Social Media
Charles Schmidt: Aus Zielgruppen wurden Gesprächspartner
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- Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 01. Juli 2012 11:18
- Veröffentlicht am Donnerstag, 28. Juni 2012 19:57
- Geschrieben von Helge Weinberg, Hamburg

Charles Schmidt
Das Interview wurde geführt von Helge Weinberg, Strategie & Kommunikation, Hamburg (Viertes Interview von fünf).
1. Was hat sich durch Social Media für die Unternehmenskommunikation verändert?
Charles Schmidt: Mit einem Satz: Aus Zielgruppen wurden Gesprächspartner. So schön das klingt, für die Unternehmenskommunikation kommt es aber zumindest einem gefühlten Kontrollverlust gleich, denn in Zeiten von Social Media bestimmt die Kommunikationsabteilung nicht mehr alleine über Inhalte, Reichweite und vor allem nicht über die Resonanz darauf.
Stichwort „Claim“ = Botschaft
Die Zeit, in der man ungestraft „Hochglanz“-Kommunikation treiben konnte, die mit der Unternehmensrealität nicht wirklich etwas zu tun hatte, ist vorbei. Heute beherrschen Schlagworte wie Authentizität, Transparenz, Empathie die Debatte um einen zeitgemäßen Markenauftritt. Dies ist ganz klar dem Umstand geschuldet, dass ich in Social Media sofort und ungeschminkt öffentlich einsehbares Feedback und Resonanz auf meine Aktivitäten bekomme.
Stichwort „Mediaplan“ = Reichweite
Während man sich in klassischen Medien Reichweite kaufen kann, muss man sie sich in Social Media verdienen. Indem man sich jeden Tag darum bemüht, einen Mehrwert für seine Fans, Freunde und Verfolger zu schaffen, kann man sich Reichweite und echte, treue Markenfans verdienen, jedoch nicht kaufen. Die Verbreitung und damit das virale Potential liegt letztlich allein in der Hand der Nutzer.
Allerdings ist gute Unternehmenskommunikation meines Erachtens immer nah dran an der Unternehmensrealität. Und gut gemachte Werbung hatte natürlich schon immer den Rezipienten im Blick. Vielleicht hat sich gar nicht so viel verändert, aber heutzutage fliegt „schlechte und realitätsferne Kommunikation“ einfach nur schneller auf. Dann könnte man Social Media als eine Art Lackmustest für gute Unternehmenskommunikation sehen.
2. Wie sehen die Kernaufgaben der Unternehmenskommunikation in Zeiten der Social Media aus?
Charles Schmidt: Social Media ist eine Querschnittsdisziplin, die viele Aspekte und Facetten der Unternehmenskommunikation enthält und das Spektrum der Aufgaben bereichert, aber nicht komplett verändert:
Enabler / Trainer
Social Media funktioniert nicht nach dem Prinzip der „One Voice Policy“. Im Gegenteil: Ein Unternehmen wird in Social Media nur dann erfolgreich sein, wenn die Mitarbeiter das Engagement mittragen. Daher gilt es die Kollegen mitzunehmen, einzubinden, Talente zu entdecken und zu „Markenbotschaftern“ zu machen – und Social Media im Unternehmen zu erklären. Denn es gibt natürlich immer zum Teil berechtigte Vorbehalte und Berührungsängste, mit denen man umgehen muss.
Public Relations 2.0. : Moderation und Beziehungspflege
Neu hinzugekommen ist darüber hinaus sicher eine „Moderationsfunktion“. Man sucht und hält den Kontakt zu Schlüsselpersonen, Bloggern, Stakeholdern, versucht eigene Mitarbeiter in die Kommunikation mit einzubinden und versucht auf Anfragen und Reaktionen im Social Web die Antworten und richtigen Ansprechpartner im Unternehmen zu finden.
Schatzsucher
Des Weiteren muss man vielleicht noch mehr als bisher zum Schatzsucher nach den großen und kleinen Geschichten im Unternehmen sein. Wenn unser Azubi Heiko nach Großbritannien zur Schweißer WM fährt, dann ist das zum Beispiel eine tolle Story in Richtung Azubi-Kommunikation.
