Seite 1

Entwicklung der Medienlandschaft: Interview mit Thomas Pleil

pleil thomasThomas Pleil lehrt Public Relations an der Hochschule Darmstadt in den Studiengängen Online-Journalismus und Wissenschaftsjournalismus. Der Autor von zahlreichen Büchern und Artikeln ist Spezialist für Online-Kommunikation, Online-PR sowie die Entwicklung der Medienlandschaft. Nadja Amireh (Agentur get noticed! und Ressortleiterin Social Media des PR-Journals) hat ihn zu den aktuellen Veränderungen der Medienlandschaft sowie den Herausforderungen, die sich dadurch für Unternehmen ergeben, befragt.

Nadja Amireh: Fast täglich gibt es neue Social Media Netzwerke und das Mediennutzungsverhalten ändert sich gravierend. Sind die PR- und Marketingverantwortlichen darauf ausreichend vorbereitet?

Thomas Pleil: Nach meiner Beobachtung gibt es in vielen Unternehmen, Agenturen und NGOs Leute, die hervorragend mit den aktuellen Herausforderungen durch den Medienwandel und speziell die Online-Kommunikation umgehen. Gleichzeitig sehe ich bei vielen Organisationen einen großen Informationsbedarf und fehlende Erfahrung. Klar ist, dass die Ausbildung der Marketing- und Kommunikationsleute eine wichtige Rolle spielt: Wer schon seit einigen Jahren im Beruf ist, hat die Herausforderung, die Veränderungen zu antizipieren und sich gegebenenfalls weiterzubilden. Gleichzeitig haben Hochschulen und andere Anbieter von Ausbildungen ihre Lehrpläne darauf einzustellen. In beiden Fällen gilt aber, dass grundsätzliche Mechanismen der Kommunikation sich nicht verändern, nur weil es laufend neue Tools gibt.

Nadja Amireh: Eine Forderung, die immer im Zusammenhang mit Medienwandel, Social Media und Online-Kommunikation genannt wird, ist die nach Dialog und Authentizität. Diese Begriffe sind stark strapaziert. Wie authentisch und dialogbereit dürfen oder müssen Unternehmen im Netz sein?

Thomas Pleil: Ja, das stimmt, diese Begriffe sind strapaziert. Und ob sie die wichtigsten sind, ist noch eine andere Frage. Aber konkreter sehe ich dazu verschiedene Aspekte. Auf der einen Seite ändern sich grundsätzlich die Anforderungen an den Kommunikationsstil, und das betrifft nicht nur das Netz. In der Online-Kommunikation werden diese Veränderungen wahrscheinlich aber am schnellsten sichtbar, weil hier ein großer Teil des Dialogs zu diesen Fragen stattfindet. Generell denke ich, hat sich der Erwartungsrahmen an öffentliche Kommunikation in der Gesellschaft verändert. Das gilt für Werbebotschaften genauso wie für die politische Kommunikation. Und wenn zum Beispiel Verhalten und Kommunikation oder Versprechen und Produkt nicht zusammenpassen, wird dies schnell öffentlich thematisiert. Die Menschen sind nicht so dumm, wie die Kommunikationsbranche sich lange vorgelogen hat. Und sie können einfacher denn je Versprechen überprüfen. Hieraus ergeben sich Anforderungen an die Glaubwürdigkeit und an die Authentizität. Hinzu kommt, dass es Situationen gibt, in denen Stakeholder Antworten bzw. einen Dialog erwarten. Dies können sie heute natürlich im Internet viel einfacher einfordern. Geschieht dies aktiv, sind Unternehmen meist gut beraten, dialogfähig zu sein. Auf der anderen Seite muss natürlich nicht jede Kommunikationsmaßnahme auf Dialog ausgerichtet sein. Besonders wichtig ist aber, was nach dem Dialog kommt: Findet er nur um seiner selbst Willen statt, oder sind die Beteiligten im Extremfall bereit, auch etwas zu tun?

Nadja Amireh: Neben Plattformen wie Facebook, die das sozialen Netzwerk eines Nutzers abbilden, gibt es auch Dienste für bestimmte Interessen wie Pinterest. Wie schätzen Sie die Relevanz von relativ neuen Diensten wie Google+ und Pinterest ein?

