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Entwicklung der Medienlandschaft: Interview mit Thomas Pleil

pleil thomasThomas Pleil lehrt Public Relations an der Hochschule Darmstadt in den Studiengängen Online-Journalismus und Wissenschaftsjournalismus. Der Autor von zahlreichen Büchern und Artikeln ist Spezialist für Online-Kommunikation, Online-PR sowie die Entwicklung der Medienlandschaft. Nadja Amireh (Agentur get noticed! und Ressortleiterin Social Media des PR-Journals) hat ihn zu den aktuellen Veränderungen der Medienlandschaft sowie den Herausforderungen, die sich dadurch für Unternehmen ergeben, befragt.

Nadja Amireh: Fast täglich gibt es neue Social Media Netzwerke und das Mediennutzungsverhalten ändert sich gravierend. Sind die PR- und Marketingverantwortlichen darauf ausreichend vorbereitet?

Thomas Pleil: Nach meiner Beobachtung gibt es in vielen Unternehmen, Agenturen und NGOs Leute, die hervorragend mit den aktuellen Herausforderungen durch den Medienwandel und speziell die Online-Kommunikation umgehen. Gleichzeitig sehe ich bei vielen Organisationen einen großen Informationsbedarf und fehlende Erfahrung. Klar ist, dass die Ausbildung der Marketing- und Kommunikationsleute eine wichtige Rolle spielt: Wer schon seit einigen Jahren im Beruf ist, hat die Herausforderung, die Veränderungen zu antizipieren und sich gegebenenfalls weiterzubilden. Gleichzeitig haben Hochschulen und andere Anbieter von Ausbildungen ihre Lehrpläne darauf einzustellen. In beiden Fällen gilt aber, dass grundsätzliche Mechanismen der Kommunikation sich nicht verändern, nur weil es laufend neue Tools gibt.

Nadja Amireh: Eine Forderung, die immer im Zusammenhang mit Medienwandel, Social Media und Online-Kommunikation genannt wird, ist die nach Dialog und Authentizität. Diese Begriffe sind stark strapaziert. Wie authentisch und dialogbereit dürfen oder müssen Unternehmen im Netz sein?

Thomas Pleil: Ja, das stimmt, diese Begriffe sind strapaziert. Und ob sie die wichtigsten sind, ist noch eine andere Frage. Aber konkreter sehe ich dazu verschiedene Aspekte. Auf der einen Seite ändern sich grundsätzlich die Anforderungen an den Kommunikationsstil, und das betrifft nicht nur das Netz. In der Online-Kommunikation werden diese Veränderungen wahrscheinlich aber am schnellsten sichtbar, weil hier ein großer Teil des Dialogs zu diesen Fragen stattfindet. Generell denke ich, hat sich der Erwartungsrahmen an öffentliche Kommunikation in der Gesellschaft verändert. Das gilt für Werbebotschaften genauso wie für die politische Kommunikation. Und wenn zum Beispiel Verhalten und Kommunikation oder Versprechen und Produkt nicht zusammenpassen, wird dies schnell öffentlich thematisiert. Die Menschen sind nicht so dumm, wie die Kommunikationsbranche sich lange vorgelogen hat. Und sie können einfacher denn je Versprechen überprüfen. Hieraus ergeben sich Anforderungen an die Glaubwürdigkeit und an die Authentizität. Hinzu kommt, dass es Situationen gibt, in denen Stakeholder Antworten bzw. einen Dialog erwarten. Dies können sie heute natürlich im Internet viel einfacher einfordern. Geschieht dies aktiv, sind Unternehmen meist gut beraten, dialogfähig zu sein. Auf der anderen Seite muss natürlich nicht jede Kommunikationsmaßnahme auf Dialog ausgerichtet sein. Besonders wichtig ist aber, was nach dem Dialog kommt: Findet er nur um seiner selbst Willen statt, oder sind die Beteiligten im Extremfall bereit, auch etwas zu tun?

Nadja Amireh: Neben Plattformen wie Facebook, die das sozialen Netzwerk eines Nutzers abbilden, gibt es auch Dienste für bestimmte Interessen wie Pinterest. Wie schätzen Sie die Relevanz von relativ neuen Diensten wie Google+ und Pinterest ein?