3. Welche Rolle wird die Unternehmenskommunikation in Zukunft im Unternehmen spielen?
Charles Schmidt: Vielleicht wird die Unternehmenskommunikation in Zukunft weniger das Sprachrohr des Unternehmens sein, sondern mehr in eine „Zuhören und Moderieren“ Rolle wechseln. Dennoch wird die Unternehmenskommunikation den (Kommunikations-)Stil weiter prägen und durch das Orchestrieren und Moderieren des „Corporate Storytellings“ die große Gesamtstory ausdrücken.
Personalien
Klopsch löst Buchtien als Geschäftsführer bei Havas PR in Hamburg ab
Im Management des Hamburger Standortes der Havas PR vollzieht sich noch in diesem Monat ein Wechsel: Joachim Klopsch löst Patrik Buchtien als Geschäftsführer an der Seite von Ulrike Hanky-Mehner ab. Buchtien, der seit mehr als 16 Jahren Geschäftsführer war, verlässt das Unternehmen. Buchtien und Hanky-Mehner übernahmen Mitte der 1990er-Jahre als geschäftsführende Gesellschafter die Verantwortung und positionierten den Hamburger Standort als inhabergeführte Netzwerkagentur. Seitdem gelang es dem Hamburger Team erfolgreich zu wirtschaften. So gehört die Gesellschaft nach Angaben von Havas seit vielen Jahren zu den 20 weltweit erfolgreichsten Agenturen im Netzwerk. Weiter heißt es, das gelte vor allem hinsichtlich der Profitabilität und des Wachstums. Wesentliche Anteile daran hätten auch Joachim Klopsch und Martina Kafka, die ebenfalls Mitglied der Geschäftsleitung sind.
- Süddeutsche Zeitung: Heimbach nicht mehr Pressesprecher bei Siemens
- Schade wird Chef von Bayer 04 Leverkusen
- Jürgen Herres neuer Leiter „Change and Issues Management“ bei ergo
- Personalien compact - Unternehmen (9) (21. KW-2013)
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Etats
Familienministerium entscheidet sich für „neues handeln“ und „where is the beef“
Die Agentur „neues handeln“ mit Sitz in Köln und Berlin ist in Kooperation mit ihrem Partner für Werbung, der Agentur „where ist the beef“ aus Hamburg, neue Rahmenvertragsagentur des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ). Das Ministerium setzt während der nächsten drei Jahre auf die auf politische Kommunikation spezialisierte Agentur. Sie wird ab sofort für alle Bereiche der Öffentlichkeitsarbeit des Hauses zuständig sein. „neues handeln“ konnte sich in einem europaweiten, mehrstufigen Pitch durchsetzen. Die Agentur kooperiert im Bereich Kreation/Werbung mit Henk Slagman und seinem Team von „where is the beef“. Gemeinsam haben die beiden Agenturen bereits die erfolgreiche Einführungskampagne zum Bundesfreiwilligendienst für das Familienministerium umgesetzt.
Branche
Umsatzvolumen der Werbewirtschaft sinkt in 2012 unter 30 Milliarden Euro
Die Werbewirtschaft schrumpft. Das ist das Ergebnis der am 23. Mai vom Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft ZAW vorgelegten Studie „Werbung in Deutschland“. Der Gesamtaufwand für mediale Werbung im Jahr 2012 ist nach 30,01 Milliarden Euro im Jahr 2011 auf 29,74 Milliarden Euro gesunken. Das entspricht einem Rückgang um 0,9 Prozent.
- Art Directors Club vergibt Preise an die Kreativbranche
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- Schweizer PR-Branche verzeichnet in 2012 leichten Rückgang der Honorarerträge
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Medien
Neuer Vorstandsvorsitzender von DuMont Schauberg kommt aus der Schweiz
Christoph Bauer (42) wird am 1. Januar 2014 neuer Vorstandsvorsitzender der Kölner Mediengruppe M. DuMont Schauberg. Bis Ende 2012 war er CEO der AZ Medien AG in Aarau (Schweiz). Bauer wurde am 23. Mai vom Aufsichtsrat mit Beginn vom 1. Oktober in den Vorstand der Gruppe berufen. Christian DuMont Schütte (56), noch Vorstandsmitglied der Mediengruppe M. DuMont Schauberg, verlässt im Januar 2014 den Vorstand und wird als stellvertretender Vorsitzender in den Aufsichtsrat des Kölner Medienhauses wechseln. Vorsitzender dort bleibt Alfred Neven DuMont (86). Seine Tochter Isabella Neven DuMont (45) bleibt im Vorstand.
