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Entwicklung der Medienlandschaft: Interview mit Thomas Pleil

pleil thomasThomas Pleil lehrt Public Relations an der Hochschule Darmstadt in den Studiengängen Online-Journalismus und Wissenschaftsjournalismus. Der Autor von zahlreichen Büchern und Artikeln ist Spezialist für Online-Kommunikation, Online-PR sowie die Entwicklung der Medienlandschaft. Nadja Amireh (Agentur get noticed! und Ressortleiterin Social Media des PR-Journals) hat ihn zu den aktuellen Veränderungen der Medienlandschaft sowie den Herausforderungen, die sich dadurch für Unternehmen ergeben, befragt.

Nadja Amireh: Fast täglich gibt es neue Social Media Netzwerke und das Mediennutzungsverhalten ändert sich gravierend. Sind die PR- und Marketingverantwortlichen darauf ausreichend vorbereitet?

Thomas Pleil: Nach meiner Beobachtung gibt es in vielen Unternehmen, Agenturen und NGOs Leute, die hervorragend mit den aktuellen Herausforderungen durch den Medienwandel und speziell die Online-Kommunikation umgehen. Gleichzeitig sehe ich bei vielen Organisationen einen großen Informationsbedarf und fehlende Erfahrung. Klar ist, dass die Ausbildung der Marketing- und Kommunikationsleute eine wichtige Rolle spielt: Wer schon seit einigen Jahren im Beruf ist, hat die Herausforderung, die Veränderungen zu antizipieren und sich gegebenenfalls weiterzubilden. Gleichzeitig haben Hochschulen und andere Anbieter von Ausbildungen ihre Lehrpläne darauf einzustellen. In beiden Fällen gilt aber, dass grundsätzliche Mechanismen der Kommunikation sich nicht verändern, nur weil es laufend neue Tools gibt.

Nadja Amireh: Eine Forderung, die immer im Zusammenhang mit Medienwandel, Social Media und Online-Kommunikation genannt wird, ist die nach Dialog und Authentizität. Diese Begriffe sind stark strapaziert. Wie authentisch und dialogbereit dürfen oder müssen Unternehmen im Netz sein?

Thomas Pleil: Ja, das stimmt, diese Begriffe sind strapaziert. Und ob sie die wichtigsten sind, ist noch eine andere Frage. Aber konkreter sehe ich dazu verschiedene Aspekte. Auf der einen Seite ändern sich grundsätzlich die Anforderungen an den Kommunikationsstil, und das betrifft nicht nur das Netz. In der Online-Kommunikation werden diese Veränderungen wahrscheinlich aber am schnellsten sichtbar, weil hier ein großer Teil des Dialogs zu diesen Fragen stattfindet. Generell denke ich, hat sich der Erwartungsrahmen an öffentliche Kommunikation in der Gesellschaft verändert. Das gilt für Werbebotschaften genauso wie für die politische Kommunikation. Und wenn zum Beispiel Verhalten und Kommunikation oder Versprechen und Produkt nicht zusammenpassen, wird dies schnell öffentlich thematisiert. Die Menschen sind nicht so dumm, wie die Kommunikationsbranche sich lange vorgelogen hat. Und sie können einfacher denn je Versprechen überprüfen. Hieraus ergeben sich Anforderungen an die Glaubwürdigkeit und an die Authentizität. Hinzu kommt, dass es Situationen gibt, in denen Stakeholder Antworten bzw. einen Dialog erwarten. Dies können sie heute natürlich im Internet viel einfacher einfordern. Geschieht dies aktiv, sind Unternehmen meist gut beraten, dialogfähig zu sein. Auf der anderen Seite muss natürlich nicht jede Kommunikationsmaßnahme auf Dialog ausgerichtet sein. Besonders wichtig ist aber, was nach dem Dialog kommt: Findet er nur um seiner selbst Willen statt, oder sind die Beteiligten im Extremfall bereit, auch etwas zu tun?

Nadja Amireh: Neben Plattformen wie Facebook, die das sozialen Netzwerk eines Nutzers abbilden, gibt es auch Dienste für bestimmte Interessen wie Pinterest. Wie schätzen Sie die Relevanz von relativ neuen Diensten wie Google+ und Pinterest ein?

