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Entwicklung der Medienlandschaft: Interview mit Thomas Pleil

pleil thomasThomas Pleil lehrt Public Relations an der Hochschule Darmstadt in den Studiengängen Online-Journalismus und Wissenschaftsjournalismus. Der Autor von zahlreichen Büchern und Artikeln ist Spezialist für Online-Kommunikation, Online-PR sowie die Entwicklung der Medienlandschaft. Nadja Amireh (Agentur get noticed! und Ressortleiterin Social Media des PR-Journals) hat ihn zu den aktuellen Veränderungen der Medienlandschaft sowie den Herausforderungen, die sich dadurch für Unternehmen ergeben, befragt.

Nadja Amireh: Fast täglich gibt es neue Social Media Netzwerke und das Mediennutzungsverhalten ändert sich gravierend. Sind die PR- und Marketingverantwortlichen darauf ausreichend vorbereitet?

Thomas Pleil: Nach meiner Beobachtung gibt es in vielen Unternehmen, Agenturen und NGOs Leute, die hervorragend mit den aktuellen Herausforderungen durch den Medienwandel und speziell die Online-Kommunikation umgehen. Gleichzeitig sehe ich bei vielen Organisationen einen großen Informationsbedarf und fehlende Erfahrung. Klar ist, dass die Ausbildung der Marketing- und Kommunikationsleute eine wichtige Rolle spielt: Wer schon seit einigen Jahren im Beruf ist, hat die Herausforderung, die Veränderungen zu antizipieren und sich gegebenenfalls weiterzubilden. Gleichzeitig haben Hochschulen und andere Anbieter von Ausbildungen ihre Lehrpläne darauf einzustellen. In beiden Fällen gilt aber, dass grundsätzliche Mechanismen der Kommunikation sich nicht verändern, nur weil es laufend neue Tools gibt.

Nadja Amireh: Eine Forderung, die immer im Zusammenhang mit Medienwandel, Social Media und Online-Kommunikation genannt wird, ist die nach Dialog und Authentizität. Diese Begriffe sind stark strapaziert. Wie authentisch und dialogbereit dürfen oder müssen Unternehmen im Netz sein?

Thomas Pleil: Ja, das stimmt, diese Begriffe sind strapaziert. Und ob sie die wichtigsten sind, ist noch eine andere Frage. Aber konkreter sehe ich dazu verschiedene Aspekte. Auf der einen Seite ändern sich grundsätzlich die Anforderungen an den Kommunikationsstil, und das betrifft nicht nur das Netz. In der Online-Kommunikation werden diese Veränderungen wahrscheinlich aber am schnellsten sichtbar, weil hier ein großer Teil des Dialogs zu diesen Fragen stattfindet. Generell denke ich, hat sich der Erwartungsrahmen an öffentliche Kommunikation in der Gesellschaft verändert. Das gilt für Werbebotschaften genauso wie für die politische Kommunikation. Und wenn zum Beispiel Verhalten und Kommunikation oder Versprechen und Produkt nicht zusammenpassen, wird dies schnell öffentlich thematisiert. Die Menschen sind nicht so dumm, wie die Kommunikationsbranche sich lange vorgelogen hat. Und sie können einfacher denn je Versprechen überprüfen. Hieraus ergeben sich Anforderungen an die Glaubwürdigkeit und an die Authentizität. Hinzu kommt, dass es Situationen gibt, in denen Stakeholder Antworten bzw. einen Dialog erwarten. Dies können sie heute natürlich im Internet viel einfacher einfordern. Geschieht dies aktiv, sind Unternehmen meist gut beraten, dialogfähig zu sein. Auf der anderen Seite muss natürlich nicht jede Kommunikationsmaßnahme auf Dialog ausgerichtet sein. Besonders wichtig ist aber, was nach dem Dialog kommt: Findet er nur um seiner selbst Willen statt, oder sind die Beteiligten im Extremfall bereit, auch etwas zu tun?

Nadja Amireh: Neben Plattformen wie Facebook, die das sozialen Netzwerk eines Nutzers abbilden, gibt es auch Dienste für bestimmte Interessen wie Pinterest. Wie schätzen Sie die Relevanz von relativ neuen Diensten wie Google+ und Pinterest ein?

