgelogen hat. Und sie können einfacher denn je Versprechen überprüfen. Hieraus ergeben sich Anforderungen an die Glaubwürdigkeit und an die Authentizität. Hinzu kommt, dass es Situationen gibt, in denen Stakeholder Antworten bzw. einen Dialog erwarten. Dies können sie heute natürlich im Internet viel einfacher einfordern. Geschieht dies aktiv, sind Unternehmen meist gut beraten, dialogfähig zu sein. Auf der anderen Seite muss natürlich nicht jede Kommunikationsmaßnahme auf Dialog ausgerichtet sein. Besonders wichtig ist aber, was nach dem Dialog kommt: Findet er nur um seiner selbst Willen statt, oder sind die Beteiligten im Extremfall bereit, auch etwas zu tun?

Nadja Amireh: Neben Plattformen wie Facebook, die das sozialen Netzwerk eines Nutzers abbilden, gibt es auch Dienste für bestimmte Interessen wie Pinterest. Wie schätzen Sie die Relevanz von relativ neuen Diensten wie Google+ und Pinterest ein?

Thomas Pleil: Natürlich wird alle paar Monate eine andere Plattform gehypt. Das muss man sich sehr nüchtern anschauen. Wichtig erscheint mir, dass Unternehmen solche Dienste verstehen und überlegen, inwieweit diese Relevanz für das Erreichen der individuellen Kommunkationsziele im Social Web haben können. Das setzt natürlich voraus, dass solche Ziele formuliert sind und ich unter anderem analysiere, mit wem ich mich dort überhaupt vernetzen kann. Eine solche Analyse kann ergeben, dass Pinterest für das eine Unternehmen ganz neue Möglichkeiten in der Kommunikation erschließt, für ein anderes aber ganz und gar nicht. Klar ist auch, dass Vorhersagen oft schwierig sind, denn wie sich ein Dienst tatsächlich entwickelt, ist schwer abzusehen. Aber in der Tendenz würde ich Pinterest derzeit eher in speziellen Nischen sehen.

Nadja Amireh: Wie verändert sich z. B. das TV durch Social Media? Beispiele: Zum Superbowl oder Tatort wird getwittert, andererseits zitieren Sendungen aus Facebook und Twitter.

Thomas Pleil: Ja. Ob es die Fernsehmacher wollen oder nicht: Die Kanäle rücken enger zusammen. Der Rückkanal, den TV selbst nicht bietet, wird zunehmend durch Twitter und vor allem Facebook hergestellt. Meist hat man den Eindruck, die Fernsehsender nehmen das kaum wahr, gelegentlich wird versucht, das Ganze durch Apps zu befördern oder sogar Diskussionen aus dem Web live im TV aufzugreifen.

Diese Entwicklung kann natürlich auch weitreichende Folgen für Kommunikationsabteilungen haben: Denn es wird ja nicht nur getwittert, wer gerade ein Tor geschossen hat oder was Frau Lindholm anhat, sondern auch Magazinsendungen oder Nachrichten werden so begleitet. Gerade hier experimentieren ja einige Fernsehsender damit, während oder nach der Sendung die Zuschauer mit Hilfe des Internets einzubinden. Wird dort z. B. über ein Unternehmen berichtet, kann blitzschnell online eine muntere Diskussion entstehen - und zwar zu Zeiten, in denen die PR-Abteilung meist gar nicht besetzt ist und mit einer Intensität, die erschreckend sein kann. Der WWF hatte vor einigen Monaten diese Erfahrung gemacht, aber auch versucht, live zu reagieren.

Nadja Amireh: Journalisten, die bloggen oder Blogger, die hochwertige Artikel mit journalistischem Anspruch schreiben - die Grenzen verschwimmen. Das schafft neue Herausforderungen beim Medienkonsum: Wie kann der Nutzer die Relevanz und Vertrauenswürdigkeit einer Meldung und ihres Absenders einschätzen?