Thomas Pleil: Natürlich wird alle paar Monate eine andere Plattform gehypt. Das muss man sich sehr nüchtern anschauen. Wichtig erscheint mir, dass Unternehmen solche Dienste verstehen und überlegen, inwieweit diese Relevanz für das Erreichen der individuellen Kommunkationsziele im Social Web haben können. Das setzt natürlich voraus, dass solche Ziele formuliert sind und ich unter anderem analysiere, mit wem ich mich dort überhaupt vernetzen kann. Eine solche Analyse kann ergeben, dass Pinterest für das eine Unternehmen ganz neue Möglichkeiten in der Kommunikation erschließt, für ein anderes aber ganz und gar nicht. Klar ist auch, dass Vorhersagen oft schwierig sind, denn wie sich ein Dienst tatsächlich entwickelt, ist schwer abzusehen. Aber in der Tendenz würde ich Pinterest derzeit eher in speziellen Nischen sehen.

Nadja Amireh: Wie verändert sich z. B. das TV durch Social Media? Beispiele: Zum Superbowl oder Tatort wird getwittert, andererseits zitieren Sendungen aus Facebook und Twitter.

Thomas Pleil: Ja. Ob es die Fernsehmacher wollen oder nicht: Die Kanäle rücken enger zusammen. Der Rückkanal, den TV selbst nicht bietet, wird zunehmend durch Twitter und vor allem Facebook hergestellt. Meist hat man den Eindruck, die Fernsehsender nehmen das kaum wahr, gelegentlich wird versucht, das Ganze durch Apps zu befördern oder sogar Diskussionen aus dem Web live im TV aufzugreifen.

Diese Entwicklung kann natürlich auch weitreichende Folgen für Kommunikationsabteilungen haben: Denn es wird ja nicht nur getwittert, wer gerade ein Tor geschossen hat oder was Frau Lindholm anhat, sondern auch Magazinsendungen oder Nachrichten werden so begleitet. Gerade hier experimentieren ja einige Fernsehsender damit, während oder nach der Sendung die Zuschauer mit Hilfe des Internets einzubinden. Wird dort z. B. über ein Unternehmen berichtet, kann blitzschnell online eine muntere Diskussion entstehen - und zwar zu Zeiten, in denen die PR-Abteilung meist gar nicht besetzt ist und mit einer Intensität, die erschreckend sein kann. Der WWF hatte vor einigen Monaten diese Erfahrung gemacht, aber auch versucht, live zu reagieren.

Nadja Amireh: Journalisten, die bloggen oder Blogger, die hochwertige Artikel mit journalistischem Anspruch schreiben - die Grenzen verschwimmen. Das schafft neue Herausforderungen beim Medienkonsum: Wie kann der Nutzer die Relevanz und Vertrauenswürdigkeit einer Meldung und ihres Absenders einschätzen?

Thomas Pleil: Die Lektüre eines Beitrags wird hierzu allein oft nicht ausreichen. Allerdings kann man mit einigen Mausklicks zum Beispiel ganz gut nachvollziehen, wer in einem Weblog mitdiskutiert, welche anderen Seiten das Blog verlinken und damit referenzieren oder wie etabliert das Blog bzw. sein Betreiber ist. Bei vielen (Fach-)Themen ist es üblich, dass die Autoren mit ihrem Namen auftreten und andere Online-Profile wie Xing oder Facebook verlinken. Ein anderes Indiz könnte sein, welche Qualität die verwendeten (und hoffentlich verlinkten) Quellen haben.

Sehr viel schwieriger ist es natürlich, wenn Autoren pseudonym auftreten, etwa, weil sie Repressalien fürchten. Dennoch gibt es hier mit einfachen Mitteln die Möglichkeiten, zumindest einen Eindruck des Netzwerkes zu bekommen, in dem sich ein Autor bewegt, beispielsweise, indem man schaut, wer eine Meldung weiter trägt. Allerdings: Gegen einen gut gemachten Fake ist man kaum gefeit - meist aber kommen diese trotzdem ans Licht.

Nadja Amireh: Wo sehen Sie die Medientrends der Zukunft? Geben Sie uns einen Ausblick?

Thomas Pleil: Ich denke, wir bekommen es im Alltag immer selbstverständlicher mit Medienanwendungen zu tun, die uns umhüllen und zum Beispiel auf uns reagieren, ein Stichwort: Ambient Intelligence. An unserer Hochschule haben zum Beispiel Studenten im letzten Semester einen Fahrstuhl konzipiert, in dem Musik und Beleuchtung sich automatisch an die Stimmung der Fahrgäste anpassen. Andere Erwartungen: Die digitalen Nachrichten- und Unterhaltungsangebote werden sich sicher noch stärker an die mobile Internetnutzung anpassen und es wird zwischen Plattformen und Kanälen noch mehr Verbindungen geben. Und natürlich werden wir die zunehmende Bandbreite nutzen, beispielsweise durch noch mehr Videos. Klar ist wohl auch, dass wir noch mehr Alltags- und Arbeitsprozesse im Netz abwickeln werden. Und die "alten Medien" werden vermutlich weiterhin an Nutzern bzw. Abonnenten verlieren, einige werden aber sich aber neu positionieren, so dass auch nach 2035 noch Druckerpressen laufen werden. Ob sie jeden Tag eine Zeitung ausspucken, muss man mal sehen.