Thomas Pleil: Natürlich wird alle paar Monate eine andere Plattform gehypt. Das muss man sich sehr nüchtern anschauen. Wichtig erscheint mir, dass Unternehmen solche Dienste verstehen und überlegen, inwieweit diese Relevanz für das Erreichen der individuellen Kommunkationsziele im Social Web haben können. Das setzt natürlich voraus, dass solche Ziele formuliert sind und ich unter anderem analysiere, mit wem ich mich dort überhaupt vernetzen kann. Eine solche Analyse kann ergeben, dass Pinterest für das eine Unternehmen ganz neue Möglichkeiten in der Kommunikation erschließt, für ein anderes aber ganz und gar nicht. Klar ist auch, dass Vorhersagen oft schwierig sind, denn wie sich ein Dienst tatsächlich entwickelt, ist schwer abzusehen. Aber in der Tendenz würde ich Pinterest derzeit eher in speziellen Nischen sehen.

Nadja Amireh: Wie verändert sich z. B. das TV durch Social Media? Beispiele: Zum Superbowl oder Tatort wird getwittert, andererseits zitieren Sendungen aus Facebook und Twitter.

Thomas Pleil: Ja. Ob es die Fernsehmacher wollen oder nicht: Die Kanäle rücken enger zusammen. Der Rückkanal, den TV selbst nicht bietet, wird zunehmend durch Twitter und vor allem Facebook hergestellt. Meist hat man den Eindruck, die Fernsehsender nehmen das kaum wahr, gelegentlich wird versucht, das Ganze durch Apps zu befördern oder sogar Diskussionen aus dem Web live im TV aufzugreifen.

Diese Entwicklung kann natürlich auch weitreichende Folgen für Kommunikationsabteilungen haben: Denn es wird ja nicht nur getwittert, wer gerade ein Tor geschossen hat oder was Frau Lindholm anhat, sondern auch Magazinsendungen oder Nachrichten werden so begleitet. Gerade hier experimentieren ja einige Fernsehsender damit, während oder nach der Sendung die Zuschauer mit Hilfe des Internets einzubinden. Wird dort z. B. über ein Unternehmen berichtet, kann blitzschnell online eine muntere Diskussion entstehen - und zwar zu Zeiten, in denen die PR-Abteilung meist gar nicht besetzt ist und mit einer Intensität, die erschreckend sein kann. Der WWF hatte vor einigen Monaten diese Erfahrung gemacht, aber auch versucht, live zu reagieren.

Nadja Amireh: Journalisten, die bloggen oder Blogger, die hochwertige Artikel mit journalistischem Anspruch schreiben - die Grenzen verschwimmen. Das schafft neue Herausforderungen beim Medienkonsum: Wie kann der Nutzer die Relevanz und Vertrauenswürdigkeit einer Meldung und ihres Absenders einschätzen?

Thomas Pleil: Die Lektüre eines Beitrags wird hierzu allein oft nicht ausreichen. Allerdings kann man mit einigen Mausklicks zum Beispiel ganz gut nachvollziehen, wer in einem Weblog mitdiskutiert, welche anderen Seiten das Blog verlinken und damit referenzieren oder wie etabliert das Blog bzw. sein Betreiber ist. Bei vielen (Fach-)Themen ist es üblich, dass die Autoren mit ihrem Namen auftreten und andere Online-Profile wie Xing oder Facebook verlinken. Ein anderes Indiz könnte sein, welche Qualität die verwendeten (und hoffentlich verlinkten) Quellen haben.

Sehr viel schwieriger ist es natürlich, wenn Autoren pseudonym auftreten, etwa, weil sie Repressalien fürchten. Dennoch gibt es hier mit einfachen Mitteln die Möglichkeiten, zumindest einen Eindruck des Netzwerkes zu bekommen, in dem sich ein Autor bewegt, beispielsweise, indem man schaut, wer eine Meldung weiter trägt. Allerdings: Gegen einen gut gemachten Fake ist man kaum gefeit - meist aber kommen diese trotzdem ans Licht.

Nadja Amireh: Wo sehen Sie die Medientrends der Zukunft? Geben Sie uns einen Ausblick?

