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Entwicklung der Medienlandschaft: Interview mit Thomas Pleil

pleil thomasThomas Pleil lehrt Public Relations an der Hochschule Darmstadt in den Studiengängen Online-Journalismus und Wissenschaftsjournalismus. Der Autor von zahlreichen Büchern und Artikeln ist Spezialist für Online-Kommunikation, Online-PR sowie die Entwicklung der Medienlandschaft. Nadja Amireh (Agentur get noticed! und Ressortleiterin Social Media des PR-Journals) hat ihn zu den aktuellen Veränderungen der Medienlandschaft sowie den Herausforderungen, die sich dadurch für Unternehmen ergeben, befragt.

Nadja Amireh: Fast täglich gibt es neue Social Media Netzwerke und das Mediennutzungsverhalten ändert sich gravierend. Sind die PR- und Marketingverantwortlichen darauf ausreichend vorbereitet?

Thomas Pleil: Nach meiner Beobachtung gibt es in vielen Unternehmen, Agenturen und NGOs Leute, die hervorragend mit den aktuellen Herausforderungen durch den Medienwandel und speziell die Online-Kommunikation umgehen. Gleichzeitig sehe ich bei vielen Organisationen einen großen Informationsbedarf und fehlende Erfahrung. Klar ist, dass die Ausbildung der Marketing- und Kommunikationsleute eine wichtige Rolle spielt: Wer schon seit einigen Jahren im Beruf ist, hat die Herausforderung, die Veränderungen zu antizipieren und sich gegebenenfalls weiterzubilden. Gleichzeitig haben Hochschulen und andere Anbieter von Ausbildungen ihre Lehrpläne darauf einzustellen. In beiden Fällen gilt aber, dass grundsätzliche Mechanismen der Kommunikation sich nicht verändern, nur weil es laufend neue Tools gibt.

Nadja Amireh: Eine Forderung, die immer im Zusammenhang mit Medienwandel, Social Media und Online-Kommunikation genannt wird, ist die nach Dialog und Authentizität. Diese Begriffe sind stark strapaziert. Wie authentisch und dialogbereit dürfen oder müssen Unternehmen im Netz sein?

Thomas Pleil: Ja, das stimmt, diese Begriffe sind strapaziert. Und ob sie die wichtigsten sind, ist noch eine andere Frage. Aber konkreter sehe ich dazu verschiedene Aspekte. Auf der einen Seite ändern sich grundsätzlich die Anforderungen an den Kommunikationsstil, und das betrifft nicht nur das Netz. In der Online-Kommunikation werden diese Veränderungen wahrscheinlich aber am schnellsten sichtbar, weil hier ein großer Teil des Dialogs zu diesen Fragen stattfindet. Generell denke ich, hat sich der Erwartungsrahmen an öffentliche Kommunikation in der Gesellschaft verändert. Das gilt für Werbebotschaften genauso wie für die politische Kommunikation. Und wenn zum Beispiel Verhalten und Kommunikation oder Versprechen und Produkt nicht zusammenpassen, wird dies schnell öffentlich thematisiert. Die Menschen sind nicht so dumm, wie die Kommunikationsbranche sich lange vorgelogen hat. Und sie können einfacher denn je Versprechen überprüfen. Hieraus ergeben sich Anforderungen an die Glaubwürdigkeit und an die Authentizität. Hinzu kommt, dass es Situationen gibt, in denen Stakeholder Antworten bzw. einen Dialog erwarten. Dies können sie heute natürlich im Internet viel einfacher einfordern. Geschieht dies aktiv, sind Unternehmen meist gut beraten, dialogfähig zu sein. Auf der anderen Seite muss natürlich nicht jede Kommunikationsmaßnahme auf Dialog ausgerichtet sein. Besonders wichtig ist aber, was nach dem Dialog kommt: Findet er nur um seiner selbst Willen statt, oder sind die Beteiligten im Extremfall bereit, auch etwas zu tun?

Nadja Amireh: Neben Plattformen wie Facebook, die das sozialen Netzwerk eines Nutzers abbilden, gibt es auch Dienste für bestimmte Interessen wie Pinterest. Wie schätzen Sie die Relevanz von relativ neuen Diensten wie Google+ und Pinterest ein?