Thomas Pleil: Natürlich wird alle paar Monate eine andere Plattform gehypt. Das muss man sich sehr nüchtern anschauen. Wichtig erscheint mir, dass Unternehmen solche Dienste verstehen und überlegen, inwieweit diese Relevanz für das Erreichen der individuellen Kommunkationsziele im Social Web haben können. Das setzt natürlich voraus, dass solche Ziele formuliert sind und ich unter anderem analysiere, mit wem ich mich dort überhaupt vernetzen kann. Eine solche Analyse kann ergeben, dass Pinterest für das eine Unternehmen ganz neue Möglichkeiten in der Kommunikation erschließt, für ein anderes aber ganz und gar nicht. Klar ist auch, dass Vorhersagen oft schwierig sind, denn wie sich ein Dienst tatsächlich entwickelt, ist schwer abzusehen. Aber in der Tendenz würde ich Pinterest derzeit eher in speziellen Nischen sehen.

Nadja Amireh: Wie verändert sich z. B. das TV durch Social Media? Beispiele: Zum Superbowl oder Tatort wird getwittert, andererseits zitieren Sendungen aus Facebook und Twitter.

Thomas Pleil: Ja. Ob es die Fernsehmacher wollen oder nicht: Die Kanäle rücken enger zusammen. Der Rückkanal, den TV selbst nicht bietet, wird zunehmend durch Twitter und vor allem Facebook hergestellt. Meist hat man den Eindruck, die Fernsehsender nehmen das kaum wahr, gelegentlich wird versucht, das Ganze durch Apps zu befördern oder sogar Diskussionen aus dem Web live im TV aufzugreifen.

Diese Entwicklung kann natürlich auch weitreichende Folgen für Kommunikationsabteilungen haben: Denn es wird ja nicht nur getwittert, wer gerade ein Tor geschossen hat oder was Frau Lindholm anhat, sondern auch Magazinsendungen oder Nachrichten werden so begleitet. Gerade hier experimentieren ja einige Fernsehsender damit, während oder nach der Sendung die Zuschauer mit Hilfe des Internets einzubinden. Wird dort z. B. über ein Unternehmen berichtet, kann blitzschnell online eine muntere Diskussion entstehen - und zwar zu Zeiten, in denen die PR-Abteilung meist gar nicht besetzt ist und mit einer Intensität, die erschreckend sein kann. Der WWF hatte vor einigen Monaten diese Erfahrung gemacht, aber auch versucht, live zu reagieren.

Nadja Amireh: Journalisten, die bloggen oder Blogger, die hochwertige Artikel mit journalistischem Anspruch schreiben - die Grenzen verschwimmen. Das schafft neue Herausforderungen beim Medienkonsum: Wie kann der Nutzer die Relevanz und Vertrauenswürdigkeit einer Meldung und ihres Absenders einschätzen?

Thomas Pleil: Die Lektüre eines Beitrags wird hierzu allein oft nicht ausreichen. Allerdings kann man mit einigen Mausklicks zum Beispiel ganz gut nachvollziehen, wer in einem Weblog mitdiskutiert, welche anderen Seiten das Blog verlinken und damit referenzieren oder wie etabliert das Blog bzw. sein Betreiber ist. Bei vielen (Fach-)Themen ist es üblich, dass die Autoren mit ihrem Namen auftreten und andere Online-Profile wie Xing oder Facebook verlinken. Ein anderes Indiz könnte sein, welche Qualität die verwendeten (und hoffentlich verlinkten) Quellen haben.

Sehr viel schwieriger ist es natürlich, wenn Autoren pseudonym auftreten, etwa, weil sie Repressalien fürchten. Dennoch gibt es hier mit einfachen Mitteln die Möglichkeiten, zumindest einen Eindruck des Netzwerkes zu bekommen, in dem sich ein Autor bewegt, beispielsweise, indem man schaut, wer eine Meldung weiter trägt. Allerdings: Gegen einen gut gemachten Fake ist man kaum gefeit - meist aber kommen diese trotzdem ans Licht.

Nadja Amireh: Wo sehen Sie die Medientrends der Zukunft? Geben Sie uns einen Ausblick?

Thomas Pleil: Ich denke, wir bekommen es im Alltag immer selbstverständlicher mit Medienanwendungen zu tun, die uns umhüllen und zum Beispiel auf uns reagieren, ein Stichwort: Ambient Intelligence. An unserer Hochschule haben zum Beispiel Studenten im letzten Semester einen Fahrstuhl konzipiert, in dem Musik und Beleuchtung sich automatisch an die Stimmung der Fahrgäste anpassen. Andere Erwartungen: Die digitalen Nachrichten- und Unterhaltungsangebote werden sich sicher noch stärker an die mobile Internetnutzung anpassen und es wird zwischen Plattformen und Kanälen noch mehr Verbindungen geben. Und natürlich werden wir die zunehmende Bandbreite nutzen, beispielsweise durch noch mehr Videos. Klar ist wohl auch, dass wir noch mehr Alltags- und Arbeitsprozesse im Netz abwickeln werden. Und die "alten Medien" werden vermutlich weiterhin an Nutzern bzw. Abonnenten verlieren, einige werden aber sich aber neu positionieren, so dass auch nach 2035 noch Druckerpressen laufen werden. Ob sie jeden Tag eine Zeitung ausspucken, muss man mal sehen.

