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Das Internet steigert die Bedeutung von Kommunikations-Controlling
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- Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 29. März 2012 10:18
- Veröffentlicht am Mittwoch, 15. April 2009 17:33
- Geschrieben von Gerhard A. Pfeffer, Siegburg
PR-Journal: Der Fachtag „Kommunikations-Controlling“ findet am 13 Mai zum fünften Mal statt, ein kleines Jubiläum also – wie schön, aber was wird diesmal besonders sein?
Lothar Rolke: Natürlich freuen wir uns über das Jubiläum, aber noch mehr darüber, dass nach vielen Jahren in der etwas desperaten Szene des Kommunikations-Controllings nun zusammenwächst, was zusammengehört: der AK Wertschöpfung der DPRG und die Internetplattform „Communicationscontrolling.de“ vom Kollegen Ansgar Zerfaß mit dem Fachtag, den Wolfgang Jäger und ich ins Leben gerufen haben. Ein Höhepunkt ist sicherlich die erstmalige Vorstellung des „Wirkungsstufen-Modells für Kommunikation“ auf das sich die DPRG und der Internationale Controller Verein jetzt verständigt haben. Ein echter Durchbruch und – wie wir noch erleben werden - ein Meilenstein für die Branche.
PR-Journal: Was ist konzeptionell neu am Fachtag?
LotharRolke: Erstmals wollen wir in sogenannten Flash-Workshops Wissen zum Anfassen vermitteln. Die Teilnehmer sollen in kompakten Arbeitsgruppen Controlling-Tools gemeinsam entwickeln können. Also nicht nur sehen, was möglich ist, sondern direkt erleben, wie es funktioniert. Überhaupt spielt der wissenschaftsbasierte Praxisbezug eine herausragende Rolle.
PR-Journal: Einer dieser Flash-Workshops befasst sich mit sogernannten den „Communications Impact Points“ – was sind das?
Lothar Rolke: Communication Impact Points (CIP) bilden eine gut einsetzbare Kenngröße, die Wolfgang Jäger und ich gemeinsam entwickelt und in verschiedenen Arbeitskreisen in den vergangenen Jahren getestet haben. Es ist eine Kenngröße, die quantitativ die Fähigkeit eines Unternehmens ausdrückt, kommunikativen Druck auf einzelne Stakeholder-Gruppen auszuüben. Damit lassen sich Wirkungen erfahrungsgestützt abschätzen und Effizienzen berechnen.
PR-Journal: Wie sehen Sie die Zukunft von Kommunikatons-Controlling in der Webgesellschaft?
Lothar Rolke: Die Zukunft des Kommunikations-Controllings hat noch gar nicht begonnen. Mit der Entwicklung des Internets wird die Bedeutung von Controlling sprunghaft steigen. Denn je weniger die Kommunikations-bedingungen kontrollierbar sind, weil heute jeder nach seinen eigenen Regeln kommunizieren kann, desto wichtiger ist das Controlling der Effekte. Denn nur so werden Unternehmen lernen, mit Communities und Wikipedianern, Bloggern und Twitterern umzugehen. Interessant ist welche Research-Tools das Internet selber hervorbringt. Gerade dieser Bereich ist aber für viele Firmen noch eine terra inkognita, die entdeckt werden will.
Professor Dr. Lothar Rolke (*1954) lehrt Betriebswirtschaftslehre und Unternehmenskommunikation an der Fachhochschule Mainz.
Informationen und Anmeldung zum Fachtag Kommunikationscontrolling.