Zum Blog Das Textdepot von Thomas Pleil, zur Vita von Thomas Pleil

 

 

 

 

Comments are now closed for this entry

Werbung

Personalien

Econ Awards: Dieter Zetsche ist „Persönlichkeit des Jahres 2014“

zetsche daimler 14A1160Dieter Zetsche (Foto, © Daimler) ist die Persönlichkeit 2014 des Econ Awards. Der Preisträger sagt dazu: „Ich freue mich sehr über die Auszeichnung als ‚Persönlichkeit des Jahres‘. Wir sind auf dem besten Weg, 2014 zu einem neuen Rekordjahr für Daimler zu machen – mit großartigen Produkten und einem großartigen Team. Gäbe es die Kategorie ‚Belegschaft des Jahres‘ – ich würde meine 275.000 Kolleginnen und Kollegen nominieren.“
Kaum einer dürfte die Daimler AG in Stuttgart so gut kennen wie er: Seit 1976 gehört Zetsche dem Unternehmen an, das einst das Automobil erfand und auch heute zu den erfolgreichsten Automobilunternehmen der Welt zählt. Seit 2006 hat der studierte Elektrotechniker und Diplomingenieur die Funktion des Vorstandsvorsitzenden inne.

weiterlesen

Etats

Krisenkommunikation von Kocks für European Homecare

Kocks 020 klDas aufgrund der skandalösen Vorkommnisse in einem Burbacher Flüchtlingsheim in Misskredit geratene Essener Unternehmen European Homecare (EHC) setzt bei seiner Krisenbewältigung offensichtlich auf Kommunikationsberater Klaus Kocks und dessen Agentur Cato. Wie die „Westfalenpost“ berichtet, hat das Essener Unternehmen Kocks als Sprecher engagiert. Auf der Website von EHC wird Kocks als Ansprechpartner für Presseanfragen benannt. Seine erste Maßnahme: Verweis auf ein Subunternehmen, Bedauern zum Ausdruck bringen und Kooperationsbereitschaft mit Behörden signalisieren. In einer Erklärung des Unternehmens heißt es, der Flüchtlingsheimbetreiber bereue sein eklatantes Versagen in Sicherheitsfragen aufrichtig und begrüße die politische Intervention sowie die strafrechtlichen Ermittlungen.

Branche

Cision übernimmt nach Vocus jetzt auch britische Gorkana Group

cision-logoCision, einer der führenden Anbieter von PR- und Social-Software und -Dienstleistungen, verbreitert seine Angebotspalette erneut. Wenige Tage nach Bekanntgabe der Fusion mit Vocus und der Übernahme von Visible Technologies folgte jetzt eine weitere Akquisition: Cision erwarb die Gorkana Group Limited. Dabei handelt es sich um einen Dienstleister aus Großbritannien für Mediendaten, Medienbeobachtung und Medienanalyse. Gorkana soll Cisions Produktpalette für PR-Profis und zugleich die vorhandenen Angebote für Journalisten aus aller Welt vertiefen.

weiterlesen

Agenturen

Agenturnetzwerk Novum Worlwide gegründet – Big Bang & Whisper aus Berlin neues Mitglied

Ein weiteres Netzwerk von Kommunikationsagenturen hat sich gegründet: Novum Worldwide, so der Name, vereint ausgewählte Kommunikationsagenturen unter einem Dach, die ihren Kunden den Zugang zu Kommunikationsexperten auf der ganzen Welt anbieten wollen. Neuesten Mitglied aus Deutschland ist die Berliner Agentur Big Bang & Whisper. Novum Worldwide arbeitet mit kleinen, erfahrenen Partnern, die für Qualität und hervorragende Resultate stehen. Die Idee stammt von der niederländischen Kommunikationsagentur Glasnost. Das neue Netzwerk umfasst die Adria-Region, Australien, Österreich, Belgien, Frankreich, Deutschland-Luxemburg, die Niederlande, den Persischen Golf, Süd-Afrika, Süd-Ost-Asien, Spanien, die Schweiz und Großbritannien. Kunden können entscheiden, ob sie direkt mit Partner-Agenturen arbeiten wollen oder eine Lead-Agentur als Hauptauftragnehmer auswählen wollen.