Zum Blog Das Textdepot von Thomas Pleil, zur Vita von Thomas Pleil

 

 

 

 

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Personalien

United Internet: Führungsteam in der Kommunikation ist komplett

Die United Internet AG in Montabaur verstärkt ihr Kommunikationsteam und stellt die Führungsmannschaft um Maika-Alexander Stangenberg (44), Head of Corporate Communications & Public Affairs, neu auf. Der Bereich gliedert sich künftig in die fünf Teams Hosting PR, Access PR, Portal PR, Corporate PR und Public Affairs. Alle Führungskräfte berichten an Stangenberg. Neues Mitglied in der Abteilung ist seit Ende 2014 Heiko Lammers (48). Stangenberg: „Wir haben unser gesamtes Team in den letzten Monaten mit weiteren Experten aus allen Bereichen der PR deutlich verstärkt. Unser besonderer Fokus liegt künftig auf digitalem Storytelling.“
United-Internet PR-FuehrungFoto v. l.: Das Führungsteam der Kommunikation mit Jörg Fries-Lammers, Peter Manderfeld, Heiko Lammers, Andreas Maurer, Guido Brinkel und Leiter Maika-Alexander Stangenberg.

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Werbung

Etats

Feuer und Flamme für Hamburgs Olympia-Bewerbung

„Feuer und Flamme“ sind zwölf Hamburger Agenturen – und zwar für die Bewerbung der Hansestadt für die Olympischen Sommerspiele im Jahr 2024. Das berichtet „Horizont.net“ am 19. Januar auf seiner Website. Die Initiative „Feuer und Flamme“ wurde von der Hamburger Handelskammer für die Olympia-Bewerbung ins Leben gerufen. Mit dabei sind auch fischerAppelt und Faktor 3. Lesen Sie den gesamten Beitrag direkt bei „Horizont.net“.

Agenturen

Proforma: Nomen est omen?

Wieder einmal eine öffentliche Ausschreibung, die nur darauf ausgerichtet ist, den Vertrag mit dem Etathalter zu verlängern? Der Eindruck drängt sich nach Ansicht von „pitchblog.de“ bei einer Ausschreibung der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur auf. Nach Ansicht des von der Gesellschaft PR-Agenturen (GPRA) im vergangenen Jahr initiierten Pitchblog, seien hier Auswahlkriterien zugrunde gelegt worden, die allein subjektiver Bewertung unterlägen. Zudem seien von den Bietern teils groteske Anforderungen zu erfüllen. Doch die könnten exakt von der bisher für die Stiftung tätige Agentur erbracht werden – und die trägt eben den Namen „Proforma“. Nomen est omen? Lesen die ausführliche Fallschilderung direkt auf „pitchblog.de“.
Der Blog wird – unabhängig von der GPRA – von der Kanzlei Irle Moser geführt, die in England und Wales registriert ist, ihren Hauptsitz in London und eine Niederlassung in Berlin hat.

Unternehmen

Medienbeobachter Ausschnitt und Meta Communication gehen strategische Kooperation ein

Ausschnitt-Logo15MetaCommunication LogoDie beiden Medienbeobachtungs- und -analyse-Unternehmen Ausschnitt, Berlin, und Meta Communication, Frankfurt am Main, gehen ab sofort eine strategische Kooperation ein, die mittelfristig auf eine klare Beteiligung von Ausschnitt an Meta hinauslaufen soll. Ausschnitt-Geschäftsführer Andreas Westermann drückte es gegenüber dem "PR-Journal" so aus: "Wir haben uns verlobt und verfolgen ernste Absichten." Mit den 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die bei Meta beschäftigt sind, verfügen beide Unternehmen zusammen nun über rund 460 Angestellte. Meta habe schon seit geraumer Zeit nach einem geeigneten Partner zur Erweiterung seines Dienstleistungsportfolios für professionelle Kommunikatoren in Deutschland gesucht, heißt es in einer Mitteilung an die Kommunikationsfachpresse.