Thomas Pleil: Ich denke, wir bekommen es im Alltag immer selbstverständlicher mit Medienanwendungen zu tun, die uns umhüllen und zum Beispiel auf uns reagieren, ein Stichwort: Ambient Intelligence. An unserer Hochschule haben zum Beispiel Studenten im letzten Semester einen Fahrstuhl konzipiert, in dem Musik und Beleuchtung sich automatisch an die Stimmung der Fahrgäste anpassen. Andere Erwartungen: Die digitalen Nachrichten- und Unterhaltungsangebote werden sich sicher noch stärker an die mobile Internetnutzung anpassen und es wird zwischen Plattformen und Kanälen noch mehr Verbindungen geben. Und natürlich werden wir die zunehmende Bandbreite nutzen, beispielsweise durch noch mehr Videos. Klar ist wohl auch, dass wir noch mehr Alltags- und Arbeitsprozesse im Netz abwickeln werden. Und die "alten Medien" werden vermutlich weiterhin an Nutzern bzw. Abonnenten verlieren, einige werden aber sich aber neu positionieren, so dass auch nach 2035 noch Druckerpressen laufen werden. Ob sie jeden Tag eine Zeitung ausspucken, muss man mal sehen.

Zum Blog Das Textdepot von Thomas Pleil, zur Vita von Thomas Pleil

 

 

 

 

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Personalien

Helmut von Stackelberg geht in Ruhestand

Stackelberg-von-Helmut SympraHoeber-Veronika SympraGFMathauer-Veit Sympra-GfHelmut von Stackelberg (61, Foto l.) beendet zum Ende des Jahres 2014 seine Tätigkeit bei Sympra und begibt sich in den Ruhestand. Nachfolgerin wird Veronika Höber (Foto), die ab 1. Januar 2015 gemeinsam mit Veit Mathauer (Foto r.) die Geschicke der Agentur lenken wird. Von Stackelberg und Mathauer hatten Sympra 1992 gegründet und die Agentur zu einer festen Größe in der Branche aufgebaut. Sympra beschäftigt heute mehr als 20 Mitarbeiter an den Standorten Stuttgart, München und Berlin, ist seit zwölf Jahren Mitglied in der Gesellschaft PR-Agenturen (GPRA).

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Werbung

Etats

Swiss setzt mit achtung! Zeichen für mehr Achtsamkeit

Swiss Hofstetter Bewegung-AchtsamkeitMehr Achtsamkeit, mehr Rückbesinnung auf das Gegenüber – was die Fluggesellschaft Swiss für sich zur Herzensangelegenheit erklärt hat, soll auch einem großen Publikum ins Bewusstsein gerufen werden. Deshalb hat die Swiss AG eine aufsehenerregende Aktion gestartet: Sie tourt mit überdimensionalen Lichtinstallationen quer durch Europas Metropolen. Die von der Agentur achtung! entwickelte Tournee ist jetzt in London gestartet. Der Lichtkünstler Gerry Hofstetter ließ dort überdimensionale Augenpaare aufmerksam vom London Observatory blicken (siehe Foto). Ein YouTube-Film zeigt weitere Eindrücke. Die Augenpaare stammen von Swiss Flugbegleitern und sollen die Menschen zu mehr Sorgfalt im Umgang miteinander ermuntern. Nun werden weitere monumentale und bekannte Bauwerke folgen: Am 11. Dezember 2014 wird ein Zeichen für mehr Achtsamkeit in Hamburg gesetzt.

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Agenturen

Lach Communication Group übernimmt Werbeagentur Simon+Stroex

Lach-Thomas LachGmbHAgenturDie Agentur für Marketing und Kommunikation Lach GmbH & Co. KG mit Sitz in Mönchengladbach weitet ihr Geschäft aus. Ab den 1. Januar 2015 wird Thomas Lach (Foto) zusätzlich Inhaber und CEO der Werbeagentur Simon+Stroex, die in Düsseldorf ansässig ist. Das Unternehmen firmiert dann unter dem neuen Namen Lach, Simon und Stroex GmbH & Co. KG. Während die Mönchengladbacher Agentur ihren Schwerpunkt im Mode- und Textilbereich hat, bewegt sich Lach, Simon und Stroex überwiegend in den Marktsegmenten Food & Beverage-, Beauty & Lifestyle sowie und Technik.

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Unternehmen

Baustellen im Netz: Internetauftritte der deutschen Immobilienbranche verbesserungsbedürftig

Die meisten Internetseiten der großen deutschen Immobilienunternehmen haben beim Inhalt noch deutlich Luft nach oben. Insbesondere wenn es darum geht, die einzelnen Kernzielgruppen mit für diese besonders relevanten Informationen anzusprechen, scheitern viele Onlinepräsenzen. Hinzu kommt: Überraschend viele Seiten sind immer noch nicht für eine Nutzung mit mobilen Geräten optimiert. Das geht aus einer Untersuchung der Internetauftritte der 50 großen deutschen Immobilienunternehmen durch ergo Kommunikation hervor.