Thomas Pleil: Natürlich wird alle paar Monate eine andere Plattform gehypt. Das muss man sich sehr nüchtern anschauen. Wichtig erscheint mir, dass Unternehmen solche Dienste verstehen und überlegen, inwieweit diese Relevanz für das Erreichen der individuellen Kommunkationsziele im Social Web haben können. Das setzt natürlich voraus, dass solche Ziele formuliert sind und ich unter anderem analysiere, mit wem ich mich dort überhaupt vernetzen kann. Eine solche Analyse kann ergeben, dass Pinterest für das eine Unternehmen ganz neue Möglichkeiten in der Kommunikation erschließt, für ein anderes aber ganz und gar nicht. Klar ist auch, dass Vorhersagen oft schwierig sind, denn wie sich ein Dienst tatsächlich entwickelt, ist schwer abzusehen. Aber in der Tendenz würde ich Pinterest derzeit eher in speziellen Nischen sehen.

Nadja Amireh: Wie verändert sich z. B. das TV durch Social Media? Beispiele: Zum Superbowl oder Tatort wird getwittert, andererseits zitieren Sendungen aus Facebook und Twitter.

Thomas Pleil: Ja. Ob es die Fernsehmacher wollen oder nicht: Die Kanäle rücken enger zusammen. Der Rückkanal, den TV selbst nicht bietet, wird zunehmend durch Twitter und vor allem Facebook hergestellt. Meist hat man den Eindruck, die Fernsehsender nehmen das kaum wahr, gelegentlich wird versucht, das Ganze durch Apps zu befördern oder sogar Diskussionen aus dem Web live im TV aufzugreifen.

Diese Entwicklung kann natürlich auch weitreichende Folgen für Kommunikationsabteilungen haben: Denn es wird ja nicht nur getwittert, wer gerade ein Tor geschossen hat oder was Frau Lindholm anhat, sondern auch Magazinsendungen oder Nachrichten werden so begleitet. Gerade hier experimentieren ja einige Fernsehsender damit, während oder nach der Sendung die Zuschauer mit Hilfe des Internets einzubinden. Wird dort z. B. über ein Unternehmen berichtet, kann blitzschnell online eine muntere Diskussion entstehen - und zwar zu Zeiten, in denen die PR-Abteilung meist gar nicht besetzt ist und mit einer Intensität, die erschreckend sein kann. Der WWF hatte vor einigen Monaten diese Erfahrung gemacht, aber auch versucht, live zu reagieren.

Nadja Amireh: Journalisten, die bloggen oder Blogger, die hochwertige Artikel mit journalistischem Anspruch schreiben - die Grenzen verschwimmen. Das schafft neue Herausforderungen beim Medienkonsum: Wie kann der Nutzer die Relevanz und Vertrauenswürdigkeit einer Meldung und ihres Absenders einschätzen?

Thomas Pleil: Die Lektüre eines Beitrags wird hierzu allein oft nicht ausreichen. Allerdings kann man mit einigen Mausklicks zum Beispiel ganz gut nachvollziehen, wer in einem Weblog mitdiskutiert, welche anderen Seiten das Blog verlinken und damit referenzieren oder wie etabliert das Blog bzw. sein Betreiber ist. Bei vielen (Fach-)Themen ist es üblich, dass die Autoren mit ihrem Namen auftreten und andere Online-Profile wie Xing oder Facebook verlinken. Ein anderes Indiz könnte sein, welche Qualität die verwendeten (und hoffentlich verlinkten) Quellen haben.

Sehr viel schwieriger ist es natürlich, wenn Autoren pseudonym auftreten, etwa, weil sie Repressalien fürchten. Dennoch gibt es hier mit einfachen Mitteln die Möglichkeiten, zumindest einen Eindruck des Netzwerkes zu bekommen, in dem sich ein Autor bewegt, beispielsweise, indem man schaut, wer eine Meldung weiter trägt. Allerdings: Gegen einen gut gemachten Fake ist man kaum gefeit - meist aber kommen diese trotzdem ans Licht.

Nadja Amireh: Wo sehen Sie die Medientrends der Zukunft? Geben Sie uns einen Ausblick?