Thomas Pleil: Die Lektüre eines Beitrags wird hierzu allein oft nicht ausreichen. Allerdings kann man mit einigen Mausklicks zum Beispiel ganz gut nachvollziehen, wer in einem Weblog mitdiskutiert, welche anderen Seiten das Blog verlinken und damit referenzieren oder wie etabliert das Blog bzw. sein Betreiber ist. Bei vielen (Fach-)Themen ist es üblich, dass die Autoren mit ihrem Namen auftreten und andere Online-Profile wie Xing oder Facebook verlinken. Ein anderes Indiz könnte sein, welche Qualität die verwendeten (und hoffentlich verlinkten) Quellen haben.

Sehr viel schwieriger ist es natürlich, wenn Autoren pseudonym auftreten, etwa, weil sie Repressalien fürchten. Dennoch gibt es hier mit einfachen Mitteln die Möglichkeiten, zumindest einen Eindruck des Netzwerkes zu bekommen, in dem sich ein Autor bewegt, beispielsweise, indem man schaut, wer eine Meldung weiter trägt. Allerdings: Gegen einen gut gemachten Fake ist man kaum gefeit - meist aber kommen diese trotzdem ans Licht.

Nadja Amireh: Wo sehen Sie die Medientrends der Zukunft? Geben Sie uns einen Ausblick?

Thomas Pleil: Ich denke, wir bekommen es im Alltag immer selbstverständlicher mit Medienanwendungen zu tun, die uns umhüllen und zum Beispiel auf uns reagieren, ein Stichwort: Ambient Intelligence. An unserer Hochschule haben zum Beispiel Studenten im letzten Semester einen Fahrstuhl konzipiert, in dem Musik und Beleuchtung sich automatisch an die Stimmung der Fahrgäste anpassen. Andere Erwartungen: Die digitalen Nachrichten- und Unterhaltungsangebote werden sich sicher noch stärker an die mobile Internetnutzung anpassen und es wird zwischen Plattformen und Kanälen noch mehr Verbindungen geben. Und natürlich werden wir die zunehmende Bandbreite nutzen, beispielsweise durch noch mehr Videos. Klar ist wohl auch, dass wir noch mehr Alltags- und Arbeitsprozesse im Netz abwickeln werden. Und die "alten Medien" werden vermutlich weiterhin an Nutzern bzw. Abonnenten verlieren, einige werden aber sich aber neu positionieren, so dass auch nach 2035 noch Druckerpressen laufen werden. Ob sie jeden Tag eine Zeitung ausspucken, muss man mal sehen.

Zum Blog Das Textdepot von Thomas Pleil, zur Vita von Thomas Pleil

 

 

 

 

Comments are now closed for this entry

Personalien

Lamminger leitet VÖB-Kommunikationsbereich

Lamminger Dominik KomChef VOEBDominik Lamminger (Foto) ist seit dem 1. April nun auch offiziell Bereichsleiter Kommunikation beim Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands, VÖB, Berlin. Der Bereich wurde neu geschaffen, steht jedoch in unmittelbarer Nachfolge der vorherigen Abteilung Presse und Kommunikation. Diese wurde bis April 2014 von Stephan Rabe geleitet, der vor Jahresfrist den VÖB nach 16 Jahren überraschend verlassen hatte. Lamminger, zuvor seit 2009 Pressesprecher beim VÖB, ist unmittelbar nach dem Abschied Rabes als Koordinator und Leiter des Kommunikationsteams installiert worden. Jetzt ist er offiziell Leiter des Bereichs geworden. In seine Verantwortung fallen künftig alle in- und externen Kommunikationsaktivitäten sowie Veranstaltungen, Publikationen und das Marketing. Lamminger wechselte 2009 von der BayernLB zum Spitzenverband der öffentlichen Banken und berichtet an Hauptgeschäftsführerin Liane Buchholz.