Thomas Pleil: Natürlich wird alle paar Monate eine andere Plattform gehypt. Das muss man sich sehr nüchtern anschauen. Wichtig erscheint mir, dass Unternehmen solche Dienste verstehen und überlegen, inwieweit diese Relevanz für das Erreichen der individuellen Kommunkationsziele im Social Web haben können. Das setzt natürlich voraus, dass solche Ziele formuliert sind und ich unter anderem analysiere, mit wem ich mich dort überhaupt vernetzen kann. Eine solche Analyse kann ergeben, dass Pinterest für das eine Unternehmen ganz neue Möglichkeiten in der Kommunikation erschließt, für ein anderes aber ganz und gar nicht. Klar ist auch, dass Vorhersagen oft schwierig sind, denn wie sich ein Dienst tatsächlich entwickelt, ist schwer abzusehen. Aber in der Tendenz würde ich Pinterest derzeit eher in speziellen Nischen sehen.

Nadja Amireh: Wie verändert sich z. B. das TV durch Social Media? Beispiele: Zum Superbowl oder Tatort wird getwittert, andererseits zitieren Sendungen aus Facebook und Twitter.

Thomas Pleil: Ja. Ob es die Fernsehmacher wollen oder nicht: Die Kanäle rücken enger zusammen. Der Rückkanal, den TV selbst nicht bietet, wird zunehmend durch Twitter und vor allem Facebook hergestellt. Meist hat man den Eindruck, die Fernsehsender nehmen das kaum wahr, gelegentlich wird versucht, das Ganze durch Apps zu befördern oder sogar Diskussionen aus dem Web live im TV aufzugreifen.

Diese Entwicklung kann natürlich auch weitreichende Folgen für Kommunikationsabteilungen haben: Denn es wird ja nicht nur getwittert, wer gerade ein Tor geschossen hat oder was Frau Lindholm anhat, sondern auch Magazinsendungen oder Nachrichten werden so begleitet. Gerade hier experimentieren ja einige Fernsehsender damit, während oder nach der Sendung die Zuschauer mit Hilfe des Internets einzubinden. Wird dort z. B. über ein Unternehmen berichtet, kann blitzschnell online eine muntere Diskussion entstehen - und zwar zu Zeiten, in denen die PR-Abteilung meist gar nicht besetzt ist und mit einer Intensität, die erschreckend sein kann. Der WWF hatte vor einigen Monaten diese Erfahrung gemacht, aber auch versucht, live zu reagieren.

Nadja Amireh: Journalisten, die bloggen oder Blogger, die hochwertige Artikel mit journalistischem Anspruch schreiben - die Grenzen verschwimmen. Das schafft neue Herausforderungen beim Medienkonsum: Wie kann der Nutzer die Relevanz und Vertrauenswürdigkeit einer Meldung und ihres Absenders einschätzen?

Thomas Pleil: Die Lektüre eines Beitrags wird hierzu allein oft nicht ausreichen. Allerdings kann man mit einigen Mausklicks zum Beispiel ganz gut nachvollziehen, wer in einem Weblog mitdiskutiert, welche anderen Seiten das Blog verlinken und damit referenzieren oder wie etabliert das Blog bzw. sein Betreiber ist. Bei vielen (Fach-)Themen ist es üblich, dass die Autoren mit ihrem Namen auftreten und andere Online-Profile wie Xing oder Facebook verlinken. Ein anderes Indiz könnte sein, welche Qualität die verwendeten (und hoffentlich verlinkten) Quellen haben.

Sehr viel schwieriger ist es natürlich, wenn Autoren pseudonym auftreten, etwa, weil sie Repressalien fürchten. Dennoch gibt es hier mit einfachen Mitteln die Möglichkeiten, zumindest einen Eindruck des Netzwerkes zu bekommen, in dem sich ein Autor bewegt, beispielsweise, indem man schaut, wer eine Meldung weiter trägt. Allerdings: Gegen einen gut gemachten Fake ist man kaum gefeit - meist aber kommen diese trotzdem ans Licht.

Nadja Amireh: Wo sehen Sie die Medientrends der Zukunft? Geben Sie uns einen Ausblick?