Thomas Pleil: Ich denke, wir bekommen es im Alltag immer selbstverständlicher mit Medienanwendungen zu tun, die uns umhüllen und zum Beispiel auf uns reagieren, ein Stichwort: Ambient Intelligence. An unserer Hochschule haben zum Beispiel Studenten im letzten Semester einen Fahrstuhl konzipiert, in dem Musik und Beleuchtung sich automatisch an die Stimmung der Fahrgäste anpassen. Andere Erwartungen: Die digitalen Nachrichten- und Unterhaltungsangebote werden sich sicher noch stärker an die mobile Internetnutzung anpassen und es wird zwischen Plattformen und Kanälen noch mehr Verbindungen geben. Und natürlich werden wir die zunehmende Bandbreite nutzen, beispielsweise durch noch mehr Videos. Klar ist wohl auch, dass wir noch mehr Alltags- und Arbeitsprozesse im Netz abwickeln werden. Und die "alten Medien" werden vermutlich weiterhin an Nutzern bzw. Abonnenten verlieren, einige werden aber sich aber neu positionieren, so dass auch nach 2035 noch Druckerpressen laufen werden. Ob sie jeden Tag eine Zeitung ausspucken, muss man mal sehen.

Zum Blog Das Textdepot von Thomas Pleil, zur Vita von Thomas Pleil

 

 

 

 

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Personalien

Vesper verlässt „PR Report“- und „Kress“-Verlagsgruppe Haymarket

Vesper-Sebastian HaymarketDie PR-Branche verliert (bis auf Weiteres) einen profunden Kenner und langjährigen Wegbegleiter: Sebastian Vesper (42), Publishing Director von „kress“, „PR Report“, „Druck&Medien“ sowie weiteren Medienmarken bei Haymarket Media in Hamburg, verlässt die inhabergeführte Mediengruppe. Mehr als 15 Jahre stand er in Diensten der deutschen Division der Mediengruppe. Wie es heißt, trennen sich Vesper und der britische Gesellschafter in gegenseitigem Einvernehmen. Die Verantwortung für die Objekte bleibt bei Jan Philipp Rost und Boi Oberstebrink. Welche neue Aufgabe Vesper anstrebt, ist noch nicht bekannt.

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Etats

Südtirol sucht neue PR-Agenturen in Deutschland und der Schweiz

Suedtirol-VilnoesstalDie Südtirol Marketing Gesellschaft (SMG) in Bozen sucht neue PR-Agenturen. In einer öffentlichen Ausschreibung vergibt sie PR-Etats in Deutschland und der Schweiz. Einsendeschluss ist am 20. Oktober. Die SMG betreibt die Imagepflege für Südtirol und soll dafür sorgen, dass die Region als begehrte Destination im In- und Ausland wahrgenommen werden. In enger Zusammenarbeit und Abstimmung mit Tourismusorganisationen, Produktpartnern und Wirtschaftsverbänden und unter Berücksichtigung strategischer Richtlinien plant die SMG Marktaktionen und setzt diese auf derzeit neun Märkten um. In jedem Markt arbeitet SMG auch mit einer PR Agentur zusammen. Die Einzelheiten zur Ausschreibung finden sich auf der Website der Provinz Bozen. (Foto: Für deutsche PR-Agenturen sicher eine Reise wert, das Villnösstal in Südtirol. © Südtirol Marketing / Helmuth Rier)

Branche

PR-Museum stellt seine Sammlung in New York aus

Das New Yorker Baruch College beherbergt vom 24. September an für zwei Jahre die Sammlung des Museums für Public Relations. In Manhattan ist die Ausstellung als Leihgabe des Museums für Public Relations für die interessierte Öffentlichkeit zugänglich. Als wichtigste Ausstellungsstücke werden die Schriften von Edward Bernays angesehen, der als Begründer der Public Relations angesehen wird. Initiatorin der Ausstellung und Gründerin des Online-Museums ist Shelley Spector. Spector war selbst in der PR tätig. Gemeinsam mit ihrem Ehemann Barry führte sie die Agentur Spector & Associates in New York. Von der Ausstellung in New York erhofft sie sich, dass sie die Auswirkungen zeige, die die PR-Industrie auf die amerikanische Wirtschaft und Kultur hatte.

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Agenturen

Fünf neue Mitarbeiter für Brandzeichen und ein Standortwechsel in Hamburg

Spper-Anneke BrandzeichenBuchholz-Stefanie BrandzeichenDie Agentur Brandzeichen – Markenberatung und Kommunikation GmbH ergänzt ihre Teams in Düsseldorf und Hamburg um insgesamt vier Account Manager und einen Account Director. Aufgrund des starken Personalzuwachses in Hamburg, schafft Brandzeichen zudem neuen Platz und ist dort ab sofort im Zirkusweg 1 zu finden. Dank der der guten Entwicklung kann Brandzeichen weitere Zugänge am Düsseldorfer Hauptsitz und am Standort in Hamburg verzeichnen. Die Niederlassung im Rheinland wird insgesamt um vier neue Account-Managerinnen erweitert. Dabei erhält das Beauty-Team gleich dreifach Verstärkung: Im Bereich PR durch Stefanie Buchholz (Foto rechts, 25) und Silke Reichenbach (25), im Bereich Social Media von Carry Seidenberg (30). Anneke Söpper (Foto links, 25) unterstützt ab sofort das Home- und Fabriccare Team.