weiterlesen

Medien

PR-Fachmedien im 3. Quartal konstant

Das dritte Quartal hat für die PR-Fachmedien keine wesentlichen Veränderungen gebracht. Wie im Vorquartal legt das „prmagazin“, Remagen-Rolandseck, leicht zu und der „PR Report“, Hamburg, verliert weiter leicht an Boden. In Zahlen ausgedrückt: Das „prmagazin“ steigert sich beim Verkauf um 1,0 und bei den Abonnements um 1,34 Prozent. Der „PR Report“ verliert 1,7 beziehungsweise 1,86 Prozent. Zwar steigerten die Hamburger ihre Verbreitung (+ 26 %) und die Zahl ihrer Freitstücke (+ 109,3 %), doch auf den Verkauf hat sich das offensichtlich nicht ausgewirkt. Die genauen Zahlen sind in der unten stehenden Tabelle aufgeführt.

weiterlesen

Social Media

Top-Blogger über Win-Win-Modelle in der Zusammenarbeit mit Unternehmen

Eck-Klaus copyright-raimund-verspohl-portraits-comWie komme ich mit Bloggern ins Gespräch? Ist es sinnvoll, Warenmuster oder Gutscheine zu versenden in der Hoffnung, dass deren Empfänger über diese Produkte schreiben werden? Wie könnten Win-Win-Modelle in der Zusammenarbeit von Unternehmen mit Bloggern aussehen? Dazu hat das „PR-Journal“ vier Blogger befragt: Madeleine Alizadeh, Fashion-Bloggerin aus Wien, Klaus Eck (Foto, © raimund-verspohl-portraits.com), PR-Blogger aus München, Nicole Y. Männl, Auto-Bloggerin aus Hannover, und Sascha Pallenberg, Tech-Blogger aus Taipei. Ihr gemeinsamer Anspruch: Transparenz muss sein, sonst macht man sich unglaubwürdig. Beachten Sie dazu auch den Kommentar zum Thema. Hier kommen die Antworten der Blogger.

weiterlesen

Reputation Management

Lieblingsmarken der Deutschen: Adidas noch spitze, aber Nike holt mächtig auf

Adidas-LogoZum dritten Mal in Folge haben die Bundesbürger Adidas zur Topmarke gekrönt: Mit 6,8 Prozent der Stimmen liegt der Sportartikelhersteller in der Studie „Die Lieblingsmarke der Deutschen“ auf Platz eins. Im Vergleich zum Vorjahr hat die Marke einen Prozentpunkt eingebüßt. Einer der Gewinner dieses Jahr ist der größte Adidas-Konkurrent Nike, während die großen Elektronikhersteller wie Apple an Boden verlieren. Sehr gut schneiden auch 2014 die Automarken ab, allen voran diesmal BMW. Für die repräsentative Studie befragte das Marktforschungsinstitut Forsa im Auftrag der Hamburger Brandmeyer Markenberatung über 3.000 Deutsche, knapp 2.000 von ihnen nannten eine Lieblingsmarke.

weiterlesen

CSR + Reputation

CSR-Interview: Dr. Andreas Eurich, Vorstandsvorsitzender der Barmenia Versicherungen

Im Zuge der Veröffentlichung des Nachhaltigkeitsberichtes 2013 der Barmenia Versicherungen haben wir bei dem Vorstandsvorsitzenden Dr. Andreas Eurich nachgefragt zu den Zielen der CSR-Stategie und Kommunikation des Unternehmens. Das Interview in voller Länge finden Sie auf www.csr-strategie.de.

weiterlesen

Das PR-Interview

PR-Interview Nr. 121. Detlef Hartlap: „Der Tatort muss wieder experimentierfreudiger werden“

„Das PR-Interview im PRJ“ wird realisiert von k1 gesellschaft für kommunikation, Köln.

Hartlap-Detlef Chefred-PrismaDetlef Hartlap, Chefredakteur des Fernsehmagazins „prisma“ und Tatort-Gucker der ersten Stunde, über die Entwicklung des Erfolgsformats „Tatort“ als letztes „Lagerfeuer der Nation“.
PR-Journal: Die Vor- und Nachberichterstattung zum sonntäglichen Tatort hat in der deutschen Medienlandschaft eine feste Präsenz: In allen großen Tages- und Wochenzeitungen, im Radio, auf Facebook und Twitter wird der wöchentliche Tatort vorbesprochen, rezensiert, verrissen oder gelobt. Warum ist das so?
Detlef Hartlap: Der Hype um den Tatort ist in den letzten zehn Jahren entstanden. Das hängt unter anderem damit zusammen, dass in dieser Zeit die Einschaltquoten enorm gestiegen sind – eine Tatortfolge hat heute im Durchschnitt neun bis zehn Millionen Zuschauer. Die Menschen treffen sich zum Public Viewing – ein Begriff, den man erst seit der Fußballweltmeisterschaft 2006 kennt. Auf diese Erfolgswelle sind die Medien aufgesprungen. Seit fünf, sechs Jahren haben auch die großen Tages- und Wochenzeitungen dem Tatort einen festen Platz in der Berichterstattung eingeräumt.