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Organisationen

Österreichischer PR-Verband steht vor einem Führungswechsel

Vogl-Ingrid PRVA-Praesidentin15Im Rahmen des Neujahrstreffens des österreichischen PR-Verbandes PRVA gab die Vorsitzende Ingrid Vogl (Foto; © PRVA/Jana Madzigon) ihren bevorstehenden Rücktritt bekannt. Nach acht Jahren im PRVA-Vorstand, davon zwei Jahre als Vizepräsidentin und vier Jahre als Präsidentin, will sie bei der Generalversammlung am 16. April nicht mehr kandidieren und sich aus dem PRVA-Vorstand zurückziehen wird. Ihre Nachfolge-Wunschkandidatin sei Susanne Senft, die sich mit ihrem Team der Wahl stellen werde, informierte die amtierende PRVA-Präsidentin, die am 23. Januar zu Gast in Frankfurt am Main bei der Verleihung des Deutschen Internationalen PR-Preises der DPRG war. Für das Jahr 2015 kündigte die noch amtierende Präsidentin interessante Veranstaltungen an. Als Festredner kündigte sich bereits Österreichs Bundespräsident Heinz Fischer an.

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Behörden

"Smarte Partizipation?!" - Beteiligung bei Bau- und Infrastrukturprojekten

Wie denken deutsche Politiker über frühe Öffentlichkeitsbeteiligung bei Bau- und Infrastrukturprojekten?

Der ThinkTank DialogGesellschaft veröffentlicht gemeinsam mit der Macromedia Hochschule München und Prof. Dr. Lars Rademacher sowie dem Fachportal politik&kommunikation zu diesem Thema die Studie "Smarte Partizipation?! Warum es noch kein Erfolgsmodell für Beteiligung und Dialog gibt".

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Medien

Datenjournalismus in Deutschland auf Wachstumskurs

Datenjournalismus zählte in den letzten beiden Jahren zu den Top-Themen in der journalistischen Fachpresse und der Journalistenausbildung. Die Wissenschaftler Ralf Spiller von der Hochschule Macromedia, München, und Stefan Weinacht von der Westfälischen Hochschule, Gelsenkirchen, haben diesen neuen Typ von Journalismus in einer deutschlandweiten Studie untersucht. Die Studie belegt, dass das Segment noch sehr klein ist, aber erhebliches Wachstumspotenzial hat. Unterschiede zum traditionellen Journalismus liegen in der Bedeutung von Visualisierung, der Offenlegung von Rechercheergebnissen und dem beruflichen Selbstverständnis als gesellschaftliche Kontrollinstanz.

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CSR + Reputation

Transparenz zu Nachhaltigkeit soll selbstverständlich werden

Anlässlich der Annahme der EU-Richtlinie über die Offenlegung nicht-finanzieller Kennzahlen bei größeren kapitalmarktorientierten Unternehmen hat der Rat für Nachhaltige Entwicklung am 28.1.15 zu einer Diskussionsveranstaltung geladen.
Mit der Europäischen Soirée bot der Nachhaltigkeitsrat hochrangigen politischen Entscheidungsträgern sowie Meinungsführern der nationalen und europäischen Ebene eine Plattform für Informationsaustausch und Vernetzung. Zugleich erhielten bei der Veranstaltung in Berlin Vertreter von Unternehmen, Nichtregierungsorganisationen und Investoren die Gelegenheit, ihre Erwartungen sowie Bedenken bezüglich künftiger Bilanzierungsrichtlinien einzubringen.

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Social Media

YouTube-Format für Mercedes-Benz Museums-Werbung

Mercedes-Museum YouTubeWenn junge Leute nicht ins Museum kommen, muss das Museum eben mit modernen Mitteln zu den jungen Leuten gebracht werden. Frei nach diesem Motto startete fischerAppelt jetzt für das Mercedes-Benz Museum in Stuttgart mit „Museum Monday“ ein YouTube Format. In dem speziell für die jüngere Zielgruppe entwickelten Bewegtbild-Format führt YouTuber Uke Bosse (Foto) in der Rolle des Museums-Nachtwächters durch das renommierte Automobilmuseum. Er gewährt dem Zuschauer einen persönlichen und exklusiven Blick hinter die Kulissen des Museums: Von skurrilen historischen Marken-Insides über die außergewöhnlichsten Rennsport-Rekorde bis hin zu wegweisenden Technologien und Entwicklungen der jeweiligen Epoche. Uke ist nah an den Exponaten und zeigt dem Zuschauer auf unterhaltsame und informative Weise seinen inspirierenden Arbeitsplatz.