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Medien

DJP: Ausgezeichnete Journalisten

DJP-Siegerfoto 2014Die Printmedien sind in der Krise. Die Schlagzeilen der letzten Wochen über die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“, den „Stern“, den „Spiegel“ und andere Titel belegen das. Doch in den Redaktion wird nach wie vor gute, und nach Ansicht des „The Early Editors Club“ (TEEC) auch sehr gute Arbeit geleistet. Das Netzwerk für Journalisten und Wirtschaftsvertreter zum Informationsaustausch und zur Förderung des Qualitätsjournalismus hat am 18. September in Frankfurt am Main vor 250 Gästen im „Westhafen Pier 1“ den Deutschen Journalistenpreis Wirtschaft - Börse - Finanzen 2014 (djp) vergeben.
Auf dem Foto in der ersten Reihe die anwesenden Preisträger v.l.n.r.: Uwe Ritzer, Markus Dettmer, Janko Tietz, Nils Kreimeier (nicht im Bild: Mark Schieritz, Matthias Thibault, Bastian Obermayer, Martin Kaelble, Thomas Steinmann).

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Social Media

Vordenker in der Social Media-Kommunikation nominieren und iPhone 6 gewinnen

Faktenkontor-LogoSocial Media gibt es schon seit Jahren, aber ein Großteil der Pressestellen sieht sich noch in der Lernkurve. Deshalb sucht die Kommunikationsberatung Faktenkontor Pioniere der Social Media-Kommunikation, deren Arbeit gute Beispiele dafür liefern, wie vernetzte Kommunikation erfolgreich funktioniert. Mitte November werden die Vordenker der Social Media-Kommunikation gekürt und in einem Sonderdruck in Kooperation mit einem namhaften Wirtschaftsmagazin publiziert. Nominierungen nimmt der geschäftsführende Gesellschafter der Faktenkontor GmbH, Jörg Forthmann, gerne per E-Mail entgegen. Unter allen Einsendern wird ein iPhone 6 verlost.

Reputation Management

Pegasus Awards 2014: Deutschlands vertrauenswürdigste Marken ausgezeichnet

PegasusAwards2014Im Rahmen einer Gala-Veranstaltung wurden am 12. September in Düsseldorf die Pegasus Awards 2014 verliehen. Mit dem Preis ehrt Reader’s Digest Marken, die bei den Verbrauchern das größte Vertrauen genießen. Die Preisverleihung für die „Most Trusted Brands“ fand bereits zum 14. Mal statt. Zu den Preisträgern mit dem größten Kundenvertrauen in Deutschland gehören abermals traditionsreiche, heimische Marken wie Volkswagen, C&A, Miele, Nivea, Haribo, Persil, Rotkäppchen Sekt, Dr. Oetker und Teekanne in der neuen Kategorie „Tee“. Qualität und sehr gute Service-Erfahrungen sind zwei wesentliche Gründe für das Markenvertrauen.

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CSR Unternehmensverantwortung

Wettbewerbsstart „Mein gutes Beispiel“

Der Verein Unternehmen für die Region und die Bertelsmann Stiftung rufen wieder zum Wettbewerb „Mein gutes Beispiel“ auf.
Gesellschaftlich engagierte, mittelständische Betriebe können sich ab sofort und bis zum 15. Januar 2015 unter www.mein-gutes-beispiel.de um die Auszeichnung ihrer CSR-Aktivitäten bewerben. Erstmals wird zusätzlich der „Sonderpreis Handwerk“ verliehen. Unternehmen engagieren sich auf vielfältige Weise und fördern so die Zukunftsfähigkeit ihrer Region. Dieses Engagement wird durch den Wettbewerb gewürdigt und sichtbar gemacht.