weiterlesen

Agenturen

Edelman Deutschland strukturiert strategische Geschäftsentwicklung neu

Walther Thomas EdelmanHasse Bjoern EdelmanGuckenberger Anja EdelmanEdelman stellt sich für die Neugeschäftsentwicklung in Deutschland mit drei erfahrenen Beratern neu auf. Verantwortlich für das deutschlandweite Business Development ist ab 1. April Thomas Walther (Foto l., 42). Der strategische Planer kommt von der Digitalagentur Blast Radius. Als Head of Strategic Development berichtet er direkt an Edelman Deutschland CEO Susanne Marell. Zusammen mit den Teams an den fünf Edelman Standorten in Deutschland wird Walther den Ausbau des Geschäfts mit Bestandskunden sowie Projekte mit Neukunden vorantreiben. Außerdem übernimmt er die fachliche Führung aller strategischen Planer der PR-Agentur.
Gemeinsam mit Walther werden sich zwei langjährige Edelman Berater auf die deutschlandweite Neugeschäftsentwicklung fokussieren. Björn Haße (Foto M., 39), Executive Director am Standort Frankfurt und Global Client Relationship Manager für Novartis, übernimmt zusätzlich die Verantwortung für das Kundenbeziehungsmanagement in Deutschland. Anja Guckenberger (Foto r.), Head of Strategy and Creative und Deputy Managing Director der Edelman Consumer Practice, bringt ihre Expertise in globaler und nationaler Strategie- und Kampagnenentwicklung ins Business Development ein. Guckenberger und Haße berichten direkt an Susanne Marell.

weiterlesen

Unternehmen

Neue DHL-Kampagne: Weltweiter Handel und Wohlstand im Rampenlicht

DHL Kampagnenmotiv Health 2015Logistikdienstleister DHL stellte am 17. März seine neue Markenkampagne unter dem Motto „The Power of Global Trade“ vor. Als Leitmotiv der Kampagne dient die enge Verbundenheit von Handel und Logistik und deren Möglichkeiten, die Lebensbedingungen von Menschen zu verbessern. Das Konzept umfasst Print-Anzeigen, Werbung in Online- und Out-of-Home-Medien sowie TV-Spots und Social Media-Aktivitäten. Die Abbildung zeigt ein Anzeigenmotiv zum Thema Gesundheit. Eine konzernweite interne Markenkampagne mit dem Titel „Connecting people. Improving lives“ unterstützt die emotionale Positionierung der Marke DHL und soll so zu einem integrierten 360-Grad-Ansatz führen. Die neue Kampagne will den unterstellten positiven Einfluss des globalen Handels auf das Wohlergehen der Menschen herausstellen und ebenso, welch wichtige Rolle DHL dabei spiele. „Wir möchten die Marke DHL stärker emotionalisieren, um uns von den Wettbewerbern zu differenzieren“, erklärt Christof Ehrhart, Executive Vice President Corporate Communications and Responsibility, Deutsche Post DHL Group, Bonn.

weiterlesen

Organisationen

Fehmarn bewahrt – Kampagne erfolgreich

Fehmarn bewahren Kampagne15Kommunikation erzielt eben doch seine Wirkung. Auf Fehmarn zumindest freut sich der überwiegende Teil der Bevölkerung darüber, dass ein auf der Insel geplantes Industrieareal nun nicht realisiert wird. Zu groß war der Widerstand des Inselvölkchens, das seine Ruhe behalten will. Nicht zuletzt die fachkundige Anleitung zur Kampagne „Bewahrt Fehmarn“ vom Chef der Hamburger Kommunikationsagentur achtung! mag dazu beigetragen haben, dass 64,5 Prozent der Wähler auf Fehmarn sich beim Bürgerentscheid gegen ein größeres Industriebprojekt auf der Insel entschieden haben. Die Wahlbeteiligung lag bei 60 Prozent, was Eingeweihten zufolge eine hohe Quote sein soll.

weiterlesen

Medien

Doppelspitze führt künftig „Süddeutsche Zeitung“

Die Redaktion der „Süddeutschen Zeitung“ (SZ), München, wird künftig von einer Doppelspitze geführt werden. Der Herausgeberrat des Blattes berief Wolfgang Krach (51), bisher Stellvertreter des gegenwärtigen Chefredakteurs Kurt Kister (57), zum gleichberechtigten weiteren Chefredakteur der SZ. Johannes Friedmann, der Vorsitzende des Herausgeberrats, begründete die Veränderung: „Der Herausgeberrat würdigt mit seiner Entscheidung die herausragende Zusammenarbeit von Kurt Kister und Wolfgang Krach in der Chefredaktion der SZ und hat deshalb beschlossen, dass sich die Aufgabenverteilung, wie sie de facto seit Langem in der Führung der Redaktion bewährt ist, künftig auch de jure im Impressum niederschlagen soll.“