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Autoren-Beiträge

Abenteuer Neuseeland, No. 2: Auf der Jagd nach einer Stelle

Sasse-Linda NeuseelandStrand, Sonne, jedes Wochenende eine andere Wanderroute – an das Leben in und um Wellington kann man sich gewöhnen. Doch allein mit Entspannung ist es nicht getan. Schließlich wollen die Freizeitaktivitäten (wohl)verdient sein. J Daher hält mich die Jobsuche, oder das „Job hunting“, wie man im Englischen sagt, sehr beschäftigt.
Tatsächlich komme ich mir ein bisschen vor wie auf der Jagd: der Jagd nach meiner Eintrittskarte in die Comms-Welt, in einem Arbeitsmarkt, der mir fremd ist und auf dem ich mit vielen Englischsprachigen, etwa aus den USA, UK und Kanada, als Deutschsprachige konkurriere. Ziemlich herausfordernd – und gleichzeitig sehr spannend. Denn während ich um Stellen wetteifere, tauche ich immer tiefer in die hiesigen Gegeben- und Gepflogenheiten ein, ziehe meine Vergleiche zur Stellensuche in Deutschland und lerne.

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Rezensionen

Kommunikationsexperten über Employer Branding für KMU

Immerschitt-Wolfgang BuchautorEBKMUStumpf-Marcus Buchautor-EBKMUGerade für mittelständische Unternehmen ist Employer Branding ein Weg, sich gegenüber den Konzernen als attraktiver Arbeitgeber darzustellen. Diese Botschaft untermauern Wolfgang Immerschitt (Foto l.) und Marcus Stumpf (r.) in Ihrem Buch „Employer Branding für KMU“ mit vielen Beispielen aus der Praxis. Das Buch gibt einen sehr guten Überblick zum Employer Branding. Die aktuelle Literatur ist umfassend zitiert, vielleicht zu umfassend. Persönliche Erkenntnisse der Autoren hätten etwas mehr Platz finden können. Die vielen Praxisbeispiele wiegen diese fehlende persönliche Note aber bei Weitem auf. Diese sind eine Stärke des Buchs. Sie geben Unternehmen wichtige Anregungen vor allem zur Umsetzung der Arbeitgebermarke, weniger in den Bereichen Strategieentwicklung und Positionierung.

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Norbert: Gerüchte+Gerichte

Gericht: Verlorenes Paradies - Syrischer Orangenkuchen

(nsb) In Sizilien wachsen sie am Straßenrand, im Süden Spaniens bilden sie große Plantagen: Orangen sind der Inbegriff der süßen Früchte. Nach Europa haben die Araber sie gebracht, als sie vor 1.200 Jahren als Glaubenskrieger über das Mittelmeer gekommen waren und in Spanien wie Sizilien eine kulturelle Hochblüte einleiteten, die im Norden Europas damals unvorstellbar war. Ihre Wurzeln aber hatte diese Kultur im heutigen Syrien und Irak, wo griechisch-römische Antike, die märchenhafte Welt des alten Persien und die junge Kraft der Muslime in einer einzigartigen Synthese verschmolzen. In diese Zeit reichen auch Küchenrezepte zurück, die nach Tausend und einer Nacht schmecken.

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Termine

Britischer PR-Verband bei Communications Convention 2015 - Offizielle Airline

Das britische Chartered Institute of Public Relations (CIPR) ist auch 2015 Partner der European Communications Convention, die vom 7. bis 9. Mai in Lindau, Bregenz und im Würth-Haus im Schweizer Rorschach stattfindet. Der mit über 10.000 Mitgliedern größte PR-Berufsverband der Welt engagiert sich auch direkt. So wird der CEO des Instituts, Alistair McCapra, ein Keynote-Referat halten mit dem Titel "Keeping up with the Speed of Change" (Schritt halten mit dem Tempo des Wandels). Außerdem wird das CIPR die Veranstaltung bei seinen Mitgliedern promoten. Neben dem britischen Verband und der deutschen DPRG haben sich auch etliche weitere Berufsverbände zu ECC-Partnern erklärt.
Das sind beste Voraussetzungen für einen erfolgreichen Erfahrungsaustausch mit Kollegen aus anderen Ländern. Im Gegenzug können sich die deutschen Public Relations am östlichen Bodensee einem internationalen Publikum präsentieren. Neben Alistair McCapra werden Jean-Pierre Beaudoin aus Paris referieren sowie Erwin De Weerdt aus Brüssel, Andrey Barannikov aus Moskau, Professor Tony Meehan aus London, Professor Alexander Güttler aus Düsseldorf und Stephan Fink aus Wiesbaden. Zusagen weiterer Referenten liegen in Kürze vor.

