Das PR-Interview
PR-Interview Nr. 51: Gute Kommunikatoren hören zu
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- Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 29. März 2012 10:18
- Veröffentlicht am Samstag, 19. Februar 2011 22:24
- Geschrieben von Gerhard A. Pfeffer, Siegburg
"Das PR-Interview" wird realisiert von k1 gesellschaft für kommunikation
Interview mit Elisabeth Schick (44), Leiterin der Abteilung Communications & Government Relations der BASF Group in Ludwigshafen
PR-Journal: Sie gelten als eine der erfolgreichsten und versiertesten Kommunikatorinnen in Deutschland. Was macht für Sie eine gute Kommunikation aus?
Elisabeth Schick: Sie ist schnell, glaubwürdig und der Absender ist für jeden klar erkennbar.
PR-Journal: Wodurch zeichnen sich gute Kommunikatoren aus?
Elisabeth Schick: Sie hören zu und fragen nach, ganz gleich ob ihr Gegenüber Journalist oder Kollege ist. Im Unternehmen sind sie strategischer Partner des Managements und haben ihren Beitrag zum Unternehmenserfolg immer im Blick.
PR-Journal: Was halten Sie für die fünf größten Fehler, die in der Kommunikation gemacht werden?
Elisabeth Schick: Man kann bestimmt mehr als fünf Fehler machen. Die beiden größten aus meiner Sicht sind, nicht konsistent zu sein und seine Zielgruppe aus dem Blick zu verlieren.
PR-Journal: Was würden Sie einem jungen Menschen raten, der in die Kommunikation will?
Elisabeth Schick: Mach Dir ein eigenes Bild, worum es dabei geht, am besten mit Praktika in unterschiedlichen Bereichen. Und überlege Dir, in welchem anderen Beruf Du erfolgreich sein könntest, falls es mit der Kommunikation nicht klappen sollte.
PR-Journal: Was unterscheidet Männer und Frauen in Ihrem Berufsfeld?
Elisabeth Schick: Wenig, denn gerade die Kommunikation braucht individuelle Typen mit unterschiedlichen Talenten. Und die gibt es bei Männern genauso wie bei den Frauen. Die besten Teams sind daher die gut gemischten, in denen sich die Begabungen ergänzen.
PR-Journal: Wie sieht die Zukunft der (Unternehmens-) Kommunikation aus?
Elisabeth Schick: Im Jahrzehnt der Social Media werden wir noch schneller, dialogorientierter, gleichzeitig aber auch anonymer. Ich glaube, essentielle Informationen werden wir dennoch face to face oder zumindest voice to voice vermitteln. Das gilt nach außen wie nach innen.
Elisabeth Schick leitet seit Januar 2009 als Senior Vice President die neue Abteilung Communications & Government Relations BASF Group in Ludwigshafen. Sie ist seit Mai 2008 für Corporate & Government Relations zuständig. Schick studierte in Freiburg, Tokio und Marburg Japanologie und Geschichte. Sie ist seit 1993 bei der BASF. Nach ihrem Volontariat in der Unternehmenskommunikation war sie zunächst Pressesprecherin in Ludwigshafen. Ab 1997 folgten Aufgaben in unterschiedlichen Einheiten des Unternehmens, unter anderem im Bereich Personal, bei der BASF Japan und der BASF IT Services. Ab 2002 leitete sie die Unternehmenskommunikation Europa.
P.S.: Und danke an Ernst Primosch (CEO Hill & Knowlton Deutschland, ehemaliger langjähriger Leiter der Henkel-PR), der dem PRJ beim Interview geholfen hat.