Social Media
Social Media Trendmonitor 2013 - "Kommunikationsprofis, Journalisten und das Web": Journalisten bei Meinung zu Twitter gespalten
Nicht allein Journalisten stehen beim Versand von Pressemitteilungen im Fokus der Unternehmen, sondern zunehmend auch Kunden, Marketing und die Öffentlichkeit. Bilder, Videos oder Dokumente verbessern die Resonanz auf PR-Meldungen. Außerdem müssen Pressemitteilungen auch mobil optimal gelesen werden können, um ein bestmögliches Echo hervorzurufen. Das ergab der neue Social Media Trendmonitor "Kommunikationsprofis, Journalisten und das Web" von der dpa-Tochter news aktuell und Faktenkontor. Knapp 1.500 Unternehmenssprecher, Agenturmitarbeiter und Medienvertreter haben an der Umfrage teilgenommen.
Neun von zehn Pressesprechern richten ihre Mitteilungen nicht mehr allein an Journalisten. Sie sagen, dass Kunden, Marketing, Wettbewerber und die Öffentlichkeit mittlerweile ebenfalls relevante Zielgruppen sind (90 Prozent). Ähnlich sehen das die Fachleute aus den PR-Agenturen (81 Prozent). Außerdem beobachten die Kommunikatoren, dass die Resonanz auf Pressemitteilungen besser ist, wenn begleitendes Material wie Fotos, Videoclips oder PDF-Dokumente bereitgestellt wird. (Pressestellen 81 Prozent, PR-Agenturen 87 Prozent). Ein weiterer Erfolgsfaktor für die Resonanz auf Pressemitteilungen ist die optimale mobile Bereitstellung. Knapp zwei Drittel aller Befragten halten die Bereitstellung auf dem Smartphone per Mail, Browser oder App für "wichtig" (Pressestellen 61 Prozent, PR-Agenturen 62 Prozent).
Reputation Management
foodwatch vergibt Windbeutel an Capri-Sonne
Die Wahl zum „Goldenen Wildbeutel“ ist entschieden: Den „Ehrenpreis“ des Verbraucherschutzvereins foodwatch e.V. für das dreisteste Kindermarketing erhielt in diesem Jahr die Eppelheimer Wild-Gruppe, Deutsche SiSi-Werke, mit dem Getränk Capri-Sonne. Knapp 120.000 Verbraucher hatten in den vergangenen vier Wochen online die Wahl zwischen fünf Kandidaten. Eindeutiger „Sieger“ wurde mit mehr als 50.000 Stimmen Capri-Sonne. Die folgenden Plätze belegten der Pudding Paula von Dr. Oetker mit 26.231 Stimmen, die süßen Flocken Kosmostars von Nestlé mit 24.710 Stimmen, der Zucker-Joghurt Monsterbacke Knister von Ehrmann mit 11.580 Stimmen und die Pom-Bär-Chips von funny-frisch (Intersnack) mit 6.260 Stimmen.
CSR Unternehmensverantwortung
Nachhaltigkeitsberichterstattung: GRI 4 vorgestellt
Im Rahmen der Global Conference on Sustainability and Reporting wurde am 22. Mai in Amsterdam die neuen Leitlinien zur Nachhaltigkeits- und CSR-Berichterstattung der Global Reporting Initiative (GRI) vorgestellt. Die so genannte G4-Version stellt eine umfassende Überarbeitung des weltweiten de-facto Standards zur Erstellung von Nachhaltigkeitsberichten dar.
Ziel der Revision war es aktuelle und zukünftige Trends der Berichterstattungspraxis zu ökologischen, sozialen und ökonomischen Fragen aufzugreifen. Der Veröffentlichung ging ein zweijähriger Dialog und Konsultationsprozess mit verschiedenen Stakeholdern voraus.
Das PR-Interview
PR-Interview Nr. 91. Carsten Lange: Ein Patentrezept gibt es nicht
„Das PR-Interview“ wird realisiert von k1 gesellschaft für kommunikation, Köln
Interview mit Carsten Lange (Foto), AIKA, zur Frage, wie die Agentur der Zukunft aufgestellt sein muss.