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Seminare

Krisenkommunikationsgipfel 2015 an der Universität Bonn

Krisenkommunikationsgipfel 2015Ob Ebola oder die Ukraine, Streiks von Nischengewerkschaften oder medial forcierte Politikerrücktritte, vermeintliche Reputationsskandale bei namhaften Familienunternehmen oder tatsächliche Manipulationen bei Verbänden und Fernsehsendern – dank Facebook, Twitter, Youtube, Instagram & Co. verbreiten sich Krisenfälle, Skandale und Katastrophen in Sekundenschnelle rund um den Globus. Welche Rolle digitale Medien und Soziale Netzwerke bei der Krisenfrüherkennung und Krisenbewältigung spielen und welche Konsequenzen sich aus der digitalisierten Gesellschaft für das Zusammenspiel von Medien, Unternehmen und Behörden in Krisenzeiten ergeben, zeigt der Krisenkommunikationsgipfel 2015 am 18. März an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Das "PR-Journal" ist Medienpartner der Veranstaltung.

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Studien

Vordenker in der Krisenkommunikation nominieren und iPhone 6 gewinnen

Zwei von drei Pressesprechern sind – nach eigener Einschätzung – für die Krisenkommunikation nicht gut gerüstet. Welche Strategie hilft in der Krise wirklich? Sollte das Unternehmen mutig nach außen preschen oder tunlichst wenig sagen? Um diese Fragen zu beantworten, sucht die Beratungsgesellschaft Faktenkontor herausragende Kommunikatoren, die sich in der Krise behauptet haben. 2.000 Pressesprecherinnen und Pressesprecher wurden bereits befragt, wen sie für diese Auszeichnung nominieren. Nun sind Sie als Leserinnen und Leser des „PR-Journals“ dran: Stimmen Sie darüber ab, welche Nominierten aus Ihrer Sicht ausgezeichnet werden sollen. Unter allen Teilnehmern wird ein iPhone 6 verlost. Im Mai werden die Vordenker in der Krisenkommunikation gekürt und in einem Sonderdruck in Kooperation mit dem „Harvard Business Manager“ publiziert. Zur Abstimmung von Faktenkontor geht es hier.

Lesehinweise

Lesetipp: Pressefreiheit! Gegenlesen? Nicht mit uns.

Sie nerven nicht nur. Sie sind auch brandgefährlich, die immer dreisteren Versuche von Pressesprechern und PR-Abteilungen, die Berichterstattung zu beeinflussen. Gegenlesen heißt der unerhörte Wunsch, beliebt ist die Begründung: "Wir wollen nur inhaltliche Fehler vermeiden."
Mal abgesehen davon, dass es eine Beleidigung ist. Der Job von JournalistInnen ist es, so lange nachzufragen, bis sie etwas verstanden haben: Ob es sich dabei um die Ausführungen einer Wissenschaftlerin handelt, den Börsengang eines Unternehmens oder die x-te Gesundheitsreform der Politik. Nur wer etwas verstanden hat, kann jegliches Fachchinesisch so übersetzen, dass es für Nichtfachleute, vulgo LeserInnen, verständlich ist. Das gehört schlicht zum journalistischen Handwerk, das ist der demokratische Auftrag an die vierte Gewalt. Wer also wie oben argumentiert, spricht Journalisten jegliche Kompetenz ab. Oder wollen Sie einem Zimmermann sagen, wie er die Dachsparren anzubringen hat? Und doch bekommen Journalisten diese Bitte, die oft keine Frage mehr ist, immer öfter zu hören: "Wir möchten gegenlesen."

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PR Lern-Prozesse

Wie Berater und ihre Klienten Streit vermeiden können (7)

schebenmathias-2010Gelegentlich enden Meinungsverschiedenheiten zwischen Auftraggeber und externen PR-Schaffenden vor Gericht. Von diesen Gerichten wird unser Autor seit 15 Jahren als Sachverständiger und Gutachter hinzugezogen. In „PR-Journal“ skizziert er interessante Fälle aus der Praxis. Aus den dabei gemachten Erfahrungen folgern Hinweise, wie sich dergleichen Streit vermeiden lässt.
Streitgegenstand: Nutzungsrechte
Eine PR-Agentur hat dem Kunden Logo und Texte für einen Internetauftritt erarbeitet und dafür ausschließliche Nutzungsrechte in Rechnung gestellt. Im Zuge der weiteren Geschäftsentwicklung nutzt der Klient Logo und Texte auch für einen Flyer. Die Agentur verlangt nun ein Entgelt für die zusätzliche Verwendung ihrer Werke.