Thomas Pleil: Ich denke, wir bekommen es im Alltag immer selbstverständlicher mit Medienanwendungen zu tun, die uns umhüllen und zum Beispiel auf uns reagieren, ein Stichwort: Ambient Intelligence. An unserer Hochschule haben zum Beispiel Studenten im letzten Semester einen Fahrstuhl konzipiert, in dem Musik und Beleuchtung sich automatisch an die Stimmung der Fahrgäste anpassen. Andere Erwartungen: Die digitalen Nachrichten- und Unterhaltungsangebote werden sich sicher noch stärker an die mobile Internetnutzung anpassen und es wird zwischen Plattformen und Kanälen noch mehr Verbindungen geben. Und natürlich werden wir die zunehmende Bandbreite nutzen, beispielsweise durch noch mehr Videos. Klar ist wohl auch, dass wir noch mehr Alltags- und Arbeitsprozesse im Netz abwickeln werden. Und die "alten Medien" werden vermutlich weiterhin an Nutzern bzw. Abonnenten verlieren, einige werden aber sich aber neu positionieren, so dass auch nach 2035 noch Druckerpressen laufen werden. Ob sie jeden Tag eine Zeitung ausspucken, muss man mal sehen.

Zum Blog Das Textdepot von Thomas Pleil, zur Vita von Thomas Pleil

 

 

 

 

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Personalien

Revirement in der Kommunikation des ABB-Konzerns in der Schweiz

Schmidt Thomas ABB PublicAffairsUnter der Leitung von Christoph Sieder, Leiter Group Corporate Communications von ABB, wurde sechs Monate nach den letzten Veränderungen (wir berichteten) einige Aufgaben neu verteilt. So wird Michael Schiendorfer neuer Leiter Business Media-Relations des Konzerns in Zürich. Schiendorfer, der von Novartis kommt, beerbt damit Thomas Schmidt (Foto), der sein Amt als Leiter Media Relations auf Konzernebene von ABB nach 15 Jahren abgibt. Schmidt bleibt Group Head of Public Affairs. Zuvor hatte er beide Aufgaben in Personalunion inne. Schmidt legt nun seinen Schwerpunkt auf die Public Affairs-Arbeit. Sieder dazu: „Wir freuen uns sehr, dass er seine umfangreichen Erfahrungen nun einsetzen wird, um der Stimme von ABB bei politischen Entscheidungsträgern und anderen Stakeholdern mehr Gewicht zu verleihen, wenn die künftigen Rahmenbedingungen für die Energieversorgung und Automation festgelegt werden.“ Schmidt wird zusätzlich Verantwortung als Kommunikationschef für die Region Europa von ABB übernehmen und dem Managementteam der Region beitreten. In diesem Teilbereich löst er den ABB-Kommunikationschef für Deutschland, Klaus Treichel, ab, der diese Aufgabe seit Januar 2015 inne hatte.

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Etats

Fink & Fuchs berät Gesundheitskonzern AccuMeda

Die inhabergeführte AccuMeda Gruppe, Gesundheitsdienstleister im Bereich Rheuma, Schmerz und Autoimmunkrankheiten sowie Klinikbetreiber, setzt beim Auf- und Ausbau seiner Unternehmenskommunikation auf die Wiesbadener Agentur Fink & Fuchs PR. Das Mandat umfasst die strategische Beratung in allen Fragen der Unternehmens- und Patientenkommunikation für die Acura Kliniken Rheinland Pfalz AG mit zwei Häusern in Bad Kreuznach, die Acura-Kliniken Albstadt und die Acura Rhön-Klinik Gersfeld. Außerdem betreibt das Unternehmen in Bad Kreuznach unter der Marke Acuradon den einzigen Radon-Heilstollen in Deutschland. Schwerpunkte des Auftrags für die Wiesbadener Agentur sind der Aufbau einer Kommunikationsabteilung, der Ausbau von PR- und Marketingkommunikation und in besonderem Maße die Weiterentwicklung der Online-Kommunikation.

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Agenturen

Code Red: Erstes internationales Agenturnetzwerk für Security-PR

Code Red Security PR Network LogoMit Code Red haben sich weltweit zehn PR-Spezialisten zum ersten Agenturnetzwerk für Public Relations in der IT-Security-Branche zusammengeschlossen. Anbieter von IT-Sicherheitslösungen, die sich auf dem wettbewerbsintensiven Security-Markt positionieren wollen, können ihre Öffentlichkeitsarbeit dank Code Red global steuern und profitieren zudem von den Branchenkenntnissen der Code Red-Experten. Indem die Entwicklung und Umsetzung länderübergreifender Kommunikationskonzepte von spezialisierten Agenturen vor Ort übernommen wird, werden die Marketing- und Kommunikationsabteilungen der Unternehmen gezielt entlastet. Zum Code Red-Netzwerk gehören Agenturen aus Großbritannien, Frankreich, der DACH-Region, den Niederlanden, Skandinavien, Spanien, Italien, dem Nahen Osten, Afrika und den USA. Gegründet wurde das Netzwerk von den auf IT-Security spezialisierten Agenturen éclat Marketing, London, und Weissenbach PR, München.