weiterlesen

CSR + Reputation

Call for Paper: CSR & Interne Kommunikation

Die Rolle von Unternehmen als „Corporate Citizen“ im Sinne der Corporate Social Responsibility (CSR) steht seit Jahren im Fokus mehrerer Veröffentlichungen und Veranstaltungen. Dabei beschäftigen sich Kommunikationswissenschaftler, -experte und -praktiker meist mit der externen CSR Kommunikation von Unternehmen. Der entscheidenden Rolle der internen Kommunikation bei der Umsetzung von CSR wurde bislang vergleichsweise wenig Aufmerksamkeit sowohl in der Fachpresse als auch in der angewandten Forschung gewidmet.

weiterlesen

Social Media

Sofort loslegen: Die 111 wichtigsten Social Media Werkzeuge

Toolbox Social Media BuchcoverHerausgeber: Jörg Pfannenberg und Denise Schmalstieg; Titel: Toolbox Social Media - 111 Instrumente für die Kommunikationsstrategie 2.0; Schäffer Poeschel 2015; Umfang 280 Seiten; Preis: 29,95 Euro, 30,80 Euro (A), 41,00 CHF; ISBN 978-3-7910-3426-3
Soziale Medien sind keine randständigen Internetphänomene mehr. Im Gegenteil: Wer erfolgreich kommunizieren möchte, sollte die Möglichkeiten des Web 2.0 virtuos nutzen. Die Schäffer-Poeschel Neuerscheinung „Toolbox Social Media“ zeigt, worauf bei der Kommunikation in sozialen Medien zu achten ist und welche Werkzeuge zur Verfügung stehen.

weiterlesen

Branche

GWA Frühjahrsmonitor: Umsatzplus dank größerem Kuchen

Erfreuliche Zahlen für ihre Mitglieder konnten der Präsident des Gesamtverband Kommunikationsagenturen GWA Wolf Ingomar Faecks und sein Geschäftsführer Dr. Ralf Nöcker im Rahmen der Präsentation des GWA Frühjahrsmonitors 2015 heute in Frankfurt berichten. Im vergangenen Jahr verzeichneten die Mitgliedsagenturen mit 7,8 Prozent die größte Umsatzsteigerung seit mehr als zehn Jahren.
Im vorgelegten Frühjahrsmonitor, bei dem der GWA die Geschäftsentwicklung seiner Mitglieder erhebt, wird berichtet, dass über zwei Drittel der Agenturen im Jahr 2014 Umsatzsteigerungen verzeichnen konnten. Die genauere Betrachtung zeigt Zuwächse von drei bis sechs Millionen Euro bei 26 Prozent und mehr als zehn Millionen Euro bei neun Prozent der Agenturen. Es handelt sich bei den hier vorliegenden Zahlen nicht um repräsentative Zahlen für den Gesamtmarkt der Kommunikationsagenturen, dieser falle deutlich moderater aus, betonte Präsident Faecks. Dennoch sei der Monitor ein guter Indikator, in welche Richtung der Markt sich bewege.

weiterlesen

Autoren-Beiträge

Whitepaper über „Interim Management in Kommunikation und Marketing“

Griepentrog Wolfgang 2014Kommunikationschefs stecken oft in der Klemme: Sie müssen den Erwartungen vieler unterschiedlicher Stakeholder gerecht werden, auch in Notsituationen rasch handeln und daneben oft noch zusätzliche Herausforderungen meistern, beispielsweise die effektive Kommunikationsbegleitung wichtiger Großprojekte. Und das alles bei gleichbleibenden oder sogar knapperen Ressourcen. Bei unvorhergesehenen Vakanzen wird die Lage erst recht kritisch.

weiterlesen

Kommentare

Die ganze „Welt“ für etwas Geld - wir sind dann mal so frech! Über gekaufte Stories.