PR-Journal: Die von dem Zukunftsforscher Jörg Jelden durchgeführte Studie „Agenturen der Zukunft“ kommt zu dem Ergebnis, dass aufgrund immer komplexerer Anforderungen und Themen Agenturen zukünftig immer weniger in der Lage sein werden, ihre Aufträge alleine umzusetzen. Was bedeutet das für die bisherige klassische Aufteilung in Werbe-, PR-, Event- oder Internetagenturen?
Carsten Lange: Diese Einteilung wird komplett neu zusammengestellt. Insbesondere die allgemeinen Cluster wie Werbe- oder PR-Agentur werden in dieser Form zum Auslaufmodell bzw. zum übergeordneten Namen einer Art "Holding". Die Aufgaben werden komplexer, die Agenturen spezialisierter und die Partnerschaften nehmen zu. Wir haben bei LANGEundPFLANZ beispielsweise Kooperationen fest in unser Produktportfolio aufgenommen.
Kommentare
HuffPost: Warum dem „Anti-Modell des Journalismus“ die Zukunft gehört
Ein Kommentar von Michael Bechtel (Foto), Text- und Training Redaktionsbüro, Bad Honnef
Nun ist das endlich geklärt - die HuffPost kommt. Von erbitterten Anfeindungen über demonstrative Gelassenheit bis zu euphorischen Erwartungen reicht die Reaktionen. Ein Gratis-Angebot, das ausschließlich auf Werbung setzt – insoweit nichts Neues. Das „Anti-Geschäftsmodell für Journalismus“, giftet Axel-Springer-Chef Mathias Döpfner. Damit hat er natürlich Recht.
Schließlich füllt die Huffington Post ihre Spalten neben den fast täglichen Kolumnen von Huffington selbst und einem Kernteam von Mitarbeitern mit unbezahlten Texten. Da gibt es einen kleinen Anteil Beiträge von Prominenten aus Politik, Journalismus, Wirtschaft und Unterhaltung, die diesen effizienten Weg an die Öffentlichkeit gerne nutzen. Und da ist die Masse der für die HuffPost geschriebenen Texte von Bloggern und anderen Freizeitpublizisten. Die leben mangels anderer Quellen natürlich großenteils von Informationen aus den Nachrichten und Berichten anderer Medien. Hier geschieht das, was sich ohnehin unablässig im Netz abspielt: Blogger bereiten Informationen für eine Leserschaft auf, die an holzschnittartiger Faktendarstellung und meinungsstarken Storys interessiert ist und kaum an schwer verständlichen Hintergründen.
Autoren-Beiträge
Nachhaltigkeit im Change Management: Wie begeistert man Mitarbeiter und Stakeholder für den Wandel?
Drei Aspekte für erfolgreiche Kommunikation in Veränderungsprozessen. In der deutschen Wirtschaft bleibt kein Stein auf dem anderen. Tiefgreifende Veränderungen beherrschen die großen börsennotierten Konzerne ebenso wie mittelständische Unternehmen. Ressourcen werden neu verteilt und personelle Kapazitäten abgebaut, Geschäftsmodelle werden als Antwort auf veränderte Marktbedingungen und Kundenerwartungen überprüft und neu ausgerichtet. Manche Unternehmen bemühen sich um einen Kulturwandel. Jede große Veränderung führt zu enormen Belastungen für Führungskräfte und Mitarbeiter. Oft ist sie auch mit einem signifikanten Wandel der Unternehmensidentität verbunden. Das sorgt für jede Menge Schlagzeilen in den Medien und für Unruhe auf Unternehmensseite.
Wie also können Unternehmen Change und Kommunikation gestalten, ohne aus der Bahn zu geraten und Mitarbeiter sowie Stakeholder auf dem steinigen Weg zu verlieren? Und warum gelingt dies in vielen prominenten Change-Prozessen nicht? Veränderungen zu meistern, ist heute eine Dauerherausforderung für Unternehmen, auf die sie vorbereitet sein müssen. Dabei spielen drei Aspekte eine besondere Rolle. Sie beeinflussen maßgeblich die Glaubwürdigkeit der Unternehmen in Veränderungsprozessen:
- die richtige Haltung, mit der Top-Manager und Führungskräfte den Veränderungsprozess betreiben,
- die richtigen Maßnahmen der prozessbegleitenden Kommunikation,
- unerlässliche Grundbedingungen für die Nachhaltigkeit von Change & Kommunikation.