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Unternehmen

Kooperation zwischen Ausschnitt und Meta Communication: Synergien stellen sich ein

Westermann Andreas GfAusschnittNach einem erfolgreichen Markenrelaunch Anfang des Jahres blicken die Berliner Medienbeobachter weiterhin positiv in die Zukunft. Die Teams sind gewachsen, nicht zuletzt durch die strategische Partnerschaft mit Meta Communication. Insbesondere am Kreuzberger Standort gab es einen deutlichen Zuwachs durch die neuen Kollegen. „Insgesamt 107 neue Teammitglieder durften wir allein in diesem Jahr bei uns begrüßen“, berichtet Andreas Westermann (Foto), Geschäftsführer der Deutschen Medienbeobachtungs-Agentur. „Nicht alle Kollegen sitzen fest bei uns, viele Redakteure sind in modernen Home-Office-Lösungen mit uns verbunden. Das Pressespiegelteam vor Ort hat sich verdoppelt. Für unsere Kunden bedeutet das letztlich noch mehr Kompetenz und Expertise. Unsere Teams lernen voneinander und nutzen Synergien bestmöglich aus. Wir sind der Full-Service-Dienstleister und Marktführer in der Medienevaluation in Deutschland und gemeinsam mit META möchten wir nun das Segment der A-Kunden im Bereich individueller Evaluationsdienstleistungen stärker bedienen.“

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Organisationen

Keine Änderung: Wikipedia-Community bestätigt Relevanzkriterien für Unternehmen

Ein neues Meinungsbild in Wikipedia hat bestehende Regeln für Unternehmen bekräftigt. Nach Informationen der Hannoveraner Agentur Aufgesang stimmten insgesamt 70 Prozent der Autoren dafür, die bisherigen Regeln nicht zu verändern. Der Hintergrund: Nicht jedes Unternehmen kann einen Wikipedia-Artikel erhalten, die Relevanzkriterien sind umstritten. Insbesondere die „innovative Vorreiterrolle“ sorgt regelmäßig für Diskussionen. Trotzdem wurden die geltenden Richtlinien nun mit deutlicher Mehrheit bestätigt: Ein Betrieb muss mindestens 1.000 Mitarbeiter oder 100 Millionen Euro Jahresumsatz aufweisen, um im Online-Lexikon dabei zu sein. Auch börsennotierte Aktiengesellschaften, die in einem regulierten Markt gehandelt werden, sind per Definition relevant. Als weitere Kriterien kennt Wikipedia noch die „innovative Vorreiterrolle“ oder „marktbeherrschende Stellung“.

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Medien

Mediaanalysen von IVW und agma: Woche der Wahrheit für die Medien

Für die deutschen Medien ist die 30. Kalenderwoche so etwas wie die Woche der Wahrheit. Binnen zwei Tagen veröffentlichten die Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e.V. (IVW), Berlin, und die Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse (agma) ihre Zahlen zu den Auflagen und Reichweiten. Die agma gab in der ma 2015 Pressemedien II die Reichweiten von 156 Zeitschriften, zwei Zeitungssupplements sowie die des Lesezirkels bekannt und in der ma 2015 Radio II die Reichweiten von 101 einzelnen Hörfunksendern und ebenso vielen Vermarktungskombinationen. Das Fazit: Fast alle Printmedien verlieren, nur im Bereich Radio gelang es knapp 50 Prozent der werberelevanten Sender Hörer hinzuzugewinnen.

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CSR + Reputation

1. Deutscher CSR Kommunikationskongress - Jetzt Tickets erhältlich

Am 13. November 2015 findet im Zentrum für Umweltkommunikation der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) der 1. Deutsche CSR-Kommunikationskongress statt. Veranstalter ist die Deutsche Public Relations Gesellschaft (DPRG) in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Netzwerk Wirtschaftsethik (DNWE). Ab sofort können Tickets für den spannenden Kongress gebucht werden, den das "PR-Journal" als Medienpartner unterstützt. 