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Das PR-Interview

PR-Interview Nr. 120. Pascal Schulte: Mit Umfragen kommt man einfach gut ins Gespräch

 „Das PR-Interview im PRJ“ wird realisiert von k1 gesellschaft für kommunikation, Köln.

schulte pascalFür Repucom, den Marktführer im Bereich Sportmarketingforschung und Sponsoringberatung, gehören regelmäßige Umfragen zum PR-Werkzeug. PR-Journal sprach mit Pascal Schulte, Director Sales Germany & Switzerland bei Repucom

PR-Journal: Welche Art von Umfragen betreiben Sie?

Pascal Schulte: Wir bieten zum einen Exklusivstudien an, die wir im Auftrag eines Kunden durchführen. Die gewonnen Ergebnisse und abgeleiteten Handlungsempfehlungen stehen dabei nur dem Kunden zur Verfügung. Zum anderen initiieren wir selber auch Umfragen. Vor allem dann, wenn es um Themen mit hoher gesellschaftlicher Relevanz geht, so wie die Weltmeisterschaft 2014. Wir haben beispielsweise abgefragt, wie das Sportereignis in Deutschland ankam, oder wer von den Spielern der deutschen Nationalelf auf dem Spielfeld am überzeugendsten war. Damit haben wir sowohl den Akteuren aus dem Sportbusiness als auch der breiten Öffentlichkeit wichtige Impulse gegeben und Trends aufgezeigt.

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Autoren-Beiträge

Empathische Eloquenz – Champions League der Kommunikation

Vuran-AtillaWie Sie mit Metatechnik treffsicher überzeugen
Kennen Sie die Situation: Sie wollen einen Gesprächspartner überzeugen, dringen aber mit Ihren sorgfältig vorbereiteten Argumenten einfach nicht durch seine mentale Abwehr? Da sind Sie nicht alleine, denn ein durchschnittlich gebildeter Mensch verwendet etwa 65 Prozent Argumente, die andere nicht verstehen können. Selten aber liegt das an mangelnder Intelligenz, sondern meist an „Metaprogrammen“, also unbewussten emotionalen Filtern, die unsere Wahrnehmung beeinflussen. Was glauben Sie, wie viel treffsicherer Sie überzeugen könnten, wenn es Ihnen gelänge, die Filter anderer blitzschnell zu erkennen und Ihre eigene Sprache daran anzupassen? Diese sogenannte „Metatechnik“ gleicht einem Tiki-Taka der Kommunikation und fordert ein ebenso hohes Maß an Training. Aber wer, wenn nicht Sie, sollte in der Champions League der Kommunikation spielen?

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Norbert: Gerüchte+Gerichte

Gericht: Ab in die Pilze

Spaghetti-Pilze(nsb) Vor einem Jahr wurde es ernst: Pilzsammler gerieten so sehr in Streit mit dem Förster, dass der laut wurde und daraufhin von einem Pilzfreund mit dem Auto über den Haufen gefahren wurde. Geschehen im Wald von Bad Münstereifel. Das Gelände ist auch in diesem Jahr wieder gesperrt, der Förster nimmt seinen Schutzauftrag sehr ernst, denn in seinem Forst gedeihen geschützte Arten.
Dass er zugleich zahlreiche Waldfreunde verärgert, die für ein paar leckere Mahlzeiten auf Pilzsuche gehen, nimmt er wohl in Kauf – trotz der Gefahr, Raubeinen zu begegnen. Tatsächlich aber sollten Pilzsammler seltene und geschützte Arten schonen, und auch die häufigen Pilze nicht massenweise ernten. Sie müssen ihre Sporen streuen können, sonst gibt es im nächsten Jahr keine Ernte. Denn die Schwammerl sind nichts anderes als Fruchtkörper, die dem weit verzweigten Pilzgeflecht im Boden zur Vermehrung dienen.

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Lesehinweise

Lesetipp: Auch IT-Verlage haben kein Patentrezept für den digitalen Wandel

Unter der Überschrift „Nachgefragt: Wie sieht die digitale Zukunft der IT-Medien aus?“ hat die Münchner PR-Agentur PR-Com sich des Themas „digitaler Wandel“ angenommen. Die Redaktion hat Gespräche geführt mit den Geschäftsführern einiger großer IT-Verlage wie Heise oder IDG und daraus einen lesenswerten Fachartikel gemacht. Um eins der Ergebnisse vorweg zu nehmen, den IT-Verlagen geht es nicht anders als den Verlagshäusern anderer Branchen: ein Patentrezept ist noch nicht gefunden. Doch werden eifrig Strategien entworfen, Ideen gesammelt und umgesetzt, um die Zukunftsfähigkeit der Verlage zu gewährleisten. Lesen Sie weiter bei „pr-com.de“.