Den Artikel von Wolfgang Griepentrog am 21. Mai in seinem Blog "Glaubwürdig kommunizieren" hier online weiterlesen.
Norbert: Gerüchte+Gerichte
Gericht: Gelobt sei die Pfanne - Tagliata di manzo con asparagi
(nsb) Braten, Schmoren, Rösten, Dünsten – die Pfanne ist vielleicht das universale Küchengeschirr. Im antiken Griechenland war die aus Bronze gemachte „πατανέ“ nur zum Verbrennen von Räucherwerk üblich. Die Römer schmiedeten die „patina“ aus Eisen und nutzen sie in der Küche – zum Beispiel um wilden Spargel mit Eiern und Honig darin zu braten, in Katalonien ein heute noch gängiges Frühjahrsessen.
Tatsächlich hat die Pfanne gerade auf Gemüse eine herrliche Wirkung – die Chinesen bereiten nicht ohne Grund viele Speisen im „Wok“ zu. Im Grunde ist das eine Pfanne mit durchgehend gewölbtem Boden, die über einem starken Feuer große Hitze aufnimmt. Dadurch bilden sich an der Oberfläche des Bratguts Röststoffe, und Zucker verwandelt sich in Karamell, einen hochwirksamen Geschmacksverstärker. Deshalb ist der Umgang mit Glutamat gar nicht nötig, wenn jemand mit Wok oder Pfanne richtig umzugehen weiß.
Lesehinweise
Ruhe in Frieden, klassisches Marketing? Wie SEO, Social Media und Content Marketing die Regeln verändern
Über den Wandel des Marketing, vermeintlich neue Methoden und Herangehensweisen: In seiner t3n-Kolumne schreibt Björn Tantau über alte Strategien im neuen Gewand des Social Web und wirft einen Blick in die Zukunft. Früher war alles besser, früher war alles gut. Wirklich? Viele Menschen glauben das, dabei ist das meistens rein subjektiv. Ganz objektiv betrachtet haben alle Menschen eine eigene Sicht der Dinge.
Dennoch gibt es Bereiche, die speziellen Trends unterliegen und sich mehr oder weniger schnell verändern. Das klassische Marketing, wie man es kannte, bevor das Internet zum Massenmedium wurde, ist auf jeden Fall ein solcher Bereich. Und der Wandel, vor allem in den letzten Jahren, ist durchaus als dramatisch zu bezeichnen. Was aber genau macht diesen extremen Wandel aus? Und kann das klassische Marketing wirklich schon abgeschrieben werden?
Bildung
Erste Berater-Prüfung unter der Dachmarke Initiative Kommunikation Heidelberg
Alle 23 Prüflinge der berufsbegleitenden Ausbildung PR dual und des Fernstudiums PR plus bestanden in Heidelberg vom 21. bis 23. Mai die PR-Beraterprüfung der Donau-Universität Krems. Prü-fungsvorsitzende war Rosemarie Nowak vom Zentrum für Journa-lismus und Kommunikationsmanagement an der Donau-Universität Krems, mit der IK Heidelberg seit 2004 in der berufsbegleitenden Ausbildung des PR-Nachwuchses kooperiert. Ihr zur Seite standen die beiden Co-Prüfer Cyrus Vogel, Inhaber der gleichnamigen Kommunikationsberatung, und Heike Sinkel, Inhaberin der PrintText Finanzkommunikation. Die Prüfungskommission bescheinigte den Studierenden durchweg „gute“ und „sehr gute“ konzeptionelle und praxistaugliche Leistungen.
Studien
Facebook und Twitter bringen keinen politischen Dialog in Gang
Einen nachhaltigen politischen Dialog haben Facebook und Twitter bislang nicht nach Deutschland gebracht. Das ist die ernüchternde Erkenntnis einer Untersuchung von Journalistikprofessor Andreas Elter. Im Rahmen eines Forschungsprojektes der Münchener MHMK, Macromedia Hochschule für Kommunikation, hat sein Team die Social-Media-Kommunikation der sechs bundesweit aktiven Parteien während der Landtagswahlkämpfe des Jahres 2011 statistisch ausgewertet. Obwohl alle Parteien Facebook und Twitter zur direkten Wählermobilisierung nutzten, gelang es keinem Landesverband, ihre User und Follower über den Wahltermin hinaus in einen regelmäßigen Dialog zu verwickeln.