weiterlesen

Kommentare

Marketing: Schutz vor dem Content-Crash

Nacken-Holger GfergoJeder Börsenprofi weiß: Berichtet die „Bild“-Zeitung auf Seite Eins über Aktien, ist die Zeit gekommen, sich aus dem Markt zu verabschieden. Der Hintergrund ist einfach: Wenn alle über Dividendentitel reden, haben auch fast alle welche im Depot. Es gibt mehr potenzielle Verkäufer als Käufer. In dieser Situation reicht oft schon eine kleine schlechte Nachricht aus, um eine Verkaufshysterie auszulösen. Hallo Crash.

weiterlesen

Autoren-Beiträge

Gender-Aspekte und der Plural – sprachliches Durcheinander in deutschen Unternehmen

piwinger-manfredWie gehen große Unternehmen eigentlich mit der Geschlechterfrage um? Wie machen sie in ihren offiziellen Verlautbarungen deutlich, ob „Weiblein“ oder „Männlein“ gemeint sind? „PR-Journal“-Autor Manfred Piwinger (Foto) hat sich ausführlich mit dieser Frage beschäftigt. In seinem Beitrag stellte er eine ganze Reihe von Beispielen vor, die vor allem eines zeigen: einen einheitlichen Umgang mit dieser Frage gibt es in deutschen Unternehmen nicht. Was er entdeckt hat, beschreibt er als „sprachliches Durcheinander“. Es gibt übrigens auch keine (einheitliche) gesetzliche Grundlage für die Gleichstellung der Geschlechter in der Sprache. Eine Ausnahme bildet hier das AGG (Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz) mit Blick auf Stellenausschreibungen, bei denen die Beidbenennung gesetzlich verpflichtend ist.

weiterlesen

Norbert: Gerüchte+Gerichte

Gericht: Meine Suppe ess' ich doch! (Aigo boulido – Provençalische Knoblauchsuppe)

schulz-bruhdoel norbert-58(nsb) Das beklagenswerte Schicksal des Suppenkaspers sollte uns zu denken geben. Seit die Menschheit feuerfestes Gerät herstellen kann, gibt es Suppen. Der dumme Kerl wusste nicht, was er versäumt. Ob Wasser, Wein, Bier oder Milch – was immer die flüssige Konsistenz begründet, die Suppe ist vermutlich neben dem Grillgut die älteste warme Mahlzeit.
Der Sommer ist vorüber, die Temperaturen sinken, die Zeit der Suppen und Eintöpfe hat jetzt Konjunktur. Im Herbst schenken Feld und Garten uns eine Überfülle von Produkten, darum gibt es jetzt keinen Grund, seiner Küchenphantasie Grenzen zu setzen.

weiterlesen

Lesehinweise

Marc Walder, Ringier-CEO: Fünf-Punkte-Plan für die Zukunft der Medien

Marc Walder, der Vorstandschef des Schweizer Medienhauses Ringier in Zürich, ist alarmiert: Europa stehe davor, eine Medienrevolution zu verschlafen. Auch im eigenen Haus soll der Weckruf ertönen. „Die Zeitungen stehen unter Druck“, leitet er das Gespräch ein, was ein Allgemeinplatz ist, aber dramatische Auswirkungen hat. In der Schweiz wie in Deutschland sinken Auflagen und Reichweite der Zeitungen, Personal wird abgebaut, sowohl in den Redaktionen als auch in den Verlagen. Walders Punkt aber ist, dass die europäischen Medien alsbald von den Amerikanern überrollt werden könnten, und zwar auch auf ihren Heimatmärkten. „Wir hinken den Amerikanern bei der Digitalisierung unserer journalistischen Produkte um zwei Jahre hinterher“, sagt Walder. Dort wisse man, wie digitaler Journalismus heute funktioniere, in Europa hingegen nicht. Der Medienprofi redet Klartext: „Die Radikalität des Vorgehens der Amerikaner hat man in Europa noch nicht erkannt“, findet er.

Den Artikel von Jürgen Dunsch und Carsten Knop am 30. September in der "FAZ-Wirtschaft" hier online weiterlesen.

