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PR-Rat: Auseinandersetzung Essing ./. Christ bleibt auf der Agenda
Zuletzt aktualisiert am Montag, den 08. März 2010 um 13:29 Uhr Montag, den 01. März 2010 um 14:31 Uhr
Der Deutsche Rat für Public Relations (DRPR), Berlin hat bei seiner Sitzung am 26. Februar entschieden, dass die Auseinandersetzung Essing ./. Christ weiter verfolgt wird. Außerdem will sich der PR-Rat - vor dem Hintergrund der in den Medien gegen Essing erhobenen Vorwürfe - grundsätzlich für den PR-Bereich mit der Rolle der Auftraggeber, der Auftragnehmer und der Medien befassen.
Ohne den konkreten Fall zu kommentieren, hält der PR-Rat die im "Spiegel" Artikel vom 1. Februar 2010 beschriebenen Praktiken ganz allgemein für unzulässig und mit den Regeln guter PR auf keinen Fall vereinbar. Ein solches Vorgehen ist unlauter und würde, von wem auch immer angewandt, vom Rat in jedem Fall scharf verurteilt, so Richard Gaul, Vorsitzender des DRPR.
Parallel dazu wird der PR-Rat den Herren Christ und Essing einen Fragenkatalog mit der Bitte um Beantwortung zusenden, um sich in diesem komplexen Fall einen eigenen Eindruck machen zu können. Weil sowohl Unternehmer Harald Christ als auch PR-Berater Norbert Essing rechtliche Schritte angekündigt haben, wird der Rat die juristische Auseinandersetzung verfolgen und dann gegebenenfalls tätig werden.
Der Dt. PR-Rat wird getragen von den Kommunikations-Branchenverbänden BdP, degepol, DPRG + GPRA.

geschrieben von Heiko Kretschmer , März 05, 2010
1. Es ist eine juristische Auseinandersetzung der beiden Seiten angekündigt. Im Rahmen dieses Verfahren müssen beide Seiten Ihre Behauptungen belegen. Es macht daher Sinn für das Ratsverfahren das juristische und das eigene Verfahren zu parallelisieren.
2. Der Pressemeldung ist zu entnehmen, dass es uns nur zum Teil um den Konflikt Essing ./. Christ geht. Uns interessiert vielmehr auch die Diskussion um das dahinter liegende Geschäftsmodell, gerne auch als Borderline-PR bezeichnet. Dann reden wir über eine Trias aus Auftraggeber, Berater und Journalist, die solcher Art Dossiers beauftragen, anfertigen und ohne Absenderkennung absetzen und schließlich ohne ausreichende Prüfung redaktionell übernehmen. Als Branche sollten wir das Interesse haben, diese Form der PR zu problematisieren.
3. Hat der DRPR ja auch dazu aufgefordert, sich vertraulich mit Informationen zum Fall Essing ./. Christ, aber auch anderen Fällen der Borderline-PR an uns zu wenden, um hier ein ganzheitliches Bild zu erlangen. Es scheint, dieser Aufruf zeigt Wirkung.
Fazit: Ja, der DRPR ist meistens kein Ort für Schnellverfahren. Aber Angst vor Essing oder Christ war in der Sitzung nicht zu verspüren.
Anmerkung am Rande: M.W. muss Herr Essing in Leipzig seine Tätigkeiten ruhen lassen.
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Da kann man sich ja schon auf die Zukunft der PR freuen!
Aber auch die sonstigen ewigen Mahner sind merkwürdig still. Dauermahner Thomas Leif ist nicht zu vernehmen. Na ja, als "investigativer" Journalist ist er natürlich auf solche Nachtschattengewächse wie Essing angewiessen und hat wahrscheinlich die ein oder andere Leiche mit ihm im Keller.
Auch von unserem ersten lebenden moralischen Zeigefinger, Heiko Kretschmer, ist nicht zu hören. Zu hoffen währe ja mal, dass er sein Amt als Ethikbeauftragter nicht zu Eigenvermarktung seines Unternehmens nutzt sondern auch mit Leben füllt. Oder ist da die Angst vor einem Norbert Essing größer als die Darstellungssucht?