Bildung

DAPR und PR-Agenturen starten „dapr dual“

dapr dual Logo2Die Deutsche Akademie für Public Relations GmbH (DAPR) hat gemeinsam mit verschiedenen Arbeitgebern ein „Karriereprogramm für Kommunikationstalente“ ins Leben gerufen. Zum Start von „dapr dual“ sind aus dem PR-Agenturumfeld die Unternehmen ergo Kommunikation, fischerAppelt, Hill&Knowlton und komm.passion mit dabei. Erster Verbandspartner ist die Gesellschaft Public Relations Agenturen (GPRA). Das Programm richtet sich an Einsteiger in der Kommunikationsbranche, vor allem an Absolventen von Bachelorstudiengängen. Es kombiniert den Jobeinstieg bei einem der Arbeitgeber, die als Partner für das Programm gewonnen werden konnten, mit einem berufsbegleitenden Masterstudium an der DAPR in Düsseldorf und der Donau-Universität Krems (DUK).

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Studien

ECCO sucht Teilnehmer für Studie zum Umgang mit Leserkommentaren

Wie gehen Unternehmen mit Leserkommentaren um? Dieser Frage geht das Düsseldorfer ECCO-Agenturnetz mit einer neuen Studie auf den Grund. Auslöser dafür sind die Ergebnisse einer im Frühjahr gemeinsam mit dem Journalistenportal newsroom.de durchgeführten Umfrage unter Journalisten. Rund 80 Prozent der Antwortenden stimmten dabei der Feststellung zu „Leserkommentare beeinflussen die künftige Berichterstattung über ein Thema”. Grund genug also für Pressesprecher und andere Verantwortliche in der Unternehmenskommunikation, sich mit dem Thema „Leserkommentare” aktiv auseinandersetzen. Ob das auch geschieht, soll jetzt die aktuelle Studie herausfinden. Wer zu der angesprochenen Gruppe gehört, kann sich unter diesem Link daran beteiligen.

Literatur

Kommunikation als Lebenskunst

Poersken-Kom-als-Lebenskunst BuchtitelWarum funktionieren Kommunikationskonzepte nie? Was bedeutet Schweigen? Warum sind Missverständnisse normal? Wie übt man Kritik, ohne den anderen zu verletzen? Und wie wird Kommunikation zur elementaren Lebenskunst? Mit diesen Fragen beschäftigen sich der Tübinger Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen und der Psychologe Friedemann Schulz von Thun, der vor allem durch sein dreibändiges Standardwerk „Miteinander reden“ bekannt ist. Pörksen hat den Berater und Trainer Schulz von Thun, der von 1975 bis 2002 Psychologieprofessor an der Uni Hamburg war, überzeugt, sich auf einen Dialog mit ihm einzulassen. Der daraus erwachsene Gesprächsband, der am 12. September in den Buchhandel kommt, geht in zehn Kapiteln durch das Werk Schulz von Thuns, dessen Sinn für die praktische Anwendung der Kommunikationspsychologie dem akademischen Betrieb lange fremd war. Die Bücher selbst sind wahre Bestseller, einige befinden sich in der 30. und 40. Auflage.

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PR Lern-Prozesse

Wie Berater und ihre Klienten Streit vermeiden können (4)

schebenmathias-2010Gelegentlich enden Meinungsverschiedenheiten zwischen Auftraggeber und externen PR-Schaffenden vor Gericht. Von diesen Gerichten wird unser Autor seit 15 Jahren als Sachverständiger und Gutachter hinzugezogen. In „PR-Journal“ skizziert er interessante Fälle aus der Praxis. Aus den dabei gemachten Erfahrungen folgern Hinweise, wie sich dergleichen Streit vermeiden lässt.

Streitgegenstand: Produktion Sound-Logo
Ein Tonstudio produziert für einen neuen Kunden ein Sound-Logo in vier Varianten und berechnet dafür 1.400 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer. Die kurzen Klänge sollen der Markierung unter anderem in Radio und Internet dienen. Der Kunde bezahlt die Rechnung nicht, auch weil sich für ihn unerwartet die Fragen der Nutzungsrechte und deren Kosten stellen.