Wirtschaftsjournalist Geschfte GrauzoneDas Titelbild hat es in sich. Geld wechselt den Besitzer, die zwei „Geschäftspartner" schauen weg. Bloß nichts mitbekommen, keine Zeugen. „Auch die Qualitätsmedien mischen munter mit" – so ein Auszug des begleitenden Textes. Das kann man wohl sagen. Berichterstattung gegen Anzeigenschaltung oder Sponsoring - es ist wieder einmal passiert. Diesmal steht die Elite der deutschen Print-Medien im Rampenlicht. In der aktuellen Titelstory des „Wirtschaftsjournalist" berichtet deren Chefredakteur Markus Wiegand über „Geschäfte in der Grauzone". Er schreibt über „Kuschelangebote" der Medien. Dies sind Angebote, die als völlig normal an zahlungskräftige Kunden gehen.

weiterlesen

Das PR-Interview

PR-Interview Nr. 127 – Markus Wiegand: „Es gibt keine härtere Währung als das Urteil der Journalisten.“

„Das PR-Interview" wird realisiert von k1 gesellschaft für kommunikation

Wiegand Markus WirtschaftsjournalistAm 17. März versammelten sich rund 150 Führungskräfte aus der Medienbranche in der Alten Oper in Frankfurt am Main, um den „Wirtschaftsjournalisten des Jahres" Bastian Obermayer (Süddeutsche Zeitung) und den „Unternehmenssprecher des Jahres" Jörg Howe (Daimler) zu feiern. Hinter beiden Auszeichnungen steht das Fachmagazin „Wirtschaftsjournalist", das jedes Jahr Fach- und Wirtschaftsjournalisten dazu einlädt, 100 Pressesprecher nach dem Schulnotenprinzip zu bewerten. Wir sprachen mit Markus Wiegand (Foto), dem Chefredakteur des „Wirtschaftsjournalist", über Auswahlkriterien und Relevanz des Preises.

weiterlesen

Rezensionen

Rezension: Die Revolution kommt in leisen Schritten

Content Revolution BuchcoverTitel: Die Content-Revolution im Unternehmen; Autoren: Klaus Eck und Doris Eichmeier; Verlag: Haufe 2014, 257 Seiten; 39,95 Euro; ISBN-13: 978-3648056172
Ich weiß jetzt, warum ich Content Marketing nicht mag. Der Begriff sagt einfach nicht das aus, was er sagen will. Es geht eben nicht (jetzt plötzlich) um den Content des Marketings. Vielmehr handelt es sich doch um eine Kommunikationssynchronisation. Um eine strategische Content-Planung. Um die Abstimmung aller Inhalte, mit denen ein Unternehmen mit seinen Stakeholdern in Kontakt tritt. Und eben nicht nur um den Marketing-Bereich. Wollen wir es nicht einfach „Integrierte Unternehmenskommunikation“ nennen?
Content ist King. Soweit die Theorie. Soweit die viel zu oft gehörte Phrase. Doch hinter dem „Content-Hype“ der Branche steht eine handfeste Krise, so Klaus Eck und Doris Eichmeier in ihrem aktuellen Buch Die Content-Revolution im Unternehmen.

weiterlesen

Norbert: Gerüchte+Gerichte

Gerücht: Wenn der Papst Bandoneon spielt

Norbert Schulz-Bruhdoel über Journalisten, die mit Bildern „Wahrheiten" gestalten – von Charlie Hebdo über die Ukraine bis Yanis Varoufakis

schulz bruhdoel norbert 58(nsb) Vor fünf Jahren hat eine Softwarefirma auf der Cebit ein Video präsentiert, in dem Marilyn Monroe ein Lied trällerte und dazu tanzte. Song wie Tanzstil stammten von Madonna – die Täuschung war perfekt: Marilyn war auferstanden. Spätestens seitdem ist es naiv, den Bildern zu trauen. Alles ist möglich. Wenn einer es will, werden wir Angela Merkel und Wladimir Putin sehen, wie sie leidenschaftlich Tango tanzen, und der Papst spielt das Bandoneon dazu.
Bilder haben mächtige Wirkungen, darum sind inszenierte Wirklichkeiten nichts neues. Seit jeher lassen sich die Mächtigen gerne so malen, fotografieren und filmen, dass sie schöner und größer erscheinen, als sie es sind. Unliebsame Genossen wurden aus Fotos wegretuschiert – manchmal so ungeschickt, dass zwei herrenlose Füße im Bild blieben. Die modernen Digitaltechniken können das besser.

weiterlesen

Termine

Terminhinweis: Wie viel Medienschelte verträgt die Pressefreiheit?