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Preise und Awards

Davos Award: Auszeichnungen für die Zukunft der Kommunikation

Davos-Award LogoAuf dem 6. World Communication Forum (WCF) in Davos am 10. und 11. März wird zum 5. Mal der C4F Davos Award verliehen. Mit diesem Preis werden Persönlichkeiten der internationalen Kommunikationsbranche geehrt. Die Nominierungsfrist für diesen Zukunftspreis läuft noch bis zum 10. Februar. Die Berliner PR-Agentur KaiserCommunication GmbH ist Repräsentantin des Kommunikationsgipfels in Deutschland. Die Nominierungen für den für den C4F Davos Award kommen aus nationalen PR-Verbänden und Organisationskomitees.

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STAMM Medien-News

Stamm Medien-Newsletter Januar 2015

Der Stamm-Verlag in Essen dokumentiert seit 1947 als einziger deutscher Verlag komplett alle Medien (ca. 24.000) in Deutschland (Print / Zeitungen + Zeitschriften, Rundfunk / Radio + Fernsehen, Online (seit 2003)). Im Dezember 2014 wurden 2.946 Medien aktualisiert, im letzten Quartal waren es insgesamt 20.423 Medien. Der monatliche „Stamm Medien-Newsletter“ informiert über aktuelle Änderungen in der deutschsprachigen Medienlandschaft (Deutschland, Österreich, Schweiz). Mit freundlicher Genehmigung folgen hier einige Meldungen:

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Internes - aus der Redaktion

„PR-Journal“-Jobbörse mit 6.512 Stellenanzeigen in den vergangenen zehn Jahren

Wer suchet, der findet! Wer an der richtigen Stelle sucht, findet schneller. So kann aus Sicht des „PR-Journals“ das alte Sprichwort abgewandelt werden. Denn alleine im vergangenen Jahr haben Agenturen, Unternehmen und Verbände in 440 Fällen neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im PR- und Kommunikationsbereich mit Hilfe der Jobbörse auf der „PR-Journal“-Website gesucht und – so zeigen es die positiven Rückmeldungen vieler Inserenten – auch zügig gefunden. Knapp zwei Drittel (65,5 %) der Jobangebote bezogen sich dabei auf PR- und Kommunikationsleiter, Pressesprecher, Berater und Referenten von der Juniorebene an aufwärts. Das restliche gute Drittel (34,5 %) betraf Ausbildungsangebote für Trainees, Volontäre und Praktikanten.

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Kontakt

Herausgeber:
Gerhard A. Pfeffer (seit 2004/1996)
Lendersbergstrasse 86
53721 Siegburg
Telefon: +49 (0)2241 201.30.60
Telefax: +49 (0)2241 201.30.61
Mobilfon: +49 (0)160 94.63.57.77
E-Mail: redaktion[at]pr-journal.de

Verlag:
Epikeros PR-Portal Ltd., Siegburg

Quartals-Statistik 2014

Oktober - Dezember 2014:
(i.d.R. für alle Seiten - PR-Journal, Jobbörse, Datenbanken etc.)

93.360 Visits

1.015 Tagesdurchschnitt Besucher

66 % neue Besucher

54,2 % Besucher sind männlich / 45,8 % sind weiblich

61 % sind bis 34 Jahre alt / 15,5 % bis 44 Jahre / 23,5 % älter als 45 Jahre

81,6 % rufen das PRJ am Desktop auf / 18,4 % über mobile Geräte

216.604 PageImpressions

2,3 Seitenaufrufe je Besucher

14 Kommentare

Artikel-Klickstatistik hier.


Social Media-Kontakte (gesamt: 16.484):
(Stand: 31.12.2014)

9.081 Twitter-Follower ( 4.783 Tweets)

4.131 Facebook-Freunde

1.387 Personen-Kontakte über Google+

568 Follower bei Pinterest (2 Boards, 546 Pins)

628 LinkedIn-Kontakte

689 Xing-Direktkontakte


Newsletter-Statistik:
(Stand: 31.12.2014)

10.767 NL-Empfänger / 16.134 im Verteiler (lt. Bounce-Management von CleverReach, Oldenburg)

27 % Newsletter geöffnet Ø
28 % Klicks auf Meldungen im NL Ø

725 Einzelmeldungen 
12 Meldungen je Arbeitstag

11 Newsletter-Ausgaben (44 / seit Nov.2004: 452 NL)

Anmerkung: Die Zugriffsstatistik zählen wir mit IVW + GoogleAnalytics.