Studien

Studie: Deutscher Kommunikationskodex kaum bekannt

Kodices-Bekanntheit StudieAdPublica2014Kennen PR-Fachleute die Verhaltensregeln ihres Berufsstandes und halten sie sich daran? Zwingt der wirtschaftliche Druck gerade Agenturen dazu, ethisch-moralische Richtlinien zu missachten? Weichen die oft unausgesprochenen Regeln in der Zusammenarbeit zwischen Journalisten und PR-Leuten dem neuen „Wilden Westen“ der Social Media? Und wie verhalten sich PR-Profis wenn es um Blogger Relations geht? Diese und andere Fragen stellte die Hamburger PR-Agentur ad publica knapp 1.000 Verantwortlichen für Öffentlichkeitsarbeit in Agenturen und Unternehmen unterschiedlicher Branchen und Größen im Rahmen einer Umfrage zum Ehrenkodex „Code de Lisbonne“. Die Agentur führte die Untersuchung nach 2001, 2005 und 2010 in diesem Jahr zum vierten Mal durch. Doch leider erreichte sie nur eine Rücklaufquote von 8,3 Prozent.
Grafik: Der „Code de Lisbonne“ ist mit Abstand am bekanntesten. Den deutschen Kommunikationskodex kennen die wenigsten. Quelle: ad publica, Hamburg

weiterlesen

Literatur

Wie kommuniziert man eigentlich erfolgreich?

Gerstenberg-Fabian Mount-Barley- PublishingTitel: Erfolgreich kommunizieren – Interviews mit Journalisten; Autor: Fabian Gerstenberg; Verlag: Mount Barley Publishing 2014; 85 Seiten; 19,99 Euro; ISBN: 978-3-00-046851-3
Der Teufel steckt im Kommunikationsdetail. Während die Einen das Eine sagen und das Andere meinen, sagen die Anderen das Andere und meinen das Eine. Und wenn es dann noch um Unternehmenskommunikation geht, nun ja … wird es ganz verrückt. Fabian Gerstenberg (Foto), dessen Projekte ich seit zirka einem Jahr via Xing verfolge, stellt nun die Frage aller Fragen: Wie kommuniziert man erfolgreich? Und er stellt sie nicht einfach in den Raum, er stellt sie Journalisten.

weiterlesen

PR Lern-Prozesse

Wie Berater und ihre Klienten Streit vermeiden können (5)

schebenmathias-2010Gelegentlich enden Meinungsverschiedenheiten zwischen Auftraggeber und externen PR-Schaffenden vor Gericht. Von diesen Gerichten wird unser Autor seit 15 Jahren als Sachverständiger und Gutachter hinzugezogen. Im „PR-Journal“ skizziert er interessante Fälle aus der Praxis. Aus den dabei gemachten Erfahrungen folgern Hinweise, wie sich dergleichen Streit vermeiden lässt.
Streitgegenstand: Unerlaubte Nutzung von Fotos
Eine letztlich erfolgreich ums Abnehmen bemühte Dame wird vom örtlichen Fitness-Studio „vorher“ und „nachher“ fotografiert. Dies freilich nicht nur für Hausgebrauch und Akten: Irgendwann gratulieren ihre Freundinnen der Kundin, nicht ohne falsche Freundlichkeit, sie sei in der Boulevardzeitung aber trefflich getroffen und werde ja nun berühmt. Die Fotos der auch heute noch nicht prominenten Dame waren ohne ihre Erlaubnis und zu ihrem großen Missfallen in einer Anzeige des Magerinstituts genutzt worden. So hatten die „Vorher- / Nachher“-Fotos ein gerichtliches Nachspiel.

weiterlesen

Termine

Kölner PR Lounge lädt ein: Podiumsdiskussion, Media Lecture und Glühweintreff

Die Kölner PR Lounge lädt ein zu drei Veranstaltungen im Oktober, November und Dezember. „Zukunft der Unternehmenskommunikation - Social Media ohne Grenzen?“ – lautet am 29. Oktober ab 18:30 Uhr das Thema der 122. PR-Lounge. Veranstaltungsort ist der Campus Köln der MHMK - Macromedia Hochschule für Medien und Kommunikation. Eine Media Lecture – ebenfalls in Kooperation mit der MHMK – findet am 19. November um 18.30 Uhr statt. Gast ist dann Sebastian Ackermann, Leiter Unternehmenskommunikation der RWE Deutschland AG. Er spricht zum Thema „Gesellschaftlichen Wandel kommunikativ begleiten – Überlegungen am Beispiel der Energiewende“. 014, 18.30 Uhr ein. Am 3. Dezember um 19 Uhr folgt dann ein weiterer PR Lounge-Termin: der Glühweintreff auf dem Weihnachtsmarkt Rudolfplatz.