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Organisationen

DPRG NRW bittet zum Neujahrsempfang in den Bonner Post Tower

Post-Tower-BonnHoch hinaus will die nordrhein-westfälische Landesgruppe der Deutschen Public Relations Gesellschaft (DPRG) im kommenden Jahr. Denn gleich zu Beginn des Jahres steht am 4. Februar um 19 Uhr ein Besuch im Bonner Posttower an. Der Neujahrsempfang der DPRG-NRW wird ausgerichtet von der Deutschen Post / DHL. Gastgeber und Hauptredner des Abends wird Christof Ehrhart sein, der Leiter Konzernkommunikation und Unternehmensverantwortung. Ehrhart spricht zum Thema: „Die Unternehmenskommunikation im Wandel". Unter den Teilnehmern wird an diesem Abend auch DPRG-Präsident Norbert Minwegen sein.

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Medien

NDR-Medienmagazin „Zapp“: Vertrauen der Deutschen in die Medien deutlich gesunken

Laut einer aktuellen repräsentativen Umfrage im Auftrag des NDR Medienmagazins „Zapp“ haben 63 Prozent der Deutschen wenig oder gar kein Vertrauen in die Ukraine-Berichterstattung deutscher Medien. Von diesen 63 Prozent nannte fast jeder Dritte als Grund für das mangelnde Vertrauen, die Berichterstattung sei einseitig oder nicht objektiv. Fast jeder Fünfte von diesen 63 Prozent - also derjenigen, die wenig oder gar kein Vertrauen in die Ukraine-Berichterstattung haben - geht von einer bewussten Fehlinformation durch die Medien aus, die Berichterstattung entspreche nicht der Realität. Das mangelnde Vertrauen geht dabei quer durch alle Alters- und Einkommensgruppen, ist unabhängig von Geschlecht und Wohnort und wirkt sich offenbar negativ auf die Wahrnehmung der Medien insgesamt aus. Insgesamt ist das Vertrauen in die Medien in den letzten zwei Jahren deutlich gesunken. Gaben im April 2012 noch 40 Prozent der Befragten an, großes oder sehr großes Vertrauen zu den Medien zu haben, sind es jetzt, im Dezember 2014, nur noch 29 Prozent.

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Social Media

Studie: Handel Vorbild beim Online-Marketing

Multichannel-Haendler-Top15 absolitVon Online-Händlern lernen heißt siegen lernen. So lautet das Fazit der Studie „Multichannel-Handel 2015“ von Absolit Consulting. Analysiert wurde die Online-Präsenz der 30 Multichannel-Händler mit dem höchsten Online-Umsatz. „Besonders im Suchmaschinen-Marketing sind die Händler Vollprofis“, betont Studienautor Torsten Schwarz. Die stärkste Präsenz – siehe Grafik – hat Apple, gefolgt von Conrad und Ikea. Der Metro-Konzern landet mit Media Markt und Saturn auf Platz 4 und 5. In seiner Bilanz-Pressekonferenz hatte der Konzern am 16. Dezember die Bedeutung des um 30 Prozent auf 1,4 Milliarden gewachsenen Online-Handels betont. Als Ziel wurden zehn Prozent Online-Anteil am Umsatz festgelegt. Real und Lidl sind derzeit die einzigen Lebensmittelhändler unter den Top 30.

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Autoren-Beiträge

Interim Manager: Der richtige Stil und Mut sind gefragt

Griepentrog-Wolfgang 2014Noch ist es ein Nischenmarkt, aber der Bedarf an Interim Managern mit Spezialisierung auf Kommunikationsmanagement in kritischen Situationen ist hoch. Tiefgreifende Veränderungsprozesse sind in den Unternehmen heute permanent auf der Tagesordnung und Interim Manager können eine professionelle, kontinuierliche Begleitung sicherstellen. Sie sind in strategischer und operativer Hinsicht gute Problemlöser, wenn es darum geht, Vakanzen rasch und wirkungsvoll auszugleichen oder Veränderungsprojekte zum Erfolg zu führen. In Abgrenzung zu Unternehmensberatungen und Agenturen bieten sie tendenziell manche Vorteile. Wer das sagt, hat die Erfahrung selbst gemacht. „PR-Journal“-Gastautor Wolfgang Griepentrog (Foto) hat soeben ein Interim Mandat für Change & Kommunikation abgeschlossen. Dabei hat er einen umfangreichen Transformationsprozess begleitet. Lesen Sie in seinem Blog „Glaubwürdig kommunizieren“, was Interim Manager in Veränderungsprozessen leisten und welchen Mehrwert Kommunikationsprofis auf Zeit bieten.