Datenbanken-Statistik:
(Stand: 31.12.2014)

1.714 Einträge PR-Agenturen und PR-Berater
104 Einträge mit Linkadresse
42 Einträge mit großem Datenbank-Eintrag
24 Einträge mit Agentur-Porträt
320 Einträge Agenturen, die ausbilden
82 Einträge Agenturen, die ausbilden + nach DJV-Regeln bezahlen
150 Teilnehmer am PR-Umsatz-Ranking 2013
185 Einträge Agenturen im SoMe-Ranking "Facebook"
186 Einträge Agenturen im SoMe-Ranking "Twitter"
809 Einträge PR-WebsiteCheck 2013/2014
425 Einträge Dienstleister im PR-Bereich
124 Einträge Ausbilder im PR-Bereich

weitere Infos auf der eigenen Startseite

Jobbörsen-Statistik:

113 Stellenangebote
19 Stellengesuche

47 Angebote „Ausbildungsjobs“
66 Angebote alle anderen Jobs

weitere Infos auf der eigenen Startseite

Jahres-Statistik 2014

Januar - Dezember 2014:

(i.d.R. für alle Seiten - PR-Journal, Jobbörse, Datenbanken, etc.)

343.712 Visits 2014
942 Tagesdurchschnitt
828.038 PageImpressions
2.269 Tagesdurchschnitt
2,4 Seitenaufrufe je Besucher
107 Kommentare
Rang 392.759 bei alexa.com weltweit
Rang 25.610 bei alexa.com in Deutschland
362 Seiten verlinken lt. alexa.com auf pr-journal.de 

Social-Media-Kontakte gesamt: 16.484
9.081 Follower auf den 3 PRJ-Twitter-Seiten
4.738 Tweets auf den 3 Twitter-Seiten
4.131 Freunde auf den 3 PRJ-Facebook-Seiten
1.387 Kontakte auf den 3 PRJ-Seiten von Google+
568  Follower auf den 2 Boards von Pinterest (546 Pins)
689 Xing-Direktkontakte (G.Pfeffer)
628 LinkedIn-Kontakte (G. Pfeffer)

Menupunkt-Aufrufe seit Dezember 2004:

150.541 Impressum
116.261 Werbung + Medien-Infos

Newsletter-Statistik 

Jan.-Dez. 2014:
10.767 NL-Empfänger (Stand: 31.12.2014)
16.134 Empfänger im NL-Verteiler
27 % Newsletter werden geöffnet (Ø)
28 % Klicks auf Einzelbeiträge (Ø)
3.495 Einzelmeldungen 01.01.-31.12.2014
14 Meldungen je Arbeitstag (Ø)
seit Dezember 2004:
452 Newsletter-Ausgaben (122 Monate)
39.615 Einzel-Meldungen
45.391 Aufrufe Newsletter-Archiv

Anmerkung: Die Zugriffsstatistik zählen wir mit IVW + GoogleAnalytics.

Datenbanken-Statistik:

1.714 Einträge Datenbank Agenturen (per 30.12.2014)
104 Einträge mit ausführlichem Datenbankeintrag
42 Einträge mit verlinkter Adresse
24 Einträge mit Porträts
320 Einträge Agenturen, die ausbilden (Volontäre/Trainees)
82 Einträge Agenturen, die ausbilden und nach DJV-Regeln bezahlen
150 Teilnehmer Pfeffers PR-Umsatz-Ranking 2013
185 Einträge Agenturen im SoMe-Ranking "Facebook"
186 Einträge Agenturen im SoMe-Ranking "Twitter"
1.483 Einträge alter Website-Check (2010/2011) 
809 Einträge neuer Website-Check (2013/2014)
425 Einträge Datenbank Dienstleister im PR-Bereich (per 30.12.2014)
124 Einträge Datenbank Ausbilder im PR-Bereich (per 30.12.2014)
weitere Daten auf der eigenen Startseite

Jobbörsen-Statistik:

504 Stellen-Anzeigen in 2014
440 Stellenangebote
64 Stellengesuche
weitere Daten auf der eigenen Startseite