Irgendetwas läuft falsch in der Beziehung zwischen Journalisten und ihrem Publikum. Die Symptome sind unverkennbar: Kritik am Blut- und Tränenjournalismus nach dem Absturz der Germanwings-Maschine, grassierendes Misstrauen etwa in die Ukraine-Berichterstattung, „Shitstorms“ in den Diskussionsforen von Qualitätsmedien, Manipulationsvorwürfe bis hin zur vergifteten Parole von der „Lügenpresse". Doch was sind die Ursachen für diese Phänomene? Wie lässt sich ihnen begegnen? Wann schlägt Kritik an medialer Deutungsmacht in eine Gefahr für die Pressefreiheit um?
Im Vorfeld des Internationalen Tags der Pressefreiheit (3. Mai) laden Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV), Deutsche Journalistinnen- und Journalisten Union (dju), Deutscher Journalisten-Verband (DJV), Reporter ohne Grenzen (ROG) und Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) zur Diskussion über ein Thema ein, das seit Monaten für Diskussionsstoff bei Medienmachern sorgt: Am 29. April geht es um 18:30 Uhr in der Landesvertretung Sachsen-Anhalt in Berlin um das Thema „Wie viel Medienschelte verträgt die Pressefreiheit?“

weiterlesen

Bildung

PR-Ostern: Weiterbildungsgutscheine von der DAPR zu gewinnen.

DAPR Osteraktion 2015Interessiert an Weiterbildung in PR und Social Media? Dann lohnt es sich, beim Oster-Gewinnspiel der Deutschen Akademie für Public Relations (DAPR) mitzumachen. Zu gewinnen gibt es Weiterbildungs-Gutscheine im Gesamtwert von 2.000 Euro. Die Verlosung läuft bis zum 13. April. Wer mitspielen will, findet das Gewinnspiel auf der Webseite der DAPR.

weiterlesen

Studien

Regionale PR im Medienwandel: Mit dem Aufbau eigener Medienkanäle die Zielgruppen erreichen.

Regionale PR im MedienwandelRegionale Kommunikatoren müssen eigene Kommunikationskanäle erschließen und mit selbst produzierten Inhalten ihre Botschaften platzieren. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Instituts für Kommunikation und Medien (ikum) der Hochschule Darmstadt (h_da). Wie wirken sich der Medienwandel und seine Folgen für Verlage, Redakteure und Leser auf lokaler Ebene aus? Gibt es neue Kommunikationsmuster? Experteninterviews mit PR-Verantwortlichen sowie Lokalredakteuren in dem Verbreitungsgebiet des „Darmstädter Echo" brachten Klärung.

weiterlesen

Tipps

Brandwatch launcht Social Media-Warnsystem

Brandwatch Signals„Signals" lautet der Name des von Brandwatch eingeführten automatisierten „Intelligence Alert Systems", das in der Krisenkommunikation unterstützen soll. In Echtzeit soll es Veränderungen im Social Media-Datenstrom erkennen und PR- und Social Media-Verantwortliche benachrichtigen, damit diese schnell fundierte Entscheidungen treffen können. „Signals" steht ab sofort den Nutzern der Brandwatch Analytics-Plattform zu Verfügung.