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Termine

„Content überall“ – Content Strategy Camp an der Hochschule Darmstadt

Content-Strategy-Camp2014 LogoAm 10. und 11. Oktober dreht sich beim Content Strategy Camp 2014 (#cosca14) auf dem Mediencampus der Hochschule Darmstadt (h_da) in Dieburg wieder alles um (digitale) Inhalte. „Content Überall“ haben sich die Macherinnen für die zweite Auflage des einzigen BarCamps zum Trendthema Content auf die Fahnen geschrieben. „Wenn wir heute über Content sprechen, tun wir dies unter Vorzeichen wie Interaktion und Dialog, Multimedia und Kanalvielfalt und der Loslösung der Ortsgebundenheit. Content ist damit quasi allgegenwärtig.“, erklärt Thomas Pleil, Professor an der h_da, das Motto der zweitägigen Veranstaltung. „Daraus ergeben sich ganz neue Möglichkeiten, aber auch viele praktische Fragen, und die wollen wir diskutieren.“

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STAMM Medien-News

Stamm Medien-Newsletter September 2014

stamm-logoDer Stamm-Verlag in Essen dokumentiert seit 1947 als einziger deutscher Verlag komplett alle Medien (ca. 24.000) in Deutschland (Print / Zeitungen + Zeitschriften, Rundfunk / Radio + Fernsehen, Online (seit 2003)). Im August 2014 wurden 2.580 Medien aktualisiert, im letzten Quartal waren es insgesamt 18.686 Medien. Der monatliche „Stamm Medien-Newsletter“ informiert über aktuelle Änderungen in der deutschsprachigen Medienlandschaft (Deutschland, Österreich, Schweiz). Mit freundlicher Genehmigung folgen hier einige Änderungen/Meldungen:

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Internes - aus der Redaktion

PR-Journal: 25.015 Besucher im August 2014 und 32 neue Jobangebote - 15,2 Prozent nutzen die Mobilversion

Unsere diversen Statistiken bilanzieren für das "PR-Journal" im August 2014 insgesamt 25.015 Besucher lt. Zählung der IVW Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern, Berlin. Somit errechnet sich insgesamt ein Tagesdurchschnitt von 807 Visits. Jeder Besucher schaute sich 2,6 Seiten an - daraus errechnen sich 65.074 PageImpressions für das PR-Medium Nr. 1 im Internet. Ergänzend wurde durch GoogleAnalytics im August festgestellt; 63,9 Prozent waren neue Besucher. 54,2 Prozent der Besucher sind männlich, 45,8 Prozent weiblich; 61 Prozent sind bis 34 Jahre alt. 15,2 Prozent der Besucher rufen die PRJ-Seiten über mobile Geräte (Smartphones und Tablets) auf.

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Kontakt

Herausgeber:
Gerhard A. Pfeffer (seit 2004/1996)
Lendersbergstrasse 86
53721 Siegburg
Telefon: +49 (0)2241 201.30.60
Telefax: +49 (0)2241 201.30.61
Mobilfon: +49 (0)160 94.63.57.77
E-Mail: redaktion[at]pr-journal.de

Verlag:
Epikeros PR-Portal Ltd., Siegburg

Monats-Statistik

April/Mai 2014:
(jeweils in Klammern kumuliert seit Januar 2014)
(i.d.R. für alle Seiten - PR-Journal, Jobbörse, Datenbanken etc.)

66.650 Visits (165.840)

1.025 Tagesdurchschnitt Besucher

62,6 % neue Besucher

54,2 % Besucher sind männlich / 45,8 sind weiblich

61% sind bis 34 Jahre alt / 15,5 % bis 44 Jahre / 23,5 % älter als 45 Jahre

85 % rufen das PRJ am Desktop auf / 15 % über mobile Geräte

162.088 PageImpressions (392.974)

07:37 Minuten Besuchszeit

2,4 Seitenaufrufe je Besucher

23 Kommentare (54)

Artikel-Klickstatistik hier.


Social Media-Kontakte (gesamt: 15.264):

8.276 Twitter-Follower (3.667 Tweets)

3.822 Facebook-Freunde

1.298 Personen-Kontakte über Google+

692 Follower bei Pinterest (3 Boards, 488 Pins)

565 LinkedIn-Kontakte

611 Xing-Direktkontakte


Newsletter-Statistik

10.528 NL-Empfänger / 15.345 im Verteiler (lt. Bounce-Management von CleverReach, Oldenburg)

26 % Newsletter geöffnet
38 % Klicks auf Meldungen im NL

669 Einzelmeldungen (1.629)
16,7 Meldungen je Arbeitstag

8 Newsletter-Ausgaben (20 / seit Nov.2004: 428 NL)

Anmerkung: Die Zugriffsstatistik zählen wir mit IVW + GoogleAnalytics.


