Medien
Medien compact (4) (52.KW-2011+01.KW-2012)
- Details
- Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 29. März 2012 10:18
- Veröffentlicht am Dienstag, 20. Dezember 2011 19:17
- Geschrieben von Stefan d'Hone, Hamburg
01: Um die Stimmung ist es bei Spiegel TV derzeit offensichtlich nicht zum Besten bestellt. Nachdem durch das Ende des Magazins "Kerner" schon rund 35 Mitarbetier bei Spiegel TV Infotainment ihre Job verloren haben, kündigte die Unternehmensführung im vergangenen Monat auch bei der Spiegel TV GmbH einen weiteren Stellenabbau an. "Der Markt wird enger, die Budgets knapper, die Geschäftsfelder immer kleinteiliger. Diesen Veränderungen müssen wir uns anpassen; wir brauchen schlankere und flexible Strukturen", begründete Spiegel TV-Geschäftsführer Matthias Scholz die derzeitige Restrukturierung. Nun hat sich intern der Betriebsrat mit Kritik an der Führung der Spiegel-Gruppe mit Verlags-Chef Ove Saffe an der Spitze zu Wort gemeldet. → dwdl.de
02: Jeder dritte (34 Prozent) Fernsehzuschauer zwischen 14 und 49 Jahren surft zumindest gelegentlich parallel zum Fernsehen im Internet. Jedoch nur 16 Prozent der TV-Zuschauer machen dies oft oder sehr häufig. Überrepräsentiert sind dabei jüngere TV-Zuschauer und Männer. Insgesamt betrachtet, sind zwei Drittel der 14- bis- 49-jährigen Zuschauer also gar nicht oder allenfalls selten beim Fernsehen online. Es wird nach wie vor überwiegend exklusiv ferngesehen. Diese Ergebnisse liefert das aktuelle DigitalBarometer, eine Kooperation zwischen IP Deutschland, TNS Emnid und der Fachzeitschrift W&V. Sie zeigen, wie die Internetnutzung beim Fernsehen Interaktivität ermöglicht und wie das Fernsehen vielfach Impulse liefert, die im Internet intensiviert werden. → tns-emnid.com
03: NGOs (Non-Governmental Organization) bieten fertige Beiträge, wissenschaftliche Studien, organisierte Recherche-Reisen – und sie gelten als die Stimme der Zivilgesellschaft. Das macht sie für Journalisten zu einer nützlichen Quelle – aber auch zu einer gefährlichen, denn in Zeiten sparsamer Verlegerentscheidungen scheint Nachrecherche überflüssig und Distanz ein Luxus. Über Rollenkonflikte bei der Recherche. (...) "NGOs bekommen von Journalisten einen gewaltigen Vertrauensbonus", sagt Jeffrey Wimmer, Professor für Kommunikationswissenschaften an der TU Ilmenau. → evangelisch.de
04: Urs Paul Engeler ist "Journalist des Jahres 2011" in der Schweiz. Wie schon in den Vorjahren hat das Branchenmagazin "Schweizer Journalist" unter Journalisten erhoben, wer im Schweizer Journalismus 2011 Herausragendes geleitet hat. 1.542 Journalistinnen und Journalisten haben Anfang Dezember dazu an der Internet-Umfrage teilgenommen und dabei den "Weltwoche"-Bundeshauskorrespondent auf Platz 1 gesetzt. Auf den zweiten Platz wurden Ursula Gabathuler und Roger Müller (SF/Kassensturz) für ihre Recherchen zum Coop Fleischskandal gewählt. Auf den dritten Platz kam der freie Journalist Hanspeter Guggenbühl für seine Berichterstattung zu Atomausstieg und Energiethemen. → schweizer-journalist.ch