weiterlesen

Tipps

Medienbeobachtung auf neuem Niveau - „Die Medialysten“ mit neuem Pressespiegel-System

DieMedialysten-GF 2351Die Düsseldorfer Experten für Medienbeobachtung „Die Medialysten“ führen eine neue Generation ihres Pressespiegel-Systems ein. Die konsequente Ausrichtung auf einfache Bedienung bei gleichzeitig hohen Individualisierungsmöglichkeiten erfüllt Kundenwünsche noch besser. Alle Treffer stehen den Nutzern über verschiedenste Kanäle zur Verfügung und werden auch auf mobilen Geräten optimal angezeigt.
Oliver Range, Gründer und Geschäftsführer der Medialysten: „Mit der neuen Generation unseres Pressespiegel-Systems machen wir einen großen Fortschritt in Sachen Bedienbarkeit, Flexibilität und Zukunftssicherheit. Wir können das System individuell für unsere Kunden konfigurieren, sodass wir auch spezielle Wünsche umsetzen können. Sämtliche Kanäle von Print und Online über Social Media bis hin zu TV und Hörfunk werden optimal im Webportal dargestellt und die Treffer stehen den Kunden sofort gleichzeitig per E-Mail, PDF oder im Web zur Verfügung.“

weiterlesen

STAMM Medien-News

Stamm Medien-Newsletter Oktober 2014

stamm-logoDer Stamm-Verlag in Essen dokumentiert seit 1947 als einziger deutscher Verlag komplett alle Medien (ca. 24.000) in Deutschland (Print / Zeitungen + Zeitschriften, Rundfunk / Radio + Fernsehen, Online (seit 2003)). Im September 2014 wurden 2.710 Medien aktualisiert, im letzten Quartal waren es insgesamt 10.990 Medien. Der monatliche „Stamm Medien-Newsletter“ informiert über aktuelle Änderungen in der deutschsprachigen Medienlandschaft (Deutschland, Österreich, Schweiz). Mit freundlicher Genehmigung folgen hier einige Änderungen/Meldungen:

weiterlesen

Internes - aus der Redaktion

PR-Journal: 30.169 Besucher im September 2014 und 41 neue Jobangebote - knapp 16 Prozent nutzen die Mobilversion

Unsere diversen Statistiken bilanzieren für das "PR-Journal" im September 2014 insgesamt 30.169 Besucher lt. Zählung der IVW Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern, Berlin. Somit errechnet sich insgesamt ein Tagesdurchschnitt von 1.006 Visits. Jeder Besucher schaute sich 2,4 Seiten an - daraus errechnen sich 70.607 PageImpressions für das PR-Medium Nr. 1 im Internet. Ergänzend wurde durch GoogleAnalytics im September festgestellt; 63,9 Prozent waren neue Besucher. 54,2 Prozent der Besucher sind männlich, 45,8 Prozent weiblich; 61 Prozent sind bis 34 Jahre alt. 15,9 Prozent der Besucher rufen die PRJ-Seiten über mobile Geräte (Smartphones und Tablets) auf.

weiterlesen

Kontakt

Herausgeber:
Gerhard A. Pfeffer (seit 2004/1996)
Lendersbergstrasse 86
53721 Siegburg
Telefon: +49 (0)2241 201.30.60
Telefax: +49 (0)2241 201.30.61
Mobilfon: +49 (0)160 94.63.57.77
E-Mail: redaktion[at]pr-journal.de

Verlag:
Epikeros PR-Portal Ltd., Siegburg

Monats-Statistik

April/Mai 2014:
(jeweils in Klammern kumuliert seit Januar 2014)
(i.d.R. für alle Seiten - PR-Journal, Jobbörse, Datenbanken etc.)

66.650 Visits (165.840)

1.025 Tagesdurchschnitt Besucher

62,6 % neue Besucher

54,2 % Besucher sind männlich / 45,8 sind weiblich

61% sind bis 34 Jahre alt / 15,5 % bis 44 Jahre / 23,5 % älter als 45 Jahre

85 % rufen das PRJ am Desktop auf / 15 % über mobile Geräte

162.088 PageImpressions (392.974)

07:37 Minuten Besuchszeit

2,4 Seitenaufrufe je Besucher

23 Kommentare (54)

Artikel-Klickstatistik hier.