Das PR-Interview

PR-Interview Nr. 124 – Carsten Fiedler: Wir haben vom Digitalen gelernt

„Das PR-Interview im PRJ“ wird realisiert von k1 gesellschaft für kommunikation, Köln.
Fiedler-Carsten ChefredExpressInterview mit dem Chefredakteur des Kölner „Express“ und der neu gegründeten Kölner Zeitung für junge Leute „xtra“. Carsten Fiedler (Foto) erklärt warum sein Verlag M. DuMont Schauberg einen neuen Printtitel im Markt testet, während sich Zeitungsbranche „zweifelsohne in einem gewaltigen Umbruch“ befinde. Zur Printkrise sagt er, die Lösung könne nicht ausschließlich in digitalen Angeboten bestehen.

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Rezensionen

Optimistisch-optimierte HTML-Tapete

SEO BuchcoverIch träume von einem Büro mit HTML-Code an der Wand.
Unformatiert. Clean.
Schönes 50-prozentiges Grau auf weiß.
Es beruhigt. Es gibt Sicherheit.
Es ist ehrlich.
Ranking, Usability, SEM, Newsletter, Google Adwords, Linkbuilding, Video-Marketing, Adsense, Offpage-Optimierung, Conversion-Rate, E-Mail: Für die wenigsten hat Suchmaschinenoptimierung einen ästhetischen Reiz. Dennoch reden alle davon. Alle wollen es. Und alle verstehen nur einen Bruchteil dessen, was genau sich hinter SEO verbirgt. Sie nehmen sich nicht die Zeit, hinter die Kulissen der Website, in die Stille der Programmiersprache zu blicken. Schade eigentlich. Aber offen gestanden auch nur teilweise notwendig …

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Norbert: Gerüchte+Gerichte

Weihnachtsmenü, 4. Teil: Arme Ritter mit karamellisierten Früchten

schulz-bruhdoel norbert-58(nsb) Die Namen mancher Gerichte zeugen von viel Humor: Im Spätmittelalter kamen mannshohe Schutzschilde auf, hinter denen sich die Turniergegner vollständig verbergen konnten. Sie bestanden aus Latten und Brettern von Pappelholz, waren mit Stoff oder Leder bespannt und oft reich verziert. Das konnten sich nur wohlhabende Adlige leisten. Eine Scheibe altbackenes Brot, in Milch mit Ei gewälzt und gebacken, das sah aus wie eine Miniaturausgabe eines solchen Schildes – es war eine Speise der Armen. Voller Ironie nannte man sie „Arme Ritter“.
Dabei geht die Geschichte dieser Verwertung alt gewordenen Brots viel weiter zurück. Ein Kochbuch aus römischer Zeit beschreibt ein ganz ähnliches Rezept. In ganz Europa gibt es Varianten, mal süß, mal pikant. In Frankreich kennt man sie als „pain perdu“, in Kanada werden sie als „french toast“ mit Ahornsirup gegessen. In Österreich heißen sie „Pavesen“ – und in diesem Wort klingt der Name der italienischen Stadt Pavia an, die für die Kunstfertigkeit ihrer Schildemacher bekannt war.

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Termine

Internationaler PR-Kongress vom 7. bis 9. Mai am Bodensee

ECC-Logo-15-kleinInnovation ist das zentrale Thema der European Communications Convention '15 (ECC), die vom 7. bis 9. Mai am östlichen Bodensee, in Lindau, Bregenz und im Würth-Haus Rorschach stattfinden wird. Nach Auskunft der Veranstalter geht es dabei sowohl um PR für Innovationen als auch um innovative PR-Ansätze und - last not least - um Innovationsmanagement. In Referaten, Diskussionen und Workshops werden internationale Experten aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, USA, Russland und anderen Ländern über ihre Erfahrungen berichten. Das „PR-Journal“ ist neben dem Video-Distributions-Portal TheNewsMarket Medienpartner der ersten Stunde.

