Empfehlung:
Ein Buch für Kommunikationsstrategen
Wie Unternehmen und Wirtschaft öffentlich werden, das war einmal in einem relativ einfachen Managementprozess organisierbar. Wissen bereitstellen, im Wesentlichen über Produkte und Dienstleistungen. Und dieses Wissen dann in einseitigen Informations-Prozessen an die relevanten Stakeholder verbreiten. Aber, das war einmal. Wirtschaft 1.0 könnte man das nennen. Heute hat sich dies grundlegend verschoben …
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Wer das Innenleben von Organisationen verstehen will, der war immer schon gut beraten, auch nach den Büchern und Forschungen des Bielefelder Soziologie-Professoren Stefan Kühl zu greifen. Das gilt auch für sein aktuelles Werk „Der ganz formale Wahnsinn“. Darin liefert er in 111 kurzen Aufsätzen neue Einsichten in die Welt der Organisationen. Aber Achtung: Für die Beraterzunft wird das Buch eine Zumutung sein, für Freunde des differenzierten Denkens hingegen ein großer Gewinn. Und noch ein Hinweis: Mainstream liefert der Autor nicht.
Ab wann lässt sich einer Führungskraft bestätigen, dass sie eine gute ist? Viele werden antworten, wenn sie gut kommunizieren kann. Schon klar, Führung, oder modern „Leadership“, sind sie nicht vor allem gekennzeichnet durch eine gute, effektive, effiziente Kommunikation? Aber genauer, wie wäre denn gut? Im gekonnt gesprochenen Wort, vor einer großen Gruppe, einer kleinen Gruppe, unter vier Augen? In einem persönlichen Brief oder elegant geschriebenen Teaser zu einem Newsletter-Text? Antworten gibt der erfahrene Autor Hartmut Laufer in dem hier zu rezensierenden Fachbuch, das eine Art kompakter schriftlicher Kurs in Führungskräftekommunikation ist.