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Autoren-Beiträge

Autorenbeitrag: Lachen erlaubt – über Humor in der professionellen Kommunikation

Pschera Alexander Gf MaisbergerWenn Kommunikation so richtig schiefgeht, dann ist sie lustig. Bester Beweis dafür sind die Audiofiles mit Edmund Stoibers most famous words (Spiegel: „Stoibers gestammelte Werke“) oder diverse rhetorische Ausrutscher hörbar überforderter Fußballprofis („Ich sag mal einfach jetzt ja gut sicherlich“). Das legt den Schluss nahe, dass professionelle Kommunikation alles daran legen muss, um eben nicht witzig zu sein, wenn sie professionell wirken oder gar sein will. Sachlich, klar, präzise - dann kann nichts schiefgehen. Damit ist aber nur die halbe Wahrheit ausgesprochen…

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Kommentare

Kommentar: Kann nit verstan

Piwinger Manfred querTja, mit der Sprache ist das so eine Sache. Eigentlich soll sie dem Verstehen und der Verständigung dienen, Beziehungen knüpfen und die Sache verständlich bzw. verstehbar machen. Wenn das nur so leicht wäre. Kommunikationsfähigkeit scheitert häufig schon am mangelnden Sprachvermögen. Autoimmunes und resistentes Unvermögen, sich auszudrücken, ist in Unternehmen vor allem in den Personalbereichen weit verbreitet. Und keiner und keine Autorität kritisiert und schilt das. Berichterstattung über Personal in Geschäftsberichten findet weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt und versteckt sich im Lagebericht. Drum können sich die mit der „wichtigsten Ressource“, dem Personal, befassten Entscheider in den Führungsetagen hier einmal richtig austoben und zeigen, was sie drauf haben. Eines von vielen, und darunter das schlechteste Beispiel, finden wir bei der Deutschen Telekom in deren Geschäftsbericht des Jahres 2014 auf Seite 128.

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Rezensionen

Rezension: Vertrauen! Empathie! Vorbildfunktion!

Gescheiterte Titanen BuchcoverTitel: Gescheiterte Titanen: Welche neuen Manager unsere Welt braucht; Autor: Carsten Knop; Verlag: Frankfurter Allgemeine Buch 2015, 224 Seiten; 19,90 Euro; ISBN-13: 978-3956010842
Die sozialen Netzwerke werden in vielen Belangen der Wirtschaft als Schlüssel zum Erfolg gehandelt. Und während die Mitarbeiter nach einer neuen Form der Zusammenarbeit innerhalb der Unternehmen verlangen, sehen sich Chefs vor der Frage, wie genau sie erfolgreich, wie genau sie „gute Chefs“ sein können, die ihre Teams mitnehmen.
Carsten Knop geht in seinem aktuellen Buch der Frage nach, welche neuen Manager unsere Welt braucht. In „Gescheiterte Titanen“ sucht er nach Gründen für den schlechten Ruf der Manager und Zusammenhängen zwischen ihrem Scheitern und der zunehmenden Digitalisierung. Dabei lässt der Wirtschaftsredakteur in acht umfangreich recherchierten Kapiteln viele deutsche und internationale Top-Manager zu Wort kommen, betrachtet Führung in der öffentlichen Wahrnehmung, die Veränderung von Aufsichtsräten, Vorständen und Gehältern, schaut in Richtung Silicon Valley und betrachtet den Einfluss der neuen Technologie auf das Management.

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Karrierebarometer

PR-Karrierebarometer: PR-Schaffende sind zuversichtlich – und zunehmend unzufrieden

Karrierebarometer15 UnzufriedeneDas Selbstvertrauen in der Branche ist hoch, die Zufriedenheit hingegen sinkt. Das sind auf einen Punkt gebracht die Ergebnisse des aktuellen PR-Karrierebarometers von „PR-Journal“, Institut für Kommunikationsmanagement der Hochschule Osnabrück und PR Career Center. Die Auswertung des aktuellen Karrierebarometers liefert Hinweise auf die Persönlichkeit und Motivation von PR-Schaffenden. Den Ergebnissen zufolge sind PR-Schaffende gewissenhaft, offen und selbstbewusst. So sind sich über 80 Prozent der Befragten sicher, dass sie ihre Arbeit immer fachgerecht ausführen; knapp zwei Drittel finden, dass sie für ihre Tätigkeit hundertprozentig qualifiziert sind. Gleichwohl sinkt die Jobzufriedenheit: Weniger als die Hälfte der Teilnehmer (48 %; grüne Teile im Kuchendiagramm) sind mit Ihrer Tätigkeit zufrieden (40 %) oder sehr zufrieden (8 %); im vergangenen Jahr waren es noch mehr als die Hälfte (58 %). Die Zahl der Unzufriedenen hat sich von 14 Prozent in 2014 auf 22 Prozent (16 % unzufrieden; 6 % sehr unzufrieden) erhöht. Woran das liegt und wie diese Entwicklung zu deuten ist, wurde am 16. Juli im Rahmen eines Mini BarCamps in den Räumen des PR Career Center diskutiert.