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Bildung

Bewerbungsstart für Executive Masters „International Media Innovation Management“

Weltweit steht die Kommunikationsbranche vor großen Herausforderungen. Die Veränderungen des Medienkonsums, die technologische Entwicklung und die Globalisierung sind die zentralen Themen, die ein neues „Innovatives Leadership“ von Medienunternehmen erfordern. Das Masterprogramm „International Media Innovation Management“ (imim) der Deutschen Universität für Weiterbildung und dem fjum_forum für journalismus und medien Wien bereitet gezielt auf diese Aufgaben vor. Bewerbungen für den Programmstart im Oktober 2015 sind ab sofort möglich. Formulare zu Bewerbung, Stipendien und weitere Informationen finden sich auf der imim-Website.

Studien

Wie Spendenaufrufe wirken – Untersuchung von vier Spots

Weihnachtszeit ist Spendenzeit – und die großen Hilfsorganisationen werben dieser Tage auch im TV besonders intensiv für ihre gemeinnützigen Anliegen. Aber wie kommt die Kommunikation für wohltätige Zwecke eigentlich bei den potentiellen Spendern an? Die Facit Gruppe, ein eigenständiges und unabhängiges Institut für strategische Marktforschung und Beratung, hat im Rahmen einer neurowissenschaftlichen Studie „in die Köpfe“ von 220 Verbrauchern geschaut und Spots von Aktion Mensch, dem Deutschen Kinderverein, SOS Kinderdörfer und Unicef analysiert. Einige Ergebnisse: Die motivierenden, positiv gestalteten Spots von Aktion Mensch und Unicef wecken eine hohe persönliche Relevanz und Aufmerksamkeit bei den Probanden. Besonders hilfreich sind hierfür involvierende Elemente, die den Zuschauer miteinbeziehen – etwa das Voiceover „In den vergangenen 50 Jahren konnten wir gemeinsam vieles verändern“ bei Aktion Mensch oder die direkte Ansprache mit Blick in die Kamera von Dirk Nowitzki: „Sie können das auch“ im Unicef-Spot.

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Lesehinweise

Stuttgart 21 & Co: Machbar ist nur, was vermittelbar ist

Akzeptanz-in-Protestgesell BuchcoverGroße Infrastrukturprojekte lösen zunehmend gesellschaftliche Empörungswellen aus. Der Springer Wissenschaftsverlag hat zum Diskurs über Akzeptanz und Bürgerbeteiligung in der modernen Medien- und Protestgesellschaft ein neues Buch veröffentlicht. Der Sammelband bietet wissenschaftliche Zugänge zu Akzeptanz, Vertrauen, Transparenz und Legitimation von großen Infrastrukturprojekten in der modernen Medien- und Protestgesellschaft. Darüber hinaus beschreiben die Beiträge konkrete Fallbeispiele für Konflikte in Wirtschaft, Kultur und Politik sowie praktische Methoden und Verfahren zur Erlangung besserer Akzeptanz. Einer der Herausgeber ist Günter Bentele, von 1994 bis 2014 war er Professor für Öffentlichkeitsarbeit / Public Relations am Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft der Universität Leipzig.

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Tipps

Mindestlohn gilt auch für Minijobber – BMA informiert ausführlich

Mindestlohn-Brochuere2014Nur noch wenige Tage, dann ist es soweit. Der Mindestlohn kommt zum 1. Januar 2015. Für alle Arbeitgeber, die hier organisatorisch noch Hand anlegen müssen, bietet das Bundesarbeitsministerium (BMA) Hilfestellung. Das Ministerium von Andreas Nahles (SPD) hat eine Broschüre veröffentlicht, die die wesentlichen Fragen beantwortet. Sie kann direkt auf der eigens eingerichteten Website  eingesehen und bestellt werden. Zusätzlich hat das Ministerium eine Telefonhotline eingerichtet, die allen Informationssuchenden unter der Rufnummer 030 / 60 28 00 28 montags bis donnerstags von 8:00 bis 20:00 Uhr offen steht.
Wussten Sie übrigens, dass der Mindestlohn auch für Minijobberinnen und Minijobber gilt? Auch in dieser Art von Beschäftigungsverhältnis, darf der Mindeslohn von 8,50 Euro pro Stunde nicht unterschritten werden. Deshalb werden Arbeitgeber künftig verpflichtet sein, Beginn, Dauer und Ende der täglichen Arbeitszeit genau zu protokollieren und die Aufzeichnungen dazu über den gesamten Zeitraum der Beschäftigung aufzubewahren.