Social Media-Kontakte (gesamt: 15.264):

8.276 Twitter-Follower (3.667 Tweets)

3.822 Facebook-Freunde

1.298 Personen-Kontakte über Google+

692 Follower bei Pinterest (3 Boards, 488 Pins)

565 LinkedIn-Kontakte

611 Xing-Direktkontakte


Newsletter-Statistik

10.528 NL-Empfänger / 15.345 im Verteiler (lt. Bounce-Management von CleverReach, Oldenburg)

26 % Newsletter geöffnet
38 % Klicks auf Meldungen im NL

669 Einzelmeldungen (1.629)
16,7 Meldungen je Arbeitstag

8 Newsletter-Ausgaben (20 / seit Nov.2004: 428 NL)

Anmerkung: Die Zugriffsstatistik zählen wir mit IVW + GoogleAnalytics.


Datenbanken-Statistik:

1.693 Einträge PR-Agenturen und PR-Berater
65 Einträge mit Linkadresse
99 Einträge mit großem Datenbank-Eintrag
19 Einträge mit Agentur-Porträt
309 Einträge Agenturen, die ausbilden
82 Einträge Agenturen, die ausbilden + nach DJV-Regeln bezahlen
149 Teilnehmer am PR-Umsatz-Ranking 2013
169 Einträge Agenturen im SoMe-Ranking "Facebook"
171 Einträge Agenturen im SoMe-Ranking "Twitter"
266 Einträge PR-WebsiteCheck 2013/2014
422 Einträge Dienstleister im PR-Bereich
124 Einträge Ausbilder im PR-Bereich

weitere Infos auf der eigenen Startseite

Jobbörsen-Statistik:

80 Stellenangebote (190)
8 Stellengesuche (25)

21 Angebote „Ausbildungsjobs“
59 Angebote alle anderen Jobs

weitere Infos auf der eigenen Startseite

Jahres-Statistik

Januar - Dezember 2013:

(i.d.R. für alle Seiten - PR-Journal, Jobbörse, Datenbanken, agenturcafe etc.)
357.592 Visits 2013
1.089 Tagesdurchschnitt
979.978 PageImpressions
2.685 Tagesdurchschnitt
08:54 Min. Besuchszeit
2,5 Seitenaufrufe je Besucher
552 Kommentare
Rang 221.334 bei alexa.com weltweit
Rang 16.927 bei alexa.com in Deutschland
369 Seiten verlinken lt. alexa.com auf pr-journal.de 

Social-Media-Kontakte gesamt: 14.541
7.611 Follower auf den 3 PRJ-Twitter-Seiten
3.397 Tweets auf den 3 Twitter-Seiten
3.664 Freunde auf den 3 PRJ-Facebook-Seiten
1.527 Kontakte auf den 3 PRJ-Seiten von Google+
657  Follower auf den 3 Boards von Pinterest (420 Pins)
476 Xing-Direktkontakte (G.Pfeffer)
606 LinkedIn-Kontakte (G. Pfeffer)

Menupunkt-Aufrufe seit Dezember 2004:

132.028 Impressum
103.120 Werbung + Medien-Infos

Newsletter-Statistik 

Jan.-Dez. 2013:
10.658 NL-Empfänger (Stand: 31.12.2013)
14.844 Empfänger im NL-Verteiler
25% Newsletter werden geöffnet (Ø)
35% Klicks auf Einzelbeiträge (Ø)
4.154 Einzelmeldungen 01.-12.2013
16,7 Meldungen je Arbeitstag (Ø)
seit Dezember 2004:
408 Newsletter-Ausgaben (110 Monate)
36.120 Einzel-Meldungen
38.468 Aufrufe Newsletter-Archiv

Anmerkung: Die Zugriffsstatistik zählen wir mit IVW + GoogleAnalytics.

Datenbanken-Statistik:

1.676 Einträge Datenbank Agenturen (per 30.12.2013)
90 Einträge mit ausführlichem Datenbankeintrag
68 Einträge mit verlinkter Adresse
17 Einträge mit Porträts
302 Einträge Agenturen, die ausbilden (Volontäre/Trainees)
83 Einträge Agenturen, die ausbilden und nach DJV-Regeln bezahlen
159 Teilnehmer Pfeffers PR-Umsatz-Ranking 2012
156 Einträge Agenturen im SoMe-Ranking "Facebook"
164 Einträge Agenturen im SoMe-Ranking "Twitter"
1.349 Einträge alter Website-Check (2010/2011)
202 Einträge neuer Website-Check (2013/2014)
422 Einträge Datenbank Dienstleister im PR-Bereich (per 30.12.2013)
124 Einträge Datenbank Ausbilder im PR-Bereich (per 30.12.2013)
weitere Daten auf der eigenen Startseite

Jobbörsen-Statistik:

562 Stellen-Anzeigen in 2013
470 Stellenangebote
92 Stellengesuche
weitere Daten auf der eigenen Startseite