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Studien

Unicepta-Imageranking: Marijn Dekkers führt den DAX an

Image Dax CEOs Tabelle1Hj15Marijn Dekkers ist der Vorstandsvorsitzende mit dem besten Image unter allen DAX-30-Unternehmen – gemessen an der Auswertung von Artikeln in deutschen Leitmedien. Der Bayer-CEO behauptet im aktuellen Ranking von Unicepta die Spitzenposition vor Kasper Rorsted, Henkel, und Dieter Zetsche, Daimler. Das Ranking basiert auf mehr als 17.000 Beiträgen in deutschen Leitmedien im ersten Halbjahr 2015. Unicepta erhebt diese Daten kontinuierlich für den „DAX-Benchmark“. Mit diesem erfasst das Medienanalyseunternehmen für viele Kunden fortlaufend die Tonalität der Berichterstattung zu allen DAX-Konzernen und ihren CEOs. Im Beobachtungszeitraum Dezember 2014 bis einschließlich März 2015 war Bayer-CEO Dekkers bereits der Manager mit dem besten medialen Image. Auf Rang 2 landete damals ebenfalls Henkels Vorstandsvorsitzender Kasper Rorsted, vor Norbert Reithofer (damals noch CEO von BMW) auf Rang 3. Damals lag die Auswertung von rund 11.000 Beiträgen zugrunde. Im aktuellen Ranking hat sich Dieter Zetsche somit von Platz 4 auf Platz 3 verbessert.

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Lesehinweise

Lesehinweis: „Seitenblicke – Wurzeln der Kommunikation“

Unter der Überschrift „Seitenblicke – Wurzeln der Kommunikation“ haben sich die beiden Autoren Vazrik Bazil und Manfred Piwinger im Handbuch Kommunikationsmanagement, Luchterhand 2001 ff., mit der Geschichte der Kommunikation beschäftigt. Ausführlich legen sie dar, dass sich die Gelehrten schon in früheren Zeiten mit dem Thema intensiv auseinandergesetzt haben, die Themen der Kommunikation über die Jahrhunderte unverändert geblieben sind und die Erkenntnisse unverändert Gültigkeit besitzen. Im Fazit zum Aufsatz heißt es: „Gerade in unserer Zeit, in der Technik uns in ihren Bann schlägt, ist es sinnvoll, die menschliche Kommunikation auf ihre ursprüngliche Form zurückgeführt zu betrachten, und vielleicht gelingt es, die Werke und Seitenblicke vergangener Autoren studierend, Neues und Überraschendes für uns heute aus den tiefen Brunnen der Vergangenheit herauszuholen.“ Vielleicht finden Sie Zeit und Muße, dies in den Urlaubstagen zu tun.
Der Aufsatz „Seitenblicke – Wurzeln der Kommunikation“ ist im Juli 2015 im Loseblattwerk „Kommunikationsmanagement – Strategien, Wissen, Lösungen (Loseblattwerk mit jährlich ca. 12 Ergänzungslieferungen) erschienen. Herausgeber: Professor Günter Bentele, Manfred Piwinger und Gregor Schönborn; Preis für Grundwerk und Online-Archiv: 148,00 Euro; ISBN 978-3-472-04906-7, Luchterhand (eine Marke von Wolters Kluwer Deutschland).

Tipps

Fünf Tipps für einen professionellen Auftritt auf Xing und LinkedIn

Networking Benchmark 15 doubleyuu CoverDigitale Business-Netzwerke sind ein wichtiger Ort, um Kontakte zu knüpfen und zu pflegen. Die Hamburger Managementberatung doubleYUU hat kürzlich eine Studie zum amateurhaften Vernetzungsstand deutscher Vertriebsprofis herausgegeben und dabei die häufigsten Stolpersteine auf Xing und LinkedIn identifiziert. Für PR-und Kommunikationsverantwortliche lohnt sich ein genauerer Blick in den Networking Benchmark (Titelabbildung) – denn ein professioneller Netzwerkauftritt schafft Vertrauen und trägt zur Image- und Reputationspfleg bei. Willms Buhse, Gründer und CEO von doubleYUU hat fünf Tipps für einen souveränen Auftritt in digitalen Business-Netzwerken zusammengefasst.