Preise und Awards

Deutscher Marketing Preis mit Neuerungen

Strauss Ralf Praesident DMVOb Strategie für das ganzheitliche Unternehmen, ein spezifisches Produkt oder die Markenführung: Der Deutsche Marketing Verband e.V. (DMV) startet in die neue Saison für den 42. Deutschen Marketing Preis 2015. Ab sofort können sich Unternehmen für die Auszeichnung bewerben. Als Juroren hat DMV-Präsident und Jury-Vorsitzender Ralf Strauß (Foto) in diesem Jahr 26 Marketing-Manager aus unterschiedlichen Branchen gewinnen können. Neu in diesem Jahr: Neben selbstständigen Einreichungen von Unternehmen wird es erstmalig Nominierungen aus der Jury oder dem DMV-Vorstand für eine Long-List & Watch-List geben.

weiterlesen

STAMM Medien-News

Stamm Medien-Newsletter April 2015

Der Stamm-Verlag in Essen dokumentiert seit 1947 als einziger deutscher Verlag komplett alle Medien (ca. 24.000) in Deutschland (Print / Zeitungen + Zeitschriften, Rundfunk / Radio + Fernsehen, Online (seit 2003)). Im März 2015 wurden 2.775 Medien aktualisiert, im letzten Quartal waren es insgesamt 15.082 Medien. Der monatliche „Stamm Medien-Newsletter“ informiert über aktuelle Änderungen in der deutschsprachigen Medienlandschaft (Deutschland, Österreich, Schweiz). Mit freundlicher Genehmigung folgen hier einige Meldungen:

weiterlesen

Internes - aus der Redaktion

PR-Journal: 34.441 Besucher im Februar 2015, 39 neue Jobangebote, 22,5 % nutzen Mobilversion

Unsere diversen Statistiken bilanzieren für das "PR-Journal" im Februar 2015 insgesamt 34.441 Besucher lt. Zählung der IVW Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern, Berlin. Somit errechnet sich insgesamt ein Tagesdurchschnitt von 1.230 Visits. Jeder Besucher schaute sich 2,2 Seiten an - daraus errechnen sich 74.365 PageImpressions für das PR-Medium Nr. 1 im Internet. Ergänzend wurde durch GoogleAnalytics im Februar festgestellt; 70,3 Prozent waren neue Besucher. 54,2 Prozent der Besucher sind männlich, 45,8 Prozent weiblich; 61 Prozent sind bis 34 Jahre alt. Bereits 22,5 Prozent der Besucher rufen die PRJ-Seiten über mobile Geräte (Smartphones und Tablets) auf - im Januar 2014 lag dieser Wert noch bei 14 Prozent.

weiterlesen

Kontakt

Herausgeber:
Gerhard A. Pfeffer (seit 2004/1996)
Lendersbergstrasse 86
53721 Siegburg
Telefon: +49 (0)2241 201.30.60
Telefax: +49 (0)2241 201.30.61
Mobilfon: +49 (0)160 94.63.57.77
E-Mail: redaktion[at]pr-journal.de

Verlag:
Epikeros PR-Portal Ltd., Siegburg

Quartals-Statistik 2014

Oktober - Dezember 2014:
(i.d.R. für alle Seiten - PR-Journal, Jobbörse, Datenbanken etc.)

93.360 Visits

1.015 Tagesdurchschnitt Besucher

66 % neue Besucher

54,2 % Besucher sind männlich / 45,8 % sind weiblich

61 % sind bis 34 Jahre alt / 15,5 % bis 44 Jahre / 23,5 % älter als 45 Jahre

81,6 % rufen das PRJ am Desktop auf / 18,4 % über mobile Geräte

216.604 PageImpressions

2,3 Seitenaufrufe je Besucher

14 Kommentare

Artikel-Klickstatistik hier.


Social Media-Kontakte (gesamt: 16.484):
(Stand: 31.12.2014)

9.081 Twitter-Follower ( 4.783 Tweets)

4.131 Facebook-Freunde

1.387 Personen-Kontakte über Google+

568 Follower bei Pinterest (2 Boards, 546 Pins)

628 LinkedIn-Kontakte

689 Xing-Direktkontakte


Newsletter-Statistik:
(Stand: 31.12.2014)

10.767 NL-Empfänger / 16.134 im Verteiler (lt. Bounce-Management von CleverReach, Oldenburg)

27 % Newsletter geöffnet Ø
28 % Klicks auf Meldungen im NL Ø

725 Einzelmeldungen 
12 Meldungen je Arbeitstag

11 Newsletter-Ausgaben (44 / seit Nov.2004: 452 NL)

Anmerkung: Die Zugriffsstatistik zählen wir mit IVW + GoogleAnalytics.