Preise und Awards

Hopfen, Höttges und Syzygy sind die „Horizont“-Award-Preisträger 2014

Die Preisträger des diesjährigen „Horizont“-Awards stehen fest: Donata Hopfen, Vorsitzende der Verlagsgeschäftsführung der „Bild“-Gruppe von Axel Springer, Timotheus Höttges, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Telekom, und Marco Seiler, CEO der Internet-Agenturgruppe Syzygy, werden am 20. Januar ausgezeichnet. Die Awards werden in der Frankfurter Alten Oper vergeben. Die Preisverleihung ist zugleich der festliche Höhepunkt des Deutschen Medienkongresses am 20. und 21. Januar. Weitere Informationen zu den Preisträgern und den Gründen für ihre Auszeichnung finden sich direkt bei „Horizont.net“.

STAMM Medien-News

Stamm Medien-Newsletter Dezember 2014

Der Stamm-Verlag in Essen dokumentiert seit 1947 als einziger deutscher Verlag komplett alle Medien (ca. 24.000) in Deutschland (Print / Zeitungen + Zeitschriften, Rundfunk / Radio + Fernsehen, Online (seit 2003)). Im November 2014 wurden 10.555 Medien aktualisiert, im letzten Quartal waren es insgesamt 10.990 Medien. Der monatliche „Stamm Medien-Newsletter“ informiert über aktuelle Änderungen in der deutschsprachigen Medienlandschaft (Deutschland, Österreich, Schweiz). Mit freundlicher Genehmigung folgen hier einige Meldungen:

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Internes - aus der Redaktion

PR-Journal: 30.476 Besucher im November, 41 neue Jobangebote, knapp 18 % nutzen Mobilversion

Unsere diversen Statistiken bilanzieren für das "PR-Journal" im November 2014 insgesamt 30.476 Besucher lt. Zählung der IVW Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern, Berlin. Somit errechnet sich insgesamt ein Tagesdurchschnitt von 1.016 Visits. Jeder Besucher schaute sich 2,2 Seiten an - daraus errechnen sich 68.295 PageImpressions für das PR-Medium Nr. 1 im Internet. Ergänzend wurde durch GoogleAnalytics im November festgestellt; 33,6 Prozent waren neue Besucher. 54,1 Prozent der Besucher sind männlich, 45,9 Prozent weiblich; 61 Prozent sind bis 34 Jahre alt. 17,9 Prozent der Besucher rufen die PRJ-Seiten über mobile Geräte (Smartphones und Tablets) auf.

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Kontakt

Herausgeber:
Gerhard A. Pfeffer (seit 2004/1996)
Lendersbergstrasse 86
53721 Siegburg
Telefon: +49 (0)2241 201.30.60
Telefax: +49 (0)2241 201.30.61
Mobilfon: +49 (0)160 94.63.57.77
E-Mail: redaktion[at]pr-journal.de

Verlag:
Epikeros PR-Portal Ltd., Siegburg

Monats-Statistik

April/Mai 2014:
(jeweils in Klammern kumuliert seit Januar 2014)
(i.d.R. für alle Seiten - PR-Journal, Jobbörse, Datenbanken etc.)

66.650 Visits (165.840)

1.025 Tagesdurchschnitt Besucher

62,6 % neue Besucher

54,2 % Besucher sind männlich / 45,8 sind weiblich

61% sind bis 34 Jahre alt / 15,5 % bis 44 Jahre / 23,5 % älter als 45 Jahre

85 % rufen das PRJ am Desktop auf / 15 % über mobile Geräte

162.088 PageImpressions (392.974)

07:37 Minuten Besuchszeit

2,4 Seitenaufrufe je Besucher

23 Kommentare (54)

Artikel-Klickstatistik hier.


Social Media-Kontakte (gesamt: 15.264):

8.276 Twitter-Follower (3.667 Tweets)

3.822 Facebook-Freunde

1.298 Personen-Kontakte über Google+

692 Follower bei Pinterest (3 Boards, 488 Pins)

565 LinkedIn-Kontakte

611 Xing-Direktkontakte


Newsletter-Statistik

10.528 NL-Empfänger / 15.345 im Verteiler (lt. Bounce-Management von CleverReach, Oldenburg)

26 % Newsletter geöffnet
38 % Klicks auf Meldungen im NL

669 Einzelmeldungen (1.629)
16,7 Meldungen je Arbeitstag

8 Newsletter-Ausgaben (20 / seit Nov.2004: 428 NL)

Anmerkung: Die Zugriffsstatistik zählen wir mit IVW + GoogleAnalytics.