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Preise und Awards

Track und Kolle Rebbe holen Gold für ihre Websites

Zum siebten Mal haben cherrypicker, die Hamburger Beratung für Agentur-Management, und die „w&v“ mit Marketing-Entscheidern die Agentur-Websites des Jahres gewählt. 30 Web-Präsenzen von Agenturen der deutschen Kreativbranche standen zur Auswahl. Gewinner der Network-Agenturen ist Track, das Ranking der inhabergeführten Agenturen führt Kolle Rebbe an. cherrypicker will mit dem Wettbewerb die hohe Relevanz einer überzeugenden Agenturwebsite in den Vordergrund zu stellen.

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STAMM Medien-News

Stamm Medien-Newsletter Juli 2015

Der Stamm-Verlag in Essen dokumentiert seit 1947 als einziger deutscher Verlag komplett alle Medien (ca. 24.000) in Deutschland (Print / Zeitungen + Zeitschriften, Rundfunk / Radio + Fernsehen, Online (seit 2003)). Im Juni 2015 wurden 4.276 Medien aktualisiert, im letzten Quartal waren es insgesamt 16.929 Medien. Der monatliche „Stamm Medien-Newsletter“ informiert über aktuelle Änderungen in der deutschsprachigen Medienlandschaft (Deutschland, Österreich, Schweiz). Mit freundlicher Genehmigung folgen hier einige Meldungen:

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Internes - aus der Redaktion

PR-Journal: 32.150 Besucher im Juni 2015; 38 neue Jobangebote; 23,2 % nutzen Mobilversionen

Unsere diversen Statistiken bilanzieren für das "PR-Journal" im Juni 2015 insgesamt 32.150 Besucher lt. Zählung der IVW Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern, Berlin. Somit errechnet sich insgesamt ein Tagesdurchschnitt von 1.072 Visits. Jeder Besucher schaute sich 2,2 Seiten an - daraus errechnen sich 70.151 PageImpressions für das PR-Medium Nr. 1 im Internet. Ergänzend wurde durch GoogleAnalytics im Juni festgestellt; 68,0 Prozent waren neue Besucher. 54,2 Prozent der Besucher sind männlich, 45,8 Prozent weiblich; 61 Prozent sind bis 34 Jahre alt. 23,2 Prozent der Besucher rufen die PRJ-Seiten über mobile Geräte (Smartphones und Tablets) auf - im Januar 2014 lag dieser Wert noch bei 14 Prozent.

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Kontakt

Herausgeber:
Gerhard A. Pfeffer (seit 2004/1996)
Lendersbergstrasse 86
53721 Siegburg
Telefon: +49 (0)2241 201.30.60
Telefax: +49 (0)2241 201.30.61
Mobilfon: +49 (0)160 94.63.57.77
E-Mail: redaktion[at]pr-journal.de

Verlag:
Epikeros PR-Portal Ltd., Siegburg

Quartals-Statistik 2015

April - Juni 2015:
(i.d.R. für alle Seiten - PR-Journal, Jobbörse, Datenbanken etc.)
(in Klammern: kumulierte Zahlen seit Januar 2015)

93.229 Visits (196.502)

1.025 Tagesdurchschnitt Besucher

66,6 % neue Besucher

54,2 % Besucher sind männlich / 45,8 % sind weiblich

61 % sind bis 34 Jahre alt / 15,5 % bis 44 Jahre / 23,5 % älter als 45 Jahre

76,8 % rufen das PRJ am Desktop auf / 23,2 % über mobile Geräte

213.259 PageImpressions (440.217)

2,3 Seitenaufrufe je Besucher

21 Kommentare (42)

Artikel-Klickstatistik hier.


Social Media-Kontakte (gesamt: 20.383):
(Stand: 30.06.2015)

9.766 Twitter-Follower ( 5.867 Tweets)

5.417 Facebook-Freunde

1.460 Personen-Kontakte über Google+

594 Follower bei Pinterest (2 Boards, 1.078 Pins)

718 LinkedIn-Kontakte

767 Xing-Direktkontakte


Newsletter-Statistik:
(Stand: 30.06.2015)

10.826 NL-Empfänger / 16.713 im Verteiler (lt. Bounce-Management von CleverReach, Oldenburg)

28 % Newsletter geöffnet Ø
32 % Klicks auf Meldungen im NL Ø

820 Einzelmeldungen (1.694)
13,9 Meldungen je Arbeitstag

12 Newsletter-Ausgaben (25 / seit Nov.2004: 477 NL)

Anmerkung: Die Zugriffsstatistik zählen wir mit IVW + GoogleAnalytics.