Datenbanken-Statistik:
(Stand: 31.12.2014)

1.714 Einträge PR-Agenturen und PR-Berater
104 Einträge mit Linkadresse
42 Einträge mit großem Datenbank-Eintrag
24 Einträge mit Agentur-Porträt
320 Einträge Agenturen, die ausbilden
82 Einträge Agenturen, die ausbilden + nach DJV-Regeln bezahlen
150 Teilnehmer am PR-Umsatz-Ranking 2013
185 Einträge Agenturen im SoMe-Ranking "Facebook"
186 Einträge Agenturen im SoMe-Ranking "Twitter"
809 Einträge PR-WebsiteCheck 2013/2014
425 Einträge Dienstleister im PR-Bereich
124 Einträge Ausbilder im PR-Bereich

weitere Infos auf der eigenen Startseite

Jobbörsen-Statistik:

113 Stellenangebote
19 Stellengesuche

47 Angebote „Ausbildungsjobs“
66 Angebote alle anderen Jobs

weitere Infos auf der eigenen Startseite

Jahres-Statistik 2014

Januar - Dezember 2014:

(i.d.R. für alle Seiten - PR-Journal, Jobbörse, Datenbanken, etc.)

343.712 Visits 2014
942 Tagesdurchschnitt
828.038 PageImpressions
2.269 Tagesdurchschnitt
2,4 Seitenaufrufe je Besucher
107 Kommentare
Rang 392.759 bei alexa.com weltweit
Rang 25.610 bei alexa.com in Deutschland
362 Seiten verlinken lt. alexa.com auf pr-journal.de 

Social-Media-Kontakte gesamt: 16.484
9.081 Follower auf den 3 PRJ-Twitter-Seiten
4.738 Tweets auf den 3 Twitter-Seiten
4.131 Freunde auf den 3 PRJ-Facebook-Seiten
1.387 Kontakte auf den 3 PRJ-Seiten von Google+
568  Follower auf den 2 Boards von Pinterest (546 Pins)
689 Xing-Direktkontakte (G.Pfeffer)
628 LinkedIn-Kontakte (G. Pfeffer)

Menupunkt-Aufrufe seit Dezember 2004:

150.541 Impressum
116.261 Werbung + Medien-Infos

Newsletter-Statistik 

Jan.-Dez. 2014:
10.767 NL-Empfänger (Stand: 31.12.2014)
16.134 Empfänger im NL-Verteiler
27 % Newsletter werden geöffnet (Ø)
28 % Klicks auf Einzelbeiträge (Ø)
3.495 Einzelmeldungen 01.01.-31.12.2014
14 Meldungen je Arbeitstag (Ø)
seit Dezember 2004:
452 Newsletter-Ausgaben (122 Monate)
39.615 Einzel-Meldungen
45.391 Aufrufe Newsletter-Archiv

Anmerkung: Die Zugriffsstatistik zählen wir mit IVW + GoogleAnalytics.

Datenbanken-Statistik:

1.714 Einträge Datenbank Agenturen (per 30.12.2014)
104 Einträge mit ausführlichem Datenbankeintrag
42 Einträge mit verlinkter Adresse
24 Einträge mit Porträts
320 Einträge Agenturen, die ausbilden (Volontäre/Trainees)
82 Einträge Agenturen, die ausbilden und nach DJV-Regeln bezahlen
150 Teilnehmer Pfeffers PR-Umsatz-Ranking 2013
185 Einträge Agenturen im SoMe-Ranking "Facebook"
186 Einträge Agenturen im SoMe-Ranking "Twitter"
1.483 Einträge alter Website-Check (2010/2011) 
809 Einträge neuer Website-Check (2013/2014)
425 Einträge Datenbank Dienstleister im PR-Bereich (per 30.12.2014)
124 Einträge Datenbank Ausbilder im PR-Bereich (per 30.12.2014)
weitere Daten auf der eigenen Startseite

Jobbörsen-Statistik:

504 Stellen-Anzeigen in 2014
440 Stellenangebote
64 Stellengesuche
weitere Daten auf der eigenen Startseite