Literatur
Neues Fachbuch zur Werte-Orientierung
Unternehmens-Werte und persönliche Wertvorstellungen stehen im Mittelpunkt des alljährlichen Trend-Events „Werte 2.0“. Wirtschafts- und Branchenexperten machen dabei transparent, wie sich die moderne Wertewelt entwickelt, welche Faktoren moderner Kommunikation und welche ökologischen sowie ökonomischen Aspekte dabei eine Rolle spielen. Das Jahres-Event der „Werte 2.0“-Veranstaltungsreihe geht am 16. Juli im Hotel Schloss Montabaur in die vierte Runde. Die Beiträge der letztjährigen „Werte 2.0“-Referenten sind jetzt in einem Fachbuch zusammengefasst. Die Veranstaltungsagentur Intergerma hat in Kooperation mit Stefan Luppold, Professor an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Ravensburg, das Fachbuch „Werte 2.0“ herausgebracht. Auf 152 Seiten sind 15 Fachbeiträge der Referenten zusammengefasst. Das Buch aus der Verlagsreihe „Messe-, Kongress- und Eventmanagement“ kann zum Preis von 28 Euro unter www.verlagwp.de bestellt werden.
Termine
PR Report Awards versus Leipziger Public Relations Studenten
100 Prozent Public Relations: Die letzten Tage war ich ausschließlich in Sachen PR unterwegs. Die Mission: Gewinnen neuer Erkenntnisse, Austausch mit anderen PR-Experten, Kennenlernen interessanter Menschen und Auffrischen alter Kontakte. In der „Szene“ hatte ich mich einige Zeit rar gemacht. Schon länger gilt der Personalkommunikation mein Interesse und so konnte man mich in letzter Zeit eher auf der „Zukunft Personal“ antreffen als auf einem PR-Kongress. Zudem hatte ich viele Jahre in der Welt der Nonprofits und Internationalen Organisationen gearbeitet und mich in erster Linie in einem politischen Umfeld bewegt.
Jetzt gab es PR im Doppelpack. Zusammen mit Gerhard Pfeffer und Thomas Dillmann vom "PR-Journal" besuchte ich letzten Donnerstag die Verleihung der PR Report Awards 2013 in Berlin und am Freitag das 8. LPRS>>Forum der Leipziger Public Relations Studenten (LPRS). Dieses stand unter bewusst kontroversen Motto „PR versus HR: Wer hat die Lizenz zur Personalkommunikation?“ Darüber hatte ich bereits gebloggt.
Meine Eindrücke in Stichworten hier in meinem Blogbeitrag vom 19. Mai.
STAMM Medien-News
Stamm Medien-Newsletter Mai 2013
Der Stamm-Verlag in Essen dokumentiert seit 1947 als einziger deutscher Verlag komplett alle Medien (ca. 24.000) in Deutschland (Print/zeitungen+Zeitschriftzen, Rundfunk/Radio+Fernsehen, Online (seit 2003)). Im März 2013 wurden 3.357Medien aktualisiert, im letzten Quartal waren es insgesamt 13.931 Medien. Der monatliche "Stamm Medien-Newsletter" informiert über aktuelle Änderungen in der deutschsprachigen Medienlandschaft (Deutschland, Österreich, Schweiz). Mit freundlicher Genehmigung folgen hier einige Änderungen/Meldungen:
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PR-Journal: 41.557 Besucher im April 2013, 191 Jobangebote seit Januar
Die IVW Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern, Berlin bilanzierte für das "PR-Journal" im April 2013 insgesamt 41.557 Besucher. Knapp 50 Prozent der Besucher starten ihre PR-Journal-Durchsicht auf den Seiten der PRJ-Jobbörse. IVW errechnete insgesamt einen Tagesdurchschnitt von 1.385 Visits. Jeder Besucher schaute sich 2,6 Seiten an - daraus errechnen sich 106.987 PageImpressions für das PR-Medium Nr. 1 im Internet.