Datenbanken-Statistik:
(Stand: 30.06.2015)

1.730 Einträge PR-Agenturen und PR-Berater
43 Einträge mit Linkadresse
109 Einträge mit großem Datenbank-Eintrag
25 Einträge mit Agentur-Porträt
333 Einträge Agenturen, die ausbilden
59 Einträge Agenturen, die ausbilden + nach DJV-Regeln bezahlen
143 Teilnehmer am PR-Umsatz-Ranking 2014
200 Einträge Agenturen im SoMe-Ranking "Facebook"
200 Einträge Agenturen im SoMe-Ranking "Twitter"
811 Einträge PR-WebsiteCheck 2013/2014
426 Einträge Dienstleister im PR-Bereich
124 Einträge Ausbilder im PR-Bereich

weitere Infos auf der eigenen Startseite

Jobbörsen-Statistik: (Stand: 30.06.2015):

107 Stellenangebote (216)
5 Stellengesuche (19)

37 Angebote „Ausbildungsjobs“ (78)
70 Angebote alle anderen Jobs (138)

weitere Infos auf der eigenen Startseite

Jahres-Statistik 2014

Januar - Dezember 2014:

(i.d.R. für alle Seiten - PR-Journal, Jobbörse, Datenbanken, etc.)

343.712 Visits 2014
942 Tagesdurchschnitt
828.038 PageImpressions
2.269 Tagesdurchschnitt
2,4 Seitenaufrufe je Besucher
107 Kommentare
Rang 392.759 bei alexa.com weltweit
Rang 25.610 bei alexa.com in Deutschland
362 Seiten verlinken lt. alexa.com auf pr-journal.de 

Social-Media-Kontakte gesamt: 16.484
9.081 Follower auf den 3 PRJ-Twitter-Seiten
4.738 Tweets auf den 3 Twitter-Seiten
4.131 Freunde auf den 3 PRJ-Facebook-Seiten
1.387 Kontakte auf den 3 PRJ-Seiten von Google+
568  Follower auf den 2 Boards von Pinterest (546 Pins)
689 Xing-Direktkontakte (G.Pfeffer)
628 LinkedIn-Kontakte (G. Pfeffer)

Menupunkt-Aufrufe seit Dezember 2004:

150.541 Impressum
116.261 Werbung + Medien-Infos

Newsletter-Statistik 

Jan.-Dez. 2014:
10.767 NL-Empfänger (Stand: 31.12.2014)
16.134 Empfänger im NL-Verteiler
27 % Newsletter werden geöffnet (Ø)
28 % Klicks auf Einzelbeiträge (Ø)
3.495 Einzelmeldungen 01.01.-31.12.2014
14 Meldungen je Arbeitstag (Ø)
seit Dezember 2004:
452 Newsletter-Ausgaben (122 Monate)
39.615 Einzel-Meldungen
45.391 Aufrufe Newsletter-Archiv

Anmerkung: Die Zugriffsstatistik zählen wir mit IVW + GoogleAnalytics.

Datenbanken-Statistik:

1.714 Einträge Datenbank Agenturen (per 30.12.2014)
104 Einträge mit ausführlichem Datenbankeintrag
42 Einträge mit verlinkter Adresse
24 Einträge mit Porträts
320 Einträge Agenturen, die ausbilden (Volontäre/Trainees)
82 Einträge Agenturen, die ausbilden und nach DJV-Regeln bezahlen
150 Teilnehmer Pfeffers PR-Umsatz-Ranking 2013
185 Einträge Agenturen im SoMe-Ranking "Facebook"
186 Einträge Agenturen im SoMe-Ranking "Twitter"
1.483 Einträge alter Website-Check (2010/2011) 
809 Einträge neuer Website-Check (2013/2014)
425 Einträge Datenbank Dienstleister im PR-Bereich (per 30.12.2014)
124 Einträge Datenbank Ausbilder im PR-Bereich (per 30.12.2014)
weitere Daten auf der eigenen Startseite

Jobbörsen-Statistik:

504 Stellen-Anzeigen in 2014
440 Stellenangebote
64 Stellengesuche
weitere Daten auf der eigenen Startseite