Datenbanken-Statistik:

1.693 Einträge PR-Agenturen und PR-Berater
65 Einträge mit Linkadresse
99 Einträge mit großem Datenbank-Eintrag
19 Einträge mit Agentur-Porträt
309 Einträge Agenturen, die ausbilden
82 Einträge Agenturen, die ausbilden + nach DJV-Regeln bezahlen
149 Teilnehmer am PR-Umsatz-Ranking 2013
169 Einträge Agenturen im SoMe-Ranking "Facebook"
171 Einträge Agenturen im SoMe-Ranking "Twitter"
266 Einträge PR-WebsiteCheck 2013/2014
422 Einträge Dienstleister im PR-Bereich
124 Einträge Ausbilder im PR-Bereich

weitere Infos auf der eigenen Startseite

Jobbörsen-Statistik:

80 Stellenangebote (190)
8 Stellengesuche (25)

21 Angebote „Ausbildungsjobs“
59 Angebote alle anderen Jobs

weitere Infos auf der eigenen Startseite

Jahres-Statistik

Januar - Dezember 2013:

(i.d.R. für alle Seiten - PR-Journal, Jobbörse, Datenbanken, agenturcafe etc.)
357.592 Visits 2013
1.089 Tagesdurchschnitt
979.978 PageImpressions
2.685 Tagesdurchschnitt
08:54 Min. Besuchszeit
2,5 Seitenaufrufe je Besucher
552 Kommentare
Rang 221.334 bei alexa.com weltweit
Rang 16.927 bei alexa.com in Deutschland
369 Seiten verlinken lt. alexa.com auf pr-journal.de 

Social-Media-Kontakte gesamt: 14.541
7.611 Follower auf den 3 PRJ-Twitter-Seiten
3.397 Tweets auf den 3 Twitter-Seiten
3.664 Freunde auf den 3 PRJ-Facebook-Seiten
1.527 Kontakte auf den 3 PRJ-Seiten von Google+
657  Follower auf den 3 Boards von Pinterest (420 Pins)
476 Xing-Direktkontakte (G.Pfeffer)
606 LinkedIn-Kontakte (G. Pfeffer)

Menupunkt-Aufrufe seit Dezember 2004:

132.028 Impressum
103.120 Werbung + Medien-Infos

Newsletter-Statistik 

Jan.-Dez. 2013:
10.658 NL-Empfänger (Stand: 31.12.2013)
14.844 Empfänger im NL-Verteiler
25% Newsletter werden geöffnet (Ø)
35% Klicks auf Einzelbeiträge (Ø)
4.154 Einzelmeldungen 01.-12.2013
16,7 Meldungen je Arbeitstag (Ø)
seit Dezember 2004:
408 Newsletter-Ausgaben (110 Monate)
36.120 Einzel-Meldungen
38.468 Aufrufe Newsletter-Archiv

Anmerkung: Die Zugriffsstatistik zählen wir mit IVW + GoogleAnalytics.

Datenbanken-Statistik:

1.676 Einträge Datenbank Agenturen (per 30.12.2013)
90 Einträge mit ausführlichem Datenbankeintrag
68 Einträge mit verlinkter Adresse
17 Einträge mit Porträts
302 Einträge Agenturen, die ausbilden (Volontäre/Trainees)
83 Einträge Agenturen, die ausbilden und nach DJV-Regeln bezahlen
159 Teilnehmer Pfeffers PR-Umsatz-Ranking 2012
156 Einträge Agenturen im SoMe-Ranking "Facebook"
164 Einträge Agenturen im SoMe-Ranking "Twitter"
1.349 Einträge alter Website-Check (2010/2011)
202 Einträge neuer Website-Check (2013/2014)
422 Einträge Datenbank Dienstleister im PR-Bereich (per 30.12.2013)
124 Einträge Datenbank Ausbilder im PR-Bereich (per 30.12.2013)
weitere Daten auf der eigenen Startseite

Jobbörsen-Statistik:

562 Stellen-Anzeigen in 2013
470 Stellenangebote
92 Stellengesuche
weitere Daten auf der eigenen Startseite