Datenbanken-Statistik:

1.693 Einträge PR-Agenturen und PR-Berater
65 Einträge mit Linkadresse
99 Einträge mit großem Datenbank-Eintrag
19 Einträge mit Agentur-Porträt
309 Einträge Agenturen, die ausbilden
82 Einträge Agenturen, die ausbilden + nach DJV-Regeln bezahlen
149 Teilnehmer am PR-Umsatz-Ranking 2013
169 Einträge Agenturen im SoMe-Ranking "Facebook"
171 Einträge Agenturen im SoMe-Ranking "Twitter"
266 Einträge PR-WebsiteCheck 2013/2014
422 Einträge Dienstleister im PR-Bereich
124 Einträge Ausbilder im PR-Bereich

weitere Infos auf der eigenen Startseite

Jobbörsen-Statistik:

80 Stellenangebote (190)
8 Stellengesuche (25)

21 Angebote „Ausbildungsjobs“
59 Angebote alle anderen Jobs

weitere Infos auf der eigenen Startseite

Jahres-Statistik

Januar - Dezember 2013:

(i.d.R. für alle Seiten - PR-Journal, Jobbörse, Datenbanken, agenturcafe etc.)
357.592 Visits 2013
1.089 Tagesdurchschnitt
979.978 PageImpressions
2.685 Tagesdurchschnitt
08:54 Min. Besuchszeit
2,5 Seitenaufrufe je Besucher
552 Kommentare
Rang 221.334 bei alexa.com weltweit
Rang 16.927 bei alexa.com in Deutschland
369 Seiten verlinken lt. alexa.com auf pr-journal.de 

Social-Media-Kontakte gesamt: 14.541
7.611 Follower auf den 3 PRJ-Twitter-Seiten
3.397 Tweets auf den 3 Twitter-Seiten
3.664 Freunde auf den 3 PRJ-Facebook-Seiten
1.527 Kontakte auf den 3 PRJ-Seiten von Google+
657  Follower auf den 3 Boards von Pinterest (420 Pins)
476 Xing-Direktkontakte (G.Pfeffer)
606 LinkedIn-Kontakte (G. Pfeffer)

Menupunkt-Aufrufe seit Dezember 2004:

132.028 Impressum
103.120 Werbung + Medien-Infos

Newsletter-Statistik 

Jan.-Dez. 2013:
10.658 NL-Empfänger (Stand: 31.12.2013)
14.844 Empfänger im NL-Verteiler
25% Newsletter werden geöffnet (Ø)
35% Klicks auf Einzelbeiträge (Ø)
4.154 Einzelmeldungen 01.-12.2013
16,7 Meldungen je Arbeitstag (Ø)
seit Dezember 2004:
408 Newsletter-Ausgaben (110 Monate)
36.120 Einzel-Meldungen
38.468 Aufrufe Newsletter-Archiv

Anmerkung: Die Zugriffsstatistik zählen wir mit IVW + GoogleAnalytics.

Datenbanken-Statistik:

1.676 Einträge Datenbank Agenturen (per 30.12.2013)
90 Einträge mit ausführlichem Datenbankeintrag
68 Einträge mit verlinkter Adresse
17 Einträge mit Porträts
302 Einträge Agenturen, die ausbilden (Volontäre/Trainees)
83 Einträge Agenturen, die ausbilden und nach DJV-Regeln bezahlen
159 Teilnehmer Pfeffers PR-Umsatz-Ranking 2012
156 Einträge Agenturen im SoMe-Ranking "Facebook"
164 Einträge Agenturen im SoMe-Ranking "Twitter"
1.349 Einträge alter Website-Check (2010/2011)
202 Einträge neuer Website-Check (2013/2014)
422 Einträge Datenbank Dienstleister im PR-Bereich (per 30.12.2013)
124 Einträge Datenbank Ausbilder im PR-Bereich (per 30.12.2013)
weitere Daten auf der eigenen Startseite

Jobbörsen-Statistik:

562 Stellen-Anzeigen in 2013
470 Stellenangebote
92 Stellengesuche
weitere Daten auf der eigenen Startseite